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20.11.2006, 21:22
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Weltliteratur?
So, da es in einem Thema zum Streitpunkt kam, was Weltliteratur ist, möchte ich gerne mal von euch wissen, welches Buch nach eurer Meinung zur Weltliteratur zählt.
Ich fange gleich mal an.
Zur Weltliteratur zählt für mich von Oskar Wilde " das Bildnis des Dorian Gray" und natürlich alle Werke von Sartre.8)
Dann legt mal los. 
Am besten jeder stellt ein Buch vor, was nach seiner Meinung unbedingt erwähnt werden muss.
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
Geändert von Sartre (20.11.2006 um 21:28 Uhr)
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20.11.2006, 21:24
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.065
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AW: Weltliteratur?
ALso das ist ja fast unöglich: Allen voran Tolstoj, Dostojewski, Kafka, Hemmingway, Goethe natürlich, Schiller, Lessing, Proust, Maxim Gorkij, Stefan Zweig, und und und ... da wird man ja garnicht fertig
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20.11.2006, 21:27
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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AW: Weltliteratur?
@: Argeados
Ich weiß, dass ist schwierig.
Stell einfach eins vor, dass dir ganz besonders am Herzen liegt erwähnt zu werden.8)
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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20.11.2006, 21:29
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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AW: Weltliteratur?
"Alles von XY" lasse ich nicht gelten. Goethes Iphigenie auf Tauris bspw. ist stinklangweilig und wir auch von Germanisten nicht als bahnbrechend bezeichnet.
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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20.11.2006, 21:30
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.065
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AW: Weltliteratur?
Ja das nicht jeder große Schriftsteller nur WUnderbares produziert hat ist ja klar. Ich hab aber auch nicht "alles von" sondern "allen voran" geschrieben.
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20.11.2006, 21:32
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Tigers Hare Krischna Jung
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Registriert seit: 03.12.2005
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 754
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AW: Weltliteratur?
Ich würde mal sagen ...
Die Bibel, von ... ja ... sagen wir mal von Gott inspiriert und von Vielen geschrieben.
Das nenn ich Weltliteratur.
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Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er. - Mahatma Gandhi
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20.11.2006, 21:36
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
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AW: Weltliteratur?
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
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20.11.2006, 21:47
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Tigers Hare Krischna Jung
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Registriert seit: 03.12.2005
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 754
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AW: Weltliteratur?
Zitat von Sartre
Das war ja klar.
Dann mach ich mal bei richtiger Literatur weiter.
Also noch wichtig erscheint mir Kafka der Prozeß und Amerika.
Ich habe jedes Buch innerhalb von 2.Tagen gelesen, sie haben mich einfach gefesselt.
Also bitte den Spinner Kafka und die Bibel in einem Post, dass ist ne Beleidigung für die Bibel.
Da hätte ich noch ...
Discorsi - Niccolo Machiavelli
Sehr gutes Buch über die Staatsführung, gut anlysiert,
demnächst werd ich die Macht an mich reißen, muhahah
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Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er. - Mahatma Gandhi
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20.11.2006, 22:00
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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AW: Weltliteratur?
Kafka ein Spinner, ich werd dir helfen!
Kafka hat den Expressionismus wie kein anderer geprägt, seine Bücher sind Weltliteratur.
Na gut, Expressionismus vielleicht noch Trakl, aber war nicht zu prägend wie Kafka.  8)
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20.11.2006, 22:07
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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AW: Weltliteratur?
Ich wage nur über Werke zu urteilen, die ich selber gelesen habe:
Sophokles - Antigone: Götterrecht bricht Menschenrecht; durch die ganze Geschichte hindurch hat der Mensch eben solche feststehenden Grundregeln der Ethik und Moral verworfen, heraus kamen Barbarei und Verbrechen
Aristophanes - Lysistrate: Ein pazifistisches Werk aus dem Jahre 411 v. Chr.! Leider muss man einen ganzen Erklärungsband hinzunehmen, um den Humor verstehen zu können, der sich erstens nicht übersetzen ließ, zweitens sehr auf damalige politische Verhältnisse ausgelegt ist
Lukas - Das Evangelium des Lukas: Erstklassige historische Quelle. Nirgends wird die Geschichte des Religionsgründer der größten Religion aller Zeiten so spannend, leicht verständlich und stilistisch ansprechend präsentiert.
Johannes - Das Evengelium des Johannes: Lest den Prolog und vor allem den ersten Vers. Sehr symbolisch und voller Metaphern; "Es ist vollbracht" - zeitlos!
Shakespeare - Romeo und Julia: Es ist beeindruckend, wie gut der Stoff noch heute funktioniert - sogar in deutscher Sprache! Durch das Original musste ich mich durchkämpfen, aber wie der Mann mit Sprache umgeht ist bemerkenswert.
Cervantes - Don Quijote: Zugegeben, nur gelesen, weil es eben als ominöse Weltliteratur gilt. Sowohl amüsant, trotzdem hat man irgendwann Respekt vor diesem Spinner und sehnt sich ein bisschen so wie er zu sein...
Lessing - Nathan der Weise: Der Stoff ist aktueller denn je. Ein Plädoyer für Toleranz.
Poe - Der Rabe: Okay, nur ein Gedicht. Bis heute das einzige Poe-Werk, was ich gelesen habe. Im Original ein Hammer.
Soweit erstmal... Mir fallen bestimmt noch viele weitere ein!
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Geändert von Kimon (20.11.2006 um 22:09 Uhr)
Grund: Übersicht
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20.11.2006, 22:18
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Tigers Hare Krischna Jung
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AW: Weltliteratur?
Zitat von Sartre
Kafka ein Spinner, ich werd dir helfen! 
Für mich hat der Kerl etweder starke Drogen genommen oder war einfach nur durchgeknallt.
Seine Bücher sind so konfus, wie einer der nicht weiss was er macht. Kein Wunder, dass er nicht wollte, dass man seine Bücher nicht veröffentlicht.
Ich glaub unser Deutschlehrer würd mich jetzt killen. 8)
Ansonsten
Das Nibelungenlied - von nem Unbekannten
Nathan der Weise - Lessing
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20.11.2006, 22:53
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AW: Weltliteratur?
Geht's hier in dem Thread eigentlich um Werke, die man für Weltliteratur hält oder um Werke, von denen man sagt, dass sie Weltliteratur seien?
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20.11.2006, 23:40
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Propraetor
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AW: Weltliteratur?
@Kimon: Es geht um Werke , die nach deiner Meinug zur Weltliteratur gehören, also die man für Weltliteratur hält.8)
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20.11.2006, 23:48
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Censor
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AW: Weltliteratur?
Ja, so sollte man es halten... aber hast du Renascor sowohl die Discorsi als auch das Nibelungenlied in der mittelalterlichen Versform (natürlich auf neuhochdeutsch) gelesen?
Fände ich echt verblüffend, weil es für unser Staatsverständnis wesentlich bedeutendere Werke gibt wie Leviathan von Hobbes o. ä.
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21.11.2006, 07:00
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Tigers Hare Krischna Jung
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AW: Weltliteratur?
Zitat von Kimon
Ja, so sollte man es halten... aber hast du Renascor sowohl die Discorsi als auch das Nibelungenlied in der mittelalterlichen Versform (natürlich auf neuhochdeutsch) gelesen?
Fände ich echt verblüffend, weil es für unser Staatsverständnis wesentlich bedeutendere Werke gibt wie Leviathan von Hobbes o. ä.
Nibelungenlied in Versen, aber von Felix Genzmers übersetzt, das ist die gängige Reclamausgabe. So ganz Hochdeutsch im heutigen Sinne ist das zwar auch nicht, aber sicherlich nicht die Orginialform.
Und ja ich denke, dass das Weltliteratur ist, da es viele Leute auf der Erde gibt, die soetwas lesen und es wurde in der Geschichte sicherlich genug gelesen. Ob es unsere Welt entscheidend beeinflusst hat, ist eine andere Frage, aber das hat Kafka sicherlich auch kaum. Die meisten verstehen den Kerl ja noch nicht einmal, so wie ich.
Täusch dich mal nicht, Machiavelli hat in Discorsi zwar über mehr über einen Staatsführer geschrieben, jedoch auch über die Republik als Staatsform. Aber ich denke, dass seine Prinzipien heute immernoch relevant sind, man muss sich nur einmal die erfolgreichen Staatsmänner anschauen und gucken, wie sie regiert und agiert haben. Da sehe ich viele Paralellen zu Machiavellis Beobachtungen.
Den Fürsten habe ich auch gelesen, auch interessant, aber das diente wohl damals nur, um sich bei den Mächtigen in Florenz einzuschmeicheln, denn im Grunde ist Machiavelli ein Unterstützer der Republik gewesen.
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