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05.09.2007, 16:37
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
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Christopher Clark - Preußen
Im, ich glaube vorletzten, SPIEGEL gab es einen kleinen Artikel zu Preußen samt Interview mit Christopher Clark. Das Interview war zwar seitens des SPIEGEL absolut grottig (der/die Interviewer hatten es augenscheinlich vesäumt sich auch nach 1968 weiterzubilden) aber so bin ich wenigstens auf dieses Buch aufmerksam geworden und habs mir geholt.
Ich habe jetzt circa ein Drittel gelesen (bin bei Friedrich dem Großen) und mein erster Eindruck ist, dass es definitiv empfehlenswert ist.
Im Gegensatz zu den Alt-68er-Werken, deren ganzes Denken sich seit 40 Jahren im Kreis dreht, findet man in dem Buch nicht hinter jeder Ecke einen Querverweis auf 1933, sondern das Buch geht sehr schön auf die Bildung des Staates Preußen mit all seinen Details ein.
Mit einem Neupreis von fast 40€ natürlich auch nicht ganz billig aber dafür trinkt man eben vier Kästen Bier weniger.
Mehr werd ich schreiben wenn ich das Buch durch habe. Je nachdem wieviel ich arbeiten muss ende der Woche oder des Monats.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.09.2007, 16:44
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Du hast mich neugierig gemacht.
Dern Spiegelartikel habe ich aber auch gelesen und so auch das Interview. Also dem Reporter sollte man die Lizenz entziehen. So ein unseriöser Schweinejournalismus - skandalös.
Immer wieder wollte er den Vergleich Preußen=Nazis hören. Und als das aber nie vom Interviepartner gemacht wurde, stocherte dieser Schweinejournalist ständig nach in der Art "aber da war doch trotzdem was Nazihaftes und aber Hitler=Preußen..."
Unglaublich. Das war die letzte Spiegelauisgabe die ich mir gekauft habe!!
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05.09.2007, 17:08
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
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Den Höhepunkt des Interviews fand ich eigentlich als der SPIEGEL Parallelen zwischen dem Krieg um Schlesien und den Überfall auf Polen ziehen wollte. Das über 200 Jahre, dutzende internationale Verträge und ein völlig anderes Verständnise dazwischen lagen hat ihn bei dieser These wohl nicht gestört.
Die Interviewer hätten eigentlich nur das Vorwort in Clarks Buch lesen müssen und dann hätten sie sich das Interview sparen können.
Na ja im Buch wird die Geschichte Preußen und die Struktur Preußens mit all ihren Veränderungen gut dargestellt. So wusste ich z.B. nicht dass die Herrscher Calvinisten waren, während die Bevölkerung lutherisch-evangelisch war. Dieser Gegensatz hat laut Clark erst die religöse Toleranz geschaffen für die Preußen irgendwann berühmt wurde.
Oder eine andere Sache. Ich verbinde mit Friedrich dem Großen untrennbar den aufgeklärten Absolutismus. Dass die Stände und der Landadel aber nie entmachtet wurden und die Macht der Zentralregierung nie sonderlich weit reichte wusste ich nicht.
Sehr interessannt alles in allem.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.09.2007, 17:42
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Zitat von Wulfnoth
Den Höhepunkt des Interviews fand ich eigentlich als der SPIEGEL Parallelen zwischen dem Krieg um Schlesien und den Überfall auf Polen ziehen ierung nie sonderlich weit reichte wusste ich nicht.
wollte. Das über 200 Jahre, dutzende internationale Verträge und ein völlig anderes Verständnise dazwischen lagen hat ihn bei dieser These wohl nicht gestört.
Tja, für die teilweise! unbelehrbare Linke ist halt alles Deutsche vor 1945 schlecht,böse und faschistisch. Wahrscheinlich findet dieser Journalist nach bei den Germanen faschistische Elemente...
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05.09.2007, 18:03
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Preuße
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Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 429
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05.09.2007, 20:27
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.399
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interessant ist, dass ein australier die preussische geschichte gegenüber einem deutschen journalisten verteidigen muss. sollte es normal nicht andersrum sein?
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14.10.2007, 11:34
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Plebejer
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Registriert seit: 12.10.2007
Ort: Mainz
Beiträge: 7
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Ist definitiv ein lesenswertes Buch, aber wie ja schon gesagt wurde, preislich kein Schnäppchen.
Besonders gut finde ich dass es wirklich bis ganz zu den Anfängen zurückgeht und man wirklich einen in sich abgeschlossenen Gesamteindruck erhält. sowas ist eigentlich selten von einem einzelnen Buch zu erwarten
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19.11.2007, 20:09
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Preuße
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Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 429
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An alle, die planen, das Buch zu erwerben: Die Bundeszentrale für politische Bildung ( www.bpb.de) gibt das Buch für 6,00€ (zuzüglich 4,60€ Versandkosten) als Taschenbuch heraus.
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