21.11.2008 - 19:31
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  #1  
Alt 17.08.2008, 14:48
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 850
Welche TV-Nachrichten sind die besten?

In einem anderen Thread äußerte jemand ein Negativurteil über CNN. Das ist mein Anlass zu fragen: Über das Nachrichtenprogramm von welchen TV-Sendern informiert ihr Euch: Wer bringt die besten Nachrichten, und warum meint ihr das?

Ich oute mich erst mal selber: Ich bin grundsätzlicher Befürworter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens, aber ich kann es nicht mehr hören, wie die meiste Zeit im Schlamm der Innenpolitik gerührt wird: Politiker a über c, b über c, dann c über d undsoweiter. Als wenn es nicht wichtigere Dinge auf der Welt gäbe, und viel spannende andere Themen, die angesichts der immer begrenzten Sendezeit untergehen.

Persönlich verfolge ich über Satellitenschüssel gern CNN und Aljazeera, sie sind sehr vielseitig ...
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  #2  
Alt 17.08.2008, 15:21
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.453
Tagesschau gucke ich aus Gewohnheit jeden Tag. Ansonsten Heute Journal, sofern es irgendwie passt. Ist meist einfach ausführlicher. Das wären dann auch meine Favoriten aber ich hab mit DVB-T auch einen sehr eingeschränkten Empfang - sobald eine Strapazenbahn kommt gar keinen.

Achja und ich muss gestehen, Pro7 News schaue ich auch fast jeden Tag. War auch wirklich nen fieseliger Trick von denen, das auf 18 Uhr zu legen.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 17.08.2008, 20:53
Proconsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.234
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Wer bringt die besten Nachrichten, und warum meint ihr das?
Schwierig zu sagen,da selbst die Nachrichtensendungen auf demselben Sender variieren können. Beispiel ARD gestern abend:
Tagesthemen- Bericht über Kriegsverbrechen Georgischer Armee an der ossetischen Zivilbevölkerung wärend des georgischen Angriffes
Tagesschau- gestern und heute wird soetwas mit keiner Silbe erwähnt, sondern die nur die übliche westliche politische Rhetorik
Der Sender SPD nah in der Berichterstattung

Beispiel heute Sendung ZDF- Berichte können gut sein, aber oft CDU lastig, wobei das nicht mehr so stark zu merken ist, wie zu Löwenthals Zeiten

CNN, NTV, N24--> Quotenfernsehen, wie private Sender so sind, aber oft gutes Bildmaterial

Private Sender wie RTL, Pro7Sat1 usw.-- NAchrichten aufgrund mangelnder Korrespondenten als Quotenbringer in Kompaktform nach Nachrichtenticker

Unterm Strich ist das alles wie ein Nachrichtenpuzzle- wer Hintergründe erfragen und Zusammenhänge erkennen will, muß viel Zeit investieren und verschiedene Sendungen anschauen. Am Besten noch in Kombination mit Internet, verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und einem Blick über den Tellerrand hinaus. ORF z.b. als österreichische Sicht auf die Dinge gibts auch auf deutsch.

Aber die Mühe machen sich dann wohl die wenigsten, weshalb Propaganda hüben wie drüben auch funktioniert.
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  #4  
Alt 18.08.2008, 11:24
Tribun
 
Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 84
Wow, es geschehen noch Wunder und Zeichen, denn hier stimme ich mit Titus überein.

Ich schaue zwar ebenfalls gewohnheitsmäßig unter anderem ARD, sehe diese Nachrichten aber maximal als einen ersten Eindruck, denn wirkliche Berichterstattung ist innerhalb von ein paar Minuten einfach nicht möglich, und demnach bekommt man nicht mehr als das Pendant der Schlagzeilen der Zeitungen, untermalt von bewegten Bildern zu sehen.

Ich finde es fast schon schade, dass die Meinung herrscht, man wäre informiert, wenn man Nachrichten sieht. Wirkliche Informationen erhält man tatsächlich nur durch intensivere Recherche die die Darstellung mehrerer Seiten und Medien umfassen sollte.
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  #5  
Alt 18.08.2008, 11:28
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 850
Zitat von Zemiocro Beitrag anzeigen
Wirkliche Informationen erhält man tatsächlich nur durch intensivere Recherche die die Darstellung mehrerer Seiten und Medien umfassen sollte.
Hilft da dann wirklich das Internet? Ich sehe das Problem, dass man nicht immer weiß, wer was warum ins Netz stellt, und wie dann die Verlässlichkeit der Informationen ist ...
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  #6  
Alt 18.08.2008, 11:52
Tribun
 
Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 84
Wann ist denn eine Information je verlässlich?

Manchmal ist die „Manipulierung“ offensichtlich, wie in dem Fall von dem Putin Freund und Gasprom Angestellten Schröder. Aber selbst wenn man weiß, wer was sagt, kann man nicht immer ergründen warum er das sagt, was er sagt.

Im Strafrecht werden jahrelange Gerichtsprozesse geführt, um die Wahrheit bei Verbrechen zu finden, und dennoch bleibt die Wahrheit oft verborgen.

Wie kann man also hoffen, dass es in der Politik anders sein sollte? Wie kann man hoffen, dass man als Normalmensch je die Wahrheit erfährt und nicht immer von irgendwem in irgend eine Richtung manipuliert wird?

Aber ich glaube schon, dass man mit etwas Mühe in vielen Fällen der Wahrheit nahe kommen kann, und zumindest näher als wenn man sich lediglich für 15 min vom Fernseher berieseln lässt. Oder man kann wenigstens versuchen, die Hintergründe zu verstehen, und eben auch einen Einblick in das Denken und Handeln der „anderen Seite“ zu erhaschen.

Die „Wahrheit“ bleibt aber wohl auf immer relativ.
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  #7  
Alt 18.08.2008, 12:45
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.065
Ich muss ehrlich sagen, bei mir hat das Internet den täglichen TV-Konsum in Sachen Nachrichten eigentlich gegen Null schrumpfen lassen.
Ich informier mich hier hauptsächlich über die Portale der beiden Zeitungen Der Standard und Die Presse, sowie vom ORF.
Alles zusammen bringt es dann meist doch recht auf den Punkt.
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  #8  
Alt 19.08.2008, 17:02
Tribun
 
Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 84
Heute morgen im ARD Morgenmagazin hat sich Eckart von Klaeden, der außenpolitische Sprecher der Union, meiner Meinung nach recht provokant zu der Frage geäußert, wer die Schuld an der Eskalation in Ossetien trägt. Seine Worte gingen in die Richtung, dass Russland, durch eine Reihe von Provokationen, die Schuld trägt, und nicht Georgien.

Und wenn ich als offen bekennender Pro-Georgier das sagen, dann hat er sich wohl wirklich weit aus dem Fenster gelehnt (was ich gut fand )

Aber warum ich das hier erwähne... alle Beiträge von heute Morgen sind in der Mediathek zu sehen. Nur der Link - er ist zwar vorhanden, aber er geht nicht...

Von einer Medienzensur zu sprechen, wäre wohl parananoid, aber irgendwie finde ich das schon ulkig. Oder hat da doch jemand die Notbremse gezogen, um Russland nicht zu sehr zu verärgern? (Oder bin ich am Ende gar zu doof und der Link geht nur bei mir nicht?)

http://mediathek.daserste.de/daserst...azin/190839514
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  #9  
Alt 19.08.2008, 22:08
Ädil
 
Registriert seit: 06.07.2008
Beiträge: 224
Vielen Dank für den Link, Zemiocro, bei mir funktioniert er.


Ich komme nicht aus dem rechtskonservativen oder -liberalen Lager, und würde mich alles andere als russlandfeindlich betrachten (was z.B. im 3d über die Kriegsschuldfrage im 1. Weltkrieg ersichtlich war), halte auch z.B. Russlands Rolle in der Weltgeschichte auch für völlig unterbewertet;

aber wo von Klaeden recht hat, hat er recht. Endlich einer, der in wenigen Worten die Situation treffend beschreibt.

Die Enttäuschung darüber, was in Russland seit einigen Jahren an z.T. deutlich negativer Entwicklung abläuft, sitzt doch tief.


LG
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  #10  
Alt 19.08.2008, 23:07
Proconsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.234
Bei mir funzt er auch.

Aber sehr einseitige Darstellung der Fakten.

Beispiele:
- russischer Abschuß von georgischen Drohnen wird als völkerrechtswidrig dargestellt; keine Silbe aber davon, daß auch das Vorhandensein georgischer Drohnen dort gegen den waffenstillstandsvertrag verstieß
- Anerkennung von "defacto" Regimen durch Rußland, fragt man sich,warum NATO Staaten das dürfen und andere Länder nicht
- Tod von russischen Friedenstruppen beim georgischen Angriff auf Ossetien ergibt keinen Grund für Einmarsch in Georgien- was war eigentlich 2001? Die Bundeswehr steht heute noch in Afghanistan und wenn man Bush wortwörtlich nimmt, hätte Deutschland gebombt werden müssen. Die Terroristen lebten, studierten lange Jahre und planten ihr Attentat schließlich in Hamburg. Irakkrieg, als man mit Lügen Hussein alles mögliche unterstellte usw. War der Irak kein souveränes Land?
-auch kein Wort darüber, daß man nach Putins Amtsantritt Rußland sehr hofierte, er sogar aufgrund der Attentate von 2001 den USA seine "uneingeschänkte Solidarität" übermittelte dann aber doch vor den Kopf gestoßen hat, wie

- Einstellung gemeinsamer Großprojekte wie das Flugzeug AN 70,
- amerikanische Ablehnung gemeinsamer Entwicklungen von Raketenabswehrsystemen in Bezug auf Bushs "Schurkenstaaten"
- die immer noch dominante westliche Sicht von "den Russen"
- Gleichgültigkeit und völliges Desinteresse an den Interessen des damaligen Partners Rußlands
- die EU Osterweiterungen
- die NATO Erweiterungen
usw.


Das aufgrund dieser ständigen, man kann schon offen Demütigungen schreiben, Putins Ansehen im eigenem Land im Keller war, läßt sich leicht nachvollziehen und das er dann auch den Richtungswechsel vollzog ist umso verständlicher.
Man bedenke nur, mit welcher Gemütsruhe dies alles getragen wurde. Und welches westliche Land hätte sich das überhaupt solange bieten lassen?

Wer sich informieren möchte, kann diesen Wandel der eigenständigen EU Politik hin zum "großen Bruder über den Teich" sich auch gern hier in diesen Dokumenten erarbeiten. Der Wandel tritt in den Jahren 2003-2004 ein.
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

Geändert von Titus_Livius (19.08.2008 um 23:21 Uhr)
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  #11  
Alt 19.08.2008, 23:14
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ort: Freiburg
Beiträge: 6.453
Ossetien-Sachen bitte im entsprechenden Thread!
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #12  
Alt 20.08.2008, 00:12
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 407
Ich schaue regelmäßig entweder die Tagesthemen oder das heute-journal und in den Ferien noch das ARD-/ZDF-Mittagsmagazin.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #13  
Alt 21.09.2008, 08:38
Gesperrt
 
Registriert seit: 21.09.2008
Beiträge: 31
CNN ist tatsächlich mit grösster Vorsicht zu geniessen

.

Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
In einem anderen Thread äußerte jemand ein Negativurteil über CNN ...
CNN ist tatsächlich mit grösster Vorsicht zu geniessen.

Ich (Schweizer) halte mich an BBC, ORF und ZDF.

.
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