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04.11.2007, 23:04
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von K. Ropp
Auch wenn ich die Kriegspolitik der USA nicht immer gutheißen kann, vor allem im Irak, so muss man sich, meiner Meinung nach die Frage stellen: Wer außer den USA kommt als Weltpolizei in Frage? Europa ist dafür noch zu zerstritten. Russland oder China haben wohl, noch stärker als die USA, ihre eigenen Interessen im Blick und nehmen es mit den Menschenrechten nicht besonders genau. Davon abgesehen sind die USA militärisch immer noch die stärkste Macht der Welt.
Natürlich nutzt Amerika diese Position nicht nur zum Wohle der Allgemeinheit und verfolgt eher eigennützige Ziele, aber eine Alternative zu den USA sehe ich bisher noch nicht.
Die Frage ist, wer will überhaupt eine Weltpolizei haben? 
Ich kenne kein Land der Welt , welches es begrüßen würde, von einem anderem Land die Grenzen aufgezeigt zu bekommen.
Und mit Sicherheit ist das der Fall, alleine schon dadurch ,dass die USA mit einer starken Arroganz versucht diese Position auszufüllen und sich dabei über alle Richtlinien hinweg setzt.
Wer hat die USA denn zur "Weltpolizei" ernannt??
Sie sich selbst und alleine der Titel Weltpolizei ist einfach nur lachhaft, wer setzt denn fest was richtig und falsch ist??
Und das momentane Urteilsvermögen der Amerikaner ist leicht getrübt.
Und wenn es eine "Weltpolizei" geben soll, dann muss ein "Bündnis" sein, wie Wulfnoth es schon sagte, wäre die UN dafür geeignet.
Nur hätten wir da das Problem USA wieder und über das Thema haben wir glaube ich schon gesprochen.
__________________
"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
Geändert von Sartre (04.11.2007 um 23:06 Uhr).
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04.11.2007, 23:05
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Plebejer
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Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
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Wulfnoth
...wenn wir eine Weltpolizei brauchen ...
Okay, dann stell ich nun mal ganz provokant zwei Fragen:
1. Brauchen wir überhaupt eine Weltpolizei?
2. Sind letztendlich nicht alle Überlegungen hinsichtlicher einer Umsetzung, falls sie wirklich gebraucht wird, rein utopisch?
EDIT: Tja, ich würd mal sagen 3 User 1 Gedanke.^^
Geändert von dora (04.11.2007 um 23:11 Uhr).
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04.11.2007, 23:19
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 391
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Zitat von Wulfnoth
Und diese strukturelle Schwäche der UN ist für dich Grund genug der USA die Rolle der Weltpolizei anzutragen? Vor allem weil sie ja genau so eigene Interessen verfolgt wie China oder Russland auch.
Der Sicherheitsrat ist ein kriegs-/gründungsrechnisches Problem aber wenn wir eine Weltpolizei brauchen dann sollte es sich dabei um eine Organisation handeln, in der so gut wie alle Staaten vertreten sind.
Du hast gefragt wer für die Rolle der Weltpolizei in Frage kommt. Meine Antwort ist niemand. Moralisch hätte aber nur eine Organisation das Recht.
Zitat von Sartre
Die Frage ist, wer will überhaupt eine Weltpolizei haben?
Ich kenne kein Land der Welt , welches es begrüßen würde, von einem anderem Land die Grenzen aufgezeigt zu bekommen.
Zitat von dora
Okay, dann stell ich nun mal ganz provokant zwei Fragen:
1. Brauchen wir überhaupt eine Weltpolizei?
2. Sind letztendlich nicht alle Überlegungen hinsichtlicher einer Umsetzung, falls sie wirklich gebraucht wird, rein utopisch?
Aber wenn wir keine Weltpolizei hätten, wer sollte sich denn sonst um die Krisenherde in der Welt kümmern? Nur eine starke Macht kann Druck auf Länder ausüben, die großes Unrecht begehen. Nur ein mächtiger Staat, wie die USA kommt dafür in Frage. Eine Organisation würde die Teilnahme aller Staaten, zumindest di aller Großmächte voraussetzen. In der UNO ist dies zwar in der Tat gegeben, jedoch bestehen häufig Differenzen unter den Vetomächten im Weltsicherheitsrat. Auch eine Alternativorganisation zu den Vereinten Nationen würde diese Differenzen nicht beseitigen. Daher kann keine Organisation die Weltpolizei bilden.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
Geändert von K. Ropp (05.11.2007 um 01:00 Uhr).
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05.11.2007, 10:16
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Zitat von K. Ropp
Aber wenn wir keine Weltpolizei hätten, wer sollte sich denn sonst um die Krisenherde in der Welt kümmern? Nur eine starke Macht kann Druck auf Länder ausüben, die großes Unrecht begehen. Nur ein mächtiger Staat, wie die USA kommt dafür in Frage. Eine Organisation würde die Teilnahme aller Staaten, zumindest di aller Großmächte voraussetzen. In der UNO ist dies zwar in der Tat gegeben, jedoch bestehen häufig Differenzen unter den Vetomächten im Weltsicherheitsrat. Auch eine Alternativorganisation zu den Vereinten Nationen würde diese Differenzen nicht beseitigen. Daher kann keine Organisation die Weltpolizei bilden.
Du tust so als ob es eine richtige Meinung gäbe. Wer sagt denn dass eine Einmischung im Sudan das richtige ist? Eventuell bricht dann die Zentalregierung völlig zusammen und wir lösen ein vollständiges Machtvakuum mitten in Nordafrika aus.
Eine direkte Einmischung in fremde Staaten ist immer der falsche Weg, da sie immer Ablehnung und Hass in einigen Bevölkerungsteilen provoziert. Kein Staat, egal wie mächtig, sollte sich das rausnehmen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.11.2007, 10:58
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Zitat von Wulfnoth
Wer sagt denn dass eine Einmischung im Sudan das richtige ist?
6 Mio ermordete Juden vielleicht?
Oder ein paar Mio ermordete Armenier?
Oder die ermordeten Indianer?
...
Vielleicht sagen die sich oben im Himmel das es mal an der Zeit wäre das die Lebenden eingreifen
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05.11.2007, 11:10
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Werd nicht unsachlich!
Es gibt andere Mittel einen Krieg zu beenden als einen Haufen Soldaten, der sich dort nicht auskennt in die Wüste zu schicken.
Wenn Europa soviel daran liegt dieses Verbrechen zu verhindern sollte man AU-Soldaten auf die nötige finanzielle Grundlage stellen. Das wird dort unten Jahre dauern und wenn man sich andere Auslandseinsätze mal anschaut wird man feststellen, dass kein westlicher Staat dazu den Atem hat. Beispiele dafür gibt es ja genug, Somalia bietet sich da gerade an.
Das dort unten ist nicht so einfach wie es hier manchmal dargestellt wird. Man kann den West-Sudan nicht stabilisieren wenn der Tschad nebenan kollabiert. Das Regime dort wieder wiederrum von Frankreich gestützt, aber Frankreich ist ja nie so böse wie China.
Der Tschad wiederrum grenzt an die Zentralafrikanische Republik, die ein einziges Machtvakuum ist, nach allem was man so liest.
Die Rebellenorganisationen sind übrigens auch kein Verhandlungspartner. Gab mal vor einem Jahr oder so einen guten Bericht im SPIEGEL dazu. Da gibt es verdammt viele und bei keiner weiß man so genau welche Ziele sie verfolgt. Manche sind gegen die Regierung des Sudan, andere gegen die des Tschad und andere wiederrum sind nur gegen Frieden. Meistens bestehen die Rebellen sowieso aus drogensüchtigen (Kinder-)Soldaten.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.11.2007, 17:44
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von mozart
6 Mio ermordete Juden vielleicht?
Oder ein paar Mio ermordete Armenier?
Oder die ermordeten Indianer?
...
Vielleicht sagen die sich oben im Himmel das es mal an der Zeit wäre das die Lebenden eingreifen
Wo ist denn der Unterschied, die Amis schießen doch auf alles was sich bewegt.
Außerdem liegen die Interessen unser "Weltpolzei" weit von denen, die andere Länder verfolgen und vertreten.
Den Rest hat Wulfnoth sehr ausführlich und präzise geschildert.
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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05.11.2007, 19:02
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Ich meine, ja, wir brauchen eine Weltpolizei. Diese müsste sich um humanitäre Krisen kümmern. Einen Völkermord kann man nicht einfach geschehen lassen...
Aber es sollten nicht die Amis sein, generell nicht nur ein Staat, der seine ganz eigenen Interessen verfolgt.
Genau dafür haben wir den Weltsicherheitsrat, und ohne Mandat sollte auch kein Staat einfach willkürlich entscheiden dürfen, in den Krieg zu ziehen.
Da muss man auch die USA in die Schranken weisen.
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05.11.2007, 19:31
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Liebe Forumsmitglieder,
bei all dem üblichen Geläster sollten wir nicht vergessen, daß Amerika nunmal ein eigener Kontinent ist. Und Europa ist nunmal nicht der Nabel der Welt.
Denkt ihr etwa, die Amerikaner stellen den Globus mit Europa auf der Vorderseite dar?
In meinem Geschichtsleistungskurs wurde zum Beispiel der Sezessionskrieg nie behandelt.
Auch zuvor in geschichte wurde das Thema nie angesprochen.
Auch die unheimlich bedeutsame Unabhängigkeitserklärung wurde nur am Rande im Englischunterricht tangiert.
Mit verlaub, das war Gymnasium. Ich bin mir sicher, viele Deutsche wissen mit den USA auch nichts anzufangen bzw. wenn doch, dann durch allgegenwärtige US-Medienpropaganda durch TV-Serien und Kinofilme.
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05.11.2007, 19:41
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Denkt ihr etwa, die Amerikaner stellen den Globus mit Europa auf der Vorderseite dar?
Wow, in Amerika haben Globen eine Vorderseite? Wirklich, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Das die USA nur am Rande im Geschichtsunterricht vorkamen hat wahrscheinlich damit zu tun, dass dieses Thema auch im Englischunterricht behandelt wird. Vielleicht war ich da aber auch etwas verwöhnt, denn mein Englischlehrer war außerdem noch Geschichtslehrer.
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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05.11.2007, 19:43
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Zitat von Kimon
Wow, in Amerika haben Globen eine Vorderseite? Wirklich, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! 
Du weißt sicher, was ich meine.
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05.11.2007, 19:49
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von Novalis
Liebe Forumsmitglieder,
bei all dem üblichen Geläster sollten wir nicht vergessen, daß Amerika nunmal ein eigener Kontinent ist. Und Europa ist nunmal nicht der Nabel der Welt.
Denkt ihr etwa, die Amerikaner stellen den Globus mit Europa auf der Vorderseite dar?
In meinem Geschichtsleistungskurs wurde zum Beispiel der Sezessionskrieg nie behandelt.
Auch zuvor in geschichte wurde das Thema nie angesprochen.
Auch die unheimlich bedeutsame Unabhängigkeitserklärung wurde nur am Rande im Englischunterricht tangiert.
Mit verlaub, das war Gymnasium. Ich bin mir sicher, viele Deutsche wissen mit den USA auch nichts anzufangen bzw. wenn doch, dann durch allgegenwärtige US-Medienpropaganda durch TV-Serien und Kinofilme.
Tja, wir haben das über ein Jahr lang durchgekaut , bis es uns aus den Ohren rauskam.
Ich wurde auch in der mündlichen Geschichtsprüfung für das Abitur , über dieses Thema befragt und das Thema befasste sich von der Gründung bis zum jetzigen Zeitpunkt der USA, also mehr als ausreichend.
Und ich kenne ehemalige Schüler von anderen Schulen, die das gleiche Thema auch hatten.
Außerdem glaube ich eher, dass es einige Amerikaner gibt die denken, dass außer ihnen nichts weiteres existiert.
PS:Ich war nur in einem Grundkurs, der Leistungskurs hat sich noch intensiver damit beschäftigt.
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05.11.2007, 21:46
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Naja, was machen wir gerade?
Wir stellen ein paar von uns den Aussagen vom Hörsensagen einiger Amerikaner gegenüber und urteilen dann über ein ganzes Volk...
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05.11.2007, 22:27
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von Novalis
Naja, was machen wir gerade?
Wir stellen ein paar von uns den Aussagen vom Hörsensagen einiger Amerikaner gegenüber und urteilen dann über ein ganzes Volk...
Nein, ich musste mich über ein Jahr lang mit der Geschichte auseinandersetzen und urteile nun und andere bestimmt auch.
Und ich muss ehrlich sagen, auch wenn jemand nichts über die Geschichte der Amerikaner weiß und ein schlechtes Bild von der USA hat, dann wird es sich garantiert nicht verbessern, in dem er die Geschichte der USA kennen lernt, sondern eher das Gegenteil.
Und bei diesem Thema oder bei anderen jetzigen Problemen, im Bezug auf die USA, ist dieses Wissen auch nicht von nöten , sondern nur das Tagesgeschehen und das alleine spricht schon für sich.
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05.11.2007, 23:06
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 685
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In der Diskussion kommt mir die Frage nach den Motiven "der USA" - besser: Der Regierungen (nicht erst der gegenwärtigen) - etwas zu kurz. Da geht es mehr um Wirtschaft als um Ideologie. Diese Regierungen waren und sind beeinflusst von der Lobby der Rüstungsindustrie. Diese verdient an der "Rolle als Weltpolizist".
Franklin D. Roosevelt hatte es noch verstanden, mit den Maßnahmen seines "New Deal" für Arbeit für die Bürger zu sorgen. Allein die „Works Progress Administration“ (WPA). beschäftigte Zigtausende zum Bau von einer Million neuer Straßen, 78 000 Brücken und 125 000 öffentlichen Gebäuden. Während Europa kräftig aufrüstete, lenkte Washington nur 1,5 Prozent der Staatsausgaben in die Verteidigung. Auf dem Höhepunkt im November 1938 beschäftigte die WPA 3,3 Mio. Männer und Frauen. Aber das alles war nicht "nachhaltig". Die amerikanische Rüstungsindustrie sprang in die Bresche. Das ist jetzt alles etwas verkürzt, aber diese Branche prägt bis heute die amerikanische Politik, und das amerikanische Selbstverständnis.
Und weil die Produkte der Rüstungsbranche gebraucht werden müssen (das ist nicht anders wie in der Atoindustrie), werden dafür Menschen verheizt, indem sie erst nach Korea, dann nach Vietnam und jetzt in den Irak geschickt werden.
Pauschalurteile finde ich übrigens nicht gut, und Novalis hat recht: Wir urteilen allzu leicht über ein ganzes Volk. Auch in New York gab es Massendemonstrationen gegen den Irak-Krieg. Trotzdem hat auch Sartre recht, wenn er schreibt:
Außerdem glaube ich eher, dass es einige Amerikaner gibt die denken, dass außer ihnen nichts weiteres existiert
Eine Anekdote passt dazu. Wir reisten mit dem Überlandbus durch Mexiko, Amerikaner waren auch im Bus, man kam ins Gespräch, irgendwann folgte die Frage: "Where are you from?" Ich: "West Germany" (gab es damals noch). Gegenfrage: "Where, the hell, in what state is that?" Ich fand die geografische Unkenntnis schrecklich. Aber dann fiel mir ein, dass Verwandte in einem Kaff namens "Norway" wohnten, in der Nachbarschaft von "West Paris" in Maine.
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