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05.02.2006, 13:08
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König Kürbis
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Registriert seit: 11.03.2005
Ort: Teterow/Meckl.
Beiträge: 41
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Die Aufklärung (1720-1785)
(Thema schon älter und entnommen aus NUPF.net; Autor bin ich)
Moin, moin!
Im Rahmen einer HA im Deutsch-Unterricht unserer Klasse sollten wir ein Essay zu dem Thema Aufklärung und ihrem gebrachten Segen bzw. Flüchen erstellen.
Ich stell einfach mal meinen Gedankenspaziergang hier hinein, vielleicht möchte ja noch jemand was zu kirchlichen Dogmen, Freiheit der Naturwissenschaften und des Menschen an sich etc. loswerden und das in Anlehnung an diese Epoche, die das erst möglich gemacht hat.
Mahlzeit!
Doa is ja dat Essay, daat Essay, dat Essay...
Zunächst ist festzustellen, dass es sich bei der Aufklärung um einen der großen wichtigen Schritte der Menschheit handelt, weitere naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und bestehende anzuwenden bzw. zu erweitern.
Erst durch die Zerschlagung eines, fast wie eine Diktatur wirkenden, katholisch-kirchlichen Systems konnten sich, wenigstens schon einmal die hohen nach neuem Wissen strebenden Gelehrten in ihren Wissenschaften frei entfalten und eigene Erkenntnisse und Theorien propagieren.
Ich denke, dass dieses Element der Aufklärung nicht außer Acht zu lassen ist - sicherlich konnten auch dadurch erst in der Waffentechnik neue, bei den Militärs sog. "Fortschritte" erzielt werden, jedoch war der Mensch schon immer ein primitives, blutrünstiges Wesen, weshalb es nun dank der Aufklärung möglich erscheint, jedenfalls theoretisch, durch friedensbewegende, lebensgerechtere politische Ansichten, das Wesen Mensch auf eine andere Bahn zu leiten.
Ich sehe es so: Durch die jetzige Gegenüberstellung von sozialen Grundgedanken und die Durchsetzung politischer Ansichten im imperialistischen, militanten Stil ist wenigstens die Möglichkeit gegeben letzteres zurückzudrängen.
Noch zur Existenz der alles unterjochenden kirchlichen Dogma konnte es nur Spannungen geben, v.a. im einfachen Volk, aber auch bei aufklärenden Wissenschaftlern und Gelehrten, sodass Gewalt und soziale Ungerechtigkeit auf einem ganzen Kontinent vorherrschten und aufgrund des hierarchischen Systems Kirche kaum aus der Welt zu schaffen waren.
Das waren auch Gründe für einige Menschen in die "Neue Welt" auszuwandern, die ihre Ansichten heute mittels Methoden aus dem 19. Jahrhundert und, wie bereits beschrieben, Imperialismus, Militarismus und Nationalismus durchzusetzt, was, wie der niederländische Publizist und Autor Geert Mak wohl richtig interpretiert, wohl kaum zukunftsfähiger sein kann als der Weg der Europäischen Union der gut organisierten und durchdachten Integrations- und Sicherheitspolitik und noch anderen Elementen.
Die Aufklärung hat uns nun also, jedenfalls so, wie ich das sehe, ein Stückchen näher an eine gerechtere Verteilung von Produktionsgütern, die der Mensch herstellt, gebracht als dass es noch vor 500 Jahren der Fall war.
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"Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft." Henry Kissinger
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05.02.2006, 13:25
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.247
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Das mit der Waffentechnik möchte ich hier mal in Frage stellen. Auch wenn es gerne so dargestellt wird, so war das Mittelalter keine Zeit vollkommenen Stillstandes, sondern man machte gerade auf dem Gebiet der Kriegsführung erhebliche Fortschritte und Erfindungen. Ein paar davon möchte ich hier mal aufzählen.
- Burggräben
- Schwarzpulver
- Triboke
- Armbrüste
- Rüstungen
- Burgenbau allgemein
Allgemein stimme ich dir aber zu, nur bin ich der Ansicht dass wir nach wie vor in einem Zeitalter der andauernden Aufklärung leben und diese Epoche noch nicht hinter uns haben.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.02.2006, 13:28
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König Kürbis
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Registriert seit: 11.03.2005
Ort: Teterow/Meckl.
Beiträge: 41
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nur bin ich der Ansicht dass wir nach wie vor in einem Zeitalter der andauernden Aufklärung leben und diese Epoche noch nicht hinter uns haben.
Allerdings - Aufklärung findet ständig statt. Da kann man gut den Spruch "Man lernt nie aus" anfügen. In der Wissenschaft werden auch immer neue Theorien aufgestellt und praktisch nachgewiesen etc. - die Menschheit entwickelt sich ständig weiter, wenn man von der immer wieder kurz bevorstehenden gegenseitigen Auslöschung mal absieht.  In einer Diskussion zu der Thematik hat ein Mitschüler auch eine derartige Ansicht vertreten, woran ich noch gar nicht gedacht habe, obwohl es ja offensichtlich ist.
Na ja, is doch auch nich wichtich - Biertrinken is wichtich!
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"Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft." Henry Kissinger
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05.02.2006, 13:34
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Beim Thema "Aufklärung" würde ich mich auch nicht allzu sehr auf technische Errungenschaften fokussieren, denn Hauptaugenmerk und Leistung dieser Epoche ist ja das veränderte Menschenbild, welches bis heute in den westlichen Gesellschaften vorherrst (oder vorherrschen sollte)...
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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05.02.2006, 13:36
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König Kürbis
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Registriert seit: 11.03.2005
Ort: Teterow/Meckl.
Beiträge: 41
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Na selbstverständlich, aber daraus schlussfolgert sich ja auch die freie wissenschaftliche Entfaltung - das hängt alles zusammen in Verbindung mit der Zurückdrängung kirchlicher Dogmen.
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"Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft." Henry Kissinger
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05.02.2006, 13:40
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Obwohl man davon absehen sollte, dass tradierte Bild der omnipräsenten Kirche als Diktatur abermals durchzukauen. Viele der Vorwürfe sind nachträgliche Projektionen und Propaganda... nichtsdestotrotz beflügelte die Abschaffung des "Ordo Christianorum" ohne Zweifel die wissenschaftliche Forschung!
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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05.02.2006, 13:44
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.037
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Ich muss Kimon zustimmen.
Wenn man von Auflöärung spricht dann kommt in erster Linie die Philosophie und der Rest erst nachher.
Und in philosophischer Richtung kann ich die Aufklärung keinesfalls als rein gute Wendung anerkennen. Die rationalisierrung aller Gedanken ist ein zu radikaler Schritt der die Philosophen in so manche Irrwege geführt hat. Siehe nur Descart und seinen erbärmlichen Versuch seine persönlichen Wünsche (Gott) mit dem rationalen Denken zu vereinen. Da kamm nur Blödsinn raus (meine persönliche Meinung und grad in der Philosophie lässt sich da ja sehr streiten).
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05.02.2006, 13:46
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Alterspräsident
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Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 262
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Hauptleistung der "Aufklärung" war sicher die Verbreitung eines anderen Menschen- und Weltbildes. Gerade dadurch wurde der Allein-Rechts-Anspruch der Kirche nachhaltig gestört und Bahn geschaffen für die Akzeptanz freier wissenschaftlicher Arbeiten und Erkenntnisse. Sowohl in gesellschaftspolitischer als auch naturwissenschaftlicher Richtung.
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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