28.08.2008 - 17:26
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  #1  
Alt 21.07.2005, 18:03
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Gisbert Haefs - Hannibal

So ich habe das Buch nun durch. Wir Tiger ja bereits mehrmals sagte wird Hannibal in diesem Buch immer wieder als der größe Feldherr schlechthin bezeichnet. Auch wenn ich den Titel für übertrieben halte hat er ja eine Reihe großartiger Siege gegen den Wiederstand der eigenen Regierung errungen.
Das er den Sieg im Krieg nicht nach Hause tragen konnte war ja mehr oder minder Plan der Regierung, nur hat diese nicht mit den Folgen gerechnet.
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  #2  
Alt 21.07.2005, 23:35
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
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Hab das Buch ca. vor nem Jahr gelesen und muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt/gefallen hat. Ich lese gerade zum zweiten Mal Alexander (eine Gesamtausgabe mit beiden Teilen) und finde, dass dieses Buch von ihm sogar noch besser ist.
Bei Troja bin ich nicht fertig geworden weil es mir zu langweilig war ehrlich gesagt.
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  #3  
Alt 22.07.2005, 11:48
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Troja habe ich garnit angefangen, aber die beiden Alexander-Teile habe ich auch beide gelesen. Was mir daran sehr gut gefallen hat ist dass er Alexander nicht nur positiv dargestellt hat (wie beispielsweise Manfredi) sondern auch und vor allem am Ende die negativen Aspekte hervorgehoben hat.
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  #4  
Alt 22.07.2005, 18:44
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Wo wir gerade dabei sind... Ich habe jetzt vor mir liegen, auch von Gisbert Haefs, Das Schwert von Karthago und werde mir das Buch in den nächsten Tagen zu Gemüte führen
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  #5  
Alt 23.07.2005, 09:15
Konsul
 
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um was gehts in dem Buch? Wieder um Hannibal?
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  #6  
Alt 23.07.2005, 10:30
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Nein diesmal um einen "Wächter der offentlichen Ordnung" in Karthago.
Hab aber erst die ersten ~50 Seiten gelesen.
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  #7  
Alt 23.07.2005, 14:33
Ädil
 
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Also das einzige das mich wirklich am Hannibal Buch gestört hat war das Hannibal zu perfekt dargestellt worden ist und man bei ihm keinen Fehler finden kann.
Natürlich ist er der Gröfaz, ohne Frage, is ja klar,weiß ja jeder hier ( ) aber nobody is perfect und das war das einzige was ich an Haefs Alexander Büchern besser fand.
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  #8  
Alt 23.07.2005, 23:16
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und wulfnoth was denkste zur gröfaz diskussion wegen hannibal nun?
Die siege bei cannae und generell alle siege in italien oder der seesieg in kleinasien als greise, der nie was mit schiffen zu tun hatte usw...
war er nicht bombastisch?
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  #9  
Alt 23.07.2005, 23:53
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nun übertreib et mal nich, tiger
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  #10  
Alt 24.07.2005, 12:09
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Er war sicherlich ein großer Feldherr der die republikanischen Legionen sehr genau studiert hat und die punische Kampfweise optimal gegen diese ausgerichtet hat. Beeindruckend ist eben auch, dass er aus einem Heer das aus Iberern, Lybiern, Numidern, Puniern, Kelten etc. bestand einen gut funktionierenden Apperat gemacht hat.
Im übrigen glaube ich, dass er als erster Brander in der Geschichte des Seekrieges verwendet hat.

Allerdings halte ich nach wie vor nicht viel von solchen Titel wie Größter Feldherr etc., weil es so etwas meiner Meinung nach nicht gibt. Hannibal war sicherlich ein großartiger Feldherr aber Caesar, Alexander, Parmenion, Antiochos, Scipio Africanus d. Ä., Mithriadtes etc. waren ebenfalls groe Feldherren.
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  #11  
Alt 24.07.2005, 12:50
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ja, vorallem hatte ja jeder auch seine negativen Seiten,
und so gleichen sie sich aus.
Vielleicht war der eine kein so toller Logistiker, dafür aber Taktiker, der ander war genau das Gegenteil, so gleichen sich die Fähigkeiten auch aus, es gibt ja auch keinen perfekten Menschen.
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  #12  
Alt 25.07.2005, 14:03
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mal ne these, wie wäre eurer meinung nach der krieg ausgegangen wenn es den block von hanno dem grossen im karthagischen parlament nicht gegeben hätte?
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  #13  
Alt 25.07.2005, 14:18
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Wie historisch ist dieser Hanno eigentlich?
Eigentlich auch egal, diesen Block gab es in jedem Fall!

Im übrigen würde ich das ganze nicht so streng sehen. Auch die Gegner der Barkiden habe auf ihre Weise richtig gehandelt. Es war eben so dass man in Karthago einen Feldherrn nicht zu mächtig werden ließ, damit er sich nicht gegen die Stadt wendete. Und genau das war auch sinnvoll, denn das Heer selbst hatte keinerlei Beziehung zur Stadt, da es aus Söldnern bestand. Wenn überhaupt hatte es eine Beziehung zum Strategen, dem sie ihre loyalität schuldeten und das könnte der Stratege natürlich zum eigenen Vorteil nutzen.

Ein gutes Gegenbeispiel ist Rom. Auch dort haben wir es nach Marius mit einer Art Söldnerheer zu tun, dessen Treue eniger Senat und Res publica, als vielmehr dem Feldherrn gilt.
Aus diesem Grund durfte ein Feldherr nicht zu mächtig werden, was bei Sulla, Marius, Caesar, Pompejus, Crassus, Augustus, Marcus Aurelius und vielen anderen fehlgeschlagen ist.
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  #14  
Alt 26.07.2005, 01:40
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bin ausm urlaub zurück

@wulfnoth nene lass ich net gelten war keine antwort auf meine frage, wie wäre der krieg ausgegangen hätte hannibal karthago voll hinter sich gehabt?
Ich glaube das wäre ein grandioser sieg für karthago geworden?
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  #15  
Alt 26.07.2005, 10:34
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Nicht wesentlich anders!

Ich denke wir müssen hierbei zwei wesentliche Faktoren berücksichtigen. Zum einen wissen wir zwar dass die Römer bereits ein schweres Rekrutierungsproblem hatten, aber locker noch mal 5 Legionen aus dem Boden stampfen konnten (mit Bundesgenossen). Das innere Bundesgenossensystem um die Latiner war nicht zu erschüttern und würde meines Erachten nach auch länger halten. Aber wie sieht es mit den Reserven Karthagos aus. Karthago stampft nun seit Jahrzehnten Söldnerarmeen aus dem Boden, die ja irgendwoher kommen müssen. Größtenteils ja aus Lybien und Iberien und auch bei den Karthagern zeigen sich ja bereits erste Mangelanzeichen, denn sonst wären sie nicht so auf Verstärkung aus Norditalien angewiesen gewesen und das obwohl z.B. Hasrubal einen relativ einfachen Übergang über die Alpen hatte.
Karthago konnte nicht endlos Armeen aus dem Boden stampfen und schon garnicht mehr wenn Iberien durch einen Vormarsch der Cornelii weiter verloren worden wäre.
Zum zweiten haben wir auf die Dauer einen Geldmangel. Der Handel wird unweigerlich gelitten haben und Söldnerheere sind nie billig.

Ich denke im Fazit wäre der Krieg noch järte gewesen und es hätte einen weiteren Ausgleichsfrieden gegeben. Spätestens 5 Jahre nach dem uns bekannten Kriegsende wären beide Parteien ausgeblutet gewesen und hätten Zeit zum regenieren gebraucht. Vermutlich ca. 50 Jahre später hätte es den nächsten Krieg gegeben, aber das zu durchzuhecheln wäre jetzt zuviel.
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