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07.11.2007, 20:04
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Ich kann die historische Dimension des Che Guevara nicht richtig erfassen, da er nicht meine historische Richtung ist. Dies ist ein Geschichtsforum und Politik hat hier nur im geschichtlichen Kontext was zu suchen. Er war ein Roter aber fangen wir mal damit an: warum ist er zu dem geworden was er war? Und hatte er nicht in vielen Fragen der Zusammenhänge in der III Welt recht? Und war er nicht eine faszinierende Persönlichkeit? Mir ist das alles zu pauschal und zu undifferenziert - das gleiche was ihr größtenteils behauptet, würde mit der deutschen Geschichte gemacht, statuiert ihr hier mit dem weltberühmten Comandante von der Zuckerrohrinsel.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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08.11.2007, 03:25
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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abgesehen davon dass er ein kommunist oder wohl eher stalinist war und beides meines erachtens nach sich mit dem nationalsozialismus und dem faschismus um den wärmsten platz in der hölle streiten, kann man wenig gegen ihn sagen.
bush ist ein gewähltes staatsoberhaupt kein marodierender kommunistischer berufsrebell, wenn ich zwischen den beiden "ikonen" die wahl hätte wäre bush ganz weit vorn.
im endeffekt denkt kein mensch irgendwas dabei wenn er so ein t-shirt trägt es ist genauso wie ich einen roten pullover habe.. weil es eben chic ist.
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08.11.2007, 16:49
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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@ Jason
Er war ein Massenmörder. Er hat ganze Dörfer auslöschen lassen nur um die Menschen auf Revoluton zu bringen.
Zitat von rasputin753
abgesehen davon dass er ein kommunist oder wohl eher stalinist war und beides meines erachtens nach sich mit dem nationalsozialismus und dem faschismus um den wärmsten platz in der hölle streiten, kann man wenig gegen ihn sagen.
im endeffekt denkt kein mensch irgendwas dabei wenn er so ein t-shirt trägt es ist genauso wie ich einen roten pullover habe.. weil es eben chic ist.
1. siehe oben
2. das ist ja das Schlimme. Menschen tragen das Gesicht eines Mörders auf ihrer Kleidung und haben keinen Tau wer das eiegentlich war. Das Tragen eines solchen shirts ist ein politisches Statement, ob man nun will oder nicht. Wie würde es euch gefallen wenn ihr morgen einen Lateinamerikaner mit Hitler-shirt sehen würdet?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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08.11.2007, 17:11
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@Mirko:
kannst du vielleicht Quellen posten, die die Morde belegen?
der Wikipedia Artikel zu ihm, klingt insgesamt sehr schönfärberisch... jeder Kritikpunkt wird mit einem "angeblich" versehen... ich weiß nicht, ob das all zu neutral ist.
Geändert von MacX (08.11.2007 um 17:21 Uhr).
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08.11.2007, 17:44
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politisch motiviert
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Registriert seit: 04.12.2006
Ort: Hier.
Beiträge: 168
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Soweit ich weiss war er für Todesurteile gegen Castrogegner beteiligt und selbstverständlich für Opfer des Guerrillakampfes. Ihn als Massenmörder hitlerschen Ausmaßes zu bezeichnen halte ich für arg gewagt. An Greuel gegen die Zivilbevölkerung war er nicht beteiligt. Da gab es noch ganz andere "Contrarevolutionäre" Verbrecher in Lateinamerika. Che Guevara hatte wohl das Glück nie lange genug an einem (sozialistischen,) diktatorischen Regime beteiligt gewesen zu sein um sich den Makel "Massenmörder" gefallen zu lassen.
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„Was sind dies für Zeiten,
Wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist,
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschliesst!“
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08.11.2007, 18:39
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 739
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Zitat von Patrice
Andererseits find ich, man kanns mit der "politischen Korrektheit" auch übertreiben. Z.B. unser Lateinlehrer, er will mit uns nichts von Caesar lesen, weil der so ein schlimmer Kriegsverbrecher gewesen sein, und sein Werk de bello gallico schlimmste Kriegspropaganda ist. Da stimm ich ihm ja zu, aber deswegen komplett zu ignorieren, dass er ein sprachliches Genie war (bzw. seine Werke)?
Das macht mich neugierig. Was lest ihr denn dann im Latein-Unterricht? Spartacus Biographie? Oder die Lateinübersetzung des Kapitals?
Was ein Schwachsinn...
Zu Che fass ich mich mal kurz; ich weiß, dass er nicht der Freiheitsheld war, den viele in ihm sehen. Bezeichnungen wie "Massenmörder" usw. halte ich allerdings für stark übertrieben. Für Massenmorde an Zivilisten gibt es mW keine Beweise. Auch sollte nicht vergessen werden, dass der Bürgerkrieg in Kuba einem diktatorischen System galt, das unendliches Leid über die Menschen gebracht hat.
Interessant finde ich, das Che zwar ein erfolgreicher Revolutionär war, seine Leistungen als Politiker aber eher bescheiden waren (ich glaub, nach dem Sieg war er ne Weile lang Industrieminister). Darum hat er sich ja zu neuen revolutionären Heldentaten erst nach Afrika, dann nach Südamerika, dann ins jenseits abgesetzt...
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09.11.2007, 10:36
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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Zitat von MacX
@Mirko:
kannst du vielleicht Quellen posten, die die Morde belegen?
der Wikipedia Artikel zu ihm, klingt insgesamt sehr schönfärberisch... jeder Kritikpunkt wird mit einem "angeblich" versehen... ich weiß nicht, ob das all zu neutral ist.
Nein, habe leider keine schriftlichen Quellen.
Zitat von Tal0n
Soweit ich weiss war er für Todesurteile gegen Castrogegner beteiligt und selbstverständlich für Opfer des Guerrillakampfes. Ihn als Massenmörder hitlerschen Ausmaßes zu bezeichnen halte ich für arg gewagt. An Greuel gegen die Zivilbevölkerung war er nicht beteiligt. Da gab es noch ganz andere "Contrarevolutionäre" Verbrecher in Lateinamerika. Che Guevara hatte wohl das Glück nie lange genug an einem (sozialistischen,) diktatorischen Regime beteiligt gewesen zu sein um sich den Makel "Massenmörder" gefallen zu lassen.
Na ja, an Hitler kommt halt nur Staljin ran. Wollte ihr mir jetzt wirklich weißmachen dass Che ein guter Mensch war? Die "Opfer des Guerillakampfes", das waren doch die Massaker, oft wurden ganze Dörfer ausgelöscht nur um die anderen Menschen der Region für die Revolution zu gewinnen - auch wenn ich das schon oben schrieb.
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09.11.2007, 15:04
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politisch motiviert
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Registriert seit: 04.12.2006
Ort: Hier.
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Zitat von Mirko
Nein, habe leider keine schriftlichen Quellen.
Na ja, an Hitler kommt halt nur Staljin ran. Wollte ihr mir jetzt wirklich weißmachen dass Che ein guter Mensch war? Die "Opfer des Guerillakampfes", das waren doch die Massaker, oft wurden ganze Dörfer ausgelöscht nur um die anderen Menschen der Region für die Revolution zu gewinnen - auch wenn ich das schon oben schrieb.
Ich bin durchaus kein Fan von Che Guevara, aber ihm einfach Massaker an der Zivilbevölkerung ohne Belege zu unterstellen ist... naja für mich nicht ganz nachvollziehbar
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Geändert von Tal0n (09.11.2007 um 17:00 Uhr).
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09.11.2007, 19:41
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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Das ist keine Unterstellung, das ist Tatsache. Soll ich etwa alles was ich weiß, aber dass ich nicht gelesen habe verwerfen? Was ist mit den Leuten die nie ein Buch über den Holocaust gelesen haben, sollen die ihn etwa leugnen? - um es mal provokativ zu sagen.
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09.11.2007, 23:32
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Hoplit
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Nun, ich habe das Gefühl es geht euch nur darum eine Persönlichkeit zu verurteilen. Ich kann bisher noch keine sachlichen Argumente feststellen. Als Massenmörder ist Che Guevara bisher von niemanden dargestellt worden. Ich wüßte nicht welche Dörfer er ausgelöscht hätte. In einem Fernsehbericht über die Intervention in Afrika wird eher positiv über die Motive der Intervention von Kuba gesprochen. Die Intention war gut aber eher von einer naiven Vorstellung der Zusammenhänge in Afrika geprägt. Dem Che ist die Situation dort aus den Händen geglitten. Aber von kriminellen Akten ist mir bisher nichts bekannt. Deswegen würde ich die kubanische Revolution nicht mit Stalin oder mit dem Österreicher in einem Atemzug nennen.
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10.11.2007, 12:38
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Zitat von Mirko
Das ist keine Unterstellung, das ist Tatsache. Soll ich etwa alles was ich weiß, aber dass ich nicht gelesen habe verwerfen? Was ist mit den Leuten die nie ein Buch über den Holocaust gelesen haben, sollen die ihn etwa leugnen? - um es mal provokativ zu sagen.
Mit Tatsachen ist das so eine Sache; Ich machs mal einfach... es ist doch nicht schwer irgendwelche Belege und Quellen zum Holocaust zu finden, ohne gleich ein ganzes Buch zu lesen - liefer mir doch mal Belege und Quellen zu deiner "Tatsache" von Massakern an Dörfern.
@Jason: Eben, nur das er nach der Kubanischen Revolution als Scharfrichter und Mitverantwortlicher für "Besserungslager" gedient hat wirft schon einen Schatten auf seine Person.
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27.12.2007, 00:38
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Kaiser
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Registriert seit: 21.12.2007
Ort: München,bin aber ein Wiener
Beiträge: 10
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mich nervt es auch ,wenn so leute irgendein ein t-shirt von guevara haben
einige haben wahrhaftig keine ahnung was dieser mann getan hat oder wer er überhaupt ist....
ich muss zugeben ich bewundere teils che guevara und teils verabscheue ich ihn
er ist ein brillianter militärtheoretiker und hat den guerilla-kampf zu dem gemacht was dieser heute ist,anderseits ist er ein verbrecher
aber welcher berühmte mann der einiges bewegt hat ,kann seine hände in unschuld waschen?
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"Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich sofort das Lesen auf."
A.E.I.O.U
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27.12.2007, 08:04
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Ein Kunde von mir hat es kürzlich ganz gut definiert. Er meinte zu mir seine Tochter sei jetzt in der Che Guevara-Phase und genau das ist es, eine Phase in der Pubertät in der man dann auch solche T-Shirts trägt.
Viel interessanter finde ich das momentane massenhafte tragen von Palästinensertüchern. Symbolisierte es nicht früher mal Unterstützung für den palästinensischen Kampf gegen Israel?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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27.12.2007, 16:43
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 727
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Zitat von Wulfnoth
Viel interessanter finde ich das momentane massenhafte tragen von Palästinensertüchern. Symbolisierte es nicht früher mal Unterstützung für den palästinensischen Kampf gegen Israel?
Das stimmt, aber ist Geschichte. Heute ist das im Nahen Osten - außerhalb von Palästina selbst - nach meiner Wahrnehmung ein normales Kleidungsstück und die junge Generation weiß in der Regel auch dort gar nicht, was es mal bedeutete. Das hat man halt, so wie die Jeans.
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29.12.2007, 01:00
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
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Meine Tochter trägt das Arafat-Tuch auch. Aber auch eher aus modischen Gründen...
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