Er kam auf den Thron als 1714 der Spanische Erbfolgekrieg zu Ende ging:
Also es war so
1700 starb der letzte spanische König des Hauses Habsburg, Karl II., ein schwacher und kranker König - ich glaube am 1. September hauchte er sein leben aus.
Nun müssten die österreichischen Habsburger der Theorie nach auf den Thron folgen, da sie die nächsten Verwandten waren

- denn nicht nur war dies eine familie, es war auch tradition, dass stehts cousin sozusagen cousine heiratete...Inzucht vom feinsten

!!!
Dummerweise hat diese Regel einer seiner Vorgänger gebrochen, und seine Tochter einem französischen König angeheiratet. So waren auch die Bourbonen mit diesem letzten König Spaniens verwandt.
Zusätzlich regierte zu diesem Zeitpunkt Ludwig XIV. in Frankreich, der, wenn auch schon betagten Alters, immer noch von der ultimativen Weltbeherrschung durch Frankreich träumte


! Also lies der französische König seinen Anspruch am spanischen Thron vermelden und zwar für seinen zweiten Enkel Philipp von Anjou, der, unglücklicherweise in der allerletzten Fassung des Testamentes als Erbe eingesetzt war.
Dies war jedoch kein Grund, dass damit der Streit gelöst war - denn es war ein offenes Geheimnis, dass in den letzten Tagen Karls II., französische wie österreichische Gesandte aus und ein gingen und den König zu beinflussen trachteten - und ob dieses letzte Testament jetzt echt war oder nicht...wer weiß

- jedenfalls war nun Spanien bereits ohne könig, und die Großen des Landes wünschten einen neuen König.
Da aber keine Seite bereit war, einfach so klein bei zu geben, und es hier immerhin um ein Land reich an Kolonien ging, sprachen alsbald Taten - So entsandte Leopold I., König und Kaiser von Österreich bzw. HRR, seinen Sohn Karl nach Spanien, der in Barcelona seine Regierungszeit als König von Spanien begann.
Ludwig XIV. ließ diesen Affront nun nicht einfach so geschehen, sondern befahl seinen Armeen zu marschieren - und sie marschierten. Holland, kleine Teile Deutschlands (frz. Grenze), Norditalien und Spanien wurden Kriegsschauplatz. Philipp von Anjou kämpfte im Süden, sein Großvater im Norden. Doch auf der Seite Österreichs entschied sich Holland zu kämpfen und - ganz wichtig - Großbritannien. Diese Staaten waren keine Habsburgfans - aber sie hatten kein sonderliches Interesse daran, dass die französiche Hegemonie noch stärker würde!!!Großbritannien war stets für ein Gleichgewicht am Kontinent interessiert, und der Begriff "Kontinentaldegen" war stets populär in der englischen Politik

- doch was hatte es mit Holland auf sich?
Holland war ein kleines Land, dass zu dieser Zeit unweigerlich, über das Spanische Belgien an Frankreich grenzte. Da Spanien in der Hand der Habsburger war, und diese stets natürliche Gegner Frankreichs waren (Vorherrschaft in Europa), war dies wie eine Schutzzone - doch wie würde sich das ändern, wenn Spanien bourbonisch würde? Holland hatte also sehr großes Interesse an einem habsburgischen Spanien

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Unweigerlich konnten aber selbst die Armeen des großen Louis gegen eine Übermacht von 3 Großmächten nicht bestehen...nach Anfangserfolgen folgten große Niederlagen - denn auf der Seite Frankreichs stand nur Bayern (das auch Thronansprüche hatte aufgrund einer Heirat, diese aber an Frankreich abgab, gegen Gewinne in diesem Krieg

!) - die Schlacht von Höchstädt brach den Kampfgeist der Franzosen - Prinz Eugen von Saoyen bewieß sich hier das erste mal als genialer Feldherr!! - und mitsamt den leeren Kassen war Frankreich zum Frieden unter allen Bedingungen bereit....
Jetzt kam aber die schicksalhafte Wendung...
Leopold I. hatte 2 Söhne, nach seinem Tod, war unweigerlich der älteste Joseph, auf den Thron Österreichs gelangt, während sein Bruder Karl - wie wir schon wissen - mittlerweile in Spanien ist. Plötzlich jedoch erkrankt der junge König und Kaiser Joseph I. schwer...über nacht ist er Tod, und folgt nach kurzer Regentschaft dem alten Kaiser Leopold ins Grab....
Als Karl davon erfährt, befinden sich weite Teile Spaniens in seiner Hand - ganz Aragon und weitere Teile! - doch muss er unweigerlich nach Österreich zurückkehren....und plötzlich ist dieser Karl wie sein berühmter Vorgänger Karl V. König von Spanien, Kaiser des HRR und König der österreichischen Besitzungen - sprich König von Böhmen, den "freien" Teilen Ungarns und Erzherzog von Österreich.
Als man in Holland und England davon erfährt, ist man beunruhigt - plötzlich droht eine andere Hegemonie - die der Habsburger - wieder zu erstehen. England handelt umgehend, und man schließt überhastet den Frieden von Utrecht der eine Teilung der Besitzungen vorsieht (1713). Österreich unter dem neuen Kaiser Karl VI. ist aber nicht gewillt einfach so aufzugeben, und kämpt mit allen Mitteln weiter - doch er steht nun ohne Englands Hilfe da, und so bald auch ohne Geld...auch er muss Frieden schließen und es kommt zum Frieden von Radstatt.
Spanien wird geteilt, die Hauptlande fallen an Philipp V. - der eine eigene Dynastie begründet, die sich nie mit Frankreich vereinen darf!!! - dies alles samt Kolonien. Und alle europäischen Besitzungen außerhalb Spaniens an Karl VI.
Philipp selbst hatte so schnell nich mit einer Krone gerechnet - doch wollen wir die Wikipedia-Bibliothek sprechen lassen - sie sagt die Wahrheit

!!!
http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_V._%28Spanien%29
und zum SEK:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spanischer_Erbfolgekrieg
Soo..ich hoffe ich hab Dich nich erschlagen...wollte Dir nur mal die Umstände darlegen, wie es zu seinem Regierungsantritt kam
Hoffe Du vergibst mir





!!!
mfg
Baldu