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05.05.2008, 11:47
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 465
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Max Grundig
Vor 100 Jahren (7. 5. 1908) wurde Max Grundig geboren. Sein Aufstieg zum Patriarchen eines Milliardenkonzerns war von außen betrachtet beispiellos gewesen. Zugleich war er Pionier der deutschen Unterhaltungselektronik, deren Verbreitung das deutsche Wirtschaftswunder in den Wohnungen der Bürger erlebbar machte.
Trotz des Einsatzes von Zwangsarbeitern aus der Ukaine in seiner ersten 1930 gegründeten Firma gaben ihm die Alliierten nach dem WK schnell wieder eine Chance, als Unternehmer tätig zu werden. Sein Coup: Der Heinzelmann. Indem er den Baukasten für den Empfänger als Spielzeug auswies, unterlief er die Verkaufsauflagen der Alliierten für «normale« Rundfunkgeräte. Bald war die Firma Grundig die größte Radiogeräte-Fabrik Europas.
Tonbandgeräte kamen hinzu, 1952 lief die Fertigung von Fernsehgeräten an. Auf dem Höhepunkt waren bei Grundig 38500 Männer und Frauen in 28 Werken beschäftigt. Doch mit dem Video-System-2000 setzte Max Grundig aufs falsche Pferd - VHS von Sony und Co. hängten es gnadenlos ab.
Es kam (1983) der Niedergang, und mit Philips kam ein Unternehmen der Shareholder Value getriebenen Art ans Ruder. 1996 kündigte Philips den Beherrschungsvertrag und die Verlustübernahme und erklärte, auch kein Interesse mehr an der Marke zu haben. Am 1. Juli 2003 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Schließlich übernahmen, zu je 50 Prozent, die britische Alba plc. und die türkische Firma Beko die Grundig Intermedia GmbH als Kern der alten Firma. Es war das Aus für die Fertigung.
Ist der erste Teil einer solchen Geschichte heute noch denkbar?
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05.05.2008, 12:19
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 587
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Zitat von Sokotra
Ist der erste Teil einer solchen Geschichte heute noch denkbar?
Frag mal Bill Gates...
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05.05.2008, 16:14
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 5.757
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Zitat von Thersites
Frag mal Bill Gates...
In Deutschland auch?
__________________
Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich sicher sein kann, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
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05.05.2008, 17:29
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.289
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also dass grundig so enden musste ist traurig, da ich mich noch sehr wohl an das gerät meiner eltern erinnern kann, welches mir jahrelang in meiner kindheit die kinderfilme auf orf2 lieferte.
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09.05.2008, 07:50
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 944
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Ach ja ... wir hatten auch jahrelang einen Grudnigfernseher bei uns im Wohnzimmer stehen ... die guten alten Zeiten ...
Ich denke komentenhafte Aufstiege von Firmen wird es wohl immer geben, warum auch nicht?
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09.05.2008, 21:47
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Ädil
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 339
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Dietmar Hopp mit SAP oder Ralph Donnermuth mit United Internet sind beide Milliardäre und das haben sie der richtigen Idee zum richtigen Zeitpunkt und sicherlich auch wirtschaftlichem Weitblick gepaart mit Willen zum Erfolg zu verdanken.
Ansonsten gibts noch genügend erfolgreiche Firmen, deren Gründer bei 0 anfingen und heute erfolgreich sind. Allerdings auch viele, die gescheitert sind, was aber gerade das System mit Wettbewerb ausmacht und auch gut so ist- trotz aller Härten im Geschäft.
Geändert von Titus_Livius (09.05.2008 um 21:49 Uhr).
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