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  #16  
Alt 21.07.2006, 12:28
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ich denke die Aussage mit den Franken bezog sich auf die historischen Franken, die eben das Frankenreich gründeten.

Chlodwig hat das sehr vorausschauend gemacht, als er das römische Christentum annahm (im Gegensatz zu den anderen germanischen Stämmen, die, wenn überhaupt christianisiert, dann Arianer waren), denn so kam es erst zu dieser Vermischung. Wer jetzt wen assimiliert hat, stelle ich mal in Frage. "Verschmelzung" ist da wohl der passendere Begriff, denn das Frankenreich hatte auch eine ausgeprägte germanische Mentalität, welche sich am stärksten und offensichtlichsten wohl im Erbrecht niederschlägt.
Nun vielleicht hast du recht und vermischt trifft es eher. Trotzdem sollte man die vorhandene germanische Mentalität nicht überschätzen. Spätestens seit der Teilung in ein Westfranken- und ein Ostfrankenreich machten sich schon Unterschiede in der Mentalität der Stämme im Ostfrankenreich (Sachsen, Bayern, Alemannen, Franken) und der weniger stammesorientierten Bevölkerung im Westfrankenreich bemerkbar. Während im Ostfrankenreich weiterhin das typisch germanische Fürstenwesen, Wahlkönige, germanisches Recht etc. überdauerten etablierte sich im Westfrankenreich die Dynastie der Carpetinger, zumindest im Süden galt das Römische Recht etc.
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  #17  
Alt 21.07.2006, 15:34
Benutzerbild von Kimon
Censor
 
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Ich denke die Aussage mit den Franken bezog sich auf die historischen Franken, die eben das Frankenreich gründeten.
Und wo fühlten die sich als Franzosen?



Mittlerweile ist man davon ab, an diesem Zeitraum den Beginn "Deutscher Geschichte" festzumachen, sei es nun der Vertrag von Verdun 843 oder die erste Königswahl im Ostfrankenreich 911.
Die Trennlinie ist nicht so scharf wie uns die Geschichtsschreibung des 19. Jhdts. es uns glauben machen wollte: Eine starke Adelsschicht haben wir in Westfranken auch (der erste Kapetinger war ein Gegenkönig zum Karolinger; Raimund von Toulouse war seiner Zeit größter Grundbesitzer Frankreichs); echtes Wahlkönigtum finden wir auch im Ostfrankenreich erst im 13. Jhdt., parallel dazu setzt sich im Westfrankenreich die Erbmonarchie durch - meines Erachtens ein zu weiter Rückgriff, diese Entwicklungen auf verschiedenartige Mentalität des 1. Jahrtausends zurückzuführen.
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  #18  
Alt 21.07.2006, 17:55
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Ich kann Kimons Perspektive nur zustimmen denn auch meines Erachtens kam es mit dem Vertrag von Verdun nicht unweigerlich zu einer großen Mentalitätsspaltung. Zum verändern einer Mentalität gehört eben auch ein gewisser Zeitraum. Das nach der Völkerwanderung eine Welle von germanischen Völkern sich in fast in ganz Europa verteilt haben und diese sich in einem gewissen Zeitraum auch stark ähnelten, stell ich nicht in Frage. Doch man darf nicht vergessen, dass diese germanischen Völker, sich mit der vorher ansässigen Bevölkerung gemischt haben und dies hatte eben Auswirkungen auf die Sprache und Kultur jene Völker. Siehe die Franken, die als ein germanisches Volk, sich trotzdem in laufe der Zeit sich an die romanischen Sprache der einheimischen angepasst hatte.
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  #19  
Alt 21.07.2006, 18:33
Benutzerbild von TigerMC
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Original von Wulfnoth
Ach und was die Aparthheit betrifft. Da hat der Fokus mal wieder schlecht recherchiert. Auch die Ostgoten und Westgoten haben sich extrem von der romanisierten Bevölkerung abgegrenzt. Mischehen waren auch dort verboten.
Dasselbe bei den Vandalen. Einzig die Franken und Langobarden haben es anders gehandhabt.
War es denn nicht so dass das westgotenreich, kurz bevor es von den mauren zerschmettert wurde ein geeintes, keltisch-iberisch-alanischgotisches reich war, also auch die bevölkerung geeint war? Also da muss es mischehen gegeben haben. Vor allem goten und alanen istleicht denkbar, da beide die selben wege hinter sich hatten

PS Den besten text hat argeados geschrieben, denn der stimmt am meisten mit den fischen usw
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  #20  
Alt 21.07.2006, 18:48
Benutzerbild von Kimon
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War es denn nicht so dass das westgotenreich, kurz bevor es von den mauren zerschmettert wurde ein geeintes, keltisch-iberisch-alanischgotisches reich war, also auch die bevölkerung geeint war? Also da muss es mischehen gegeben haben. Vor allem goten und alanen istleicht denkbar, da beide die selben wege hinter sich hatten
Mischehen sind in erster Linie nur dann ein Problem, wenn die Eheteile unterschiedliche Konfessionen angehörten. Die Westgoten nahmen den römischen Katholizismus erst recht spät an, danach gab es auch dort eine Verschmelzung. Von Alanen habe ich im Tolosanischen Reich noch nie gehört, inwiefern man Spanien nach 800 Jahren Romanisierung noch keltisch nennen kann, stelle ich mal zur Frage, und "römisch" ist "iberisch" als Begriff vorzuziehen.
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  #21  
Alt 21.07.2006, 21:04
Quaestor
 
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Beiträge: 117
Original von Kimon
. Von Alanen habe ich im Tolosanischen Reich noch nie gehört, .
Ich auch nicht jedoch kann man davon ausgehen dass es alanen dort gab den diese haben sich bekanntlich wie viele andere sarmartischen Stämme auch in fast ganz Europa verteilt und sich assimiliert.
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  #22  
Alt 21.07.2006, 21:09
Benutzerbild von TigerMC
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nene da muss ich euch kurz aufklären, die alanen sind zwar wirklich überall in europa gewesen aber der grossteil hat sich letztendlich mit den westgoten in spanien niedergelassen.
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  #23  
Alt 21.07.2006, 21:12
Quaestor
 
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Sag mal stimmt es das Katalonien sich vom Namen Gotalania ableiten lässt ?
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