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Alt 26.04.2005, 10:38
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Stewart Perowne - Hadrian

So da ich ja leicht an alle möglichen Bücher komme habe ich mir auch dieses Buch mal angetan. Das letzte Wort beschreibt meinen Eindruck von dieser Biographie sehr gut. Meine Version ist 1966 erschienen, es kann aber sein dass es auch neuere gibt deswegen will ich hier mal 'nen bisschen was dazu schreiben.

Bei dme Buch handelt es sich um eine Biographie Kaiser Hadrians mit einem Verweis auf seinen Vorgänger Traian.
Generell orientiert sich das Buch selbstverständlich an Fakten. Doch gibt es einige Punkte die bei mir sauer aufgestoßen sind.

Hadrian wird unter allen Umständen als der perfekte Kaiser dargestellt. Keiner bestreitet, dass Rom unter seiner Regierung nicht schlecht gefahren ist, aber der Autor hebt alle guten Kleinigkeiten zu Hadrian hervor und wiederholt sie immer und immer wieder. Auf die Fehler seiner Regierung wird hingegen nur kurz hingewiesen und nicht näher drauf eingegangen.
Einige Beispiele möchte ich hier mal kurz nennen:
Der Senat hatte immer eine nicht ganz so gute Beziehung zu Hadrian. Dies wird mit 2-3 Sätzen erwähnt aber eine Begründigung wieso das so ist wird nicht mitgeliefert. Hadrian gelingt es nicht das Heer in seiner slten Stärke zu erhalten, unter ihm fallen sogar zwei weitere Legionen weg und die Zahl der einheimischen Grenztruppen nimmt zu. Eine entwicklung die ihren Teil zum Untergang Roms herbeiführen sollte und wird nur mit maximal einer Viertelseite erläutert. Ein Aufenthalt in Ephesus in dem eigentlich nichts besonders passiert aber gleich mit mehr als einer Seite.

Auf der anderen Seite diese ständigen Verweise und Vergleiche auf das British Empire und Großbritannien, die teilweise überhaupt nicht angebracht und sehr zweifelhaft sind.

Insgesamt rate ich keinem dieses Buch zu lesen
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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