21.11.2008 - 23:17
Historik Forum
Persönlichkeiten Der Bereich für die Personen unserer Geschichte.
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  #1  
Alt 03.06.2006, 17:27
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.454
Gab es Männer die Geschichte schrieben?

Hallo,

Jeder kennt ja diese Figuren, denen man immer wieder Begegnet. Napoleon, Hitler, Caesar, Karl der Große, Wilhelm II. (Liste ohne jege sinnvolle Abfolge).

Die Frage ist: Gab es Personen die geschichte schrieben, d.h. die geschichtlichen Abläufe extrem gestallteten oder schrieb die jeweilige Zeit ihre Geschichte und in den Geschichtsbüchern und den Gedächtnissen der Menschen bleiben immer nur Figuren als Symbole für diese Zeit hängen?

Gruß
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #2  
Alt 03.06.2006, 18:59
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.065
Ich würde mich sehr wohl dafür aussprechen, dass es solche Menschen gab.

Es ist nicht allein ihr Verdienst, wie oft behauptet wird, aber schlussendlich waren es doch gewisse Menschen, die ihre Macht nutzten um gewisse Dinge zu bewegen.
Wäre ein Stotterer und geistig verwirrter auf dem Thon Alexander des Großen gesessen, hätte Makedonien wohl kaum die gesamte Welt erobert.

Also JA, es gibt Personen die Geschichte schrieben. Meine Meinung ...
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  #3  
Alt 03.06.2006, 19:10
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.454
Man könnte jetzt aber dagegen halten, dass gewisse Epochen zwanghaft dazu führten, dass solche Männer an die Macht kamen.
Nehmen wir z.B. mal dein Beispiel mit Alexander dem Großen, der sich hierfür ja recht gut eignet.
Der ewige Kampf Hellas gegen Persien musste zwangsläufig irgendwann einen Mann hervorbringen, der die Sache bereinigte. Es hatte sie ja auch schon vorher gegeben, nur waren damals die politischen Umstände anders.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #4  
Alt 03.06.2006, 19:41
Benutzerbild von Draconarius
Historiddler
 
Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
Wahrscheinlich schwer hier eine allgemeingültige Formel aufzustellen, aber ich denke, dass generell beides sehr eng miteinander verbunden ist.
Die Zeit und die mit ihr verbundenen Umstände beeinflussen die Person, welche wiederum durch das Ausmaß (der Begriff "Größe" wäre hier zu positiv) ihrer Taten die zeitlich Epoche prägt. Dabei sind vermutlich die zeitlichen Gegebenheiten wichtiger, da sie ja eine Grundlage für die jeweilige Person legen.
__________________
μηδὲν ἄγαν
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  #5  
Alt 03.06.2006, 21:34
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.065
Original von Celebthol
Dabei sind vermutlich die zeitlichen Gegebenheiten wichtiger, da sie ja eine Grundlage für die jeweilige Person legen.
Dabei stimme ich mit dir überein. Jedoch gab es glaube ich auch schon mal Zeiten, die reif waren, aber einfach nicht die richtige Person gefunden haben, wenn man es einmal so nennt.

Es muss also die Zeit für Veränderungen gekommen sein. Wenn nun noch der richtige Mensch am richtigen Ort ist, dann kommt es zu einem, der Geschichte schreibt. Das aber einfach jeder Mensch dazu geeignet ist, bezweifle ich stark.
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  #6  
Alt 04.06.2006, 16:56
Plebejer
 
Registriert seit: 14.05.2006
Beiträge: 45
Menschen machen ihre Geschichte, aber sie machen sie dem Boden der Verhältnisse, die sie bereits fertig vorgefunden haben.

konkret: so groß der mann gewesen sein mag, er konnte es nur werden, weil er genug leute überzeugen konnte. und um die leute zu überzeugen, musste er einen nerv treffen, musste er etwas ausdrücken. mit dem sie sich identifizieren konnten.
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  #7  
Alt 06.10.2006, 01:03
Praetor
 
Registriert seit: 29.06.2005
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 442
Ja aber mach das mal.

Ich finde das zeichnet diese Menschen aus,ohne überlegung des eigenen Risikos und bereit absulut daran zu glauben einsatz für eine Sache. Die meisten menschen sitzen nur rum, aber diese Menschen reden überzeugen und Handeln. Ertragen vieles um etwas zu erreichen oder zu ändern.
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  #8  
Alt 15.09.2008, 11:19
Benutzerbild von Hannibal Barca
Plebejer
 
Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 48
ja,ich denke auch,dass es grosse Männer gegeben hat,schaut euch z.b. mal Hannibal an,ich finde er ist zum beisspiel der grösste Feldherr aller zeiten und der Erfinder der Kesselschlacht,die er zum ersten mal am Trasimener see einsetzte
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  #9  
Alt 15.09.2008, 12:53
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 850
Zitat von METATRON Beitrag anzeigen
Menschen machen ihre Geschichte, aber sie machen sie dem Boden der Verhältnisse, die sie bereits fertig vorgefunden haben.
konkret: so groß der mann gewesen sein mag, er konnte es nur werden, weil er genug leute überzeugen konnte. und um die leute zu überzeugen, musste er einen nerv treffen, musste er etwas ausdrücken. mit dem sie sich identifizieren konnten.
Den ersten Teil möchte ich unterstreichen. Zum zweiten möchte ich anmerken: Es ging nicht immer allein um Überzeugung.
Ich denke, zu den Männern, die Geschichte schrieben, gehören jene, auf die große Erfindungen zurück zu führen sind; Beispiele: Gutenberg und James Watt. Ich denke, beide haben etwa in die Welt gesetzt (Bewegliche Lettern für den Buchdruck und die Dampfmaschine), das die Welt verändert hat. Nur: Es brauchte insbesondere im zweiten Fall auch Kapital, um das einzusetzen.

Andere Frage: Gab es auch Frauen, die Geschichte schrieben?
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  #10  
Alt 15.09.2008, 12:58
Benutzerbild von Hannibal Barca
Plebejer
 
Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 48
Jep,zum Beispiel Königin Nefrotete oder Odenathus Frau Zidonia die einen kreig gegen Rom führte.Oder Kleopatra und Sophie Scholl.Mehr weiss ich jetzt nicht
__________________
Vincere scis,Hannibal,Victoria uti nescis
Maharbal
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  #11  
Alt 15.09.2008, 13:38
Ädil
 
Registriert seit: 06.07.2008
Beiträge: 225
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Den ersten Teil möchte ich unterstreichen. Zum zweiten möchte ich anmerken: Es ging nicht immer allein um Überzeugung.
Ich denke, zu den Männern, die Geschichte schrieben, gehören jene, auf die große Erfindungen zurück zu führen sind; Beispiele: Gutenberg und James Watt. Ich denke, beide haben etwa in die Welt gesetzt (Bewegliche Lettern für den Buchdruck und die Dampfmaschine), das die Welt verändert hat. Nur: Es brauchte insbesondere im zweiten Fall auch Kapital, um das einzusetzen.

Andere Frage: Gab es auch Frauen, die Geschichte schrieben?

Bertha von Suttner, Golda Meir, Queen Victoria, Elisabeth I, Caterina de' Medici, Zarin Katharina + Elisabeth, natürlich Sisi von Österreich, Eva Perón, Julia Domna, Julia Mesa, Maggie Thatcher, Elisa/Dido von Karthago, Maria Theresia, Impératrice Eugénie, Carmen Polo de Franco und viele andere, die im Vorder- wie Hintergrund bedeutende Rollen spiel(t)en...



LG
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  #12  
Alt 15.09.2008, 14:15
LCF LCF ist offline
Nur ein Mensch.
 
Registriert seit: 26.12.2007
Beiträge: 213
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Den ersten Teil möchte ich unterstreichen. Zum zweiten möchte ich anmerken: Es ging nicht immer allein um Überzeugung..
Stimmt, es gab objektive zwänge.

Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Ich denke, zu den Männern, die Geschichte schrieben, gehören jene, auf die große Erfindungen zurück zu führen sind; Beispiele: Gutenberg und James Watt. Ich denke, beide haben etwa in die Welt gesetzt (Bewegliche Lettern für den Buchdruck und die Dampfmaschine), das die Welt verändert hat. Nur: Es brauchte insbesondere im zweiten Fall auch Kapital, um das einzusetzen.
Watt ist nicht plötzlich auf die idee einer fertigen dampfmaschine gekommen, er konnte auf zahlreiche versuche und irrtümer in den hundert jahren davor zurückgreifen. Im grunde hat er nur das bisherige wissen kombiniert, um die bis dato beste dampfmaschine zu bauen. Hätte es nicht nicht Watt getan, dann irgendjemand anders. Es gab halt die gesellschaftliche nachfrage
dafür.

Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Andere Frage: Gab es auch Frauen, die Geschichte schrieben?
Auf jeden fall deutlich weniger als männer. einfach deshalb, weil der gedanke, dass männer und frauen gleichberechtigt (nicht gleichwertig!) sind (sein sollen), ein historisches novum ist. Keine kultur, keine gesellschaft vor den westlichen ab dem 18. jhd. hat diese form der gleichberechtigung in der ganzen gesellschaft überhaupt angestrebt.

Geändert von LCF (15.09.2008 um 14:17 Uhr)
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  #13  
Alt 15.09.2008, 23:23
Ädil
 
Registriert seit: 06.07.2008
Beiträge: 225
Zitat von LCF Beitrag anzeigen
...
Auf jeden fall deutlich weniger als männer. einfach deshalb, weil der gedanke, dass männer und frauen gleichberechtigt (nicht gleichwertig!) sind (sein sollen), ein historisches novum ist. Keine kultur, keine gesellschaft vor den westlichen ab dem 18. jhd. hat diese form der gleichberechtigung in der ganzen gesellschaft überhaupt angestrebt.

Ist schon richtig,

wozu mir fogende Anekdote einfällt:

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy, es muss wohl so um 1842 gewesen sein, ist einmal mehr auf Reisen in England, und wird von Queen Victoria und Prince Consort Albert, beide vernarrt in den Komponisten, empfangen.

Die junge Victoria, selbst alles andere als künstlerisch unbegabt und von Mutter Natur mit einer wunderbaren Stimme ausgestattet, möchte ihm eine Freude machen und trällert ihm eines ihrer Lieblingssongs, "Italien", glaub' ich, von Mendelssohn Bartholdy, vor.

Felix ist touched, hat aber genug Gerechtigkeitssinn um zuzugeben, dass nicht etwa er der Komponist des Liedes ist, sondern seine Schwester Fanny (Hensel), deren Werke er unter seinem Namen veröffentlicht hat... weil sie als Frau sehr viel schlechtere Karten gehabt hätte, Erfolg zu haben.


LG
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  #14  
Alt 24.09.2008, 16:33
Ädil
 
Registriert seit: 19.09.2008
Ort: Hollabrunn
Beiträge: 219
Zitat von Hannibal Barca Beitrag anzeigen
Jep,zum Beispiel Königin Nefrotete oder Odenathus Frau Zidonia die einen kreig gegen Rom führte.Oder Kleopatra und Sophie Scholl.Mehr weiss ich jetzt nicht
Inwiefern war Nofretete von Relevanz? Auch Sophie Scholl bewirkte genaugenommen nichts.
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  #15  
Alt 24.09.2008, 16:39
Propraetor
 
Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 630
Macchiavelli schrieb, dass es für bemerkenswerte Leistungen zwei Dinge braucht: eine Gelebgenheit und jemanden, der diese Gelegenheit nutzen kann.

Dagegen kann wohl keiner was sagen. Wenn man noch so viele Gelegenheiten vorfinde´t, wenn sie keiner nutz/nutzen kann, wird nichts geschechen. Andererseits hätte selbst Mozart nichts zustandegebracht, wäre er in eine andere Zeit geboren worden...

Hier eine Gewichtung vorzunehemen führt nirgendwo hin. Meine Meinung
__________________
Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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