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08.09.2007, 13:43
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Napoleonische Kriege als Wendepunkt der Kriegsführung?
Kann man die napoleonischen Kriege als fundamentaler Wendepunkt in den Zielen eines Krieges betrachten?
Seit den Kabinettskriegen Ludwig XIV. hatten Kriege und vor allem Schlachten immer nur das Ziel des jeweiligen Gegner soweit zu treiben, dass ein günstiger Friedensvertrag geschlossen wurde. Selbst im dritten schlesischen Krieg hatten die Feinde Preußens nicht das Ziel die Hohenzollern vom Thron zu stoßen, sondern man wollte ihre Lande nur auf das absolute Kernland Brandenburg reduzieren.
Ähnliches lässt sich auch im spanischen Erbfolgekrieg beobachten. Immer ging es den Großmächten darum den eigenen Einfluss zu steigern oder zumindest zu bewahren, das Auslöschen einer anderen Großmacht war nie das Ziel.
Mit Napoleon kann man im Frieden von Tilsit eine erste Wendung beobachten. Preußen bleibt nur auf Bitten des Zaren bestehen. Dasselbe bei der Niederlage Napoleons, Koalitionstruppen marschieren bis nach Paris und diktieren Frankreich ihre Bedinungen. Die Beteiligung Frankreichs am Wiener Kongress kann darüber nicht hinwegtäuschen.
Das folgende Jahrhunderts ist verhätnismäßig stabil und Kriege hängen hauptsächlich mit der deutschen Einigung zusammen.
Den Höhepunkt findet diese Entwicklung aber im ersten und zweiten Weltkrieg (und auch in den Balkankriegen vor dem ersten Weltkrieg) bei denen zuerst Deutschland die alleinige Kriegsschuld aufgeladen wurde (sowas war vorher irrelevant) und es beim zweiten Mal bedinungslos kapitulierte.
Kann man also die napoleonischen Kriege als Wendepunkt in den Zielen eines Krieges zwischen (Groß-)Mächten betrachten?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.09.2007, 12:56
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Sowohl als auch.
Der Unterschied war vor allem die Motivation. Neben Macht gab es - wenn auch bis weiten nicht so stark wie bei heutigen Kriegen - den Antrieb durch die Ideologie, in dem Fall die Grundsätze der Französischen Revolution. Durch einen lapidaren Friedensvertrag lässt sich keine Ideologie verbreiten, eher durch in die Hand genommene Umformung.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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09.09.2007, 13:04
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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War Napoleon wirklich so beinharter Ideologe? Seine Einmischungen jenseits des Rheinbundes waren doch recht gering.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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