07.10.2008 - 01:59
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  #1  
Alt 14.01.2008, 15:42
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
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Phokas, Bilderbuchtyrann?

Und weil ich heut viel Zeit hab und grad in Schreiblaune bin will ich mal über jemanden schreiben dessen Herrschaft meiner Meinung nach für die Römer schicksalshafter und schlimmer war als die des Commodus oder Nero oder Caligula und immer etwas zu kurz kommt:

Phokas, der von 602 bis 610 Kaiser des oströmischen bzw. byzantinischen Reiches war schaffte es in diesen Jahren vom gutgeführten Reich des Maurikios es bis fast in die Vernichtung zu führen. Vor seiner Thronbesteigung ein einfacher Zenturio dessen Herkunft noch nicht einmal gesichert ist.Als die in Thrakien stationierte Armee des Maurikios nach einen mühsamen Feldzug auch noch auf den linken Donauufer überwintern sollte meuterte sie unter der Führung von Phokas.Die Soldaten zogen mit Hilfe der Grünen, einer der beiden damaligen grossen Zirkusparteien in Konstantinopel ein. Er brachte Maurikios und später auch dessen Familie um. Als die Grünen für ihre Hilfe auch etwas haben wollten verbündet er sich mit der anderen Partei den Blauen, die vorher auf Seiten des Maurikios standen, und geht gegen die Grünen vor.Unter seiner Herschaft gärt es im Balkan was später unter Herakleios zur Belagerung Konstantinopels führte.Die Perser ergriffen die Chance, stellten einen Alibi-Thronanwärter und bekriegten Ostrom im Bündniss mit der tragischen Gestalt des fähigen oströmischen Feldherrn Narses. Der als er sich bereiterklärte die Seiten zu wechseln und das Kommando gegen die Perser zu übernehmen von Phokas nach der Übergabe gefangengenommen und lebendig verbrannt wurde. In Italien erkannte er die Langobarden als Herrscher an. Ostrom verblieb dort nur das Exarchat Ravenna.Dort erkannte er die MAchtansprüche der Päpste an.Ironischerweise wurde mit der Phokas-Säule 608 das letzte antike Bauwerk auf dem Forum Romanum errichtet. Schliesslich erhob sich gegen ihn Herkleios und es kam zum Bürrgerkrieg in Gebieten wie Ägypten und Syrien die wenig später gegen Ende der Herrschaft des Herkleios an die Araber verlorengingen.

Tragisch ist wenn man betrachtet wie empfindlich Ostom war,wie abhängig von der Qualität der Kaiser.Hätte Phokas noch länger geherrscht wäre Ostrom schon damals untergegangen.Hätte er nicht geherrscht hätte es vielleicht nie die Expansion der Araber in der form gegeben sondern stattdessen ein mächtiges Ostrom...
Im allgemeinen wird das heutige Phokasbild etwas positiver bezeichnet als hier bei mir ,aber die antiken Quellen lassen ihn auch nichts gutes.
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Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.

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Geändert von Nichts (14.01.2008 um 15:55 Uhr).
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  #2  
Alt 27.01.2008, 18:27
Benutzerbild von Leto
Plebejer
 
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Eine interessante historische Persönlichkeit. Hat mich schon fasziniert, als ich das Buch "Byzanz" gelesen habe.

Ich denke auch, dass dieser Imperator einem Caligula nicht unbedingt nachsteht.
Aber wenn man dieses genannte Buch ließt, stellt man fest, dass Phokas nicht der einzige unfähige und grausame Herrscher in der Geschichte des Oströmischen Imperiums war.
Ich denke da auch an Justinian II. oder Michael VII., der seinen Vorgänger Romanos IV. Diogenes auf grausamste Art und Weise stürzte.
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  #3  
Alt 27.01.2008, 20:11
Benutzerbild von Nichts
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Zitat von Leto Beitrag anzeigen
Eine interessante historische Persönlichkeit. Hat mich schon fasziniert, als ich das Buch "Byzanz" gelesen habe.

Ich denke auch, dass dieser Imperator einem Caligula nicht unbedingt nachsteht.
Aber wenn man dieses genannte Buch ließt, stellt man fest, dass Phokas nicht der einzige unfähige und grausame Herrscher in der Geschichte des Oströmischen Imperiums war.
Ich denke da auch an Justinian II. oder Michael VII., der seinen Vorgänger Romanos IV. Diogenes auf grausamste Art und Weise stürzte.
Caligula hat aber immerhin das Reich nicht an den Rande des Zusammenbruchs gebracht, aber das zeigt nur wie empfindlich die byzantinische Herrschaft war.
Da gibt es doch die Geschichte wie die Byzantiner aus relativ günstiger Position heraus einen verlustvollen Rückzug machen mussten nur weil sich der Kaiser das Bein brach...
Die byzantinische Geschichte ist schon eine Tragödien, Hofintrigen und Heldengeschichtensammlung.
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  #4  
Alt 27.01.2008, 21:07
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Zitat von Nichts Beitrag anzeigen
Die byzantinische Geschichte ist schon eine Tragödien, Hofintrigen und Heldengeschichtensammlung.
Aber auch die Geschichte einer großen Kulturnation, die sich immer wieder berappelt hat und Europa und den Nahen Osten jahrhundertelang entscheidend geprägt hat.
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  #5  
Alt 28.01.2008, 18:30
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Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Aber auch die Geschichte einer großen Kulturnation, die sich immer wieder berappelt hat und Europa und den Nahen Osten jahrhundertelang entscheidend geprägt hat.

Auch das!

Dieses Reich hatte zweifelsohne eine faszinierende Geschichte!
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  #6  
Alt 07.05.2008, 22:09
Plebejer
 
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Zitat von Leto Beitrag anzeigen
Eine interessante historische Persönlichkeit. Hat mich schon fasziniert, als ich das Buch "Byzanz" gelesen habe.

Ich denke auch, dass dieser Imperator einem Caligula nicht unbedingt nachsteht.
Aber wenn man dieses genannte Buch ließt, stellt man fest, dass Phokas nicht der einzige unfähige und grausame Herrscher in der Geschichte des Oströmischen Imperiums war.
Ich denke da auch an Justinian II. oder Michael VII., der seinen Vorgänger Romanos IV. Diogenes auf grausamste Art und Weise stürzte.
Michael VII. war allerdings noch unmündig, als er Kaiser wurde. Der eigentliche Drahtzieher am Sturz Romanos IV. war der byzantinische Quellenschreiber Michael Psellos. Mit dem nasenlosen Justinian hast Du allerdings recht. Der kann es mit Phokas bestens aufnehmen.
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  #7  
Alt 19.05.2008, 22:35
Plebejer
 
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Interessant fände ich mal eine genauere Untersuchung der Beziehung zwischen Phokas und Papst Gregor dem Großen. Den Quellen ist ja meistens zu entnehmen, dass sich Gregor zunehmend von Maurikios distanzierte, da dieser die Sicherheit Roms und Italiens trotz der Einrichtung des Exarchats von Ravenna vernachlässigte (wohl wegen der größeren und unmittelbaren Gefahr für Byzanz durch die Awaren auf dem Balkan) und die Machtergreifung des Phokas begrüßte. Nur: Meinte Gregor das wirklich so oder war es lediglich eine captatio benevolentiae ? Man muss ja auch noch berücksichtigen, dass Gregors 3. Nachfolger Bonifatius IV. mitverantwortlich für die Errichtung der berühmt-berüchtigten Phokas-Säule. Oder war allein der Exarch Smaragdus der eigentliche Mann hinter dieser Stiftung ?
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  #8  
Alt 20.05.2008, 19:53
Benutzerbild von Basileios
Plebejer
 
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Phokas hat in Italien das anerkannt was Realität war. Die Exarchen neigten dazu sich selbstständig zu machen oder zu usurpieren. Er schlug den Kurs ein, dem Pabst seine reale Macht in Italien zu bestätigen. Für eine Zurückdrängung der Langobarden hatten schon die Vorgängerkaiser nicht mehr die Mittel. Den Pabst einzuspannen um wenigstens das Restitalien zu halten war kein schlechter Plan.
Den Perserkrieg hat Phokas nicht provoziert, da ging der ambitionierte Chosrau II in die Offensive und ihm fiel der ohnehin durch den Monophysitismus äußerst illoyale Osten relativ leicht zu. Von der Grausamkeit her ist Phokas für Byzanz eher Durchschnitt. Ein großer Teil der Hofschranzen setzte die Karriere von Maurikios über Phokas bis zu Herakleios natlos fort. Verbannen, Nase ab und den ein oder anderen einen Kopf kürzer das war Standard. Das finanziell bergab ging lag einfach am schnellen Verlust von 2/3 der Steuerbürger durch den Landverlust. Phokas ist (im Osten) dämonisiert worden weil er niedrigster Herkunft war (kleiner Putschist, statt "edler" Usurpator) und weil er letztlich nicht die Energie hatte an drei Fronten das Reich zu verteidigen (auch sein Nachfolger war nur gegen Persien erfolgreich und hatte Glück das Awaren und Perser von Innen her zusammenfielen nach relativ harmlosen Niederlagen).
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  #9  
Alt 21.05.2008, 21:17
Plebejer
 
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Mein bisheriger Wissensstand war allerdings, dass die berüchtigten byzantinischen Verstümmelungsmethoden (bis Justinian II.: Nase abschneiden, danach: blenden) erst ab Phokas in größerer Masse praktiziert wurden. Von Maurikios ist dergleiche nichts bekannt, der war "nur" knausrig oder hat schlimmstenfalls mal auspeitschen lassen. Davor gab es vereinzelte politische Morde, so z. B. an Gegenkaiser Hypatios oder General Justin, der Konkurent Kaiser Justins II. Historisch gesichert dürfte aber sein, dass die Byzantiner im Jahr 602 den Phokas tatsächlich als Kaiser wollten, weil sie sich von ihm ein Ende der Kämpfe erwarteten. Allerdings haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Hofschranzen würde ich nicht als Beispiel für Kontinuität der Systeme nennen. Die sind oft von Natur aus Schmeichler und nur für Schmeichelei wird man bei einem Herrschaftswechsel nicht bestraft. Dieses Schicksal erlitten nur die aktiven Mittäter (war ja nach der NS-Zeit nicht anders). Neben den Hofschranzen ist aber vor allem General Priskos als "byzantinischer Talleyrand" zu bezeichnen, unter Herakleios ging sein Einfluss allerdings zurück.

Geändert von Tertullian (21.05.2008 um 21:19 Uhr).
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  #10  
Alt 22.05.2008, 12:56
Benutzerbild von Basileios
Plebejer
 
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Es ist ja oft zu lesen, das der "gute" Maurikios praktisch vor dem Endsieg auf dem Balkan stand und es dazu nur noch notwendig war die Truppen etwas ungemütlich hinter Donau überwintern zu lassen und dann im Frühjahr von da den entscheidenden Schlag zu führen. Das aber hat dem Heer nicht geschmeckt und Phokas hat die Saubande nach Konstantinopel geführt und den Kaiser gekippt.
Der hat dann durch seine "Unfähigkeit" die Niederlagen im Perserkrieg zu verantworten, eine totale Staatspleite usw.

Einiges daran erklärt sich aber nicht so richtig. Maurikios hatte sich von den Awaren mit 20000 Gold Solidi den Frieden erkauft, sie blieben im heutigen Rumänien und konnten sich ausruhen um bei Gelegenheit von da aus wieder loszulegen sobald das Geld ausblieb (wie dann auch geschehen). Nach diesem "Seperatfrieden" standen die "Slawen" (proto-Serben/vor-Bulgaren) den Romanoi alleine gegenüber und knickten bis ins heutige Ungarn weg. Der Unmut entzündete sich daran das den Awaren (militärisch die eigentliche Herausforderung) ein Stillhaltegeld erheblicher Größenordnungen -mit notwendiger Erhöhung des Steuerdrucks im Kernland, Byzanz haushaltete konservativ mangels Kreditwesen- bezahlt wurde, man aber die Gefangenen dieses Krieges bei den Awaren als Sklaven beliess, statt die freizukaufen (oder frei zu kämpfen). Hier wurde erheblich der Korpsgeist auf den Plan gerufen, zumal der Kaiser kein Feldherr war und "zu Hause" im Palast sass. Das ein "Centurio" (sein wirklicher Rang ist nicht ganz klar) sich gegenüber der ganzen Hierarchie der Armee an die Spitze der Meuterei setzen konnte, zeigt nicht gerade das er ein völlig unfähiger war. Das er von Marikios und der Familie nichts übrig lies ist wieder folgerichtig, immerhin war der auf dem Weg zu den Orienttruppen um noch was zu versuchen. Mit der Charta der Menschenrechte braucht man in Byzanz nicht anzufangen. Seine schwache Legitimation als "Soldatenkaiser" brachte ihm natürlich größere Konflikte ein, als einem Kaiser der sich auf "Erbfolge" hätte berufen können.

Außenpolitisch war er durchweg in einer Zwangslage, die er (und auch ein anderer Kaiser) kaum hätte beeinflussen können. Das Geld war durch die aus dem Krieg rausgekauften Awaren knapp (immerhin lief ein weiterer erkaufter Frieden mit den Persern). Das Heer konnte auf dem Balkan nicht vorgeschickt werden, dann wärs mit seiner Herrschaft ebenfalls Essig gewesen. Das Chosrau mit dem "falschen Prinzen", als Maurikios Sohn dann die Offensive eröffnete (die er in 10 Jahren Frieden an der persischen Westfront vorbereitet und mit römischem Stillhaltegeld finanziert hatte). Chosrau war jetzt mit den Hephtaliten fertig und ging auf Ostrom los.
Phokas war im Westen handlungsunfähig der Staat finanziell am Ende (ok an Persien brauchte nicht mehr gezahlt werden, dafür sackte Persien ja schnell die Steuerzahler persönlich ein).

Letzter Handlungsspielraum für ihn war in Italien und da kam er zu einem ordentlichen Kompromiss mit der einzigen echten Autorität dem Pabst. Dennoch scheint er ja in Kleinasien Truppen zusammengezogen zu haben, die dann auch in der "Herakleios-Revolution(-Putsch) noch lange zu seiner Fahne gestanden haben. Natürlich ist er aus dem Blickwinkel eines objektiven Staatswohls der Kaiser unter dem der brutale Absturtz begann, aber sein Nachfolger Putschist profitierte (trotz zweifellos glänzender militärischer Leistungen) auch viel davon, das er in Italien für Ruhe gesorgt hatte statt wie die Vorgänger mit dem Pabst den Dauerkonflikt zu schüren (was immer den Abfall Roms zur Folge haben konnte und später auch hatte). Mehr war schlichtweg nicht drin. Das er den hohen Steuerdruck wegen der Friedensgebühren an die Awaren aufrecht erhalten musste, das schuf die Stimmung für seinen Sturtz. Herakleios "eroberte" zuerst Ägypten (was dadurch später locker von den Persern einkassiert werden konnte) und wiegelte dann die an der Steuerlast quietschende Hauptstadtbevölkerung auf. Hätte er sich als "Patriot" nicht auch hinter Phokas stellen können, stattdessen gegen Persien oder die Awaren marschieren können (statt in Kleinasien erstmal die "Phokastreuen" Truppen zu erledigen) ... auch er wollte erstmal die Macht und dann weitersehen, aber natürlich hat er es im Nahhinein ein Bißchen "besser gemacht"
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  #11  
Alt 22.05.2008, 18:36
Plebejer
 
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> Hier wurde erheblich der Korpsgeist auf den Plan gerufen, zumal der Kaiser kein Feldherr war und "zu Hause" im Palast sass.

Doch, Maurikios war vor seiner Zeit als Kaiser ein sehr wichtiger General. Auch nach dem Frieden mit den Persern wollte er - nach Norwich - nochmals persönlichlich gegen die Awaren ins Feld ziehen, mittlerweile hatte er allerdings eine Großfamilie (mit deren Gründung er erst mit Mitte 40 begonnen hatte) - und die war dagegen. Du hast allerdings Recht, dass der Sieg gegen die Awaren im November 602 noch lange nicht gesichert war. Ebenso ist unsicher, ob der Friede mit Chosrau II. noch viel länger gedauert hätte und dieser die byzantinischen Wohltaten nicht irgendwann auch so "vergessen" hätte. Immerhin hat der Frieden allerdings wirklich von 591 - 602 gehalten, so darf durchaus behauptet werden, dass Chosrau gegenüber Maurikios und seiner Familie ein persönliches Treuepflichtgefühl hatte, aber nicht unbedingt gegenüber Byzanz als Ganzes.
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  #12  
Alt 22.05.2008, 21:58
Benutzerbild von Basileios
Plebejer
 
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ok, viel mehr gemäßigtes fällt mir zu Phokas nicht unbedingt ein. Würde ihn zumindest nicht als "den Tyrannen" schlechthin durchgehen lassen. Seine Regierungszeit steht eben stark im Schatten der Ereignisse die unter Herakleios ablaufen und dagegen ist er inaktiv in der Außenpolitik und der Machterhalt steht im Vordergrund. Dennoch denke ich das er sich nur ebenso an die errungene Macht geklammert hat wie alle Usurpatoren und er wenig Chancen hatte andere Akzente zu setzen. Herakleios musste diese setzen, sonst würden wir mit seiner Regierungszeit wohl "den Untergang des Römischen Reiches" gleichsetzen und einen Begriff Byzanz brauchte man dann wohl nicht.


Hiermit möchte ich ganz gerne parallel einen Herakleios(-Zeit) Thread eröffnen ... oder will ein anderer das?
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herakleios, phokas, tyrann


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