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Alt 18.11.2006, 21:03
Benutzerbild von Sartre
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Margret Thatcher

Lebenslauf von Margret Thatcher

Vor einem Jahr schrieb ich eine Facharbeit zum Thema Britenrabatt, dabei habe ich mich auch mit der britischen Politikerin Margret Thatcher beschäftigt.


Margret Thatcher studierte Chemie, wandte sich jedoch später den Rechtswissenschaften zu und arbeitete eine kurze Zeit lang als Anwältin für Steuerrecht.
1959 wurde sie als Kandidatin der Conservative Party für den Wahlbezirk Finchley ins Unterhaus gewählt.
1961 ernannte man sie zur Parlamentssekretären im Ministerium für Sozialversicherungen.
In ihrer weiteren politischen Karriere wurde sie dann 1970 Kultus- und Wissenschaftsministerin im Kabinett des damaligen Premierministers Edward Heath.
In dieser Funktion bekam sie ihren ersten satirischen Spitznamen von den Medien und zwar den Namen Milchräuberin. Dieses Spitznamen bekam sie dadurch, dass sie die Gratis-Milch an Grundschulen abschaffte.

Nach einer Wahlniederlage der Konservativen wurde sie 1975 zur Parteivorsitzenden gewählt und nahm somit den Platz von Edward Heath ein.
In den nächsten Jahren trat sie durch Kritiken an der bolschewistischen Sowjetunion in den Medien in Erscheinung, wodurch sie von den russischen Medien den Spitznamen „ Eiserne Lady“ bekam.

In den Parlamentswahlen vom 4.Mai 1979 führte Margret Thatcher die konservative Partei zum Sieg und wurde zur ersten Premierministerin.

In Margret Thatchers erster Legislaturperiode stand die Inflationsbekämpfung im Vordergrund ( Thatcherismus ) . Eine Folge dieser Inflationsbekämpfung war jedoch auch ein Anstieg der Arbeitslosenquote, die mit etwa 3. Millionen Arbeitslosen ihren Höhepunkt im Jahr 1982 erlebte und erst Ende der 80er Jahre wieder abfiel. Die Bezeichnung für die Wirtschaftspolitik der britischen Premierministerin wurde Thatcherismus genannt. Der Thatcherismus basiert auf folgende Prinzipien , wie niedrige Steuern, allgemeinen Minimierung von staatlichen Eingriffen in das Wirtschaftgeschehen und die Einschränkung staatlicher Sozialleistungen.
In ihrer Außenpolitik folgte Thatcher der Linie der USA und stützte deren Interessen.
Des weiteren trat sie außenpolitisch mit dem Falklandkrieg 1982 in Erscheinung, der ihr einen weiteren Popularitätsschub einbrachte ( Falklandkrieg; Krieg mit Argentinien um die Falklandinseln).

In ihrer zweiten Legislaturperiode versuchte sie den Einfluss des Staates und der Gewerkschaften auf die Wirtschaft zu reduzieren.
Den Einfluss des Staates reduzierte Thatcher, durch die Privatisierung vieler Staatsunternehmen, wie zum Beispiel durch die Privatisierung von British Telecom und British Airways.

1984 setzte Thatcher dann den Britenrabatt durch, der im Sinne ihrer innenpolitischen Interessen lag und zwar, um eine hohe Verschuldung Großbritanniens abzuwehren.
Des weiteren setzte sie weitere innenpolitische Reformen durch, wie zum Beispiel die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft für Arbeiter in Gewerkschaften.
Diese und weitere Reformen brachten der Wirtschaft einen Innovationsschub, der Großbritannien gegenüber den anderen europäischen Ländern wieder aufholen ließ.
In ihrer zweiten Legislaturperiode trat Thatcher außenpolitisch in Erscheinung, durch die Rückgabe der Kronkolonie Hongkong an China im Jahre 1985.
Ihre Popularitätskurve bekann mit dem Jahr 1989 zu sinken. In diesem Jahr führte Thatcher die Poll Tax ein ( eine personenbezogene Steuer, auch genannt Kopfsteuer),die in der Bevölkerung als ungerecht empfunden wurde und Thatcher harte Kritiken einbrachte.

Einen weiteren Popularitätsverlust müsste Thatcher auch bei der Frage der deutschen Wiedervereinigung einstecken, da ihre Regierung diesen Plan strikt ablehnte.
Thatchers Deutschlandbild, habe sich im Wesentlichen bis 1942 gebildet und hätte danach keine markanten Veränderung erfahren.
In diesem Zusammenhang warnte Thatcher war einem europäischen Superstaat und lehnte später daher den 1992 unterzeichneten Vertrag von Maastricht nach persönlichen Empfinden ab. Der Maastrichter Vertrag, der Vertrag über die Europäische Union, wurde am 7.Februar 1992 vom Europäischen Rat unterzeichnet. Mit diesem Vertrag wurde die Europäische Union als übergeordneter Verbund (über die EG) gegründet.
Durch ihre innenpolitische, wie außenpolitische Haltung, verlor sie die Gunst ihrer Parteianhänger und erklärte am 22.November 1990 ihren Rücktritt, als sie nach dem ersten Wahlgang zur Widerwahl zur Parteivorsitzenden nicht die benötigten Prozente erhielt. Ihr Nachfolger als Premierminister und als Parteivorsitzender wurde John Major.


Margret Thather wurde zu Recht die eiserne Lady genannt.
Am meisten hat mich ihr Verhältniss zu Deutschland schockiert.
Sie habe nach ihrer Ansicht, sich ein Bild von Deutschland bis 1945 gemacht und dieses habe sich bis jetzt nicht verändert.
Dazu fällt einem nichts mehr ein.

Außerdem warnte sie vor der Widervereinigung war einem deutschen "Superstaat" und davor das sich die Geschichte wiederholen könnte.
__________________
"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."

Geändert von Sartre (19.11.2006 um 01:21 Uhr).
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  #2  
Alt 19.11.2006, 11:25
Benutzerbild von Scipio
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AW: Margret Thatcher

Nun, es hatten sehr viele die Angst vor einem Deutschen Superstaat und das sich die Geschichte wiederholen wird. Aber die Briten allgemein sind nicht deutschfreundlich, ich glaube kaum, dass das nur bei ihr so der Fall gewesen wäre.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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  #3  
Alt 19.11.2006, 11:37
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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AW: Margret Thatcher

Außerdem warnte sie vor der Widervereinigung war einem deutschen "Superstaat" und davor das sich die Geschichte wiederholen könnte.
Soweit ich mich erinnere war kaum ein Staat in Europa wirklich für ein vereinigtes Deutschland. Hätte der dicke Alte da nicht so flott alles ins rollen gebracht würden wir heute vermutlich immer noch in zwei Staaten leben. Auch unsere französischen Freunde waren eher gegen eine deutsche Mittelmacht. Man befürchtete eben, dass Deutschland danach wieder einen Platz an der Sonne fordern könnte. Womit sie ja auch nicht ganz unrecht hatten. Seit der Wiedervereinigung hat sich die deutsche Außenpolitik extrem gewandelt, bis hin zu einer Forderung nach einem Platz im Weltsicherheitsrat.

P.S. Ist der Text von dir? Wenn ja könnte man ihn ja nochmal korrektur lesen und dann in die Artikeldatenbank übernehmen.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #4  
Alt 19.11.2006, 11:39
Benutzerbild von Sartre
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AW: Margret Thatcher

Zitat von Scipio
Aber die Briten allgemein sind nicht deutschfreundlich, ich glaube kaum, dass das nur bei ihr so der Fall gewesen wäre.
Also zu dieser Zeit war Thatcher nicht mehr an der Macht und der neue Premierminister John Major hatte nichts gegen die Wiedervereinigung.
Obwohl dieser auch zu den Konservativen gehörte.

Außerdem finde ich es einen Skandal zu behaupten, dass Deutschland sich nach 1945 nicht mehr verändert hat.
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  #5  
Alt 20.03.2007, 18:06
Benutzerbild von rasputin753
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AW: Margret Thatcher

ihre einstellung gegenüber deutschland ist natürlich wie wir wissen schwachsinn aber den rest ihres wirkens betrachtend muss man sagen dass sie für england die rettung und ein segen war. was wir heute angloamerikanisches wirtschaftssystem nennen ist ihr entsprungen und sorgt dafür dass es beiden glänzend geht.
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  #6  
Alt 21.03.2007, 21:38
Benutzerbild von Sartre
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Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen

P.S. Ist der Text von dir? Wenn ja könnte man ihn ja nochmal korrektur lesen und dann in die Artikeldatenbank übernehmen.
Das ist mir jetzt erst aufgefallen.
Ja der Text ist von mir.
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