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07.03.2005, 14:54
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Die Österreichisch-Ungarische Monarchie
Hier habe ich viele Informationen über die Österreichisch-Ungarische Monarchie zusammengefasst:
Österreichisch-ungarische Monarchie (Österreich-Ungarn): Durch Abschluss des Ausgleichs mit Ungarn 1867 wurde das Kaisertum Österreich aus einem Einheitsstaat in eine Doppelmonarchie (Dualismus) umgewandelt. Die österreichische und die ungarische Reichshälfte wurden gleichberechtigte selbständige Staatsgebilde. Gemeinsam für beide Staaten waren das Staatsoberhaupt, die Auswärtigen Angelegenheiten, das Militär- und das Finanzwesen. Eine Währungs- und Zollunion bzw. ein alle 10 Jahre erneuertes Wirtschaftsbündnis gewährleistete die wirtschaftliche Einheit beider Länder. Die beiden Reichsteile waren: 1) "Die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder" (Cisleithanien): Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Krain, Küstenland (Görz-Gradisca, Triest, Istrien), Dalmatien, Böhmen, Mähren, Österreich-Schlesien, Galizien und Bukowina; sie unterstanden der Person des "Kaisers von Österreich". Die Sammelbezeichnung "Österreich" für diese Gebiete wurde 1915 offiziell. 2) "Die Länder der heiligen ungarischen Stephanskrone" (Transleithanien): Ungarn, Siebenbürgen, Kroatien, Slawonien und Fiume; an der Spitze stand der "apostolische König von Ungarn". - Dazu kamen die türkischen Provinzen Bosnien und Herzegowina, 1878 von der österreichisch-ungarischen Monarchie besetzt, 1908 als Reichsland einverleibt und vom gemeinsamen Finanzministerium verwaltet. Eine Verfassung für beide Reichsteile kam nie zustande. Die Verwaltung übten die Delegationen gemeinsam mit den verantwortlichen Ministern aus. Der Monarch verfügte über das gesamte Heer. Die Verfassung der österreichischen Reichshälfte beruhte auf den Staatsgrundgesetzen von 1867, jene der einzelnen Kronländer auf einem Dekret von 1861 (15 Landesordnungen). Der Monarch übte die gesetzgebende Gewalt gemeinsam mit dem Reichsrat, in Landesangelegenheiten mit den Landtagen der Kronländer aus. Der Reichsrat bestand aus dem Herrenhaus von 291 (1914) Mitgliedern und dem Abgeordnetenhaus von zuletzt 516 Mitgliedern (auf 6 Jahre vom Volk gewählt).
Die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie fällt fast zur Gänze in die Regierungszeit von Kaiser Franz Joseph I. (Franzisko-josephinische Ära). Nach Franz Josephs Tod (21. 11. 1916) übernahm sein Großneffe als Kaiser Karl I. (in Ungarn als König Karl IV.) das Reich.
Die österreichisch-ungarischen Monarchie war der zweitgrößte Staat (nach Russland) Europas und eine der entscheidenden Großmächte. Mit reichen Bodenschätzen, fruchtbaren Böden, vielseitiger Industrie, günstigen Verkehrswegen und Meereshäfen und einem Territorium, das den größten Teil des Donauraums mit den Ostalpen-, Sudeten-, Karpaten- und Adrialändern umfasste, war sie ein ideales Wirtschaftsgebiet: Aus den Alpenländern kam Holz, Vieh, Eisen und Salz, Industrieregionen waren besonders Wien, Niederösterreich und die Steiermark, die nördlichen Länder Böhmen, Mähren und Schlesien verfügten neben einer guten Landwirtschaft über Textil-, Eisen- und Nahrungsmittelindustrie sowie über Stein- und Braunkohlelager, Land- und Forstwirtschaft dominierten in Ungarn, Kroatien und Slawonien. Aufgrund der gegenseitigen Ergänzung der einzelnen Wirtschaftsräume war der Außenhandel der österreichisch-ungarischen Monarchie relativ gering. Sie war ein Vielvölkerstaat, und die daraus resultierende Nationalitätenfrage konnte trotz vieler Bemühungen (Föderalismus) nie gelöst werden und führte zum Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie am Ende des Ersten Weltkriegs. In Cisleithanien lebten 1910 35,5 % Deutschsprachige (im Gesamtgebiet 19,12 %), in Transleithanien 48 % Magyaren (im eigentlichen Ungarn 54,5 %, im Gesamtstaat 19,12 %), Tschechen und Slowaken stellten 16,5 %, Serben und Kroaten 10,5 %, Polen 10 %, Ukrainer 8 %, Rumänen 6,5 %, Slowenen 2,5 %, Italiener und andere 2 % der Einwohner. Nach Religionen gliederte sich die Bevölkerung in 77,7 % Katholiken, 8,8 % Evangelische, 8,7 % Orthodoxe, 4 % Juden und 0,8 % Anhänger sonstiger Bekenntnisse. Zu spät proklamierte Kaiser Karl am 16. 10. 1918 einen Nationalitätenbundesstaat. Die einzelnen Nationen schufen sich bereits selbständige Staaten oder schlossen sich Nationen außerhalb der Reichsgrenzen an. Deutschsprachige Abgeordnete des Reichsrats riefen als "deutschösterreichischer Nationalrat" die Republik aus (Erste Republik). Die Friedensverträge von Saint-Germain (1919 mit Österreich) und Trianon (1920 mit Ungarn) besiegelten die Aufteilung der österreichisch-ungarischen Monarchie unter die Nachfolgestaaten.
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick zum Thema Österreichisch-Ungarische Monarchie geben!
Also alles was Ihr über die Österreichisch-Ungarische Monarchie wissen wollt oder Wisst könnt Ihr hier hereinschreiben!
Quellen:
aeiou
Donaumonarchie
Gruss aus Wien
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09.03.2005, 19:34
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
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Interessanter Text, doch was in dem Text meiner Meinung (Ja ich bin Deutscher) fehlt ist zum einen die Tatsache wie der Titel Kaiserreich Österreich-Ungarn zustande kam und deren Rechtmäßigkeit.
Unter dem Druck Napoleon's zeigten die Habsburger Herrscher zum ersten Mal offiziell das ihnen das Heilige Römische Reich bereits völlig egal war, denn der Kaiser löste das Reich einfach auf und nahm die Kroninsignien mit nach Wien.
Erst einmal völlig "abnormal" das man einen Staat einfach so mirnichts dirnichts auflöst aber das in meinen Augen unschöne folgte ja erst danach.
Da der Kaiser nicht auf den Titel Kaiser verzichten wollte rief er einfach alle in Personalunion stehenden Staaten unter Habsburgherrschaft zum Kaisertum aus.
Zusätzlich übernahm er noch einen Titel aus dem Titel des Hl. Römischen Reichs.
Was die Habsburger aber nur ungern sehen ist die Tatsache, dass sich die anderen Staaten unter Habsburgerherrschaft nicht als Teil dieses Kaisertums gesehen haben!
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.03.2005, 19:36
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Original von WulfnothWas die Habsburger aber nur ungern sehen ist die Tatsache, dass sich die anderen Staaten unter Habsburgerherrschaft nicht als Teil dieses Kaisertums gesehen haben!
Naja da hast du recht!
Deshalb wurde der 1. Weltkrieg ja so "schnell" beendet weil keiner mehr für die Monarchie sterben wollte!(Ganze Regimenter Dessatierten...)
Gruss aus Wien
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09.03.2005, 19:42
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
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Im Prinzip konnte ide Monarchie auch nur deshalb solange überleben, weil der Einheitswille unter den anderen Völkern fehlte.
Man sagt heute den Ungarn nach, dass damals in den Köpfen der meisten Menschen in Ungarn der Gedanke rumkreiste:
"Sollen doch alle anderen Länder zum Kaisertum gehören! Wir garantiert nicht!"
Dieser Satz beschreibt den Zustand in meinen Augen sehr gut!
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.03.2005, 19:46
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Original von Wulfnoth
Im Prinzip konnte ide Monarchie auch nur deshalb solange überleben, weil der Einheitswille unter den anderen Völkern fehlte.
Man sagt heute den Ungarn nach, dass damals in den Köpfen der meisten Menschen in Ungarn der Gedanke rumkreiste:
"Sollen doch alle anderen Länder zum Kaisertum gehören! Wir garantiert nicht!"
Dieser Satz beschreibt den Zustand in meinen Augen sehr gut!
Meines Wissens nach waren es besonders die Ungarn die in der Zwischenkriegszeit die Monarchie zurückhaben wollten!
Gruss aus Wien
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09.03.2005, 19:49
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
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Im Nachhinein ist man häufig schlauer.
Gegen Ende der Nazi-Dikatatur wollte man auch gerne Weimar zurück obwohl '33 kein Mensch einen Finger für die Republik gerührt hat.
Gab es eigentlich diesen Plan von bezüglich der Österreichischen Nachkriegsordnung mit Ungarn zusamen wirklich?
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.03.2005, 19:53
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Original von Wulfnoth
Gab es eigentlich diesen Plan von bezüglich der Österreichischen Nachkriegsordnung mit Ungarn zusamen wirklich?
Ja den gab es, der Stammte von Churchill!
Gruss aus Wien
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09.03.2005, 19:57
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
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Weißt du was genaueres darüber?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.03.2005, 19:58
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Original von Wulfnoth
Weißt du was genaueres darüber?
Ja ich mach dann einen eigenen Thread darüber auf, da es ja hier nicht reinpasst!
Gruss aus Wien
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20.12.2007, 08:46
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Plebejer
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Registriert seit: 20.12.2007
Beiträge: 2
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Hallo!
Du siehst in diesem Bereich gut zu sein. Nach Weichnachten soll ich meine Diplomarbeit verteidigen, ich bräuchte einige Thesen: Prozess der Modernisierung Deutschlands im Kaiserreich (19.Jh.) Bedeutung der bürgerlichen Revolution für die deutsche Einheit und Verfassungsgeschicjhte. Weißt du (oder jemand) irgendetwas darüber?
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20.12.2007, 09:48
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.033
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Wenn du Wien meinst, dann wirst du da kein Glück haben. Der ist schon vor langer Zeit aus dem Forum verbannt worden.
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