02.12.2008 - 20:30
Historik Forum
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  #1  
Alt 22.10.2005, 15:02
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Es wäre mal eine interessante Frage weshalb der Absolutismus in Frankreich nach Ludwig so schnell scheiterte.
Im Prinzip hatten sich die politischen Umstände nicht zu sehr verändert. Das HRR war nach wie vor schwach und auch die hohe Staatsverschuldung nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg dürfte nicht so katastrophal gewesen sein, da man ja auch unter Ludwig XIV. eine hohe Staatsverschuldung und verlorene Kriege überstanden hatte.
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  #2  
Alt 22.10.2005, 18:34
Benutzerbild von TigerMC
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nun zwei fragen wann war das genau und was war der absolutismus genau, damit ich weiss um was es geht denn auf dem gebiet bin ich ne null
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  #3  
Alt 23.10.2005, 15:04
Konsul
 
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ich denke, so viel negatives wie man über Ludiwg XIV. denkt, war er doch ein ganz gerissener, bzw. fähiger Herrscher, er hat die Fähigkeiten des Staates zwar, auf Kosten der BEvölkerung, eindeutig überspannt, aber er hatte über das alles noch die Kontrolle, sonst wäre es vermutlich schon damals zur Reolvution gekommen.
So viel ich weiß, stammen die "Querdenker" der franz., Revolution, aus dem Bürgertum oder dem Adel...und denen ging es ja nicht so schlecht wie dem Bauern oder normalen Menschen in Frankreich, ausserdem wurden die ja von Ludwig an den Hof geholt, und damit auch kontrolliert.
Ich denke also, dass es an der Person Ludwigs XIV. lag, dass es zu keiner Revolution kam, aber dass es dann dazu kam, als kien so fähiger Mann mehr auf dem Thron saß.
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  #4  
Alt 23.10.2005, 15:21
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Original von TigerMC
nun zwei fragen wann war das genau und was war der absolutismus genau, damit ich weiss um was es geht denn auf dem gebiet bin ich ne null
Der Absolutismus ist eine vornehmlich westeuorpäische Herrschaftsform in der der König außerhalb der Gesetze steht und absolut herrscht. Er wird von niemandem eingeschränkt und ist von Gott eingesetzt.
Wichtige Staatstheoretiker des Absolutismus sind Machiavelli, Bodin und Hobbes. Nebenbei gibt es noch den aufgeklärten Absolutismus der in Österreich und Preußen praktiziert wurde.

Aber Philipp meinst du nicht dass es etwas zu einfach wäre es alles nur an der Person Ludwig XIV. festzumachen? Sicher war er ein großer Herrscher, der auch die nötige Durchsetztungskraft hatte aber vielleicht sollte man auch noch die Spätfolgen des Merkantilismus bedenken.
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  #5  
Alt 23.10.2005, 15:51
Benutzerbild von Samurai
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hallo

also meiner meinung nach, war der absolutissmus, zum scheitern verurteilt worden viel früher schon, und auch noch da wo diese 4 leute da diese Thesen aufstellten (hab jetzt ihre namen vergessen , ich hoffe ihr wisst wenn ich meine) wurd das es allen klar.

Also die stuern die dauernd erhöht wurden und immer mehr unnötige steurn drauf kamen wie z.B. "Fenster Steuer" und dann gabs Hungersöte und die Adligen hatten weniger probleme (ok so wars überrall) aber das der Ludwig lange auf seinem Thron absolute Monarchie durzieht, konnten die Bauern nciht mehr ab...

ich weiß zwar nicht mehr, aber kann es sein das er geköpft wurde??? klärt mich bidde auf :P
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  #6  
Alt 23.10.2005, 16:06
Benutzerbild von TigerMC
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Original von Wulfnoth
Der Absolutismus ist eine vornehmlich westeuorpäische Herrschaftsform in der der König außerhalb der Gesetze steht und absolut herrscht. Er wird von niemandem eingeschränkt und ist von Gott eingesetzt.
Wichtige Staatstheoretiker des Absolutismus sind Machiavelli, Bodin und Hobbes. Nebenbei gibt es noch den aufgeklärten Absolutismus der in Österreich und Preußen praktiziert wurde.

Aber Philipp meinst du nicht dass es etwas zu einfach wäre es alles nur an der Person Ludwig XIV. festzumachen? Sicher war er ein großer Herrscher, der auch die nötige Durchsetztungskraft hatte aber vielleicht sollte man auch noch die Spätfolgen des Merkantilismus bedenken.
ok danke, jetzt weiss ich was absolutismus ist
Dh ich wusste es auch so nur wusste ich nicht dass man dieses system welches ja eigentlich das vorherrschende system in europa war absolutismus genannt wird.
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  #7  
Alt 23.10.2005, 16:16
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ein weiterer Punkt ist vermutlich dass der absolutistische Staat und die Gesellschaft die Strukturen die sich im Mittelalter gebildet hatten aushöhlte, aber keinen Ersatz dafür schuf. So z.B. das Ständesystem.
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  #8  
Alt 23.10.2005, 18:16
Konsul
 
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ich machte meinen punkt daran fest, dass er nach Ludwig dann endgültig endete in Frankreich. In Frankreich musste es ja zum Kollaps kommen, Ludwig zögerte den nur raus.

Und, Smaurai, den den du meinst, ist Ludwig der XVI., nicht Ludwig XIV., das ist ein andrer...und so einfach, dass die Bürger keine Lust mehr auf einen König haben, ist es auch nicht, da spielten mehrer Faktoren eine Rolle, das das Bürgertum/bauerntum aufbegehrt hat...z.B. Staatsbankrott oder die Aufklärung, also wurde das ganze eher von einer "geistigen" Elite und der Misere des franz. Staates "begonnen", sage ich jezt mal (^^)
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  #9  
Alt 23.10.2005, 19:23
Benutzerbild von Samurai
Großkönig Persiens
 
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ja achso , dank dir
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  #10  
Alt 20.11.2005, 00:04
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Gründe:
-der Staat war bankrott
-dem Volk ging es dreckig
-am Hofe lebte man in Saus und Braus
-der Adel wollte mehr Macht

Fördende Faktoren:
-Gütmütigkeit Ludwigs XVI (er war ein zu lascher Herrscher)
-Aufklärung

Auslöser:
-Ballhausschwur
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  #11  
Alt 20.11.2005, 10:09
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Kann man als Auslöser nicht auch schon die Einberufung der Generalstände betrachten? Diese zeigen ja bereits dass der Absolutismus in seiner absoluten Form gescheitert war.
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  #12  
Alt 20.11.2005, 11:57
Benutzerbild von Anu
Anu Anu ist offline
Stop 1984
 
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Beiträge: 232
Naja, ist Ansichtssache. Man muss bedenken, dass die Generalstände eine Farce waren. Die Macht des Königs war durch sie keineswegs gefährdet. Soweit ich weiß musste der König die Entscheidungen der Generalstände nicht mal akzeptieren. Von daher ist der Auslöser für den Niedergang der Ballhausschwur und die Erklärung des 3. Standes zur Nationalversammlung.
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  #13  
Alt 27.04.2006, 00:15
Plebejer
 
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In diesem Zusammenhang finde ich es immer wieder interessant, dass das absolutistische Frankreich die junge amerikanische Demokratie unterstützte und von diesen Ideen zerstört wurde. Vielleicht war das auch ein Grund für den großen Widerstand der anderen europäischen Herrschaftshäuser gegen die französische Republik.

Während England zwar geschwächt aus dem Unabhängigkeitskrieg ging, befand es sich trotzdem am Vorabend der Industrialisierung. Die Weberaufstände waren ein Indiz dafür, dennoch konnte sich das System halten. Was tatsächlich das Argument unterstützt, dass Ludwig zu "lasch" war.
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  #14  
Alt 24.12.2007, 01:39
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
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Beiträge: 408
Zitat von philipp-daimon Beitrag anzeigen
...und so einfach, dass die Bürger keine Lust mehr auf einen König haben, ist es auch nicht, da spielten mehrer Faktoren eine Rolle, das das Bürgertum/bauerntum aufbegehrt hat...z.B. Staatsbankrott oder die Aufklärung, also wurde das ganze eher von einer "geistigen" Elite und der Misere des franz. Staates "begonnen", sage ich jezt mal (^^)
Ich denke auch nicht, dass die Französische Revolution aus einer Abneigung gegenüber dem König hervorging. So sah die von der Nationalversammlung ausgearbeitete Verfassung eine konstitutionelle Monarchie vor, mit dem amtierenden König an der Spitze. Zudem hatte die arme Bevölkerung durch Hungersnöte und die Steuerlast genug andere Probleme, als sich mit dem Umsturz des Systems zu beschäftigen.
Die einzigen, die nicht nur ein wirkliches Interesse hatten eine Änderung der bestehenden Ordnung herbeizuführen, sondern auch dazu in der Lage waren, waren die Angehörigen des Großbürgertums: Zwar waren diese sehr wohlhabend, doch hatten sie weit weniger Rechte als der Erste oder der Zweite Stand, deren Angehörige nicht selten verarmt waren. Und da sie sich nicht keine großartigen Gedanken darüber machen mussten, wie sie über die Runden kommen sollten und auch sehr gebildet waren, konnten sie gegen das System aufbegehren, um dadurch größere Freiheiten zu erlangen.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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