Zitat von Sarto
Ungarn hat so gut wie keine Gelegenheit ausgelassen, Politik zu betreiben auf dem Rücken anderer: ob das die "eigenen" "Minderheiten" waren oder eben Cisleithanien; es ging immer darum, sich die eigenen kurzfristigen Pfründen zu sichern, darauf bauend, dass der Konflikt zwischen Deutschösterreichern und den Slawen zu keiner geschlossenen Position gegenüber dem ungar. Parlament findet, zumal nicht bei dem depperten Kaiser.
Absolut richtig. So sind sie die Ungarn. Ich sag ja, FJ hätte sie rausschmeißen sollen.
Zitat von Sarto
Und dann stellt man sich 1918 hin und sagt: Ach, wir waren ja immer dagegen, dass Cisleithanien sich auch dem Dt. Reich gegenüber genötigt fühlte, sich ständig mit allen Mitteln aufzuwerten....
Das finde ich hingegen konstruiert. Der Konflikt zwischen Preußen und Österreich war schon weit vor dem Ausgleich vorhanden. Österreich hat ständig versucht sich gegenüber Preußen/Deutschland mit allen Mitteln "aufzuwerten". Das ging über Streitigkeiten im Bundesparlament, über den Ärger mit Schleswig-Holstein, bis zum Krieg von 1866. Nach der Niederlage und dem Rausschmiß aus Deutschland saß der Stachel natürlich besonders tief, von den arroganten neuadligen Preußenschnöseln gedemütigt worden zu sein. Ich glaube nicht, dass es da der Ungarn bedurfte, um die Habsburger zu Kompensationsversuchen anzustacheln.
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Zitat von Rawiya
Schade, dass niemand bezug nimmt auf das was ich geschrieben habe...
So ein langer Text ist eher abschreckend. Ich habs mir jetzt mal ganz durchgelesen, das ist alles richtig was du schreibst, aber wenn man schon ein paar Biografien von ihr gelesen hat, hat man das alles so oder so ähnlich schon gelesen. Das einzige was mir neu war ist:
Als es in dieser Nacht noch nicht zur Erfüllung der ehelichen Pflichten kam und der Kaiser das am nächsten Tag vertrauensvoll seiner Mutter erzählte, war es wenige Stunden später auf dem ganzen Hof bekannt.
In den Büchern die ich gelesen habe, wurde das mehr so dargestellt, dass FJ beim gemeinsamen Frühstück seiner Mutter stolz vom seinem "Vollzug" berichtet hat, im Beisein von Elisabeth.
Zur Diskussion ist deine Kurzbiographie(?) zu lang und nicht kontrovers genug und du gehst jeder irgendwie anfechtbaren Meinungsäußerung aus dem Weg:
Ich möchte Sisi nicht nur zum Himmel loben, denn sie hatte ihre Fehler und Schwächen,
Welche?
Soweit ich das beurteilen kann, ist alles was du schreibst korrekt und für jemanden der sich noch nicht mit Sisi beschäftigt hat, zur Information geeignet, aber du nimmst keine Stellung oder beleuchtest neue Aspekte.