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17.09.2007, 22:57
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.597
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booah, recht grausam, hör ich zum ersten mal
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18.09.2007, 10:05
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 329
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@Tiger MC
Auf Wikipedia gibts dazu einen gar nicht mal so schlechten Artikel.
http://de.wikipedia.org/wiki/Maarat_an-Numan
Die Ereignisse in Maara prägen bis heute das Bild der Kreuzritter im Nahen Osten, vor allem unter den Arabern. Maara gilt bis heute als Beispiel für die Grausamkeit der Teilnehmer des ersten Kreuzzuges. Wobei man auch hier relativieren muss: Kannibalismus wurde mit Sicherheit nur von einem kleinen Teil der Kreuzfahrer betrieben. Die Mehrheit dürfte davor zurückgeschreckt sein.
Sehr empfehlenswert ist dazu übrigens das Buch "Der Heilige Krieg der Barbaren – die Kreuzzüge aus Sicht der Araber" vom libanesischen Schriftsteller Amin Maalouf. Er widmet den Ereignissen in Maara ein ganzes Kapitel. Das Buch ist aber auch sonst zu empfehlen: Gut geschrieben, spannend, informativ.
Geändert von Kriegsknecht (18.09.2007 um 10:17 Uhr)
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18.09.2007, 11:38
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Jetzt muss man aber mal die Verhältnismäßigkeit wahren und auf das zurück kommen was damals normal war. Es ist ja nicht so, dass jede Stadt in Palästina dem Erdboden gleich gemacht worden wäre sondern es waren Einzelfälle. Solche Einzelfälle finden wir auch im Europa der damaligen Zeit.
Z.B. zerstörte Wilhelm I. (der Eroberer) Mantes und verwüstete das umliegende Gebiet kurz vor seinem Tod in einem blutigen Rachefeldzug. Wilhelm eignet sich hierfür so gut weil er so zeitnah zum ersten Kreuzzug herrschte.
Auch die Todesschwadrone mit denen Wilhelm Northumbria fast völlig entvölkerte sprechen wohl für sich. Außerdem war er Normanne, wie eben auch ein Gutteil der Kreuzfahrer.
Ich will damit keine Verbrechen relativieren aber ich will damit aufzeigen, dass die Kreuzfahrer eben nicht mit allen Regeln der europäischen Kriegsführung brachen nur weil es plötzlich gegen Muslime ging, sondern es zwar eine grausame Kriegsführung war, aber eben doch nicht beispiellos.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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18.09.2007, 12:12
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 329
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@Wulfnoth
Bin völlig einverstanden! Die Kreuzfahrer waren eben "Kinder ihrer Zeit". Dass sie plötzlich ungekannte Grausamkeit an den Tag legten, nur weil es gegen Muslime ging ist sicher falsch. In Mitteleuropa gingen die Kriegsparteien - wie du es schön in deinen Beispielen aufgezeigt hast - genauso miteinander um.
Brandschatzung, Plünderung, Massakker und Versklavung waren damals gängige Mittel der Kriegsführung - egal, ob nun durch Griechische, Lateinische oder Muslimische Armeen. Das Beispiel der Kreuzzüge führt einem allerdings vor Augen, zu was Menschen fähig sind, wenn sie zum äussersten getrieben werden (Hunger, feindliche Umgebung, Verrohung). Die Ereignisse von Maara sind deshalb schon als aussergewöhnlich anzusehen.
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