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01.04.2006, 12:02
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Nicht ganz richtig: Nero wollte nach Ägypten fliehen, wurde aber noch in seinem in seiner Villa unweit Roms "ermordet".
Ja, die letzten Stunden sind, so die Überlieferungen stimmen, wirklich tragisch: Von allen verlassen außer wenigen Sklaven, dann aber doch zu schwach um den Selbstmord selbst auszuführen...
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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01.04.2006, 14:43
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die Schwarze
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Registriert seit: 28.02.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 195
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hat jemand vielleicht einen Link wo ich das nachlesen kann? Ich hab nämlich in einer dokumentation gesehen bzw. gehört,dass er sich im Alter von 30 Jahren selbst du Pulsadern aufgeschnitten hat. Ich würde es einfach nur gerne mal nachlesen. Danke!
Grüße
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01.04.2006, 15:13
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Eine sehr gute und meistens auch gut fundierte Seite:
http://www.imperiumromanum.com/perso...er/nero_01.htm
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.04.2006, 12:12
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die Schwarze
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Registriert seit: 28.02.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 195
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Super! Danke! Die Seite sieht ganz interessant aus.
Grüße
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02.11.2007, 22:53
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Plebejer
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Registriert seit: 30.10.2007
Beiträge: 20
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Bei der Person Nero muss man vorsichtig sein, er war sicherlich eine sehr Intrigante Person(bei den Caesaren nicht unbedingt etwas ungewöhnliches) und der Mord an seiner Mutter ist Defintiv historisch. Doch Morde waren in der römischen Oberschicht zur Machtsicherung nicht wirklich ungewöhnlich. Der Grund seiner negativen Bewertung ist eher das man seine Person aus Propaganda Negativierte. Einmal der sehr sittlichen Tacitus der in ihn die Verohung der römischen Werte sah, die Kaiser die ihn entmachteten und dann später die Christen die in ihn den Christenverfolger sahen(wobei die Christenverfolgung an sich sogar angezweifelt wird).
Der Brand von Rom wurde Nero nur angedichtet, der hatte andere Ursachen.
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02.11.2007, 23:20
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Habe i. B. auf Nero ein tolles Buch von Jaques Robichon gelesen. Die Mutter muß wohl, gelinde gesagt, ein Ungeheuer gewesen sein, von Ambition und Herrschsucht zerfressen. Vieles von dem was im Leben von Nero passierte ist ursächlich in seiner seltsamen Beziehung zu seiner Mutter zu erklären. Er mußte sich wohl irgendwie von ihr "freimachen". Er wäre am liebsten auch gar nicht Kaiser geworden, sondern eher freier Künstler in seinem geliebten Hellas. Sein Ende war tragisch und er war, lt. Robichon, nicht der grausame Kaiser, das blutrünstige Monstrum. Es wurde sogar nach seiner Hinrichtung gemunkelt, daß er gar nicht gestorben sei und es wurden immer wieder Gerüchte im Orient verbreitet, Nero sei nicht tot und er schare die Legionen um sich um den Thron wieder zu besteigen. Diese Gerüchte fanden einen erstaunlichen Widerhall beim Volk, daß ihn wohl sehr liebte... Die Parther hatten auch mal einen "Nero" den sie unterstützten...
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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02.11.2007, 23:33
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Plebejer
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Registriert seit: 30.10.2007
Beiträge: 20
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Zitat von Jason
Habe i. B. auf Nero ein tolles Buch von Jaques Robichon gelesen. Die Mutter muß wohl, gelinde gesagt, ein Ungeheuer gewesen sein, von Ambition und Herrschsucht zerfressen. Vieles von dem was im Leben von Nero passierte ist ursächlich in seiner seltsamen Beziehung zu seiner Mutter zu erklären. Er mußte sich wohl irgendwie von ihr "freimachen". Er wäre am liebsten auch gar nicht Kaiser geworden, sondern eher freier Künstler in seinem geliebten Hellas. Sein Ende war tragisch und er war, lt. Robichon, nicht der grausame Kaiser, das blutrünstige Monstrum. Es wurde sogar nach seiner Hinrichtung gemunkelt, daß er gar nicht gestorben sei und es wurden immer wieder Gerüchte im Orient verbreitet, Nero sei nicht tot und er schare die Legionen um sich um den Thron wieder zu besteigen. Diese Gerüchte fanden einen erstaunlichen Widerhall beim Volk, daß ihn wohl sehr liebte... Die Parther hatten auch mal einen "Nero" den sie unterstützten...
Jaques Robichon ist zwar in vielen Dingen sehr Abenteuerlich doch ich glaube auch das Nero vielmehr Künstler als Politiker war. Dort hätte er sicherlich mehr Erfolg.
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02.11.2007, 23:43
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Das Buch ist wirklich zu empfehlen. Ich weiß nicht wo er all die Infos her hat, aber mir kams vor als ob er die damaligen Klatschzeitungen (falls es welche gab...) gelesen hätte. Ja selbst die seltsamsten Gerüchte hat er irgendwie aufgeschnappt. Das Buch fand ich echt spitze!
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03.11.2007, 10:49
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Klar ein Brand hatte in einer solchen Stadt vermutlich ganz normale Ursachen aber das was folgte ist schon bezeichnend für Nero. Selbst wenn man die anderen Kaiser vor und nach ihm zum Vergleich zieht war der Bau des domus aurea eine beispiellose Verschwendung.
Und auch diese exzentrischen Tourneen etc. lassen kein gutes Licht auf Nero scheinen.
Im Übrigen bin ich mir sicher, dass unter keinem anderen Kaiser in dermaßen kurzer Zeit dermaßen viele hochrangige Kommandeure (und das heißt in dieser Zeit auch Senatoren) in den Tod getrieben wurden.
Tacitus hat ja an kaum einem Kaiser ein gutes Haar gelassen, trotzdem sieht man die meisten heute nicht so kritisch wie Nero.
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03.11.2007, 10:52
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Zitat von Jason
Das Buch ist wirklich zu empfehlen. Ich weiß nicht wo er all die Infos her hat, aber mir kams vor als ob er die damaligen Klatschzeitungen (falls es welche gab...) gelesen hätte. Ja selbst die seltsamsten Gerüchte hat er irgendwie aufgeschnappt. Das Buch fand ich echt spitze!
Aufgeschnappt oder auch einfach erfunden? 
Basierend auf den paar Informationen das Bild eines verkannten Genies auf dem Thron zu malen ist ja nicht sonderlich schwer.
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03.11.2007, 12:34
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Er hat ja am Schluß des Bandes eine umfangreiche Bibliograpie mit seinen Quellen angehängt. Die von ihm durchleuchtete Persönlichkeit "Nero" ist für mich sehr logisch dargestellt - auch die Figuren die um ihn herum agieren, inklusive seiner monströsen Mutter...
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03.11.2007, 13:08
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Censor
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06.11.2007, 12:33
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Plebejer
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Registriert seit: 24.10.2007
Ort: Guntershausen
Beiträge: 15
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Ich denke Nero darf man nicht aus der heutigen Sicht der moralischen und ethischen Vorstellungen beurteilen; dann käme man nämlich auf das Urteil geistesgestört und wahnsinnig. Er war ein Künstler und Ästhet, fasziniert von jeder Art von Unterhaltung (bei der er ja auch gerne selber mitmachte oder sich gar selber inszenierte). Zudem wollte er Rom verschönern, die Stadt zum Schönsten Ort der bekannten Welt machen.
Um diese Verschönerung der Stadt zu finanzieren (die eine Annäherung an die griechischen Bauwerke sein sollten) waren natürlich ungeheure Geldmengen vonnöten über die Rom zu dieser Zeit in keinster Weise verfügte. Seine Berater rieten ihm zu, aus heutiger Sicht haltlosen, Morden an Senatoren und höheren Beamten, um die benötigten Gelder durch testamentarische Zusagen - zu denen man die Betroffenen zwang - zu aquirieren.
Alles in allem denke ich waren die eigentlichen Absichten Kaiser Neros lobend, das zeigt ja auch die Beliebtheit beim Volk. Da er sich aber nach meiner Meinung zuwenig um die Staatsgeschäfte gekümmert hat resp. auch die falschen Berater um sich hatte, sah er nicht, dass einfach das nötige Geld nicht vorhanden war um in dieser (kurzen) Zeit eine ganze Stadt von der Grösse Roms zu restaurieren.
Der Tod seiner Frau und seiner Mutter war warscheinlich ein Produkt seiner Jähzorn. Vor allem seine Frau hatte er ja wirklich geliebt und ihren Tod auch betrauert. Bei seiner Mutter könnte (da sie wie schon oben beschrieben herrschsüchtig war) ein Streit dazu geführt haben, dass Nero die Kontrolle über sich verlor.
Klar sind das alles Hypothesen, aber mich würde wunder nehmen wie ihr das ganze seht.
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06.11.2007, 12:56
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
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Die Geschichtsforschung ist ja schon lange davon ab, Beurteilungen damaliger Historiker, die oft dem Senatorenstand entstammten, unreflektiert zu übernehmen. Insbesondere die Kaiser Tiberius und Claudius wurden geradezu rehabilitiert; bei anderen wie Caligula und Nero blieb das aus.
Zu den moralischen Vorstellungen stimme ich dir zwar teilweise zu, aber Nero war wirklich ein denkbar schlechter Kaiser. Er kümmerte sich nicht um die Legionen, weilte in kritischen Situationen zu selten in Rom und seine Liebe zu allem Griechischen brachte die konservativen Senatoren gegen ihn auf.
Nero war zwar schon zu Lebzeiten im Volk beliebt, das zeigen ja die vorübergehenden Kämpfe zwischen Prätorianern und Stadtrömern plus Stadtkohorten. Das Nero aber auf einen solchen Sockel gehoben wurde, fand in der Volksüberlieferung wohl erst später statt, unter dem Eindruck der Herrschaft Vespasians, unter dem aufgrund des Sparzwangs die gefühlte Lebensqualität der Römer abnahm.
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21.11.2007, 09:52
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die Schwarze
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Wie genau heißt das buch, würde mich schon interessieren ...
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