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22.10.2005, 15:11
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.464
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Warum folgt der Revolution so häufig eine Restauration?
Man kann dieses Ereignis quer durch die Geschichte verfolgen. Auf viele große Revolutionen folgt nach mehr oder minder kurzer Zeit eine Restauration.
Größtes Beispiel dafür ist natürlich der Wiener Kongress aber auch in Russland kann man ja nach der Februarrevolution, die eine demokratische Regierung einsetzte eine Art Restauration beobachten indem die "roten Zaren" unter Lenin an die Macht kamen und diese absolut ausübten.
Weshalb hat der Mensch immer wieder diesen Drang alte Fehler wieder zu machen?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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22.10.2005, 18:36
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.597
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nun wenn du mich frägst liegt das daran dass der mensch eingewohnheitstier ist und revolutionen meist ja was krass neues mit sich bringen und nach ner zeit beim menschen die nostalgie durchschlägt, in dem er sagt früher war alles besser  dann kommts eben zu einer restaurasition
also ist jetzt mal meine persönliche erklärung dafür
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23.10.2005, 02:09
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Plebejer
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Registriert seit: 13.10.2005
Beiträge: 1
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Solch eine revolution ist ja eine arg emotionale sache (  ), bei der meist eher kleine, dafür um so fanatischere gruppierungen den "zahn der zeit" gut treffen und die massen für ihre sache mobilisieren können - auch wenn die revolution nur sehr oberflächlich die bedürfnissen etc. des volkes befriedigt; erstmal wird "denen" gezeigt das man die schnauze voll hat, es wird etwas gemacht.
da wird viel und gerne weit übers ziel hinausgeschossen, als folge gibts wieder missstimmung was wieder zu einer "gegenrevolution" führen kann.
bin leider ein wenig müde aber werdet wohl verstehen was ich meine
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23.10.2005, 14:57
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Konsul
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Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
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also ich glaub dass es so ist,
dass nur dei führenden an etwas komplett neues denken.
die breite masse aber denkt einfach daran, den missstand loszuwerden.
=>die, die den missstand an der wurzel packen wollen, führen das ganze an, die breite masse folgt, will aber den missstnad eifnach nur loswerden, im prinzip schon da eine restauration machen
Die Führenden treiben das Ganze zu einem völlig neuen System, was den eher kleingeistigen Massen eben nicht gefällt, das sie ja, denke ich, nur ihre Nachteile weghaben wollten, und nicht etwas ganz neues erschaffen...
Hinzu kommt auch, dass die Anführer, sobald sie mal von der Macht gekostet haben, die nicht mehr hergeben wollen.
DAs kommt alles zusammen, dann begehrt das Volk wieder auf und es gibt ne Gegenrevolution...man ist wieder beim alten angekommen, das man eig. abschaffen wollte, zuerst. Meist geht das alte dann auch eine Zeit lang gut, man siehe bei der franz. Revolution diese König Philipp da, aber dann kommt man wieder zum alten Missstand, und das ganze wiederholt sich.
So eine Art Kreislauf ist das, der, wegen den kleingeistigen Massen und dem Machthunger der Großen sich immer wieder wiederholt.
Also kann man sagen, dass der Mensch, so intelligent er sein mag, meist das will, was er kennt, also konservativ ist, und wenn er einmal Macht hatte, diese nicht mehr loslassen will - daraus folgt dann, dass sowas am Menschen "scheitert", der Kreislauf fängt damit an udn endet damit...der Mensch lernt zwar, aber es scheint so, als könne er "instinktives" konservativ sein und "natürlichen" Machthunger nicht durch "lernen" "abschalten". Und nur aus diesen beiden Dingen besteht die Misere dieses Kreislaufes, der sich, wie Wulfnoth sagte, immer wieder wiederholt/wiederholt hat, ohne dass der Mensch es einmal anders gemacht hat...
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26.10.2005, 18:20
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Propraetor
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Registriert seit: 18.03.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 543
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Ich glaube das es auch so ist, dass die Verhältnisse die davor herrschen relativ etabliert sind, und die Anführer der Revolution nach eben dieser den Staat zu Wohlsatnd führen wolen (meistens) und dann einsehen das die alten Methoden und verhältnisse dafü rgut waren, oder am einfachsten, sodass diese wieder zum Vorschein kommen. Oder die Bevölkerung sieht das es ihnen nach der Revolution noch schlechter geht, und sie die alten Verhältnisse wiederhaben wollen.
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26.10.2005, 22:05
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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Ich denke, es ist in erster Linie ausschlaggebend, aus welcher Richtung die Revolution erfolgt und wie man sie selbst und ihr Ziel der Mehrheit positiv darstellen kann und was dann wichtig ist: Wie man die Errungenschaften absichert.
Insgesamt gesehen würde ich in Sachen Regierungssytemen in Richtung Polybios bzw. Aristoteles gehen, d.h. es ist natürlich, dass sich Regierungssysteme ablösen (Verfassungskreislauf) und dass die jeweilgen Regierunssysteme eine gute und eine entartete Form haben, und sich ablösen sobald eines entartet.
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μηδὲν ἄγαν
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05.01.2006, 23:40
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Plebejer
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Registriert seit: 16.06.2005
Beiträge: 17
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revolutionen sind meist ziemlich ein völlig krasser kurswechsel. für viele sind die versprechen, die eine revolution angeblich einlösen wird hoffnungsvoll und vielversprechend. doch während der revolution erleidet man viele opfer und nach der revolution muss das volk auch lange durchhalten; manchmal folgen konterrevolutionen wie in nicaragua. das führt halt dazu, dass eine revolution nicht zufrieden macht.
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