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15.04.2008, 23:21
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 664
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Ich glaube der Krieg war auf alle Fälle einer der ersten mit moderneren Waffen, z. Bsp dieses Gathering Maschinengewehr.
Und die ersten Fotodokumente über einen Krieg.
U-Boote wurden auch zum ersten Mal eingesetzt, da war sogar mal ein Bericht im Fernsehen. Die Männer bewegten das Boot mit Muskelkraft und versuchten so Blockaden durch feindliche Schiffe zu sprengen.
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 Wir lassen euch leben im Dienste dieses Schiffes - also rudert gut. Und lebt!
Quintus Arius aus "Ben Hur"
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16.04.2008, 08:30
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Patriot
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Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Heikendorf, nahe Kiel
Beiträge: 536
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Guten Morgen !
Wenn man das Ganze noch etwas pro-amerikanisch anhauchen möchte, so würde ich noch die "Gettysburg Address" einbauen, am besten am Ende, um zu zeigen, wie wichtig der Bürgerkrieg auch heute noch im kollektiven Gedächtnis der Amerikaner ist.
Man sollte zunächst die Gründe (wirtschaftliche Aspekte, Sklavenfrage usw.), dann den Ablauf (ein paar Schlachten als Beispiel, erwähnung der materiellen Überlegenheit der Nordstaaten etc.) und schließlich das Ergebnis behandeln - die Einigung der USA, wobei die oben bereits genannte Gettysburg Address geeignet ist, um das amerikanische Demokratieverständnis und die Interpretation des gesamten Krieges aufzuzeigen.
Hier eine Übersetzung, Quelle ist wikipedia:
Vor 87 Jahren gründeten unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation, in Freiheit empfangen und dem Grundsatz geweiht, dass alle Menschen gleich geschaffen sind. Nun stehen wir in einem großen Bürgerkrieg, um zu erproben, ob diese Nation oder irgendeine so empfangene und solchen Grundsätzen geweihte Nation dauerhaft bestehen kann.
Wir haben uns auf einem großen Schlachtfeld dieses Krieges versammelt. Wir sind gekommen, einen Teil davon jenen als letzte Ruhestätte zu weihen, die hier ihr Leben gaben, damit diese Nation leben möge. Es ist nur recht und billig, dass wir dies tun.
Doch in einem höheren Sinne können wir diesen Boden nicht weihen – können wir ihn nicht segnen – können wir ihn nicht heiligen. Die tapferen Männer, lebende wie tote, die hier kämpften, haben ihn weit mehr geweiht, als dass unsere schwachen Kräfte dem etwas hinzufügen oder etwas davon hinweg nehmen könnten. Die Welt wird wenig Notiz davon nehmen, noch sich lange an das erinnern, was wir hier sagen, aber sie kann niemals vergessen, was jene hier taten.
Es ist vielmehr an uns, den Lebenden, dem großen Werk geweiht zu werden, das diejenigen, die hier kämpften, so weit und so edelmütig voran gebracht haben. Es ist vielmehr an uns, geweiht zu werden der großen Aufgabe, die noch vor uns liegt – auf dass uns die edlen Toten mit wachsender Hingabe erfüllen für die Sache, der sie das höchste Maß an Hingabe erwiesen haben, – auf dass wir hier einen heiligen Eid schwören, dass diese Toten nicht vergebens gefallen sein mögen, – auf dass diese Nation eine Wiedergeburt der Freiheit erleben; und auf dass die Regierung des Volkes durch das Volk und für das Volk niemals von der Erde verschwinden möge.
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Deutschlands Einigkeit, meine Stärke
Meine Stärke, Deutschlands Macht.
Freund der Freiheit
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16.04.2008, 08:45
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Quaestor
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Registriert seit: 22.06.2005
Ort: Leipzig
Beiträge: 172
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Zitat von K. Ropp
Unser Englisch-Lehrer sagte uns, dass der Hauptgrund für den Bürgerkrieg nicht die Sklavenfrage war. Lincoln soll sogar bereit gewesen sein, den Südstaaten die Beibehaltung der Sklaverei zuzugestehen, wenn diese sich wieder der Union anschlössen.
Die Sklaverei war in sofern das Thema, als sie vom Süden immer wieder als Grundlage der Lebensweise der Südstaaten ins Feld geworfen wurde. Lincolns Wahlprogramm ließ die Sklavereifrage völlig unangetastet.
Zitat von K. Ropp
Der Grund für den Sezessionskrieg lag in der Wirtschaft begründet:
Um die eigene Baumwollproduktion schürzen, sperrten die Südstaaten ihren Markt für britische Importe. Als Reaktion darauf sperrte Großbritannien seinen Markt seinerseits für US-amerikanische Waren, worunter vor allem der Export der Nordstaaten litt.
Hinzu kam der galoppierende politische Machtverlust des Südens. Die ersten Präsidenten der USA wurden praktisch ausnahmslos vom Süden gestellt. Die Südstaaten hatten im Kongress das höchste politische Gewicht und das bröckelte seit etwa den 1840er Jahren.
Wenn dann die Abolitionisten immer lauter nach Befreieung der Sklaven schreien (obwohl diese Gruppe nur eine verschwindende Minterheit war), so fühlten sich viele Südstaatler persönlich angegriffen und erstaunlicherweise auch Leute, die keine Sklaven besaßen und durch das System sogar eher benachteiligt waren.
Zitat von Jason
Ich glaube der Krieg war auf alle Fälle einer der ersten mit moderneren Waffen, z. Bsp dieses Gathering Maschinengewehr.
Du meinst sicher das Gatling Maschinengewehr.
Die Dinger waren aber eher selten und gerade in der Anfangsphase des Krieges sah es auf den Schlachtfeldern nicht viel anders aus, als in den europäischen Kriegen dieser Zeit.
Entscheidender als Maschinengewehre waren da schon eher die Hinterlader- und Repetiergewehre, die dem Norden einen weiteren kleinen Vorteil boten.
Aber der wesentliche Faktor war der Einsatz der Eisenbahn, die Material- und Truppentransporte in einem bisher ungekannten Maße ermöglichte.
Ab der Hälfte des Krieges wandelte sich der Krieg aber langsam aber sicher hin zu einem "modernen" Krieg. Wenn man sich Fotos der Befestigungen zum Schutz Richmonds anschaut, gibt es da Bilder auf denen man nur die Soldaten austauschen muss und die Bilder könnten genausogut in Frankreich 1916 sein.
Zitat von Jason
Und die ersten Fotodokumente über einen Krieg.
Ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube, die ersten Fotodokumente eines Krieges stammen aus dem Krimkrieg.
Nichtsdestotrotz wurde das Medium Foto im US-Bürgerkrieg erstmals sehr intensiv genutzt und der US-Bürgerkrieg gilt auch heute noch als einer der bestdokumentierten Kriege überhaupt.
Zitat von Jason
U-Boote wurden auch zum ersten Mal eingesetzt, da war sogar mal ein Bericht im Fernsehen. Die Männer bewegten das Boot mit Muskelkraft und versuchten so Blockaden durch feindliche Schiffe zu sprengen.
Das war die CSS Hunley. Sie konnte erfolgreich ein Blockadeschiff angreifen, ging dann aber selbst unter. Das Wrack wurde vor ein paar Jahren geborgen.
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QVOD BONVM FAVSTVM FELIX FORTVNATVMQVE SIT
AMICVS CERTVS IN RE INCERTA CERNITVR
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16.04.2008, 17:39
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 664
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Danke für die Berichtigungen, Dinictis.
Ein Agrar- gegen einen Industriestaatenverbund.
Habe mir mal in meinem Buch die Fotos der Gefallenen in der Schlacht bei Gettysburg angeschaut.
Hier eine detaillierte Darstellung dieser Schlacht die wohl als Höhepunkt des Krieges gelten darf.
Schlacht von Gettysburg – Wikipedia
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Quintus Arius aus "Ben Hur"
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16.04.2008, 19:05
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 701
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Zitat von Dinictis
Die Emancipation-Proclamation bezog sich "... auf die Staaten und Teile der Staaten, die sich in offener Rebellion gegen die Union der Vereinigten Staaten ..." befanden. Die Unionstreuen "Sklavenstaaten" betraf das zunächst nicht. Das änderte sich erst nach dem Krieg, als die Sklaverei generell verboten wurde.
Danke für den Hinweis; hab das wohl gedanklich zusammengeworfen...
Zitat von K. Ropp
Unser Englisch-Lehrer sagte uns, dass der Hauptgrund für den Bürgerkrieg nicht die Sklavenfrage war.
Es war nicht der konkrete Kriegsanlass; die großen gesellschaftlich-politischen Gegensätze zwischen den Nordstaaten (industrialisiert, ohne Sklavenhaltung) und den Südstaaten (agrarisch, Sklavenhaltung)sind aber mE der tiefere Grund für den Krieg. (Da spielt dann auch die von Dir bzw. Deinem Lehrer erwähnte Handelspolitik rein.)
Zitat von Jason
U-Boote wurden auch zum ersten Mal eingesetzt, da war sogar mal ein Bericht im Fernsehen. Die Männer bewegten das Boot mit Muskelkraft und versuchten so Blockaden durch feindliche Schiffe zu sprengen.
Naja, dieses erste "U-Boot" war wohl kriegstechnisch wenig richtungsweisend; ganz anders diese beide Gesellen, die das Ende der hölzernen Schifffahrt einleiteten:
USS Monitor – Wikipedia
CSS Virginia – Wikipedia
Zitat von Dinictis
Die Sklaverei war in sofern das Thema, als sie vom Süden immer wieder als Grundlage der Lebensweise der Südstaaten ins Feld geworfen wurde. Lincolns Wahlprogramm ließ die Sklavereifrage völlig unangetastet.
Das mit dem Wahlprogramm mag sein, aber Licoln galt als Gegner der Sklaverei; mit seiner Wahl verbanden die Abolitionisten große Hoffnungen, die Befürworter der Sklaverei große Befürchtungen. Ich würde schon einen Zusammenhang sehen zwischen seiner Wahl zum Präsidenten und den Sezessionserklärung der nächsten Monate.
Abraham Lincoln – Wikipedia
Abolitionismus – Wikipedia
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18.04.2008, 21:32
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 664
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Hier ist eine Seite mit einer Übersicht über die während des "Civil War" verwendeten Waffen, inklusive der "Gatling Gun".
Civil War Weapons
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Quintus Arius aus "Ben Hur"
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