08.10.2008 - 10:45
Historik Forum
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  #1  
Alt 27.05.2008, 21:39
Plebejer
 
Registriert seit: 27.05.2008
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keulen

warum hat sich die keule eigentlich nie so wirklich gegen das schwert durch gesetzt ? oder warum war das schwert so beliebt ? son hammer oder ne axt waren doch praktischer im nutzen auch neben bei
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  #2  
Alt 27.05.2008, 21:42
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.475
weil manmit nem hammer nur schlagen kann und nem schwert stechen und schlagen?
Ist aber ne gute frage, ich denke die antwort dürfte sehr vielschichtig sein, also von allem ein bisschen was.
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  #3  
Alt 27.05.2008, 21:47
Rattus Liber
 
Registriert seit: 12.05.2008
Beiträge: 43
Bei Hiebwaffen braucht man mehr Kraft als bei einem Schwert, nicht nur das eine Keule schwerer ist, man kommt auch nicht so leicht durch die Rüstung des Feindes. Außerdem dürfte bei dem Gedrängel auf dem Schlachtfeld stechen einfacher gewesen sein, außerdem gibt man seine Deckung auf, wenn man den Arm mitsamt Keule hochreißt. Vielleicht konnte man beim Schwert sich besser mit seinem Schild schützen und gegnerische Schläge blocken.
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  #4  
Alt 27.05.2008, 21:52
Plebejer
 
Registriert seit: 27.05.2008
Beiträge: 42
ja aber das europäische schwert laut meiner waffen ezoklopepie auch eher als hieb waffe gentzt wurde , und ein vorteil der keule ist schnell herzustellen , hammer und axt konnte man ja auch anders noch gebrauchen zuhause .also ich meine wer konnt sich ein schwert denn leisten, außer der reicheren menschn
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  #5  
Alt 27.05.2008, 21:53
Benutzerbild von Draconarius
Historiddler
 
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Beiträge: 800
Mal langsam. Wieso sollte sich das Schwert durchgesetzt haben? Selbst im ersten Weltkrieg wurden noch selbstgebaute Keulen verwendet. Und im Mittelalter gab es neben den Schwertern wohl noch mehr als genug Waffen, die nicht auf das Schneiden oder Stechen mit dem Schwert sondern auf die pure Wucht des Aufpralls setzten.
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μηδὲν ἄγαν
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  #6  
Alt 27.05.2008, 22:02
Plebejer
 
Registriert seit: 27.05.2008
Beiträge: 42
aber im ersten weltkrieg war es eine behelfswaffe wie die grabendolchen , spaten und selbst gebauten anderen sachen . ich meine ja nur sieht man auf jeden bild aufm mittelalter irgendwie haufen weise schwerter und langwaffen , aber eher selten keulen . und in dem handgemenge kann sie ja nich so von nachteil sein weil sonst würden polizisten sie ja nich noch heute verwenden .oder irre ich mich total ?
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  #7  
Alt 27.05.2008, 22:11
Rattus Liber
 
Registriert seit: 12.05.2008
Beiträge: 43
Ja aber die Polizisten nutzen ihre Schlagstöcke nicht stundenlang wie auf einem Schlachtfeld. Für eine Keule brauchte man enorme Kraft besonders wenn sie länger benutzen möchte. So ein Schwert war aber vermutlich leichter.
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  #8  
Alt 27.05.2008, 22:22
Benutzerbild von mimir
homo novus
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 129
streitkolben wurden doch eh oft getragen.

apropos: fanden lanzen eigtl. auch außehalb von tjost etc. anwendung? ich meine jetzt zu pferd und diese richtig langen mit auflage, keine speer-lanzen.
sie dürfte doch höchstens beim angriff in vollem galopp nützen also erstem zusammenstoß ...
stell mir auch vor, das man dieses gerät wahrsch. nur ein mal verwenden konnte. beschädigungen und wenn sich soetwas durch einen panzer bohrt wird man es festhalten auch nimma können. nebst war die lanze bestimmt übermäßig scwer also rentiert es sich nicht sie mitzuschleppen, oder eben für den knappen.
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  #9  
Alt 27.05.2008, 22:25
Benutzerbild von mimir
homo novus
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 129
Ja aber die Polizisten nutzen ihre Schlagstöcke nicht stundenlang wie auf einem Schlachtfeld. Für eine Keule brauchte man enorme Kraft besonders wenn sie länger benutzen möchte. So ein Schwert war aber vermutlich leichter.
ja und polizisten wollen vorallem nict unbedingt ihre gegner töten. dafür haben sie wenn überhaupt ihre pistole.
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  #10  
Alt 27.05.2008, 22:33
Benutzerbild von Draconarius
Historiddler
 
Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 800
Zitat von deichrabauke Beitrag anzeigen
ich meine ja nur sieht man auf jeden bild aufm mittelalter irgendwie haufen weise schwerter und langwaffen , aber eher selten keulen .
Aber das sind ja auch stilisierte Darstellungen, am Ende von Leuten gezeichnet, die nie eine Schlacht sahen. Da ist es gut möglich, dass mit idealtypischen Vorstellungen von Ausrüstung, eventuell auch nur mit der Ausrüstung einer bestimmten adeligen Klientel die Krieger in den Illustrationen dargestellt wurden. Ein Schwert war extrem teuer und gerade wohl der durchschnittliche Städter, Kriegsknecht, Söldner und vermutlich sogar ein einfacher Edelknecht oder Ritter nicht oder nur bedingt leisten.

aber im ersten weltkrieg war es eine behelfswaffe wie die grabendolchen , spaten und selbst gebauten anderen sachen
Viele Waffen beruh(t)en auf Improvisation, so auch im Mittelalter, die weite Verbreitung fanden.
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μηδὲν ἄγαν
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  #11  
Alt 27.05.2008, 23:22
Proconsul
 
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Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.035
Das Schwert ist in der mittelalterlichen Schlacht eigentlich recht unzweckmäßig, da es als Hieb- und auch als Stichwaffe nicht durch die Rüstung dringt. Mit Kriegshämmern und anderen "provisorischen" Kriegswaffen, wie Dreschflegel, Kriegssensen usw. lassen sich viel größere Schäden beim gegenerischen Körper erreichen. Allerdings ist nur das Schwert "adlig", da es zur Schwertleite mit Ehren verliehen wurde und damit ein Standessymbol ist.
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  #12  
Alt 28.05.2008, 10:11
Benutzerbild von Kriegsknecht
Demokrat
 
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Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 322
Erweiterte Formen der in diesem Thread erwähnten "Behelfswaffen" wie Dreschflegel oder Sensen dominierten teilweise sogar die Kriegsführung im Mittelalter. Ein gutes Beispiel für eine in ihrer Wirkung absolut verheerende Waffe, die eigentlich aus einem landwirtschaftlichen Nutzgerät entstand, ist die Hellebarde.

Das Schwert wird bezogen auf die mittelalterliche Kriegsführung überschätzt. Ich gehe da absolut mit @Draconarius einig: Es war mehr Statussymbol, als weit verbreitete Schlachtwaffe.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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  #13  
Alt 28.05.2008, 14:38
Benutzerbild von William the Conqueror
Tribun
 
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Ort: Berlin
Beiträge: 65
Am Anfang des Mittelalters, als die Rüstungen noch nicht so gut waren, war das Schwert die Hauptwaffe des Ritters, doch als die Plattenpanzer immer verbreiteter waren, setzten sich Waffen wie Keulen und Äxte durch, da diese einfach besser durch die heftigen Panzerungen kamen, doch das Schwert wurde immer noch mitgeführt, da es einfach ein Statussymbol des Ritters war.
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  #14  
Alt 28.05.2008, 15:55
Benutzerbild von Basileios
Plebejer
 
Registriert seit: 20.05.2008
Ort: Eberswalde
Beiträge: 36
Für Berittene dürfte die Lanze als Stichwaffe gegen andere Reiterei und das Schwert gegen Fußvolk Standard gewesen sein.
Keulen und andere "Werkzeuge" wurden wohl eher zwischen Abteilungen zu Fuß eingesetzt. Gepanzert waren eigentlich nur die "Herrschaften", gegen das ungepanzerte Gefolge wurde vom Pferd herab schon am effektivsten mit dem Schwert durchgezogen.
Berittene Bogenschützen waren in Europa nicht so angesagt und die späteren Armbrustschützen und Langbogen kamen zwar durch die Panzerungen durch, aber haben nie beritten gekämpft. Hatte aber eher war damit zu tun das diese Spezialisten eben keine "Ritter" waren, also aus Standesgründen.
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  #15  
Alt 28.05.2008, 17:24
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
Keulen wurden in der Schlacht bei Hastings von Geistlichen benutzt, da ihnen der Gebrauch von anderen Waffen durch den christlichen Glauben verboten war.
Somit erreichten sie die Tötung "sine effusio sanguinis" - ohne Blutvergiessen.
Die gepanzerten Ritter mit Keule auf dem Wandteppich von Bayeux sind demnach normannische geistliche in der Schlacht.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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