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13.12.2007, 15:24
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nobodys fault
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Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 322
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Flavius Claudius Iulianus (Julian Apostata)
Schneller Einstieg:
Julian wurde als Sohn des Julius Constantius, eines Halbbruders Konstantins des Großen, und seiner zweiten Frau Basilina, die Tochter des ägyptischen Prätorianerpräfekten Iulius Iulianus war, 331 n.Christi geboren.
Er knüpfte in seiner Jugend schon bald Kontakte zu Neuplatonikern.Am 6. November 355 wurde er von Constantius II., als neben dem Kaiser letztes noch lebende Familienmitglied, zum Caesar ernannt.
Daraufhin heiratete er die Kaiserschwester Helena und ging nach Gallien. Dort kämpfte er gegen die Germanen ,die, besondes die Allemannen, mehrmals Gallien überfielen. Im Sommer 357 musste Julian dann seine Feuerprobe als Heerführer bestehen, die Schlacht von Argentoratum, die er auch gewann.
Doch kam es zum Konflikt mit Constantius II, als dieser von Julian Truppen für den Krieg gegen die Sassanieden verlangte.So ursopatierte Julian, und es kam zum Kampf mit Constantius II.
Doch dieser versarb bevor es zur Entscheidungsschlacht kam. Damit wurde Julian Kaiser und versuchte das Christentum zugunsten des Heidentums zurückzudängen, womit er allerdings nicht sonderlich erfolgreich war.Schliesslich startete er einen Feldzug gegen die Sassanieden, und schaffte es bald einige Erfolge zu erringen und stand dann soger vor Kthesphion der Hauptstadt der Sassanieden.Doch hatte er kein Belagerungsgerät mitgeführt und musste nun umkehren.Auf dem Rückzug kam es zur Schlacht von Maranga die mit einem geordneten Rückzug der Perser endete. Nur vier Tage nach dem Gefecht, am 26. Juni 363, wurde Julian bei einem weiteren Zusammenprall der beiden Heere tödlich verwundet,ob die Waffe von einem Perser oder einen Christen kam blieb unentdeckt, damit war der römische Feldzug endgültig gescheitert.
Meine Fragen zu Julian sind:
1.ob er es hätte schaffen können das Heidentum wieder dauerhaft zur Staatsreligion zu machen?
2.ich hab wo gelesen er hätte in der Schlacht von Maranga seine Truppen in der Art einer Phlanax aufgestellt, kann des stimmen?(bin da misstrauisch)
3.würdet ihr seine Regierung als eher positiv oder negativ sehen?
4.gibts irgendwo eine empfehlenswerte Julian Biographie?
__________________
Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie 
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.
und Ordograffi feler kan der fiender bealten 
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BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
Geändert von Nichts (13.12.2007 um 16:59 Uhr).
Grund: kommata...+Todesdatum
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13.12.2007, 17:34
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 739
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Zitat von Nichts
1.ob er es hätte schaffen können das Heidentum wieder dauerhaft zur Staatsreligion zu machen?
2.ich hab wo gelesen er hätte in der Schlacht von Maranga seine Truppen in der Art einer Phlanax aufgestellt, kann des stimmen?(bin da misstrauisch)
3.würdet ihr seine Regierung als eher positiv oder negativ sehen?
4.gibts irgendwo eine empfehlenswerte Julian Biographie?
1. Ich würd sagen, nein; er hats ja versucht, er hats nicht geschafft, dafür wirds Gründe geben. Die alte römische Religion war zu seiner Zeit tot.
2. Was spricht dagegen? In gewisser Weise kämpften Legionäre immer in einer Art Phalanx (also einer ein dichter Formation mit Schilden); die Verfeinerung des Ganzen zur Kohortentaktik (die damals wohl schon wieder der Vergangenheit angehörte) schaffte es v.a., verschiedene solcher taktischen Körper zu koordinieren, nicht nur einen, wie das bei derklassischen Phalanx der Fall war.
3. Weiß ich zuwenig drüber... Aber seinen Versuch, die alte Religion wieder einzuführen, ist mirirgendwie sympathisch, trotz fehlendem Erfolg.
4. I realy don't know...
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13.12.2007, 20:35
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zur Phalanx:
Im Prinzip beschreibt dass es nur eine besonders enge Schlachtformation und erst im weiteren die spezielle girechisch/makedonische Taktik.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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15.12.2007, 00:16
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Quaestor
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Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
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16.12.2007, 13:23
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nobodys fault
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Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 322
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Zitat von Bruckner
Danke, des zweitere steht ab jetzt schonmal auf meiner Weihnachtsliste.
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und Ordograffi feler kan der fiender bealten 
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BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
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18.12.2007, 13:23
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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Zitat von Nichts
Meine Fragen zu Julian sind:
1.ob er es hätte schaffen können das Heidentum wieder dauerhaft zur Staatsreligion zu machen?
2.ich hab wo gelesen er hätte in der Schlacht von Maranga seine Truppen in der Art einer Phlanax aufgestellt, kann des stimmen?(bin da misstrauisch)
3.würdet ihr seine Regierung als eher positiv oder negativ sehen?
4.gibts irgendwo eine empfehlenswerte Julian Biographie?
1. Kommt darauf an was du unter Heidentum verstehst. Die alte römische Religion (mit Jupiter und so) war - wie Thersistes schon sagte - zu seiner Zeit bereits Geschichte. Er war ein Anhänger eines philosophsichen Sonnenkultes. Er war dem Christentum gar nicht mal so abgeneigt. Er hat zB die christliche Lebensweise gelobt (bzw. so wie die Christen leben sollten). Das hätte wahrscheinlich auch nicht geklappt, in der Geschichte lässt sich der status quo ante nun mal nicht herstellen.
2. wurde schon gesagt
3. Eher positiv. Er hat schließlich ein paar gute Reformen durchgeführt. So hat er zB in Gallien die Verwaltung gestrafft (eine äußerst beachtliche Leistung) und er hat auch erfolgreich gegen die Germanen gekämpft. Nun war aber sein Rhetorenedikt sogar bei Heiden auf Ablehnung gestoßen. Seine Argumentation entbehrt zwar nicht einer gewissen Logik, ist aber dennoch schief.
4. keine Ahnung. Allerdings wissen wir über kaum eine antike Person so gut Bescheid wie über Julian. Irgend etwas gutes muss es geben.
Ich habe mich vor ein paar Tagen gefragt, wieso er "Apostata" genannt wird. Er ist ja im Grunde nur zu seinem Glauben zurück gekehrt. Das Rhetorenedikt war zwar nicht in Ordnung, aber ich würde ihn deswegen nicht verdammen. Villeicht ist es aber auch gut dass er so früh den Löffel abgegeben hat. In späteren Jahren - wenn er dem Cäsarenwahn erlegen wäre - hätte er möglicherweiße wieder Christenverfolgungen durchgeführt. (wäre, hätte,...)
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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27.01.2008, 18:19
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Plebejer
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Registriert seit: 16.12.2007
Beiträge: 8
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Ich habe mich vor ein paar Tagen gefragt, wieso er "Apostata" genannt wird. Er ist ja im Grunde nur zu seinem Glauben zurück gekehrt. Das Rhetorenedikt war zwar nicht in Ordnung, aber ich würde ihn deswegen nicht verdammen. Villeicht ist es aber auch gut dass er so früh den Löffel abgegeben hat. In späteren Jahren - wenn er dem Cäsarenwahn erlegen wäre - hätte er möglicherweiße wieder Christenverfolgungen durchgeführt. (wäre, hätte,...)
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Zu diesem Zitat, zu der Frage warum "Apostata":
Die spätere römische Geschichtsschreibung, und die wurde eben von Christen geschrieben, fällte das Urteil. Und da betrachtet man einen solchen Herrscher, der mit der "höchsten Wahrheit" brechen wollte, eben als "Abtrünnigen".
Aber Deine Argumente in dieser Richtung kann ich absolut nachvollziehen.
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27.01.2008, 18:43
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von Leto
wenn er dem Cäsarenwahn erlegen wäre
Der berühmte Caesarenwahn ist eine sehr populärwissenschaftliche These die so nicht belegt ist. Fakt ist nur, dass Macht auf die Dauer korumpiert, das trifft aber auch auf viele demokratische Regierungschefs unserer Zeit zu.
Die Zahl der wirklich geisteskranken römischen Herrscher ist im Verhältnis zur Anzahl aller Herrscher lächerlich gering und es sind bei weitem nicht diejenigen die besonders lange geherrscht haben.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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28.05.2008, 11:56
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Plebejer
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Registriert seit: 20.05.2008
Ort: Eberswalde
Beiträge: 36
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"Das Heidentum" gab es ja eigentlich nicht, es gab die vielen Kulte die sich locker um den griechisch-römischen Staatsmythos und die Olympischen Götter gruppierten. Die Ägyptische, Syrische und einige ursprünglich keltische Götter wurde da hinein noch importiert. Auf dem Vormarsch im "Heidentum" war die neuplatonische und plotinische Richtung das zwar die unterschiedlichen Götter verehrt wurden, das aber nur Religionstradition sei (so wie die Christen ja unzählige Märtyrer als Heilige verehrten), letztlich aber alle Götter nur Ausdruck "Des Einen" seien. Einer großen Kraft dahinter, die so abstrakt sei das man sie nicht beschreiben könne. Also auch das Heidentum war schon sehr weit auf dem Weg zum Monotheismus, im Kern jedoch sehr flexibel und vor allem offen und tolerant. Nur die Jüdisch-Christliche Glaubenslinie sperrte sich dagegen und beharrte auf ihrem "einen" Gott.
Julian glaubte das das religiös heterogene Reich mit einer toleranten und in sich vielfältigen Staatsreligion besser fahren würde als mit einem Christen Monopol wie es sich abzeichnete. Das gerade nach der Privilegierung des Christentums, sich dieses schnell in völlig zerstrittene Konfessionen zerlegte, lies es Julian als nicht einheitsstiftend erscheinen. Das in sich (scheinbar) geschlossene Judentum schien ihm da praktikabeler, auch wenn er dessen Inkompatibilität zu allen anderen Kulten nicht gut hiess.
Julian hat die Christen nicht verfolgt und sie auch nicht durch aufzwingen eines Kaiserkults provoziert, er hat sie im Grunde nur gezwungen die geplünderten Tempelschätze teilweise zurückzugeben und keine Tempel mehr einzureissen. Aus moderner Sicht alles sehr ehrenwert, als mittelalterlich-Christlicher Sicht unerhört.
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