08.10.2008 - 02:27
Historik Forum
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  #1  
Alt 16.01.2006, 19:17
Benutzerbild von Anu
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Chinas Weg zur Weltmacht

China entwickelt sich ja zur neuen Supermacht des Ostens. China ist das Land, mit dem größten Wirtschaftswachstum zur Zeit. Wie kann es sein, dass ein Land, das 1945 in Trümmern lag und von Amerikaner und Japaner verwüstet worden war, sie in einer Spanne von 50-60 Jahren zu einer Supermacht entwickeln kann. Noch dazu da es ein (offiziell) kommunistisches Land ist. Alle reichen kommunistischen/sozialistischen Länder gingen zu Grunde (UdSSR, DDR), während China als ehemals armes Land unter dem Kommunismus aufblühte. Klar, die Arbeitskräfte sind günstig, aber das kann nicht der alleinige Grund sein, dann wärne Vietnam, Nepal, Laos, etc. jetzt auch Weltmächte. Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen.
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  #2  
Alt 16.01.2006, 19:39
Benutzerbild von Wulfnoth
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Eine stichhaltige These werde ich dir auch nicht liefern können. Doch ist es so dass die Nachfolger von Mao den "Kommunismus" sehr stark modifiziert haben (2004 wurde Privateigentum erlaubt und der Schutz dessen in die Verfassung geschrieben) und gleichzeitig keine Sperrung gegen den Westen betrieben haben. Dadurch bot sich für viele Firmen eine Investition in China an. Denn immerhin leben dort eine Milliarde Menschen von denen nicht alle arm sind. Investitionen wurden ja auch möglich nachdem in den 80ern Nicht-Staatliche-Unternehmen zugelassen wurden.
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  #3  
Alt 16.01.2006, 19:56
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Ich sage ja nicht, dass alle arm sind, ganz im Gegenteil, der Osten Chinas, vor allem die Küste zählen zu Asiens reichsten Regionen. Shanghai ist dabei, Tokyo den Rang als Asiens Metropole abzulaufen. Die Privatisierung ermöglichte Investitionen ja, aber auf bestimmten Gebieten, vor allem der Rüstung, gibt es ja immernoch Embargos.
Nichtsdestotrotz sind die amerikanischen Investitionen ein wichtiger Punkt, chinesische und amerikanische Wirtschaft sind mittlerweile aufeinander angewiesen. Aber es muss doch noch ein paar geopolitische Gründe geben. Wer sind Chinas "Verbündete" im asiatischen Raum? Südkorea und Japan zählen ja nicht unbedingt dazu.

Wann genau befand sich China eigentlich das letzte Mal im Krieg und wann das letzte mal gegen die USA (meinetwegen auch indirekt, wie z.B. im Vietnamkrieg)?
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  #4  
Alt 16.01.2006, 20:10
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Der letzte Krieg war glaube ich vor ca. 30 Jahren in Vietnam.
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  #5  
Alt 16.01.2006, 20:24
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Und Bündnisse? China gehört nicht zur ASEAN, right?
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  #6  
Alt 16.01.2006, 20:50
Benutzerbild von TigerMC
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meiner meinung liegt der aufstieg viel mit der einwohner zahl zusammen.
Sprich die investorenpsychologie ist dort super, jeder westliche investor träumt von einem riesenmarkt mit 1,3 mrd menschen, drum wird dort von überall her unglaublich investiert.
dazu kommen fast keine umweltauflagen, billige und gut qualifizierte arbeitskräfte. Dazu noch die intelligente wirtschaftspolitik der chinesen, die ausländisches kapital akzeptieren aber nur im tausch mit technologietransfer. Alles in allem sehr schlaue leute bei denen in der partei. Die sind echt unaufhaltbar.
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  #7  
Alt 16.01.2006, 22:21
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Vielleicht liegts an der grösse. Sie haben ihren eigenen Riesenreich ihr Markt reicht völlig aus.

Dazu eine überzahl von menschen das bedeutet viele menschen die sich für ein job anstellen also günstige preise

Auch haben die ne ganz andere Mentalität als wir, ich glaube wir können das gar nicht nachvollziehen, warum die so sind wie sie sind.

Und zu uns kommen ja auch nicht alle Nachrichten durch... ich glaube schon das die Extreme Probs haben aber halt nicht so offensichtlich. Auf die Dauer wirds da bestimmt zu einer Gravierinden veränderung kommen.

Und mit Verlaub der Maozismus ist um einiges Radikaler als Koomunismus. Freie Marktwirtschaft kann gar nicht die rede sein. Erst in den letzten jahrzehten wird investoren einigermassen erlaubt zu investieren...

Ich denke kommt uns nur so mächtig vor ist aber nicht als ein Koloss wie damlas Russland und wird auch noch seinen GAU erleben und ich hoffe das ich dann da nicht mehr Leben werde
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Wenn du dich klein , nutzlos, beleidigt und depressiv fühlst, denke immer daran; du warst einmal das schnellste und erfolgreichste Spermium in deiner Gruppe!

"Seid vor allem immer fähig,jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen.Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs." Che Guevara
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  #8  
Alt 16.01.2006, 23:42
Benutzerbild von Homer
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Die Wirtschaft von China steigt deshalb so rapide an weil sie fast nur billig Produkte verkaufen statt hochwertigere Produkte bestes Beispiel ist dieses achso billige aber gut aussehende Auto das für Schlagzeilen gesorgt hat. Man hat ja das Auto getestet und es war eines der schlechtesten Ergebnisse der Autosicherheit die man ünerhaupt jemals vergeben hat. Also ich würde mehr Geld für Sicherheit ausgeben statt eines solchen billigen Auto aus China das noch nichtmal was aushält.
Leider sind einige wirklich so blöd muss man wirklich sagen das sie weniger auf ihre Sicherheit und ihr Leben achten statt ein bisschen mehr Geld für bessere Sicherheit ausgeben.
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  #9  
Alt 17.01.2006, 02:52
Alterspräsident
 
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Beiträge: 262
Original von akinci
Ich denke kommt uns nur so mächtig vor ist aber nicht als ein Koloss wie damlas Russland und wird auch noch seinen GAU erleben und ich hoffe das ich dann da nicht mehr Leben werde
Deine Chancen stehen gut, daß Du das nicht mehr erlebst ...
Immerhin ist China die einzige der alten Hochkulturen, die bis heute als Großmacht überdauert hat. China wurde nie vollständig von außen besiegt - und in dem einen Fall (Mongolen) hat es die Eroberer letztlich assimiliert. Japan hatte übrigens nur kurze Zeit einen Teil des Landes besetzt.

Die Erklärung dafür ist wahrscheinlich nur zu verstehen, wenn man sich bewußt macht, daß die Chinesen (inklusive der assimilierten Bevölkerungsteile) sich von Alters her als die einzig wahren Menschen sehen. Dies ist nicht vergleichbar, mit den religiös begründeten "auserwählten Völkern", auch nicht mit sonstigen "rassischen Ideen" - sondern aus der jahrtausendealten Überzeugung, allen anderen "barbarischen" Völkern kulturell und auch sonst in jeder Hinsicht weit überlegen zu sein.
Chinesische Anthropologen vertreten sogar die These, die Chinesen stammen nicht vom Homo Sapiens Sapiens ab, wie alle anderen Menschen, sondern von einer eigen Art - dem Peking-Menschen.

Und wenn Du heute mit einem höflichen Chinesen über Kultur sprichst, so wird er Leistungen anderer Zivilisationen, anderer Völker anerkennen; solltest Du jedoch zu erkennen geben, daß Dir außer Konfuzius, Lao-Tse und Sun Tzu nix mehr einfällt - wird er ein unergründliches Lächeln aufsetzen ... und rat mal, was er dann denkt.

Aber vielleicht versteht man die ganze Denkweise, die Geduld und Duldsamkeit dieses Volkes einerseits, seinen Stolz, seinen Glauben an seine Überlegenheit und seine Tatkraft anderseits, wenn man sich mal ansieht, wie Chinesen sich selbst den gewaltigsten Herausforderungen stellen.

Nimm nur das Sanxia-Projekt - da läßt man schon mal rund 1,5 Mio Menschen umsiedeln und baut einen Staudamm nebst Kraftwerk (18 GW; dt. KKW Durchschnitt 1,2 GW).
Oder die derzeit insgesamt im Bau befindlichen Wasserkraftwerke - 50GW; eine Verdoppelung der aktuellen Stromproduktion. Weitere in Planung ...
Oder die "Große grüne Mauer" - Aufforstung einer Fläche, so groß wie Deutschland; in den 70ern begonnen und auf 80 Jahre projektiert. Jeder Chinese im Alter zwischen 11 und 60 ist verpflichtet, jährlich 3-5 Bäume zu pflanzen (ersatzweise Strafgebühr). Und das Projekt läuft weiter ...

Irgendwo hab ich mal gelesen: "Die Chinesen planen ihre Projekte immer gleich am Globus." Das mag dann Detailschwächen bei einzelnen Autos entschuldigen ...

Und zur Wirtschaftskraft: China ist nicht nur beim Bier die Nr. 1 der Produzenten, sondern auch bei Eisen, Stahl, Alu, Weizen, Reis, Kohle etc. Wirtschaftswachstum jährlich um die 10%. Dazu kommt eine Wirtschaftsstruktur, die zwar auch gravierende Nachteile hat - aber ein hohes Maß an Autarkie, nicht nur des Landes insgesamt, sondern auch der Regionen gewährleistet. (Was übrigens auch für Rußland gilt) Die Amerikaner (wie auch die meisten Europäer) wären ohne fremde Rohstoffe innerhalb kürzester Zeit am Ende.

Und nicht zu vergessen, die gesellschaftlichen Umwälzungen, die sie immer ohne nennenswert nachhaltige Rückschläge aus eigener Kraft vollzogen haben. Sowie eine moderne Armee von 2.5 Mio - für "Notfälle".

Also, wenn ihr mich fragt, welche der 3 "Supermächte" letztlich übrig bleibt, da halte ich es mit Mao:
"Der Drache sitzt auf dem Berg und sieht zu, wie sich die Tiger im Tal zerfleischen!"
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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  #10  
Alt 17.01.2006, 11:37
Benutzerbild von Argeados
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[i]Original von Grileg[/i
Die Erklärung dafür ist wahrscheinlich nur zu verstehen, wenn man sich bewußt macht, daß die Chinesen (inklusive der assimilierten Bevölkerungsteile) sich von Alters her als die einzig wahren Menschen sehen. Dies ist nicht vergleichbar, mit den religiös begründeten "auserwählten Völkern", auch nicht mit sonstigen "rassischen Ideen" - sondern aus der jahrtausendealten Überzeugung, allen anderen "barbarischen" Völkern kulturell und auch sonst in jeder Hinsicht weit überlegen zu sein.
Chinesische Anthropologen vertreten sogar die These, die Chinesen stammen nicht vom Homo Sapiens Sapiens ab, wie alle anderen Menschen, sondern von einer eigen Art - dem Peking-Menschen.

Und wenn Du heute mit einem höflichen Chinesen über Kultur sprichst, so wird er Leistungen anderer Zivilisationen, anderer Völker anerkennen; solltest Du jedoch zu erkennen geben, daß Dir außer Konfuzius, Lao-Tse und Sun Tzu nix mehr einfällt - wird er ein unergründliches Lächeln aufsetzen ... und rat mal, was er dann denkt.

Aber vielleicht versteht man die ganze Denkweise, die Geduld und Duldsamkeit dieses Volkes einerseits, seinen Stolz, seinen Glauben an seine Überlegenheit und seine Tatkraft anderseits, wenn man sich mal ansieht, wie Chinesen sich selbst den gewaltigsten Herausforderungen stellen.
Das kann ich so nicht bestätigen. Ein guter Freund von mir hat 14 Monate in China gelebt und seine Erzählungen behaupten eher das Gegenteilige.
Alle Westler dort werden wie Übermenschen empfangen und behandelt. Es gibt für ne Reihe Frauen dort nix besseres als mit nem Europäer zu schlafen. Einige Studenten warten sogar stundenlang vor den Hotels um "einen neuen westlichen Freund" zu gewinnen.
Momentan ist dort die Ehrfurcht vor dem Westen teilwese so groß, dass es richtig krankhaft wird.

Ein Typ kam zu meinem Freund und sagte: "Oh Österreich, Adolf Hitler ... ein großer Führer, großer Führer. Kannst du stolz sein ..."

EDIT:
Zu den Grünflächen:
China hat ein ungemein großes Umweltverschmutzungsproblem. Knapp 50% der dortigen Gewässer sind stark verschmutzt.

Zu den Rohstoffen:
China ist ebenfalls in höchstem Grade abhängig von Importen. Ohne diese könnten sie ihr Wachstum nie aufrechterhalten.
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  #11  
Alt 17.01.2006, 13:48
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Ein weiteres Problem das in China ja vorherrscht ist das niemand der dortigen Regierung in die Karten schauen kann. Wir wissen doch garnicht wie sehr die staatlichen Betriebe dort verschuldet sind etc.
Das Wirtschaftswachstum könnte sich, teilweise zumindest, als hohle Zahl entpuppen.
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  #12  
Alt 17.01.2006, 14:32
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das einzige in absehbarer zeit auf china wirklichs chwerweigend zukommende problem wird meiner meinung nach die rentenversicherung sein:
Mit der einkind politik wirste das system nicht aufrechterhalten können. Und 400mio rentner schafft auch kein staatsbudget. Dh da kommen meiner meinung nach wirkliche probs auf die zu. Alles andere werden se locker schaukeln
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  #13  
Alt 17.01.2006, 14:45
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Ein weiteres Problem ist die Gesundheitsversicherung und die Engergiepolitik.
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  #14  
Alt 17.01.2006, 14:49
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wo siehst du da die kommenden probleme konkret? Ich denke die gesundheitsversorgungw ird es auf niedrigem niveau weiterhin geben, praktisch mit einer minimalen grundversorgungd er rest privat und die leute werden net viel machen, da sie eh kein besseres absicherungssystem kennen.
Was die energiepolitik betrifft, wennste meinst dass se probleme haben werden genug strom/öl usw zu besorgen, da wiederspreche ich wehement. Öl ok das wird ausgehen, aber für alle gleichzeitig. kohle haben se soweit ich weiss recht viel, dh wenn se kräftig kraftwerke bauen, wir denen der strom net ausgehen und erdgas, nun ja, da muss man realist sein, die gasreichen länder wie russland, turkmenistan und iran sind in direkter nachbarschaft oder in militärischer reichweite, dh die werden sich die lieferungen schon zu sichern wissen...
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  #15  
Alt 17.01.2006, 15:41
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Ich glaube du unterschätzt die medizinische Versorgung in China ein wenig. Bisher war es so dass die Versorgung vom Staat oder von den Firmen garantiert wurde. Mit dem aufkommenden ausländischen Einfluss wird dieses System untergraben.
Was die Energie betrifft sind in China Stromausfälle in den Metropolregionen an der Tagesordnung weil das Netz vollkommen überlastet ist. Die Massen an Atomkraftwerke etc. die für uns selbstverständlich sind hat China einfach nicht.
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