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27.04.2008, 16:40
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Plebejer
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Registriert seit: 25.04.2008
Beiträge: 27
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Kreuzzüge die Raubzüge waren
Welche Kreuzzüge nach dem Morgenland waren in Wirklichkeit nur Raubzüge?
Als "Raubzug" ist mir, bisher, nur der Kreuzzug vom 1365, gegen Alexandria, aufgefallen.
Ich stelle mich diese Raubzüge wie folgt vor: Mit Eins, zwei, drei Schiffe in einem kleineren Hafen anlanden; den Widerstand brechen; Beute machen und verstauen; etwas "Spaß" haben und schnell wieder weg ehe man Gefahr geht den Kopf zu verlieren oder gar gepfählt werden.
MfG Matze67
Geändert von matze67 (28.04.2008 um 17:36 Uhr).
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27.04.2008, 17:24
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.400
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der 4te 1204 gegen konstantinopel, zumindest ist er in so einem ausgeartet
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29.04.2008, 00:32
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 313
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Ehrlich gesagt erschliesst sich mir der Sinn der Frage nicht ganz.
Kreuzzüge ins Heilige Land wurden nach dem Erfolg des 1. Kreuzzuges im Prinzip stets aus dem selben Grund ausgerufen: als Reaktion auf eine Bedrohung der eroberten Gebiete oder dann als Reaktion auf den Verlust von eroberten Gebieten. Dabei war jeder Kreuzzug gleichzeitig immer auch ein Raubzug. Ohne Raub und Plünderung während des Zuges liessen sich diese Unternehmungen praktisch nicht durchsetzen, weil sich die Versorgung der Truppen auf "reguläre" Weise kaum bewerkstelligen liess.
So gesehen war eigentlich jeder Kreuzzug ins Heilige Land gleichzeitig auch ein massiver Raubzug. Raub und Plünderung waren ständige Begleiterscheinungen von Kriegshandlungen im Früh- und Hochmittelalter und auch noch lange Zeit danach. Im Verlauf des 100-jährigen Krieges zwischen England und Frankreich fand beispielsweise kaum ein Feldzug statt, bei dem die Umgebung nicht ausgiebig geplündert wurde.
Die Frage müsste deshalb eigentlich anders lauten: Gab es Kreuzzüge, bei denen die Teilnehmer nicht auf Raub aus waren? Das zu beantworten dürfte unter Berücksichtigung der mittelalterlichen Kriegsführung wesentlich schwieriger sein...
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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29.04.2008, 14:17
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nobodys fault
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Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 322
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Zitat von Kriegsknecht
Die Frage müsste deshalb eigentlich anders lauten: Gab es Kreuzzüge, bei denen die Teilnehmer nicht auf Raub aus waren? Das zu beantworten dürfte unter Berücksichtigung der mittelalterlichen Kriegsführung wesentlich schwieriger sein...
Na ja, die "Kinderkreuzzüge" fallen dann schonmal ganz leicht raus
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Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie 
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.
und Ordograffi feler kan der fiender bealten 
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BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
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29.04.2008, 23:03
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
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Wie sagte Wallenstein? Der Krieg ernährt den Krieg!
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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30.04.2008, 00:49
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Ich würde zu den Raub-Kreuzzügen auch noch die des Deutschen Ordens gegen die heidnischen Pruzzen zählen. Offiziell ging es darum, diese zum Christentum zu bekehren. Tatsächlich hat man sie niedergemetzelt, um ihnen das Land zu entreißen.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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30.04.2008, 10:33
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 313
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Zitat von K. Ropp
Ich würde zu den Raub-Kreuzzügen auch noch die des Deutschen Ordens gegen die heidnischen Pruzzen zählen. Offiziell ging es darum, diese zum Christentum zu bekehren. Tatsächlich hat man sie niedergemetzelt, um ihnen das Land zu entreißen.
Das ist sicher richtig. Wobei man aber noch erwähnen sollte, dass speziell beim Orden der Glaube eine wichtige Rolle spielte. Vor allem zu Beginn seines Auftretens in Preussen. Der Orden legitimierte sein Handeln ja gegenüber dem Papst und den anderen Mächten der damaligen Zeit mit der Absicht zur Bekehrung der Heiden. So gesehen waren die Operationen des Ordens durchaus Kreuzzüge im klassischen Sinn, wenn auch viel besser organisiert, strukturiert und geplant als die Unternehmungen ins Heilige Land.
Später im Baltikum und im Kampf gegen die Litauer "verweltlichten" sich Ziele und Mittel des Ordens dann mehr und mehr und er agierte eigentlich nur noch aus rein machtpolitischen Gründen, eben wie ein aggressiver Militärstaat. Damit setzte aber auch gleichzeitig sein Niedergang ein. Als sich der letzte heidnische Litauer-König zum Christentum bekehrte, verlor der Orden seine Legitimation und damit auch die militärische wie diplomatische Unterstützung aus der christlichen Welt. Das bedeutete sein Ende.
Der Orden passt deshalb irgendwie in kein vorgefasstes Schema, sondern sollte gesondert betrachtet werden, das ist zumindest meine Ansicht.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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30.04.2008, 20:36
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Zitat von Kriegsknecht
Die Frage müsste deshalb eigentlich anders lauten: Gab es Kreuzzüge, bei denen die Teilnehmer nicht auf Raub aus waren? Das zu beantworten dürfte unter Berücksichtigung der mittelalterlichen Kriegsführung wesentlich schwieriger sein...
Man müsste die Frage eigentlich noch weiter fassen: Gab es überhaupt Kriege, deren Teilnehmer nicht auf Raub aus waren?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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03.05.2008, 11:46
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 670
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Zitat von K. Ropp
Man müsste die Frage eigentlich noch weiter fassen: Gab es überhaupt Kriege, deren Teilnehmer nicht auf Raub aus waren?
Dazu würden mich auch Antworten interessieren. Wenn ich "Raub" nicht auf materielle Dinge reduziere, sondern zum Beispiel auch auf "Macht" erweitere, würde ich jedenfalls sagen: Nein!
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05.05.2008, 10:18
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 313
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Zitat von K. Ropp
Gab es überhaupt Kriege, deren Teilnehmer nicht auf Raub aus waren?
Im Mittelalter wohl kaum. Wie bereits gesagt waren Krieg und Plünderung im Mittelalter untrennbar miteinander verbunden. Die Armeen wendeten während ihren Feldzügen im Normalfall sogar sehr viel mehr Zeit dafür auf, die Landstriche ihres Feindes zu plündern und zu verheeren, als tatsächlich gegen gegnerische Truppen zu kämpfen!
Man muss sich eines in Erinnerung rufen: Krieg im mittelalterlichen West- und Mitteleuropa bedeutete meist Belagerung und Geplänkel. Offene Feldschlachten fanden nur sehr wenige statt. Im gesamten 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich fand kaum ein Dutzend grösserer Feldschlachten statt. Der grosse Rest bestand aus Belagerungen und den damit einher gehenden Scharmützeln (z.B. Ausfälle der Garnisonen). Plünderungen waren ein integraler Bestandteil des Kriegswesens. Im Gegensatz zu späteren Zeiten sahen das die Kriegsparteien auch überhaupt nicht als schändliches Verhalten an. Im Gegenteil: Wer sich vor einer anrückenden Armee in einer Burg verschanzte, liess das Umland ungeschützt und offenbarte es somit dem Feind zur Plünderung.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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20.08.2008, 20:55
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Plebejer
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Registriert seit: 16.08.2008
Ort: Bamberg
Beiträge: 4
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Ich denke, dass Plünderungen auch für jeden Feldherren ein einfaches und beliebtes Mittel waren die Soldaten bei Laune zu halten und ab und an sozusagen zu belohnen...auch durchaus mal anstelle von Lohn denke ich.
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Nur die Toten sahen das Ende des Krieges
-Plato-
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