02.12.2008 - 20:35
Historik Forum
Religion Von den heidnischen Religionen bis zu den modernen kann über alles diskutiert werden.
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  #1  
Alt 12.01.2008, 09:37
Benutzerbild von dieter 4711
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Biblische Gestalten im Koranb

Abraham
In der jüdisch-biblischen Überlieferung gilt Abraham (arabisch Ibraham) als Stammvater des Volkes Israel, im Islam als Stammvater aller Semiten. In der biblischen Überlieferung sollte Abraham auf Gottes Geheiß seinen zweiten Sohn Isaak opfern, im Koran wird die Geschichte ohne Nennung eines Namens erzählt - und traditionell auf den Erstgeborenen Ismael bezogen. Mit Ismael soll Abraham nach islamischer Vorstellung die Kaaba in Mekka gebaut haben. Abrahams Sohn Ismael gilt als Stammvater der Araber.
Quelle: Der Spiegel
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  #2  
Alt 12.01.2008, 15:18
Thete
 
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Viele der jüdisch-christlichenen Propheten werden auch im Islam anerkannt. So gilt Jesus (Isa) als größter und letzter Prophet, nur Mohammed ausgenommen.

Moses (Musa) wird im Koran erwähnt, und sicher noch viele anderen, aber um das zu bestätigen müsste ich das fragliche Buch erst mal lesen...
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  #3  
Alt 12.01.2008, 15:56
Benutzerbild von TigerMC
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das bestätigt nur meine persönliche meinung dass die 3 grossen monotheistischen religionen sich doch ähnlicher sind als es manche wahr haben wollen
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  #4  
Alt 13.01.2008, 09:38
Benutzerbild von dieter 4711
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Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
das bestätigt nur meine persönliche meinung dass die 3 grossen monotheistischen religionen sich doch ähnlicher sind als es manche wahr haben wollen
Lieber Tiger,
so sehe ich das auch.
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  #5  
Alt 13.01.2008, 09:45
Benutzerbild von Nichts
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Ja, warum hassen sich diese denn auch seit Jahrhunderten denn so und pochen auf die Unterschiede. Ganz einfach, sie versuchen die anderen herunterzumachen weil diese ihnen zu ähnlich sind.Es werden immer die Gegensätze betohnt.Es ist doch auch innerhalb des CHristentums so, letztendlich sind die Unterschiede Zwischen der katholischen und der Evangelischen Lehre nur Kleinigkeiten.Genauso bei Schiiten und Sunniten.
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alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.

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  #6  
Alt 13.01.2008, 09:47
Benutzerbild von dieter 4711
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Biblische Gestalten im Koran

Mose
Die biblische Geschichte von Mose (arabisch Musa), der das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft ins Gelobte Land führt, wird im Koran wiederholt erwähnt. Mose ist dort der am häufigsten erwähnte Prophet. Weil Gott in direkte Zwiesprache mit Mose tritt, trägt er in der islamischen Tradition den Beinamen Kalim Allah (der, zu dem Gott spricht).
Der Koran berichtet auch von der Übergabe der Gebotstafeln auf dem Berg Sinai. Die Zehn Gebote werden im Koran in abgewandelter Form und Zusammenstellung erwähnt, haben dort aber keine zentrale Bedeutung.
Quelle: Der Spiegel
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  #7  
Alt 13.01.2008, 14:03
Benutzerbild von Ar-Pharazon
Preuße
 
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Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
das bestätigt nur meine persönliche meinung dass die 3 grossen monotheistischen religionen sich doch ähnlicher sind als es manche wahr haben wollen
Ja, das ist alles der gleiche Mist.
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  #8  
Alt 13.01.2008, 21:07
Spender
 
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Beiträge: 849
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
das bestätigt nur meine persönliche meinung dass die 3 grossen monotheistischen religionen sich doch ähnlicher sind als es manche wahr haben wollen
Man muss wissen: Mohamed lernte auf seinen Reisen als Kaufmann, vor den "Offenbarungen", in Syrien/Palästina das nestorianische Christentum mit seinen asketischen Mönchen kennen. Danach kam er mit den Hanifen zusammen - sie lehrten einen Monotrheismus´, der sich zwischen Judentum und Christentum bewegte. Zu seiner Zeit hatte sich die römische Papstkirche mit der Festlegung der "Dreifaltigkeit" und den Ekzessen der Kurie weit vom Urchristrentum weg bewegt. These: Mohamed wollte "back to the roots".
Im Koran hat Mohamed das Rad nicht wirklich neu erfunden: Da kommt Abraham und Moses vor, es gibt eine Marien-Sure und natürlich Christus. Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus und Mohamed selbst sind die "Häuptlinge" unter den Propheten, lehrt der Koran. Insgesamt aber gebe es 28 Propheten, sagt das "Lexikon des Islam" in meinem Bücherschrank". Überraschung: Auf der Liste hat auch Alexander der Große einen Platz!
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  #9  
Alt 13.01.2008, 21:28
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
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Alexander der Große? Der Prophet des Gemetzels?
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  #10  
Alt 13.01.2008, 21:49
Spender
 
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Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Alexander der Große? Der Prophet des Gemetzels?
Richtig! Alexander taucht in Sure 18, Vers 82 ff. auf, als "Dhu'l-Qarnain", das heißt "der Zweihörnige". Die zwei Hörner symbolisieren: Er ist der "Herr des Ostens wie des Westens".
Das Beispiel zeigt mal wieder, dass man den Koran nicht einfach übersetzen kann.
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  #11  
Alt 13.01.2008, 21:51
Benutzerbild von Jason
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Zweihörnig erinnert auch an den ägyptischen Gott Amon, Alexanders geistiger Vater.
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  #12  
Alt 13.01.2008, 22:02
Spender
 
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Beiträge: 849
Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Zweihörnig erinnert auch an den ägyptischen Gott Amon, Alexanders geistiger Vater.
Kein Problem. Horn ist ein altes orientalischen Symbol von Macht und Kraft. Zur Zeit Mohameds soll in Syrien übrigens ein "Alexander-Roman" kursiert sein, der Mohamed wohl zu Ohren kam. Auch die Geschichte von Christus war ja zu der Zeit ein "Roman", als Kollage von amtlich abgesegneten "Evangelien".
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  #13  
Alt 13.01.2008, 22:18
Benutzerbild von Draconarius
Historiddler
 
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Beiträge: 833
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Zu seiner Zeit hatte sich die römische Papstkirche mit der Festlegung der "Dreifaltigkeit" und den Ekzessen der Kurie weit vom Urchristrentum weg bewegt.
Den Exzessen einer Kurie, die es erst ab dem 10./11. Jahrhundert gab? Wohl kaum. Außerdem ist wieder einmal zu sagen, dass die Konzilsbeschlüsse des 4. Jahrhunderts ebenfalls für die Ostkirchen galten und auch in dieser noch immer ihre Gültigkeit besitzen.

Ich stelle einmal die These auf, dass es auch unter den Urchristenten vermutlich Abweichungen innerhalb der Lehre gab, die darauf beruhten, dass die Gemeinden noch recht isoliert waren, es unter den Urchristen unterschiedliche Gruppierungen
gab (genannt seien hier nur Juden- und Heidenchristen), von außerhalb Einflüsse ihre Wirkung zeigten (östliche Religionen, griechische Philosophien): So liegen schon aus der nachapostolischen Zeit Briefe vor, in denen der Bischof Ignatius von Antiochia vor Häresien warnt - also lange vor Festlegung eines ersten allgemeinen Glaubensbekenntnisses.
Die weiteren Ereignisse bei der Entwicklung der Kirche(n) muss man beachten, dass das Christentum zur Staatsreligion wurde, die Kirche somit auch eine staatstragende Rolle spielte, allerdings wiederum unter den Einfluss der politischen Machthaber geriet. Denn Konstantin der Große als pontifex maximus und seine Nachfolger, die diesen heidnischen Titel ablegten, hatten die Kompetenz als Wahrer des Sakralrechts aufzutreten, wobei sie u.a. durch Unterdrückung von Lehren und Bewegungen, die nicht als rechtgläubig beurteilt wurden und die religiöse und soziale Ordnung gefährdeten, beabsichtigten, die Einheit der neuen Religion zu sichern. Denn ohne diese Einheit bestand auch Gefahr für den Zusammenhalt des Staates. Insofern nahm der Kaiser auch großen Einfluss auf die Kirchenpolitik und er spielt auch die entscheidende Rolle bei der Festlegung der Glaubenssätze. Denn letztlich konnte nur er dank seiner Kompetenzen die vier großen Konzilien von Nikaia, Konstantinopel, Ephesos und Chalkedon einberufen werden, die die christlichen Glaubenssätze der katholischen und orthodoxen Kirche bis heute festlegten - eine kirchliche Instanz, die für derartige Angelegenheiten genug Einfluss hatte, gab es damals nämlich nicht. Und das Papsttum stand ja lange Zeit selbst in einer sehr großen politischen Abhängigkeit: Zuerst von den (ost-)römischen Kaisern, darauf von den Karolingern, anschließend war es in den Fängen des römischen Adels. Aus diesen wurde es zwar dann von den Herrschern des Heiligen römischen Reiches befreit, um weitgehend unabhängig zu werden musste es sich aber auch erst von diesen losreißen
Und um jetzt wieder auf das Thema Lehre zu kommen: In einem Spiegel oder Stern las ich einmal ein Zitat eines Nachfahren/Verwandten Mohammeds, das sinngemäß lautete, nicht die Bücher sprechen zu uns, sondern die Menschen, die sie auslegen. Insofern sehe ich auch nicht ausschließlich die Lehre an sich als entscheidend an, sondern ihre Auslegung. Und da zählt dann die Frage: Wie legen sie die Lehre aus, was wollen sie mit ihr bezwecken?

War jetzt etwas OT, tschuldigung, hatte aber das Bedürfnis danach.
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  #14  
Alt 13.01.2008, 22:49
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
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das wär mal einen extra Thread werd.Super Text. Dazu passend könnt man mal die Unterschiede zwische Donatisten, Arianern und deren kaiserlichen Ünterstützern und den dann doch sich Durchsetzenden durchkauen. Die hab ich nie so ganz richtig verstanden.Damals schien es ja von immenser Wichtigkeit zu sein die Stellung Jesu aufs genauste zu definieren.
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  #15  
Alt 13.01.2008, 23:17
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Zitat von Draconarius Beitrag anzeigen
Den Exzessen einer Kurie, die es erst ab dem 10./11. Jahrhundert gab?

Und um jetzt wieder auf das Thema Lehre zu kommen: In einem Spiegel oder Stern las ich einmal ein Zitat eines Nachfahren/Verwandten Mohammeds, das sinngemäß lautete, nicht die Bücher sprechen zu uns, sondern die Menschen, die sie auslegen. Insofern sehe ich auch nicht ausschließlich die Lehre an sich als entscheidend an, sondern ihre Auslegung. Und da zählt dann die Frage: Wie legen sie die Lehre aus, was wollen sie mit ihr bezwecken?
Zum 1.: Es gibt ein Fischer-TB: Hans Kühner, Das Imperium der Päpste. Es enthält kurz die Viten aller Päpste. Natürlich müsste man definieren, was "Exzesse" sein sollen. Aber schon vor dem 10./11. Jh. waren die Päpste wenig zimperlich. Stichprobe: Symmachus (498-514) - er kam nur durch Bestechung ins Amt, im Lexikon ist von einer "erschreckenden Skrupellosigkeit der Kurie" die Rede. Oder: Sabinianus (604-606). Er wurde dafür bekannt, dass er der unter schwerer Hungersnot leidenden Bevölkerung aus den Beständen der Kirche Getreide nur zu Wucherpreisen verkaufte. Oder: Sergius II. (844-847): "Er ist der erste, der einen blühenden Handel mit Bistümern und Ämtern betrieb ...". Stephan VI. (896-897) als Leichenschänder an einem Vorgänger. Sergius III. (904-911) überließ wohl seiner Mätresse Marozia die Geschäfte. Johannes X. (914-928) galt als besonders skrupellos, er machte ein fünfjähriges Kind zum Erzbischof von Reims) usw.

Zum 2. Punkt: Das ist das Problem. Die Lehre - die christliche wie die muslimische - wurde durch Auslegung quer durch die Geschichte von Macht-Hungrigen Personen oder Gruppen instrumentalisiert.
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