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  #1  
Alt 22.05.2007, 21:38
Novalis
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Beiträge: n/a
Rommel - ZDF Doku

Als ich habe ja gedacht, bei dem Schrott, den ARD und ZDF "Geschichtsdokumentation" nennen, kann mich, seitdem dieselbe Person die eben noch Hitlers Hausmeister war, diverse Sendungen später als Jude aus dem Warschauer Ghetto auftrat, nichts mehr schocken.

Aber den Namen Rommels aus einer Mischung von Einschaltquotengeilheit und Profilierungssucht seitens des Autors so mit Schmutz zu bewerfen, da kommt mir echt die Galle hoch.

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt und Rommel ist garantiert kein tadelloser, gottgleicher General...

Was aber hier an haltlosen Fakten dargestellt wurde.
Natürlich wollte ein Erwin Rommel am Suez Kanal durchbrechen.
Aber Palästina war ihm da sicherlich scheißegal.

Mit Verlaub, Rommel war ein Militär und kein Lebensraumkrieger. Rommel intressierten strategische Positionen wie der Suezkanal oder die Ölquellen des nahen Ostens sicherlich weitaus mehr, als 50.000 Juden in Palästina.

Echt, soetwas albernes.

Und nciht genug, daß ständig versucht wurde, ihm Mitschuld an dem Holocaust unterzujubeln ala: "Über die Besprechung mit der SS (bei der er gar nicht anwesend war) gibt es keine Protokolle.... das kaaaaaaann aber ja auch heißen, daß sie vernichtet wurden"

Wie unseriös die Berichterstattung.

Und dann kommt eine Krankenschwester zu Wort die sagen darf: "Rommel war nur Ordensgeil".
Und was macht sie da zu einer glaubhaften Quelle?
Daß sie Krankenschwester im DAK war?

Und der Soldat der den grausamen Tod seines Kameraden schildert?
Bitte?
Gestorben wird im Krieg immer und grausam ist es nunmal auch fast immer.

Da lässt man absolute Laien, nämlich einfache Frontsoldaten und Krankenschwestern, die Arbeit eines erfahrenen Militärs beurteilen. Und Möchtegernhistoriker die nochmehr Laien auf dem Gebiet sind, stimmen dem zu.
Wie wollen die Beurteilen, unter welchen Gesichtspunkten Rommel seine Entscheidungen getroffen hat? Im Krieg glückt nunmal nicht jeder Vorstoß... und auch Himmelfahrtkommandos sind manchmal von Nöten...

Dann versucht man ihm jede Niederlage persönlich anzulasten, die Siege, so behauptet man, hätten seine Offiziere geholt.
Daß ich nicht lache.!
Als wenn Rommel sie nicht eingeteilt hätte, zu diesen Schlachtfeldern erst hingeführt hätte, als wenn sie nicht Taktische Schlachten in seinem strategischen Gesamtplan schlugen.
Und seine "Gespensterdivison" in Frankreich, die hat man dezent verschwiegen, sie passte ja nicht ins Bild.
Stattdessen wurde berichtet, daß seine Division den Krieg nachspielte für die Kameras der Wochenschau und er lediglich ein Komparse war...

Diese Doku war echt ein Dreck !

Natürlich trifft es zu, daß an der Person Rommel professionell als Vorbild gearbeitet wurde.
Aber macht das sein Militärisches Geschick jetzt schlechter?

Ganz stark den Daumen herunter.
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  #2  
Alt 22.05.2007, 21:47
Benutzerbild von Milite Mortis
Ädil
 
Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 206
Das ist der Grund, warum ich mir Dokus zu dem WKII nur sehr, sehr selten angucke. Objektiv sind sie nur in den wenigsten Fällen.
__________________
Alle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben.
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  #3  
Alt 23.05.2007, 14:35
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Dürfte soweit ich mich entsinnen kann ein Guido Knopp "Film" gewesen sein. Den Mann kann man echt in die Tonne schmeißen. Wie man aus Rommel einen Kriegsverbrecher machen will ist echt eine schweinerei.

DIe SS soll hinter der Front Juden um ihr Vermögen gebracht haben? Soso, was kann nun Rommel dafür, der beinahe permanent mit seinen Männern an der Front war??
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  #4  
Alt 25.05.2007, 12:36
Propraetor
 
Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
ich hab die doku nicht gesehen, aber nach novalis kritik dürfte sie ziemlich schlecht gewesen sein.

rommel war doch auch am 20. juli beteiligt, oder? wurde das auch "vergessen"?
__________________
Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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  #5  
Alt 25.05.2007, 14:26
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
ich hab die doku nicht gesehen, aber nach novalis kritik dürfte sie ziemlich schlecht gewesen sein.

rommel war doch auch am 20. juli beteiligt, oder? wurde das auch "vergessen"?
Er wusste vom Vorhaben, beteiligen wollte er sich aber am Attentat nicht. So etwas war damals für viele Militärs unvereinbar.


Rommel hatte aber eine andere Idee. Er wollte evtl die Westfront für die Alliierten öffnen, um dann gemeinsam gegen die Sowjetunion zu kämpfen.
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  #6  
Alt 26.05.2007, 14:15
Novalis
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von mozart Beitrag anzeigen
Rommel hatte aber eine andere Idee. Er wollte evtl die Westfront für die Alliierten öffnen, um dann gemeinsam gegen die Sowjetunion zu kämpfen.
Die hatte ja nicht nur Rommel. Da waren viele dabei. Himmler zum Beispiel.
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  #7  
Alt 28.05.2007, 14:42
Propraetor
 
Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Die hatte ja nicht nur Rommel. Da waren viele dabei. Himmler zum Beispiel.
echt? wusste ich gar nicht. aber ich denke mit das rommel und himmler von ganz verschiedenen grundgedanken ausgingen, will ich mal hoffen.

PS: weiß wer wann mannstein starb? hat wer sein buch gelesen? empfelenswert?
__________________
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  #8  
Alt 28.05.2007, 17:29
Novalis
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
echt? wusste ich gar nicht. aber ich denke mit das rommel und himmler von ganz verschiedenen grundgedanken ausgingen, will ich mal hoffen.
Wenn Dich das interessiert, schau mal nach dem Projekt "Alpenfestung".
Schon lange vor Kriegsende hat die SS versucht, hier eine Festung für den Endkampf vorzubereiten.
Das umfasste den Bau großangelegter Befestigungsanlagen und die Verlagerung ganzer Produktionszweige der Industrie in die Alpenregion.
Mit Steyr-Daimler-Puch waren dort ja auch schon hochklassieg Rüstungsunternehmen ansässig.
Unter anderem wurden in ausgehölten Bergen sogar ganze Raffinierien und Fabriken für die V2-Produktion gebaut. Nicht zuletzt wurden die Peenemünder Raketenwisseschaftler dorthin verlegt und jede Menge prominenter Geiseln.

Das Projekt Alpenfestung fürchtete die Allierten so sehr, daß sie die Hauptstoßrichtung Berlin aufgaben und stattdessen die Alpen vor der Fertigstellung dieser Festung erreichen wollten.

Ziel des ganzen war nicht nur der Endkampf, es sollte ein Faustpfand werden mit dem man die Alliierten von einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Russen überzeugen wollte.

Letztendlich scheiterte die Alpenfestung am Faktor Zeit und der Geheimdienstaktivitäten um die kapitulation des oberbefehlshabers in Norditalien.
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  #9  
Alt 29.05.2007, 18:05
Propraetor
 
Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Letztendlich scheiterte die Alpenfestung am Faktor Zeit und der Geheimdienstaktivitäten um die kapitulation des oberbefehlshabers in Norditalien.
war das vietinghoff-schell?
ad festung
ich dachte das dass nur so ne geschichte war, ein gerücht...
wusste nicht dass es die festung wirklich geben sollte,
nun ja, angeblich gabs ja auch nen atlantikwall
__________________
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