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25.01.2008, 00:43
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
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Die Holocaust-Industrie
Mit seinem Buch Die Holocaust-Industrie sorgte der US-amerikanische Politologe Norman G. Finkelstein für eine Kontroverse. Kritiker warfen ihm Antisemitismus vor.
Hat hier jemand das Buch gelesen? Wenn ja, würde mich eure Meinung dazu interessieren.
Haltet ihr das Buch für den Anstoß einer notwendigen Debatte oder ist es tatsächlich antisemitisch?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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25.01.2008, 01:07
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Der Sohn von Eltenr die vor den Nazis fliehen mussten wird wohl kaum antisemitisch sein. Viel mehr sehe ich eine kritik, die sich gegen die Kommerzialisierung des Holocaust richtet.
Denn einem ehrlichen Gedenken wird das schon längst nicht mehr gerecht (man denke nur an die Sammelklage von Kindeskindern von HC Opfern, die Geld von der BRD wollen weil sie durch Erzählungen seelische Schäden erleidet hätten...).
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26.01.2008, 13:09
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 729
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Ich kenne das Buch nicht, kann mich also dazu nicht äußern. Aber ich muss Mozart mit seinem Hinweis auf die Sammelklagen recht geben. Das nimmt den Holocaust nur als Vorwand um zu kassieren und hat mit Aufarbeitung wenig zu tun - da gibt es durchaus noch Lücken.
Der Fehler begann mit der Politik der amerikanischen Militärverwaltung nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich habe selbst in den Quellen recherchiert, genauer: in einigen Akten der damaligen Spruchkammern, die die "Belastung" der Bürger zu beurteilen hatten - auf der Basis von neun Millionen verteilten Fragebogen. Da ging es stets darum, ob sich jemand als Nazi hervor getan hat oder nicht. Die Kirchen gaben vielen einen Persilschein. Aber das Verhalten bzw. die Teilnahme an der Verfolgung von Juden spielte in keinem Fall der Akten, die ich sah, eine Rolle. Dieses Versäumnis hat möglicherweise dazu geführt, dass dieses Thema erst viel später aufkam und noch heute so hoch angesiedelt ist.
Übrigens gibt es in meiner Heimatstadt Nürnberg ein Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus, da sollten alle Schulklassen hin, und bundesweit tun das ja auch viele. In Nürnberg waren die NS-Parteitage, hier waren die Kriegsverbrecherprozesse. Jetzt blickt man hier nach vorne und versucht sich mit dem Image "Stadt der Menschenrechte" (z. B. mit einem internationalen Menschenrechtspreis) zu profilieren. Einen solchen Ansatz mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft, als bewusster Schlussfolgerung einer Geschichtsphase der Menschenverachtung und des Holocaust, den halte ich für den richtigen.
Geändert von Sokotra (26.01.2008 um 13:25 Uhr).
Grund: Aus Versehen auf Senden-Knopf gekommen.
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27.01.2008, 13:59
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Zitat von K. Ropp
Mit seinem Buch Die Holocaust-Industrie sorgte der US-amerikanische Politologe Norman G. Finkelstein für eine Kontroverse. Kritiker warfen ihm Antisemitismus vor.
Die Antisemitismuskeule ist ja auch die wirksamste Waffe der Holocaustindustrie...
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03.02.2008, 18:36
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
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Zitat von Novalis
Die Antisemitismuskeule ist ja auch die wirksamste Waffe der Holocaustindustrie...
Ist aber die These Finkelsteins wirklich zutreffend, dass es eine Holocaust-Industrie gibt, die die Weltpolitik zugunsten Israels manipuliert?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
Geändert von K. Ropp (03.02.2008 um 20:15 Uhr).
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03.02.2008, 19:37
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Ach das ist doch Quatsch, das ist stink normale Lobbypolitik. In den USA gibt es (z.B.) eine starke jüdische bzw. proisraelische Lobby, wenn also die USA im Sicherheitsrat eine Resolution blockiert, die gegen Israel gerichtet ist, dann ist das dieser Lobby geschuldet.
Wenn Moskau hingegen eine Iran-feindliche Resolution blockiert, dann liegt das an der Wirtschaftslobby, da stellen dann bloß keine Leute irgendwelche abstrusen Theorien auf.
Natürlich gab es eine Holocaust-Industrie, die Deutschen haben im Zweiten Weltkrieg mit dem Holocaust gut verdient und nach dem Krieg haben umgekehrt die Geschädigten Geld bekommen, das ging aber mitnichten an Israel.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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03.02.2008, 20:22
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
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Zitat von Wulfnoth
Ach das ist doch Quatsch, das ist stink normale Lobbypolitik. In den USA gibt es (z.B.) eine starke jüdische bzw. proisraelische Lobby, wenn also die USA im Sicherheitsrat eine Resolution blockiert, die gegen Israel gerichtet ist, dann ist das dieser Lobby geschuldet.
Wenn Moskau hingegen eine Iran-feindliche Resolution blockiert, dann liegt das an der Wirtschaftslobby, da stellen dann bloß keine Leute irgendwelche abstrusen Theorien auf.
Also gibt es doch eine Israel-Lobby. Aber geht ihr Einfluss so weit, dass sie versuchen könnten, die USA dazu zu bringen, den Iran anzugreifen, wie es etwa John Mearsheimer und Stephen Walt in ihrem Werk The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy behaupten?
Zitat von Wulfnoth
Natürlich gab es eine Holocaust-Industrie, die Deutschen haben im Zweiten Weltkrieg mit dem Holocaust gut verdient und nach dem Krieg haben umgekehrt die Geschädigten Geld bekommen, das ging aber mitnichten an Israel.
Die Frage ist doch, ob die pro-israelische Lobby, sich auch des Antisemitismus und des Gedenken an den Holocaust bedient, um ihre Ziele zu erreichen?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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03.02.2008, 21:33
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.475
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ich denke dass es klar eine menge kleute gibt die sich mit dem thema antisemitismus ne goldene nase verdienen, allen voran anwälte die irgendwelche lächerlichen klagen von holocaust enkeln leiten, aber ebenso die ganzen "historiker" und filmemacher die sich mit dem thema etwas zu kommerz beschäftigen.
Was das politische angeht bin ich mir sicher dass die juden und israel in den usa eine vielzugrosse lobby haben, gemessen an ihren % der bevölkerung und eine leider viel zu einflussreiche noch dazu
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03.02.2008, 22:25
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nobodys fault
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Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 322
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Zitat von TigerMC
ich denke dass es klar eine menge kleute gibt die sich mit dem thema antisemitismus ne goldene nase verdienen,...
und an Krankenpflege und Entwicklungshilfe etc. verdienen sich auch eine Menge Leute eine goldene Nase, leider gibt es nichts vor dem Leute zurückschrecken damit Geld zu verdienen.
Zitat von TigerMC
... allen voran anwälte die irgendwelche lächerlichen klagen von holocaust enkeln leiten, aber ebenso die ganzen "historiker" und filmemacher die sich mit dem thema etwas zu kommerz beschäftigen.
Was das politische angeht bin ich mir sicher dass die juden und israel in den usa eine vielzugrosse lobby haben, gemessen an ihren % der bevölkerung und eine leider viel zu einflussreiche noch dazu
Stimmt schon, nur leider haben die Antisemitisten und Rechten allgemein auch keine kleine Lobby, insofern gleicht sich das wieder relativ aus.
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Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie 
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.
und Ordograffi feler kan der fiender bealten 
_________________________________________
BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
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03.02.2008, 22:40
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von K. Ropp
Also gibt es doch eine Israel-Lobby. Aber geht ihr Einfluss so weit, dass sie versuchen könnten, die USA dazu zu bringen, den Iran anzugreifen, wie es etwa John Mearsheimer und Stephen Walt in ihrem Werk The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy behaupten?
Ach das ist lächerlich! Die USA hat sich in keinen einzigen der Kriege Israels aktiv eingemischt und dabei sah es manchmal gar nicht gut für Israel aus. Wenn die USA den Iran angreifen, dann aus wirtschaftlichen und strategischen Überlegungen, das reicht schon als Grundlagenbasis.
Was dein genanntes Werk angeht, so habe ich gelesen, dass viele der dort aufgeführten Thesen wie Verschwörungstheorien funktionieren. Ich würde sowas nicht zu ernst nehmen.
Natürlich gibt es wie Tiger sagt eine starke bzw. im prozenzualen Verhältnis übermäßig starke Lobby Israels und natürlich verdienen viele Leute mit dem Holocaust Geld - das ist menschlich. Die oben genannten Herren ja übrigens auch.
Alles andere ist mir viel zu abstrakt als das ich meine Zeit damit verschwende.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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03.02.2008, 23:46
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In der JF konnte man letztens folgendes lesen:
"Wenn wir proisraelischen Lobbygruppen, allen voran dem American-Israel Public Affairs Committee (AIPAC) weiterhin erlauben, als Agent eines fremden Staates zu operieren und die US-Außen- und Sicherheitspolitik auf Kosten unserer Verfassung zu beeinflussen, dann sollten wir unseren Status als eine Kolonie Israels anerkennen, das Sternenbanner herunterreißen und den Davidstern über unserem Kapitol hissen." Scott Ritter, hochrangiger Offizier des USMC und ehemaliger UN-Waffeninspektor für den Irak
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04.02.2008, 01:03
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
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Zitat von Wulfnoth
Ach das ist lächerlich! Die USA hat sich in keinen einzigen der Kriege Israels aktiv eingemischt und dabei sah es manchmal gar nicht gut für Israel aus. Wenn die USA den Iran angreifen, dann aus wirtschaftlichen und strategischen Überlegungen, das reicht schon als Grundlagenbasis.
Was dein genanntes Werk angeht, so habe ich gelesen, dass viele der dort aufgeführten Thesen wie Verschwörungstheorien funktionieren. Ich würde sowas nicht zu ernst nehmen.
Natürlich gibt es wie Tiger sagt eine starke bzw. im prozenzualen Verhältnis übermäßig starke Lobby Israels und natürlich verdienen viele Leute mit dem Holocaust Geld - das ist menschlich. Die oben genannten Herren ja übrigens auch.
Alles andere ist mir viel zu abstrakt als das ich meine Zeit damit verschwende.
Auch wenn in Die Holocaust-Industrie und in Die Israel-Lobby einige Übertreibungen vorkommen, so muss man doch bedenken, dass Kontroversen meist mit einer Übertreibung beginnen, so etwa die Fischer-Kontroverse, in der der Historiker Fritz Fischer die These vertat, Deutschland habe den Ausbruch des Ersten Weltkrieges aktiv vorangetrieben, sei sogar Alleinschuldiger. Natürlich ist vor allem Letzteres vollkommen überzogen, doch hat die daraus resultierende Kontroverse dafür gesorgt, dass mit der in Deutschland damals noch vorherrschenden Meinung, Deutschland sei nur in diesen Krieg hineingeschlittert, aufgeräumt wurde.
Ich denke, dass auch jetzt eine positive Debatte über den Einfluss der pro-israelischen Lobby in den USA entsteht.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
Geändert von K. Ropp (04.02.2008 um 14:25 Uhr).
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