08.10.2008 - 02:24
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  #1  
Alt 11.01.2007, 18:39
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Joseph McCarthy

Den Namen haben bestimmt schoneinmal alle gehört. In den Medien war sein Name zuletzt in Verbindung mit dem Film "Good Night, and Good Luck", in dem Originalaufnahmen von McCarthy verwendet wurde. Weil ich grad zu faul bin ihn selbst vorzustellen kopier ich mal dreist aus Wikipedia:
Joseph Raymond McCarthy (* 14. November 1908 in Grand Chute, Wisconsin; † 2. Mai 1957 in Bethesda, Maryland) war ein US-amerikanischer Politiker. Er gehörte der Republikanischen Partei an und wurde bekannt für seine rücksichtslose Kampagne gegen eine vermutete Unterwanderung des Regierungsapparates der Vereinigten Staaten durch Kommunisten. Er gab der so genannten „McCarthy-Ära“ der frühen fünfziger Jahre seinen Namen, in der antikommunistische Verschwörungstheorien und Hexenjagden das politische Klima in den USA bestimmten.
Was haltet ihr von ihm? Wisst ihr ein paar gute quellen über sien menschenverachtendes Wirken?
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  #2  
Alt 11.01.2007, 19:04
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Jan Jan ist offline
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AW: Joseph McCarthy

Ich sag mal so, natürlich waren seine Ängste und Befürchtungen betreffend den kommunistischen Aktivitäten in den USA teilweise übertrieben, allerdings muss man doch sagen, dass der Grundgedanke, nämlich ein radikaler Anti-Kommunismus, durchaus richtig und, gerade in der heutigen Zeit, auch wichtig ist.

Kommunismus war damals und ist heute eine Bedrohung für die demokratischen und freien Völker der Welt und darf daher, wie alle anderen totalitären Tendenzen auch, weder toleriert, noch akzeptiert, noch respektiert werden, denn er hat viel Leid über millionen Menschen gebracht.
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  #3  
Alt 11.01.2007, 19:12
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AW: Joseph McCarthy

Tja was soll man von so einem Menschen halten.

1950 wurde McCarthy Vorsitzender des Senatsausschusses zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe.
Er behauptete, dass das Außenministerium von Kommunisten unterwandert sei.
Durch diese Behauptungen löste er zum Teil hyterische Verfolgungen gegen Kommunisten aus, die später auch antisemitische und nationalistische Züge annahmen.

1954 versuchte er sogar das Außenministerium zu verklagen, was aber scheiterte.

Seinen Aktionen waren völlig übertrieben und haben nur Schäden verursacht,wie Verfolgungen von Menschen durch irgendwelche Spinner.
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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  #4  
Alt 11.01.2007, 19:35
Novalis
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AW: Joseph McCarthy

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Kommunismus war damals und ist heute eine Bedrohung für die demokratischen und freien Völker der Welt und darf daher, wie alle anderen totalitären Tendenzen auch, weder toleriert, noch akzeptiert, noch respektiert werden, denn er hat viel Leid über millionen Menschen gebracht.
Ob der kommunismus eine Bedrohung für alle freien Völker der Welt ist, würde ich hier mal stark bezweifeln... er ist ja nie wirklich erprobt worden.
Beim Sozialismus stimme ich Dir hingegen absolut zu.
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  #5  
Alt 11.01.2007, 19:46
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Jan Jan ist offline
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AW: Joseph McCarthy

Nach Marx ist der Sozialismus aber notwendig, um eine Gesellschaft auf den Kommunismus vorzubereiten, d.h., der Kommunismus, so toll er meinetwegen von der Idee her bei manchen ankommen möge, kann nicht existieren, ohne dass es vorher einen Sozialismus gegeben hätte.

Damit ist der Kommunismus als Staatsmodel also abzulehnen.
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  #6  
Alt 11.01.2007, 19:59
Novalis
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AW: Joseph McCarthy

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Nach Marx ist der Sozialismus aber notwendig, um eine Gesellschaft auf den Kommunismus vorzubereiten, d.h., der Kommunismus, so toll er meinetwegen von der Idee her bei manchen ankommen möge, kann nicht existieren, ohne dass es vorher einen Sozialismus gegeben hätte.

Damit ist der Kommunismus als Staatsmodel also abzulehnen.
Naja wir kennen nur den "schlechten" Sozialismus der eigentlich nur eine Art der Diktatur ist.

Ich bin beileibe nicht im Entferntesten dunkelrot angehaucht...
Aber der Kapitalismus, seines direkten Gegenspielers beraubt, zeigt auch von Jahr zu Jahr eine häßlichere Fratze und vor der kann uns unsere schöne soziale Marktwirtschaft absolut nicht schützen.

Dem Kapital sind die Menschen scheißegal...

Man sollte nicht vergessen, daß unsere Meinung über den Kapitalismus durch eine Propaganda geprägt worden ist, die von der auf der anderen Seite des Eisernen Vorhanges gar nicht mal so verschieden ist.

Ich mein, ich habe bis ich 12 geworden bin geglaubt, daß in Rußland nie die Sonne scheint und alles grau ist...
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  #7  
Alt 11.01.2007, 20:04
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AW: Joseph McCarthy


Die Argumentation Sozialismus sei schlecht weil es sozialistische Diktaturen gegeben hätte ist wirr. Das demokratischer Sozialismus möglich ist sieht man an Venezuela und kapitalistische Diktaturen gibt/gab es auch mehr als genug.
Diese grundsätzliche Ablehnung und anwiderung alles Roten ist ein Relikt des kalten Krieges das man endgültig abstreifen sollte. Man sollte lieber darüber nachdenken welche Elemente des Marxismus praktikabel und umsetzbar sind und unsere Gesellschaft verbessern können. Alles ander wäre Scheuklappendenken.

Aber jetzt bitte back to topic.
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  #8  
Alt 11.01.2007, 20:20
Benutzerbild von Jan
Jan Jan ist offline
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AW: Joseph McCarthy

Sozialismus und später der Kommunismus soll doch die Diktatur des Proletariats sein, damit besetzt Marx den Begriff "Diktatur" doch positiv.

Im Marixismus/ Leninismus oder wie auch immer man den Scheiß nennen will, der er meiner Meinung nach ist, gibt es keine positiven Aspekte, da dieses System, in dem es kein Eigentum gibt, das menschenverachtendste System ist, was je ein mensch erdacht hat.
Das einzige, was man Marx zu Gute halten kann sind seine durchdachten Prognosen was den Verlauf und die Folgen der industriellen Revolution angeht und vielleicht noch, dass er Deutscher war ( ).

Der real existierende Sozialismus hat weit mehr Opfer gefordert als jedes andere System, einschließlich dem nationalen Sozialismus und es kann und darf nciht sein, dass seine Symbolik heute weitestgehend noch erlaubt sind und von Jugendlichen getragen werden, das ist ein Grad an Verblendung, der nicht gutzuheißen ist.

Ferner mag diese Ablehnung von sozialistischen und kommunistischen Ideen gerne aus der Zeit des Kalten Krieges kommen, allerdings sidn alte Urteile ja nicht immer falsch und wir wollen nicht vergessen, wer den Kalten krieg letztendlich gewonnen hat.

Beide Systeme, Kapitalismus und Kommunismus sind bei weitem nicht gerecht, aber eines der beiden funktioniert, auch wenn der Staat in einem kapitalistischen System vielleicht doch etwas stärker eingreifen sollte.
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  #9  
Alt 11.01.2007, 20:44
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AW: Joseph McCarthy

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
wir wollen nicht vergessen, wer den Kalten krieg letztendlich gewonnen hat.
Der Sieger schreibt die Geschichte, und ganz gewiss nicht neutral oder gar positiv für die andere Seite.
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"

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  #10  
Alt 11.01.2007, 20:49
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AW: Joseph McCarthy

ich kenne diesen mccarthy nur aus filmen, wo meistens unschuldige leute ihrer jobs beraubt werden, wenn sie von nem konkurrenten als kommunist bezeichnet wurden. Für mich eine moderne form der hexenjagd, wo ja auch nachweislich die absolute mehrheit der bezichtigten unliebsame leute waren
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  #11  
Alt 11.01.2007, 20:56
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AW: Joseph McCarthy

Je länger es her ist desto mehr bezweifel ich, dass irgendeine Seite den Kalten Krieg gewonnen hat.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #12  
Alt 11.01.2007, 20:59
Novalis
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AW: Joseph McCarthy

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Sozialismus und später der Kommunismus soll doch die Diktatur des Proletariats sein, damit besetzt Marx den Begriff "Diktatur" doch positiv.
Es gab aber im realen Sozialismus immer nur die Diktatur weniger und nicht die aller. Davon abgesehen, ist der Begriff Diktatur ja deutlich älter als Marx.

Im Marixismus/ Leninismus oder wie auch immer man den Scheiß nennen will, der er meiner Meinung nach ist, gibt es keine positiven Aspekte, da dieses System, in dem es kein Eigentum gibt, das menschenverachtendste System ist, was je ein mensch erdacht hat.
Warum? Es gibt viele Naturvölker die den begriff Eigentum nicht kennen.

Der real existierende Sozialismus hat weit mehr Opfer gefordert als jedes andere System, einschließlich dem nationalen Sozialismus und es kann und darf nciht sein, dass seine Symbolik heute weitestgehend noch erlaubt sind und von Jugendlichen getragen werden, das ist ein Grad an Verblendung, der nicht gutzuheißen ist.
Das ist mit Verlaub wirklich Quatsch.
Der kapitalismus fordert Opfer. Jeden Tag.
Sei es durch Wirtschaftsimperialismus im Allgemeinen, Ausbeutung im Speziellen oder gar, mit Bezug auf den letzten Focus: "Krank durch Arbeitsplatzangst"

Ferner mag diese Ablehnung von sozialistischen und kommunistischen Ideen gerne aus der Zeit des Kalten Krieges kommen, allerdings sind alte Urteile ja nicht immer falsch und wir wollen nicht vergessen, wer den Kalten krieg letztendlich gewonnen hat.
Wenn man es ideologisch nimmt, haben Gier und Egoismus gesiegt über ...
ach lassen wir das...

Ich komme mir schon vor wie ein Anhänger der Linkspartei...
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  #13  
Alt 11.01.2007, 21:10
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AW: Joseph McCarthy

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Im Marixismus/ Leninismus oder wie auch immer man den Scheiß nennen will, der er meiner Meinung nach ist, gibt es keine positiven Aspekte, da dieses System, in dem es kein Eigentum gibt, das menschenverachtendste System ist, was je ein mensch erdacht hat.
Falsch. Die Grundidee des Marxismus ist das alles allen gehört. Man bracuht nur einen Verwalter für das Eigentum das ist in der Regel der Staat. Das ist, zugegebnenermaßen anfällig für Korruption.
Zitat von Jan Beitrag anzeigen
dass er Deutscher war ( ).
Was fürne Leistung...
Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Der real existierende Sozialismus hat weit mehr Opfer gefordert als jedes andere System, einschließlich dem nationalen Sozialismus
Unsinn und Stammtischgeplapper. Kannst du mir dafür irgendwelche Belege liefern die nicht zufällig von rechtsextremen Internetseiten kommen auf denen dir auch verklickert wird das 10 Millionen Deutsche von Juden in KZs vergast wurden?

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Ferner mag diese Ablehnung von sozialistischen und kommunistischen Ideen gerne aus der Zeit des Kalten Krieges kommen, allerdings sidn alte Urteile ja nicht immer falsch und wir wollen nicht vergessen, wer den Kalten krieg letztendlich gewonnen hat.
Gelegentlich sollte man Urteile die man unter dem Einfluss massiver Propaganda gefällt hat überdenken...


Grundsätzlich bleibt zu sagen das jedes gesellschaftssystem an die Zeit und den Menschen angepasst werden muss. Der Kommunismus war für Marx nur eine theoretisch perfekte Staatsform die für absolute Gleichberechtigung sorgen sollte. Ihm war durchaus bewusst das sie praktisch nicht 1:1 umsetzbar seien würde. Der Kommunismus ist nicht böse, er funktioniert lediglich nicht. Der Kapitalismus ist böse, dafür funktioniert er wenigstens. Der Kapitalismus ist in meinen Augen eine Art Wirtschaftsdarwinismus und damit ein Stückweit Naturgesetz. Was nicht bedeutet das man ihn schicksalsergeben hinnehmen sollte. Warum auch, der Mensch trickst schon seit Jahrhunderten in einem bestimmten Rahmen Naturgesetze aus um sich selbst ein besseres Leben und bessere Chancen zum Überleben zu ermöglichen.
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  #14  
Alt 11.01.2007, 21:52
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AW: Joseph McCarthy

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Sozialismus und später der Kommunismus soll doch die Diktatur des Proletariats sein, damit besetzt Marx den Begriff "Diktatur" doch positiv.
Im Spozialismus nach Marx geht es um Gleichheit und Solidarität.
Es geht um die materielle Gleicheit, also eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums.
Es geht darum ,eine klassenfreie Gesellschaft zu schaffen.
Der Staat habe dabei, wie Tal0n schon sagte, die Aufgabe die erwirtschafteten Güter gerecht und sozial zu verteilen.
Wenn dieser Prozess vollzogen ist, geht Marx davon aus, das der Staatsapparat irgendwann überflüssig wird.
Außerdem hat Marx eingesehen das es nicht umsetzbar ist, sondern das es eine Weltrevolution geben muss.

Zitat von Jan
Der real existierende Sozialismus hat weit mehr Opfer gefordert als jedes andere System, einschließlich dem nationalen Sozialismus und es kann und darf nciht sein, dass seine Symbolik heute weitestgehend noch erlaubt sind und von Jugendlichen getragen werden, das ist ein Grad an Verblendung, der nicht gutzuheißen ist.
Na, dass halte ich habe für ein Gerücht, verbreitet von "speziellen Gruppen."
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  #15  
Alt 11.01.2007, 22:08
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Jan Jan ist offline
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AW: Joseph McCarthy

Nun ja, unter der Herrschaft des real existierenden Sozialismus und seiner Auswüchse wurden zum Beispiel folgende Verbrechen begangen:

Maos "Kulturevolution" in China, sagen wir mal so ca. 50 Millionen Opfer, ok?

Stalins Säuberungen in den Gulags, sagen wir mal so ca. 20 Millionen Opfer, ok?

Terror der roten Khmer in Kambodscha, sagen wir mal rund eine Million Opfer, ok?

Dies sind nur die Beispiele, die mir sofort eingefallen sind.

Vergleicht man diese Zahlen nun mit den Opfern des Nationalsozialismus, werden die Dimmensionen klar.

In den Vernichtungslagern des 3. Reiches wurden 6 - 8 Millionen Menschen ermordet, durch standrechtliche Erschießungen, Säuberungen von Städten etc. starben denke ich ca. noch einmal so viele.

Will man die Toten des 2. Weltkrieges auch und alleine den Nazis zuschreiben, kommt man auf ca. 62 Millionen Tote, wobei kein Historiker den Nazis sämtliche Ermordete des Krieges zuschreiben würde.

Zu meiner persönlichen Sicherheit stelle ich klar, dass dieser Vergleich die Verbrechen der Nationalsozialisten in keinster Weise verharmlosen, billigen, leugnen oder verherrlichen soll, er dient lediglich der Darstellung und der Einordnung anderer Verbrechen in der Geschichte, die jedoch in keinem anderen Zusammenhang, egal welcher Art, zu dem in seiner Art und Weise der Durchführung Singulären Verbrechen der Shoa stehen können.

Mir kommt es auch gar nicht so sehr auf die absoluten Zahlen in Millionen an, es ist mir nur wichtig, dass der Sozialismus als solches anerkannt wird, was er ist, eine in seinen realen Auswüchsen menschenverachtende Ideologie.
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