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11.04.2008, 23:06
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Stammzellenforschung und Gentechnologie
Heute hat der Bundestag den Stichtag für den Zeitpunkt der Gewinnung von embryonalen Stammzellen, mit denen deutsche Forscher arbeiten können auf den 1. Mai 2007 verschoben.
Wie ist eure Meinung darüber?
Wie steht ihr allgemein zum Thema embryonalen Stammzellen und Genforschung?
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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12.04.2008, 00:26
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Plebejer
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Registriert seit: 11.04.2008
Ort: CH
Beiträge: 14
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Emryonale Stammzellen werden ja aus Embryonen gewonnen, die bei künstlichen Produkten so zu sagen als "Abfallprodukte" anfallen. Diese werden so oder so vernichtet. Was macht es da für einen Unterschied, ob dies im Dienst der Wissenschafft oder Zwecklos geschiet?
Hinzu kommt noch, dass mithilfe der Stammzellenforschung viele zurzeit unheilbare Krankheiten in Zukunft geheilt werden könnte.
__________________
All animals are equal, but some are more equal than others.
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12.04.2008, 01:29
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Andererseits stehen für die Stammzellenforschung auch adulte Stammzellen zur Verfügung, zu deren Gewinnung kein Leben zerstört werden muss. Und der Erfolg bei der Forschung mit adulten Stammzellen ist größer, als es das geringe Medienecho vermuten lassen würde.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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12.04.2008, 09:17
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.228
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Das ganze Thema ist ja eine Gewissensfrage, rational kann man das gar nicht angehen. Nicht umsonst wurde der Bundestag von jeder Fraktions- und Parteiendisziplin entbunden.
Meiner Meinung nach sollte man Genforschung - insbesondere am Menschen - grundsätzlich und ohne Stichtage verbieten. Aus meiner subjektiven Überzeugung heraus können wir auf diesen Technologievorsprung gut und gerne verzichten.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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12.04.2008, 12:24
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 670
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Es ist eine lange Geschichte, wie es dazu kam. Jedenfalls hatte ich, als Journalist, vor etlichen Jahren einmal Gelegenmheit, zusammen mit zwei andern deutschen Kollegen das Zentralinstitut für Gentechnologieforschung der VR China in Peking zu besuchen. Wir waren die ersten Ausländer dort. Stolz erzählte man uns von den Plänen, Karpfen- mit menschlichen Wachstums-Ggenen zu kreuzen. Das Ergebnis erster Tests: Die Karpfen werden 7mal größer als normal. Wir fragten: Wo sehen Sie Grenzen Ihrer Forschung? Freundlich hörten wir: "Wir wissen, dass es eine Ethik-Diskussion in Europa gibt, bei uns gibt es sie nicht. Wir sind der Ernährung der Bevölkerung verpflichtet, und dazu trägt das bei".
Persönlich war ich irgendwie schockiert. Aber nie mehr habe ich von dem Projekt etwas gehört (es ist auch nicht mein Gebiet).
Ist das nun eine Gewissensfrage, wie Wulfnoth schrieb? Spielen nicht auch rationale Gedanken eine Rolle? Bei der Stammzellen-Diskussion wird ja argumentiert, was man damit machen kann (ich weise nur darauf hin, selbst bin ich auch für Begrenzung dieser Forschung). Aber ist das bei Nahrungsmitteln anders? Soeben lief im TV Bericht über den Hungeraufruhr in Haiti ....
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12.04.2008, 12:54
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.400
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Hmm, da wirds einen ganz gruselig, wenn man bedenkt, dass da im See mal plötzlich 4 Meter lange Karpfen unter einem schwimmen
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12.04.2008, 14:17
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Plebejer
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Registriert seit: 11.04.2008
Ort: CH
Beiträge: 14
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Seit Jahrhunderten greifft der Mensch durch das bewusste Kreuzen von verschiedenen Pflanzensorten in das Genom der Pflanzen ein. Eigentlich sind genveränderte Pflanzen die konsequente Vortführung davon. Wie bei der Genveränderung versucht man durch das Kreuzen von verschiedenen Pflanzen gewünschte Eigenschafften zu erhalten(mehr Wachstum, bessere Resistenz, usw.). Auch das Kreuzen ist unter umständen unnatürlich. Werden z.B. zwei Pflanzen die in der Natur nie aufeinander treffen würden oder sich nicht miteinander fortpflanzen könnten gekreuzt, kann man nicht sagen, dass dies natürlich sei.
Das Einzige, was man meiner Meinung nach der Genforschung forwerfen kann, ist, dass vor Feldversuchen ungenügend abgeklärt wird, was die genveränderten Pflanzen für Auswirkungen auf ihre Umwelt haben können.
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All animals are equal, but some are more equal than others.
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15.04.2008, 01:10
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Zitat von delta
Das Einzige, was man meiner Meinung nach der Genforschung forwerfen kann, ist, dass vor Feldversuchen ungenügend abgeklärt wird, was die genveränderten Pflanzen für Auswirkungen auf ihre Umwelt haben können.
Ich finde auch, dass die Deutschen über Gentechnik besser bescheid wissen sollten. In einer Ausgabe von Joachim Bublath wurde gesagt, dass viele Deutsche glaubten, nur genveränderte Pflanzen enthielten Gene.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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06.07.2008, 16:27
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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In einer Ausgabe von Joachim Bublath wurde gesagt, dass viele Deutsche glaubten, nur genveränderte Pflanzen enthielten Gene.
Cool!
Ich finde es auf jeden Fall für abscheulich, menschliches Leben zu erschaffen, nur um es zu zerstören.
ABER ES DIENT DER WISSENSCHAFT!
das hat dr.mengele auch behauptet
__________________
Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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