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26.11.2006, 21:31
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.069
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Gerade Österreich überwand doch sehr extrem das Lehenswesen. Das Habsburgerreich hatte ja wohl kaum Probleme mit Vasallen (eher mit der Nationalitätenfrage).
Im HRE konnten erst die Habsburger genug Stärke vereinen, um das HRE zu einem Reich zu einen oder zumindest zu probieren. Und zwar hätte das meiner Meinung nach in der Zeit vor Friedrich dem Großen und nach den Türkenkriegen um 1730 passieren müssen, wo Preußen noch kein Konkurrent Österreichs war.
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26.11.2006, 21:31
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Und die von Balduin genannten Territorialisierungsprozess gab es in Deutschland auch.
Die Staufer versuchten z.B. im nördlichen Bayern die Gebiete zwischen Nürnberg und Eger unter ihre Kontrolle zu bringen, was allerdings mit dem Aussterben der Dynastie ein Ende fand. In den einzelnen Teilgebieten war die Territorialisierungspolitik durchaus erfolgreich. Die Wittelsbacher konnten in Zusammenarbeit mit dem deutschen Königen ein weitgehend geschlossenes Territorium aufbauen und dieses nach Machtkämpfen gegen adelige Kontrahenten im Herzogtum auch behaupten, dazu wurde ihnen noch die Erblichkeit des Herzogtitels zugesprochen. In anderen Teilen Deutschlands gab es eben nicht diese Entwicklung.
Inwieweit ist die zentraleuropäische Lage Deutschlands dabei von Bedeutung?
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26.11.2006, 21:34
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Basiléos
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Registriert seit: 08.03.2006
Beiträge: 284
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Zitat von Argeados
Gerade Österreich überwand doch sehr extrem das Lehenswesen. Das Habsburgerreich hatte ja wohl kaum Probleme mit Vasallen (eher mit der Nationalitätenfrage).
Im HRE konnten erst die Habsburger genug Stärke vereinen, um das HRE zu einem Reich zu einen oder zumindest zu probieren. Und zwar hätte das meiner Meinung nach in der Zeit vor Friedrich dem Großen und nach den Türkenkriegen um 1730 passieren müssen, wo Preußen noch kein Konkurrent Österreichs war.
Oh verzeih..habe mich wohl missverständlich ausgedrückt...Österreich ist keine Mittelalterlicher staat mehr mit lehenswesen - Österreich selbst war ein lehen
__________________
Möge die Welt eine andere sein, wenn es an der Zeit ist für mich zu gehen...
Aber bis dahin wird gekämpft  !
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26.11.2006, 21:36
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Inwieweit ist die zentraleuropäische Lage Deutschlands dabei von Bedeutung?
Ich denke mal die war von immenser Bedeutung (sonst hättest du diese Frage ja nicht gestellt.  ). Bestes Beispiel ist ja auch hier mal wieder der 30-jährige Krieg, der ja in gewisser Weise der endgültige Schlusspunkt eines geeinten Reiches war. Und in diesem Krieg kämpften ja bei weitem nicht nur katholische gegen protestantische Reichsstände, sondern es mischte sich so ziemlich jeder europäische Monarch ein, der gerade eine freie Hand für einen Krieg hatte (überspitzt gesagt).
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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26.11.2006, 21:59
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Ja, das denk ich mir eben auch, aber ich bin mir noch über die Außmaße unsicher
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26.11.2006, 22:03
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Über die Ausmaße sagt eigentlich schon das Interregnum viel aus. Wem da alles die deutsche Königskrone angeboten wurde...
HRR-Interessen waren eben doch immer europäische Interessen.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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26.11.2006, 22:07
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Basiléos
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Registriert seit: 08.03.2006
Beiträge: 284
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
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Möge die Welt eine andere sein, wenn es an der Zeit ist für mich zu gehen...
Aber bis dahin wird gekämpft  !
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13.12.2006, 21:54
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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AW: Frankreich - Heiliges Römisches Reich
Das Semester und die Vorlesungen schreiten voran und ich lern mehr dazu.
Daher werfe ich jetzt mal als einen Wendepunkt das Jahr 1231 ein.
Grund: König Heinrich (VII.) musste auf Druck der Reichsfürsten das "Statutum in favorem principum", Kaiser Friedrich II. bestätigte es im folgenden Jahr.
Der König betrieb bis zu diesem Zeitpunkt eine Territorialisierungspolitik, die vor allem auf den Bau von Städten und der Verleihung besonderer Rechte an diese basierte. Er hoffte so ein Gegengewicht zu den Fürsten zu erreichen.
Mit dem "Statutum in favorem principum" gab er aber diese Rechte auf: Er durfte auf fürstlichen Gebiet keine Städte gründen oder Burgen bauen, zudem fielen Regalien wie die Münzprägung und eben die Städtegründungen an die Fürsten, womit diese sich wiederum gegen fürstliche Eingriffe absichern konnten. Die Folge war, dass die Staatenbildung in den einzelnen Territorien einsetzte, aber nicht im gesamten Reich.
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