Lebenslauf von Margret Thatcher
Vor einem Jahr schrieb ich eine Facharbeit zum Thema Britenrabatt, dabei habe ich mich auch mit der britischen Politikerin Margret Thatcher beschäftigt.
Margret Thatcher studierte Chemie, wandte sich jedoch später den Rechtswissenschaften zu und arbeitete eine kurze Zeit lang als Anwältin für Steuerrecht.
1959 wurde sie als Kandidatin der Conservative Party für den Wahlbezirk Finchley ins Unterhaus gewählt.
1961 ernannte man sie zur Parlamentssekretären im Ministerium für Sozialversicherungen.
In ihrer weiteren politischen Karriere wurde sie dann 1970 Kultus- und Wissenschaftsministerin im Kabinett des damaligen Premierministers Edward Heath.
In dieser Funktion bekam sie ihren ersten satirischen Spitznamen von den Medien und zwar den Namen Milchräuberin. Dieses Spitznamen bekam sie dadurch, dass sie die Gratis-Milch an Grundschulen abschaffte.
Nach einer Wahlniederlage der Konservativen wurde sie 1975 zur Parteivorsitzenden gewählt und nahm somit den Platz von Edward Heath ein.
In den nächsten Jahren trat sie durch Kritiken an der bolschewistischen Sowjetunion in den Medien in Erscheinung, wodurch sie von den russischen Medien den Spitznamen „ Eiserne Lady“ bekam.
In den Parlamentswahlen vom 4.Mai 1979 führte Margret Thatcher die konservative Partei zum Sieg und wurde zur ersten Premierministerin.
In Margret Thatchers erster Legislaturperiode stand die Inflationsbekämpfung im Vordergrund ( Thatcherismus ) . Eine Folge dieser Inflationsbekämpfung war jedoch auch ein Anstieg der Arbeitslosenquote, die mit etwa 3. Millionen Arbeitslosen ihren Höhepunkt im Jahr 1982 erlebte und erst Ende der 80er Jahre wieder abfiel. Die Bezeichnung für die Wirtschaftspolitik der britischen Premierministerin wurde Thatcherismus genannt. Der Thatcherismus basiert auf folgende Prinzipien , wie niedrige Steuern, allgemeinen Minimierung von staatlichen Eingriffen in das Wirtschaftgeschehen und die Einschränkung staatlicher Sozialleistungen.
In ihrer Außenpolitik folgte Thatcher der Linie der USA und stützte deren Interessen.
Des weiteren trat sie außenpolitisch mit dem Falklandkrieg 1982 in Erscheinung, der ihr einen weiteren Popularitätsschub einbrachte ( Falklandkrieg; Krieg mit Argentinien um die Falklandinseln).
In ihrer zweiten Legislaturperiode versuchte sie den Einfluss des Staates und der Gewerkschaften auf die Wirtschaft zu reduzieren.
Den Einfluss des Staates reduzierte Thatcher, durch die Privatisierung vieler Staatsunternehmen, wie zum Beispiel durch die Privatisierung von British Telecom und British Airways.
1984 setzte Thatcher dann den Britenrabatt durch, der im Sinne ihrer innenpolitischen Interessen lag und zwar, um eine hohe Verschuldung Großbritanniens abzuwehren.
Des weiteren setzte sie weitere innenpolitische Reformen durch, wie zum Beispiel die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft für Arbeiter in Gewerkschaften.
Diese und weitere Reformen brachten der Wirtschaft einen Innovationsschub, der Großbritannien gegenüber den anderen europäischen Ländern wieder aufholen ließ.
In ihrer zweiten Legislaturperiode trat Thatcher außenpolitisch in Erscheinung, durch die Rückgabe der Kronkolonie Hongkong an China im Jahre 1985.
Ihre Popularitätskurve bekann mit dem Jahr 1989 zu sinken. In diesem Jahr führte Thatcher die Poll Tax ein ( eine personenbezogene Steuer, auch genannt Kopfsteuer),die in der Bevölkerung als ungerecht empfunden wurde und Thatcher harte Kritiken einbrachte.
Einen weiteren Popularitätsverlust müsste Thatcher auch bei der Frage der deutschen Wiedervereinigung einstecken, da ihre Regierung diesen Plan strikt ablehnte.
Thatchers Deutschlandbild, habe sich im Wesentlichen bis 1942 gebildet und hätte danach keine markanten Veränderung erfahren.
In diesem Zusammenhang warnte Thatcher war einem europäischen Superstaat und lehnte später daher den 1992 unterzeichneten Vertrag von Maastricht nach persönlichen Empfinden ab. Der Maastrichter Vertrag, der Vertrag über die Europäische Union, wurde am 7.Februar 1992 vom Europäischen Rat unterzeichnet. Mit diesem Vertrag wurde die Europäische Union als übergeordneter Verbund (über die EG) gegründet.
Durch ihre innenpolitische, wie außenpolitische Haltung, verlor sie die Gunst ihrer Parteianhänger und erklärte am 22.November 1990 ihren Rücktritt, als sie nach dem ersten Wahlgang zur Widerwahl zur Parteivorsitzenden nicht die benötigten Prozente erhielt. Ihr Nachfolger als Premierminister und als Parteivorsitzender wurde John Major.
Margret Thather wurde zu Recht die eiserne Lady genannt.
Am meisten hat mich ihr Verhältniss zu Deutschland schockiert.
Sie habe nach ihrer Ansicht, sich ein Bild von Deutschland bis 1945 gemacht und dieses habe sich bis jetzt nicht verändert.
Dazu fällt einem nichts mehr ein.
Außerdem warnte sie vor der Widervereinigung war einem deutschen "Superstaat" und davor das sich die Geschichte wiederholen könnte.