21.07.2008 - 01:41
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  #16  
Alt 16.11.2007, 19:53
Benutzerbild von mimir
homo novus
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 124
dabei ist meist von sog. virtuellem wasser die rede, wobei ja fleisch ja schon grundsätzlich uneffizient ist von input/output her... man verfüttert ja im laufe der zeit bis so ein tier geschlachtet wird ein vielfaches an nährwert an dasselbe irgendwie schon blöd, wenn man drüber nachdenkt.

hab nachgeschaut und 1kg. rindfleisch verbraucht ugf. 15000l. an virtuellem wasser
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  #17  
Alt 16.11.2007, 21:14
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 605
Exkurs: Ebenso "blöd" ist es, was auf den Feldern als Futter wächst, für Bio-Sprit zu verwenden - dann die fehlende Futtermittel auf den internationalen Rohstoffmärkten nachzukaufen und den dort aktiven Spekulanten in die Hände zu spielen.
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  #18  
Alt 16.11.2007, 23:37
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 660
Bin auch kein Vegetarier, setze aber in meiner Ernährung eher auf pflanzliches und auf Käse/Milch. Ich sehe die moderne Tierhaltung als äußerst kritische industrielle Massenhaltung. Schweine werden mit Medikamenten ruhig gestellt, damit sie keinen Herzinfarkt bekommen. Es gibt ja auch einen Film, ich glaube "die Welt isst" oder so ähnlich... Da vergeht einem der Appetit auf Tiere. Ich hätte eigentlich hier mehr kritische Positionen im Bezug auf Fleisch-essen erwartet. Dieses "alte-Hausfrauen-Gedankengut": i brauch jeden Tag Wurscht un Fleisch- überrascht mich sehr.
__________________
Wir lassen euch leben im Dienste dieses Schiffes - also rudert gut. Und lebt!

Quintus Arius aus "Ben Hur"
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  #19  
Alt 17.11.2007, 00:03
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.011
Jeder soll essen was er will. Basta. Jeder hat seine anderen moralischen Grundsätze, die lassen sich sowieso nicht vereinbaren.
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  #20  
Alt 17.11.2007, 11:27
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 701
Ich habe ein großes moralisches Problem mit der heutigen Massentierhaltung; das ist Tierquälerei, und die ist nicht schön. Wenn ich selber koche und einkaufe probier ich, Fleisch aus Bio-Quellen oder so zu bekommen; da ich aber ziemlich drauf angewiesen bin, mich tagsüber auswärts zu versorgen, habe ich da relativ wenig einfluss drauf (Bio-Currywurst und frisch aus Kartoffeln gemachte Pommes schmecken echt grandios, aber ich kann dafür nicht täglich 5 € auf den Tisch legen). Daher find ich die Forderung nach einem Verbot dieser unwürdigen Tierzucht unterstützenswert.

Prinzipiell hab ich keine Probleme mit dem Fleichgenuss (und totes Tier schmeckt einfach zu gut, um das völlig vom Speiseplan zu streichen). Es ist aber problemlos möglich, sich als Vegetarier gesund und ausgewogen zu ernähren; wir reden ja nicht vom Veganismus. Im Ernst, der Otto-Normal- und die Anna-Normal-Deutsche isst doch viel zu viel Fleisch, als das das Gesund ist.

Ein Wort noch zur Umweltverträglichkeit: Rinder, Schafe und andere Wiederkäuer tragen zu einem erheblichen Teil zum Treibhauseffekt und zur Klimaveränderung bei, da sie auch klimaschädliche Gase produzieren (Mehan). Außerdem gehen beim Weg über die Kuh natürlich pflanzliche Nährstoffe verloren, soll heißen von dem Futter, was das Tier gefressen hat, wären mehr Menschen satt geworden als durch das Fleisch. Zwei Gründe, den eigenen Fleischkonsum einzuschränken; muss ja auch nicht jeden Tag Steak oder Eisbein sein...
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  #21  
Alt 17.11.2007, 14:03
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 605
Thersites schrieb:
Ich habe ein großes moralisches Problem mit der heutigen Massentierhaltung ... find ich die Forderung nach einem Verbot dieser unwürdigen Tierzucht unterstützenswert.
Kann ich jederzeit mit unterschreiben. Aber was ist dann die Alternative, wenn alle Leute scharf auf Fleisch sind? In Peking hatte ich die Gelegenheit, das Zentralinstitut für Gentechnologieforschung der VR China zu besuchen. Die Wissenschaftler waren echt stolz auf die Ergebnisse ihrer Vermischutng von Karpfen- mit menschlichen Wachstumsgenen. Auf unsere Frage nach Grenzen solchen Tuns lächelten sie freundlich und meinten, sie wüssten, dass solches in Europa ein Thema ist, in China wäre es keines, und alles wäre nur im Dienste der Ernährung der Bevölkerung. Wir haben sie nicht gesehen, aber die Behauptung war: Die gengezüchteten Karpfen hätten die siebenmalige Größe eines normalen.
Wir waren schockiert ...
Anmerkung: Ich esse wenig Fleisch, mir sind einfach Käse und Fisch lieber (aber die fränkischen Karpfen, chinesische würde ich nicht mehr essen).
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  #22  
Alt 17.11.2007, 14:07
Plebejer
 
Registriert seit: 20.10.2007
Ort: Oberbayern
Beiträge: 7
Zitat von Kriegsknecht Beitrag anzeigen
Ich denke mal es kommt weniger drauf an, ob man Fleisch ist, als vielmehr welches Fleisch. Für mich besteht beispielsweise ein Unterschied darin, ob meine Hühnchenbrust vom Bauer in der Region stammt, oder ob sie aus Brasilien importiert und demnach um den halben Globus gekarrt wurde.

Ich kaufe und esse wenn immer möglich nur inländische Fleischprodukte. Auf Meerfisch verzichte ich komplett, obwohl ich Fisch liebe. Wenn es mich dann trotzdem mal wieder übermannt, dann kaufe ich nur Fisch aus Züchtungen (bsp. Norwegischer Zuchtlachs).

Vegetarismus finde ich jedoch sinnlos. Aber das sei jedem selbst überlassen.
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Die Ausgewogenheit der Stoffe muss stimmen, die der Körper beim essen bekommt. Vegetarisch kann dabei eher ungesund sein und Mangelerscheinungen auslösen. Aber Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Ich möchte eigentlich auf das Problem der Verarbeitung und der Ressourcenverschwendung hinweisen. Ein frisches Steak vom Metzger ist eines, der Hamburger von der großen Kette etwas anderes. Habe gelesen: Wer nur einen einzigen Hamburger verspeist, hat zugleich 11 000 Liter Wasser vertilgt. Diese Menge errechneten die Experten von der Welt-Entwicklungsorganisation UNDP aus den einzelnen Stufen der Fertigungskette. Absoluter Wahrsinn in einer Zeit weltweiter Wasserknappheit.

mit beiden Argumenten stimme ich überein. Ich esse Fleisch, allerdings gemäßigt. Problematisch wäre bei mir eine reine vegetarische Ernährung: ich esse kein Gemüse.

Ein befreundeter Krankenpfleger erzählte mir mal in einer Diskussion, dass er in seinem Arbeitsalltag folgende Beobachtung gemacht hat: Vegetarier benötigen länger zur Genesung, als Patienten, die auch Fleisch essen. Kommt mir logisch vor: Stichwort tierisches Eiweiß

Massentierhaltung auf der einen und Organisationen wie PETA auf der anderen verurteile ich beide. Auf keiner Seite findet sich das nötige Mittelmass. Schlimm ist auch, wenn ein Vegetarierer andere zwanghaft missionieren will ("es wurde nur wegen Dir ein Tier geschlachtet, damit Du ein Wurstbrötchen essen kannst! ")
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  #23  
Alt 17.11.2007, 14:38
Propraetor
 
Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
Zitat von MacX Beitrag anzeigen
Pflanzen haben kein Schmerzempfinden, keine Gefühle, kein Bewusstsein. Die Tiere, von denen wir uns ernähren, sind von uns selbst gar nicht so weit entfernt.
DAs stimmt so nicht. Akazien zB warnen ihre artgenossen wenn sie von Giraffe angeknabert werden. Es ist zwar kein schrei, aber sogar pflanzen protestieren wenn sie getötet werden.
__________________
Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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  #24  
Alt 17.11.2007, 15:22
MacX
Gast
 
Beiträge: n/a
Also Pflanzen haben doch in der Regel nur bestimmte Mechanismen, die tierähnliche Reaktionen zulassen.
Ein Nervensystem, das Reize verarbeiten kann um "Schmerz" zu erzeugen, haben sie nicht.
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  #25  
Alt 17.11.2007, 15:44
Novalis
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
DAs stimmt so nicht. Akazien zB warnen ihre artgenossen wenn sie von Giraffe angeknabert werden. Es ist zwar kein schrei, aber sogar pflanzen protestieren wenn sie getötet werden.
Und was machen die anderen Akazien dann? Weglaufen?
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  #26  
Alt 17.11.2007, 16:08
Benutzerbild von mimir
homo novus
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 124
angriff ist die beste verteidigung

so ein herunterkrachender ast kann ganz schön weh tun
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  #27  
Alt 17.11.2007, 17:05
Novalis
Gast
 
Beiträge: n/a
Um mal einen ernsthaften Beitrag zu diesem Thema zu verfassen:

Nein, Fleischkonsum generell ist sicher nicht unmoralisch.
Bergeweise Fleisch zu niedrigsten Preisen konsumieren oder verderben lassen, das ist unmoralisch.
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 17.11.2007, 17:08
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.048
Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Und was machen die anderen Akazien dann? Weglaufen?
Nein aber sie schütten giftige Bitterstoffe aus an denen Tiere im Extremfall verenden. Sichtbar wurde dies bei Experiemten bei denen Tiere sich nur von immer denselben Akazien ernähren konnten und alle verendeten.

Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Nein, Fleischkonsum generell ist sicher nicht unmoralisch.
Bergeweise Fleisch zu niedrigsten Preisen konsumieren oder verderben lassen, das ist unmoralisch.
Stimme ich so zu.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
Mit Zitat antworten
  #29  
Alt 17.11.2007, 19:36
Novalis
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Nein aber sie schütten giftige Bitterstoffe aus an denen Tiere im Extremfall verenden. Sichtbar wurde dies bei Experiemten bei denen Tiere sich nur von immer denselben Akazien ernähren konnten und alle verendeten.
.
Ist das nicht beim Tabak genauso? Mit dem Nikotin?
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  #30  
Alt 17.11.2007, 19:56
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.048
Das weiß ich jetzt wiederrum nicht.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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