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21.03.2005, 14:10
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Weil sie Epedemien generell als eine Art Flächenbrand ausbreiten. Es müsste also jemand aus Afrika einschleppen und er müsste sofort isoliert werden.
Denn sobald der Floh erst einmal da ist... Ratten haben wir ja genug!
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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21.03.2005, 14:16
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Hm? Ich kenne eigentlich keinen Fall von Pest in Deutschland in der Neuzeit! Ihr?
Gruss aus Wien
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21.03.2005, 14:17
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Ich glaube der letzte (West-)Europäische Pestfall war 1912 in England.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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21.03.2005, 14:28
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Original von Wulfnoth
Ich glaube der letzte (West-)Europäische Pestfall war 1912 in England.
Ja das schon aber in Mitteleuropa und vor allem in Deutschland & Österreich sind mir keine Fälle bekannt!(Hab zwar ein bischen bei Google gesucht, hab aber nichts gefunden!)
Gruss aus Wien
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04.02.2006, 18:41
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König Kürbis
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Registriert seit: 11.03.2005
Ort: Teterow/Meckl.
Beiträge: 41
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RE: Die Pest
Original von SeniorDingDong
Eine weitere Frage ist wieso in manchen Regionen wie Osteuropa nicht oder nur bedingt durch die Pest betroffen waren.
In anderen Regionen schaffte sie es ganze Kriege wie den 100 Jährigen Krieg zu pausieren. Vielleicht war die Pest aber auch nötig , denn es gab vielzuviele Leute und die Bauern mussten Getreide anpflanzen um die Bevölkerung zu ernähren. Die ernährung wurde immer einseitiger, die Städte waren verschmutzt. Was denkt und wisst ihr über diese Epidemie?
Hast du Zahlen, die belegen, dass es zu viele Leute gab? Ich glaube kaum, dass das damalige Europa überbevölkert war - sieh dir nur mal den Festkontinent heute sowie seinen Verstädterungsgrad an.
Damals war es nur das Problem, dass es noch keine Entwässerungsvorrichtungen gab sowie man im Allgemeinen kaum über nötige Hygienestandards Bescheid wusste.
Dadurch, dass die Menschen in den dicht an dicht gebauten Häusern, wie z.B. in London, ihren Unrat einfach auf die Straße schütteten war es nicht sehr verwunderlich, dass gewisse Krankheitserreger immer mehr bzw. Ratten angelockt wurden.
Das sind v.a. auch die Gründe, warum sich die Pest in erster Linie in größeren Städten ausbreitete - auf dem Land lebten die Menschen anders, da war genug Platz, um gewisse Standards einzuhalten, weshalb reiche Stadtbewohner, die den Krankheits-Molochs entfliehen wollten, sich schnell wieder auf ihre Ländereien verzogen.
Jedenfalls war dort, in ihren Augen, die Ansteckungsgefahr gebannt.
Interessant auch anzumerken: Die in London im 17. Jh. wütende Pest wurde durch den großen Stadtbrand ausgerottet, wobei die Ratten den Flammen zum Opfer fielen - die Bewohner erkannten die Ursachen des Brandes und legten breitere Straßen sowie mehrere Parks an, wodurch sich im gleichen Zuge die Hygiene in der Stadt steigerte - aber das nur am Rande.
P.S.: Man sät Getreidekörner aus - Getreide wird nicht angepflanzt, wär ja auch ma' witzig.
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"Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft." Henry Kissinger
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05.02.2006, 12:45
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Überbevölkerung ist natürlich relativ. Das Land war weitestgehend nicht überbevölkert, aber die Städte waren es definitiv. In diesen lebten zuviele Menschen auf zum engsten Raum in katastrophalen Verhältnissen.
Dazu kam noch die bereits von dir angesprochene Hygiene.
Allerdings muss ich dir in sofern wiedersprechen, als das die Pest nicht nur in den großen Städten ausbrach, sondern vor allem in der Anfangszeit auch auf dem Land grassierte. Nicht umsonst kam es z.B. in England danach zu einer verschärftung der Leibeigenschaft der Bauern, da viele Bauern versuchten besseres, frei gewordenes Land zu ergattern.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.02.2006, 12:54
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König Kürbis
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Registriert seit: 11.03.2005
Ort: Teterow/Meckl.
Beiträge: 41
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Nun gut, ich will nicht sagen, dass das Land vollkommen verschont blieb - es war nur sicherer in Dingen Krankheitsübertragung etc. sich aufs Land zu verziehen, mehr wohl auch nicht. Wovon einige reiche Städter auch Gebrauch machten...
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"Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft." Henry Kissinger
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05.02.2006, 12:55
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Natürlich. Ich wollte dir ja auch nicht total wiedersprechen. Es war nur logisch, dass man auf dem Land sicherer war. Schon alleine weil man sich dort viel besser von der Außenwelt abkappseln konnte.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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17.09.2007, 13:32
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 329
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Ich grab mal munter ältere Threads aus. Hoffentlich stört das niemanden.
Es ist schon interessant, dass die Pest sich in Europa in bestimmten Gebieten nicht ausbreiten konnte, während andernorts ganze Landstriche entvölkert wurden. Man sieht das schön auf dieser Karte:
Auf Wikipedia heisst es dazu:
Der Schwarze Tod wütete nicht gleichmäßig in Europa, sondern ließ einige wenige Gebiete fast unberührt. Große Teile Polens, Belgiens und Süddeutschlands blieben beispielsweise von dieser ersten Pestwelle verschont. Auch Mailand entging der Heimsuchung durch die Pest, während in Florenz vier Fünftel der Bürger starben.
Da stellt sich schon die Frage, weshalb ganze Städte verschont wurden, während in den Nachbarstädten Tausende ums Leben kamen. War das Zufall? Oder gab es andere Faktoren? Spielte die Ernährung eine Rolle? Oder waren die Mailänder einfach effektiver in der Rattenbekämpfung als die Florentiner?
Fragen über Fragen...
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17.09.2007, 13:45
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 773
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Zitat von Kriegsknecht
Ich grab mal munter ältere Threads aus. Hoffentlich stört das niemanden.
Mich nicht. Ich antworte mal, ohne mir vorher dan ganzen alten Thread durchzulesen; hoffentlich störts niemand...
Zum Thema: Mit der Ausnahme von Mailand liegts offensichtlich an der Bevölkerungsdichte; in den dünner besiedelten Gegenden im Norden und Osten Europas konnte sich die Pest schlechter ausbreiten, da die Gemeinden isolierter voneinander lagen.
Warums gerade an Mailand vorbeigezogen istt, dass nun sicher nicht dünn besiedelt ist... Icke weeß et ja ooch nich, wa... Wär aber interessant zu erfahren, obs da Theorien gibt.
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17.09.2007, 13:55
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 329
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@Thersites
Wobei auch Brügge weitgehend verschont wurde – und Flandern war damals eine der am dichtesten besiedelten Regionen Europas. Es gibt also zwei solcher Ausnahmen.
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17.09.2007, 14:15
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 773
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Verflucht, hab ich übersehen.
Nee, was Großstädte angeht hab ich wirklich keine Ahnung.
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17.09.2007, 14:20
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 329
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Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass die Mailänder extrem rigide, will nicht sagen brutale Methoden angewendet haben, um die Pest an der Ausbreitung zu hindern. Unter anderem wurden Häuser, in denen Pestfälle bekannt wurden, einfach zugemauert (man stelle sich sowas in heutiger Zeit vor...huiuiui).
Wobei durch Schutzmassnahmen alleine die Pest kaum aufzuhalten gewesen sein dürfte. Andere Städte wie Venedig oder Florenz waren ja auch sehr erfinderisch in diesem Bereich und ihre Bevölkerungen wurden dennoch dahingerafft.
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17.09.2007, 16:48
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Brügge ist als Handelshafen eigentlich noch interessanter als Mailand. Hängt jetzt aber auch von der Karte ab, evt. ist die Quellenlage auch einfach lückenhaft?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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17.09.2007, 16:58
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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Der Fall Mailand ist tatsächlich schwer zu erklären, vor allem weil andere Städte mit denselben Schutzmaßnahmen dennoch getroffen wurden.
Bei den Landschaften in Mittel- und Osteuropa muss auch eine längere Vorwarnzeit vor der Pest in Betracht gezogen werden. Zudem ist der Verbreitungsweg nicht immer logisch. In Süddeutschland kam ein erster Schub 1348 aus dem Süden, dann ein zweiter 1349 aus dem Westen. Aber wichtige Städte wie Nürnberg, Würzburg und Prag blieben verschont.
Man sollte vllt. auch nicht ausblenden, dass Faktoren wie die Hausrattenpopulation und die Temperaturen auch einen Einfluss auf die Verbreitung der Seuche haben.
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μηδὲν ἄγαν
Geändert von Draconarius (17.09.2007 um 17:01 Uhr)
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