02.12.2008 - 19:39
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  #1  
Alt 20.12.2005, 17:05
Plebejer
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 5
Doppelte Revisionspolitik

Hi,

wir haben im Geschichtsunterricht die Aufgabe bekommen Brünings Wirtschafts-, Sozial- und Außenpolitik, welche als "doppelte Revisionspolitik" beschrieben wird, zu erläutern und dazu Stellung zu nehmen.

Nun ist meine Frage, was darunter zuverstehen ist.

Zum einem kann ichmir denken, dass Brüning den Young-Plan revidieren wollte, jedoch stimmt das nicht mit dem Wort "doppelte" überein.

Ist mit der 2. Revisionspolitik die Rückgewinnung der oestlichen Gebiete zu verstehen (polnischer Korridor)?

Wenn nicht, kann mit bitte einer von euch sagen, was darunter zu verstehen ist, einfach nur sagen was Brüning angestrebt hatte?

Danke im Vorraus, weiss nicht ob es im richtigen Forum ist, sry :(
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  #2  
Alt 20.12.2005, 17:26
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.597
also das forum ist durchaus richtig, wir habend a auch ein paar anerkannte spezialisten dazu, nur zähle ich wirklich nicht dazu:(

PS Willkommen im HF
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C
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  #3  
Alt 20.12.2005, 17:45
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
also revisionspolitik allgemein? spielt das wort doppelt dabei vielleicht gar keine so große rolle? weil "doppelte revisionspolitik" wäre mir auch neu.
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  #4  
Alt 20.12.2005, 17:46
Benutzerbild von Scipio
Separatisto
 
Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
Moment, das schaue ich mal kurz nach.. Brüning und der Young plan habe nichts miteinander zu tun. Brüning verfolgte zwar eine Aufhebung des Reparationszahlungen. aber was besonderes hatte er nichts damit zu tun.
der Young plan handelte nur von den Reparationszahlungen. so as wie Ostgebiete wurde gar nicht angesprochen.
__________________
Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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  #5  
Alt 20.12.2005, 17:53
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
brüning wurde kurz nach annahme des young plans im märz 1930 reichskanzler. aber dasheißt nicht, dass er damit nichts zu tun hat, schließlich war er finanzexperte.
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  #6  
Alt 20.12.2005, 17:56
Plebejer
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 5
hi,

danke für das willkommen

ich hab bei google geguckt und dort gefunden, dass brüning versuchte den young plan zu revidieren, dies wäre die 1. revision.

Unabhängig von der 1. haette ich mir vorstellen koennen, dass brüning zudem versuchte die gebietsverluste im osten zu revidieren um so ostpreußen wieder an deutschland anzugliedern, allerdings bin ich mir da nicht so sicher.

ich glaube schon dass das wort "doppelte" wichtig ist, unsere lehrerin legt immer großen wert auf korrekte fragestellungen und zudem haette sie ja auch einfach nur revisionspolitik schreiben koennen, wenn das nicht so wichtig wäre...
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  #7  
Alt 20.12.2005, 18:06
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
also dann kann das nur heißen:

revision der wirtschaftlichen beschränkungen des deutschen reiches
sowie revision der politischen beschränkungen deutschlands, worunter dann selbstverständlich u.a. die rückgewinnung der ostgebiete ziel war.
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  #8  
Alt 20.12.2005, 18:14
Plebejer
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 5
sprich einmal die Revision der wirtschaftlichen Belastung sowie die Revision der außenpolitischen Isolation bzw. Entscheidungen der Siegermächte des 1. WK (Gebietsverluste)?
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  #9  
Alt 20.12.2005, 18:19
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
exakt, wobei ich statt isolation, was natürlich auch richtig ist, eher wiederherstellung des großmachtstatuses nennen würde
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  #10  
Alt 20.12.2005, 18:37
Plebejer
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 5
kay n kumpel hat mir grad das geschickt:

Die übergeordneten und langfristigen Ziele aller Regierungen zwischen 1919 und 1933 bestanden in der Rückgewinnung der politischen Stärke Deutschlands, in der Revision des Versailler Vertrags, vor allem in der Rückgewinnung der "urdeutschen" Gebiete und der damit verbundenen Korrektur des "unerträglichen" polnischen Korridors;
- bei der Erreichung dieser (übergeordneten und langfristigen) Ziele mußten bestimmte Faktoren berücksichtigt werden:
a) Die Isolierung Deutschlands durch den Krieg bzw. den Versailler Vertrag;
b) die Feindschaft Frankreichs, sein nahezu hysterisches Sicherheitsbedürfnis gegenüber Deutschland;
c) die Entstehung des politisch-gesellschaftlichen Gegensatzes zwischen der Sowjetunion und den Westmächten;
- im wesentlichen boten sich zwei Wege zur Erreichung der Ziele an:
a) Die Gewinnung eines oder mehrerer Bündnispartner zur Durchbrechung der außenpolitischen Isolation;
b) die Aussöhnung mit Großbritannien und besonders mit Frankreich, dem dafür ausreichende Sicherheitsgarantien gegeben werden mußten.

Stimmt so im groben mit dem überein was hier versucht wurde her zu leiten, ich danke euch
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  #11  
Alt 20.12.2005, 18:58
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
Soweit ich mich erinnere ging es ihm garnicht so sehr um die revidierung des Versailler Vertrages sondern mehr um die Revidierung der Reperationen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #12  
Alt 20.12.2005, 19:02
Plebejer
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 5
jo, werde es so umformulieren
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  #13  
Alt 20.12.2005, 19:02
Benutzerbild von Scipio
Separatisto
 
Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
Hab ich ja gesagt
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  #14  
Alt 20.12.2005, 19:24
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
wobei dies wahrscheinlich auch dazu beitrug, dass er nicht sonderlich beliebt im volke war. damals musste sich jede regierung daran messen lassen, ob sie es schaffte, bestimmungen des versailler vertrages ab zu schaffen.
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  #15  
Alt 20.12.2005, 20:45
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
Er war wohl eher nicht beliebt wegen seiner Politik der Steuererhöhung in Kombination mit Kürzungen der Leistungen des Staates. Dazu kamen seine fatalen Fehler in der Außenpolitik...
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