Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
 |
|

01.10.2006, 18:40
|
|
Praetor
|
|
Registriert seit: 29.06.2005
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 442
|
|
Ich habe mir oft gedanken machen warum es diese Aufklärung im Islamischen Raum nicht zustande kam, jedenfalls nicht in der Art.
Vieleicht weil es keine mittelschicht gab ? Weil es einfach eine einheit durch die Osmanen gab und deswegen weniger konflikte untereinander ? Kein Ahnung
Und kurz nochmal zu wissenschaft und Islam. Wenn mann z.b. von Mutationsgenen spricht bei der Evulutiondann sehen das die MOslems als die Hand Gottes die da eingreift. Also auch Urknall und Gott kein wiederspruch. Es gab auch mal ne zeitlang einen sehr interessanten Sufi orden der durch wissenschaft gebetet hat.
__________________
Wenn du dich klein , nutzlos, beleidigt und depressiv fühlst, denke immer daran; du warst einmal das schnellste und erfolgreichste Spermium in deiner Gruppe!
"Seid vor allem immer fähig,jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen.Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs." Che Guevara
|

02.10.2006, 11:54
|
 |
Tigers Hare Krischna Jung
|
|
Registriert seit: 03.12.2005
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 754
|
|
Original von akinci
Ich habe mir oft gedanken machen warum es diese Aufklärung im Islamischen Raum nicht zustande kam, jedenfalls nicht in der Art.
Vieleicht weil es keine mittelschicht gab ? Weil es einfach eine einheit durch die Osmanen gab und deswegen weniger konflikte untereinander ? Kein Ahnung 
Ich kann es dir auch nicht sagen.
Das einzige was mir vielleicht noch einfällt ist Luther, der die Bibel für die Deutschen zugägnlich gemacht hat und die vielen Dichter, Philosophen und Denker, die es in Deutschland, aufgrund der vielen Fürstenhöfe, gab.
Aber so ganz kann ich dir das auch nicht sagen.
Original von akinci
Und kurz nochmal zu wissenschaft und Islam. Wenn mann z.b. von Mutationsgenen spricht bei der Evulutiondann sehen das die MOslems als die Hand Gottes die da eingreift. Also auch Urknall und Gott kein wiederspruch. Es gab auch mal ne zeitlang einen sehr interessanten Sufi orden der durch wissenschaft gebetet hat.
Wie ich schonmal irgendwo geschrieben habe.
Mein Verständis des Christentums ist vereinbar mit der Wissenschaft. Und nicht nur meins, sondern das der meisten Christen heutzutage. Die Ablehnung der Wissenschaft hat etwas mit der Kirche zu tun, aber nicht mit dem Christentum an sich.
__________________
Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er. - Mahatma Gandhi
|

06.10.2006, 00:44
|
|
Praetor
|
|
Registriert seit: 29.06.2005
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 442
|
|
@Renascor
Auf NDR kamm gerade Luther  ohne die Fürsten wäre da wohl kaum was gelaufen, diehatten natürlich auch ein Ploitisches Interesse. Aber finde alles in allem muss man sagen Luther ist eine grosse Persönlichkeit der Geschichte.
Zum Text nochmal, mir fällt da irgendwie auf das da eine Rückkehr zur Urgemeinde Propagiert wird. Oder sehe ich das Falsch ?
|

06.10.2006, 13:43
|
 |
Tigers Hare Krischna Jung
|
|
Registriert seit: 03.12.2005
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 754
|
|
Zitat von akinci
Auf NDR kamm gerade Luther ohne die Fürsten wäre da wohl kaum was gelaufen, diehatten natürlich auch ein Ploitisches Interesse. Aber finde alles in allem muss man sagen Luther ist eine grosse Persönlichkeit der Geschichte.
Auf jedenfall, aber man darf nicht vergessen, dass er ein Antisemit und Frauenfeind war.
Da gibt es so einige Texte von ihm, wo das durchschimmert, leider habe ich da gerade keine Onlinequelle.
Zitat von akinci
Zum Text nochmal, mir fällt da irgendwie auf das da eine Rückkehr zur Urgemeinde Propagiert wird. Oder sehe ich das Falsch ?
Ja, Rückkehr zum ursprünglichen Christentum, so gesehen zur Urgemeinde.
|

08.10.2006, 20:13
|
|
Praetor
|
|
Registriert seit: 29.06.2005
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 442
|
|
Ich finde wir müssen ihn in der Zeit beurteilen. Und das was er da für dieFrauen will ist erscho fast ne Emanze  . Im Film sieht er ja eher aus wie ein Surfer. Nicht wie ein kleiner Deutscher Mänch
Und da hast du schon wieder eine gemeinsamkeit. Im Islam ist das genauso. Ab zur Urgemeinde. Und manche spinnen dann halt total rum und sagen. Damals haben die keine Musick gehört also machen wir das heute auch nicht.
|

24.05.2008, 23:18
|
|
Plebejer
|
|
Registriert seit: 07.05.2008
Ort: Musterländle
Beiträge: 42
|
|
|
Ein hochenteressantes Buch, das, vorausgesetzt, die Inhaltsangabe stimmt, viel Wahres enthält. Ich denke auf jeden Fall, dass es alles andere als Zufall ist, dass der Islam im 7. Jh. und vielleicht auch wieder heute, so großen Erfolg hat. Als im 7. Jh. der Islam zu seinem Siegeszug ansetzte, gab es große Auseinandersetzungen in der christlichen Welt, Stichworte: Arianiamus, Monophysitismus, Donatismus, Judenverfolgung usw. Heute ist es der Relativismus, der es dem Islam relativ einfach macht, selbstbewusst aufzutreten. Die christliche Welt ist heute nicht nur in ein paar Glaubensrichtungen, sondern in zahlreiche Konfessionen, Staatskirchen, Freikirchen usw. gespaltet. In der Volkskirche dominiert eine mehr oder weniger alles relativierende historisch-kritische Theologie. Leute wie George W. Bush präsentieren eine stark verzerrte Version des christlichen Glaubens, die in gewisser Weise an die Zeit der Kreuzzüge erinnert u.v.m.
Die Aufklärung hat zwar auf der einen Seite die Stellung mächtiger Staatskirchen geschwächt, deren Schaffung nie die Absicht von Jesus Christus war, auf der anderen Seite ist sie IMHO selbst eine Art Religion oder mindestens Ideologie, die sich als unantastbar sieht. Bekanntlich sagten Voltaire, Rousseau und andere im 18. Jh. das baldige Ende jeglicher Religion voraus, womit sie definitiv Unrecht hatten. Eine Verabsulutierung des Relativismus, wie ihn die Aufklärer und noch mehr ihre heutigen ideologischen Nachfahren propagieren, ist allerdings ein Widerspruch in sich selbst. Ebenso denken viele nicht wirklich darüber nach, was man so alles glauben muss, um Atheist zu sein.
|

26.05.2008, 12:14
|
 |
K.u.K. Hofzensor
|
|
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.069
|
|
Atheismus ist auch eine Religion, aber ich denke das hatten wir schon mal  .
Man muss die Aufklärer aber in ihrem geschichtlichen Kontext sehen und da war die Kirche noch allgemein weltlich präsent. Es ging den Aufklärern (Achtung: Vermutung) wahrscheinlich weit weniger darum, die Kirche abzuschaffen und durch die Logik vollkommen zu ersetzen, als dass der Logik prinzipiell der Stellenwert eingeräumt wird, der ihr gebührt (nämlich über der Religion). Und damit hätten sie dann ja Recht gehabt, denn religiös motivierte Argumente haben heute gegen wissenschaftliche eigentlich nichts mehr zu melden.
Das ihre Aussage in aller Schärfe so nicht eingetroffen ist, stimmt aber natürlich.
|

26.05.2008, 13:06
|
 |
Quaestor
|
|
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 191
|
|
Zitat von Renascor
Das ist zwar auch ein großer Faktor, aber nicht der Hauptgrund. Die Konvertierungen sind rein statistisch auch viel höher als zum Christentum
Hm, das sagst du, hast du da auch irgendwelche Quellen zu? Meines Wissens spielen Konvertierungen, bei der Zunahmen der Religionsangehörigen keine wesentliche Rolle.
Die Anzahl der Muslime nimmt zu, weil die Vermehrungsrate in den muslimischen Kerngebieten sehr hoch ist. Allerdings gibt es auch christliche Gebiete mit hoher Vermehrungsrate in Lateinamerika, Südafrika und Asien. Das statistische Verhältnis von Christen zu Muslims beträgt weltweit meines Wissens ca. 2:1. Gibt es da Statistiken zu, wie das Verhältnis früher war, 1900 oder 1950, um die These zu erhärten, dass eine Verschiebung hin zum Islam stattfindet?
__________________
"Eine Kuh kann nicht wiehern und ein Pferd hat kein Euter" - Kord der Suchende
|

26.05.2008, 13:29
|
|
Thete
|
|
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 773
|
|
|
Diese Verschiebung gibt es; die islamischen Weltregionen hatten zu Beginn des 20. Jh. noch lange nicht die heute Bevlkerungsdichte, während Europa und Nordamerika seit dem eher Bevölkerung verloren haben; das reisst auch Südamerika nicht raus, oder die Zunahme der Christen in Asien.
EDIT: Für genaue Zahlen müsste ic im Plötz nachschauen, aber aus der Lektüre von G. Heinsohn hab ich eine Zunahme der Muslime von 150 Mio. (um 1900) auf über eine Mrd. (heute) im Schirm.
|

26.05.2008, 13:47
|
|
Spender
|
|
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 849
|
|
|
Ich vergleiche den Brockhaus von 1933 mit der aktuellen Encyclopedia Britannica und komme zu folgender Entwicklung:
Zahl der Christen stieg in 75 Jahren von 718 Millionen auf 2,1 Milliarden (Faktor 2,9)
Zahl der Muslime stieg in 75 Jahren von 240 Millionen auf 1,3 Milliarden (Faktor 5,4)
Geburtenraten sind dabei sicherlich die Erklärung, nicht die Konvertierungen.
|

26.05.2008, 15:37
|
 |
Hoplit
|
|
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
|
|
|
Faszinierend fand ich schon immer die Sophisten.
Sie fallen in einer Art meditativer Trance durch diese immer wiederholten Wörter und Bewegungen.
Da sieht man als ehesten, daß Glauben nichts mit unserer westlichen kopflastigkeit und logik zu tun hat.
Es ist eher ein meditatives fliessen, ein sich aufgeben und eine Art "nicht-Sein".
Auch das Christentum kommt aus dem Orient und dessen Wurzeln liegen in der (zwangsläufig) von Askese geprägten Wüste.
__________________
 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
|

27.05.2008, 17:55
|
 |
Hoplit
|
|
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
|
|
Zitat von Thersites
Au Backe- das war mal wieder so ein Ding...
Aber danke für den Hinweis...
__________________
 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
|

27.05.2008, 18:15
|
|
Tribun
|
|
Registriert seit: 07.02.2007
Ort: Ebersbach/Fils
Beiträge: 63
|
|
|
Vielleicht passt es ja nicht was ich jetzt hier rein schreibe aber die Muslime leben ihren Glauben wirklich sehr offen aus sie betten gehen alle in die Moschee aber in Europa naja hat das Christentum doch sehr stark nachgelassen.
|

27.05.2008, 18:18
|
|
Thete
|
|
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 773
|
|
Passiert jedem mal.
Ich vermute, Du hast Dich zu sehr von diesen Herrschaften anstecken lassen? Da kriegt man bestimmt so einiges durcheinander...
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Wh..._Dervishes.jpg
Geändert von Thersites (27.05.2008 um 18:19 Uhr)
Grund: Der Link wollte nicht so wie ich wollte
|
 |
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
Letzte Themen
|
Die Leibstandarte...
Views: 432,
Antworten: 27
|
Frühe Neuzeit
|
Gab es das Drittes...
Views: 393,
Antworten: 13
|
Legitimation für...
Views: 225,
Antworten: 19
|
Römische Könige 2.0
Views: 816,
Antworten: 20
|
Das Ende des HRR
Views: 413,
Antworten: 11
|
Forum für...
|
Geschichtswettbewerb
|
Päderastie
Views: 495,
Antworten: 19
|
Sklaverei und ihr...
Views: 267,
Antworten: 10
|
amerikanischer...
Views: 648,
Antworten: 26
|
Woran glaubt gott?
Views: 227,
Antworten: 12
|
Sind die Vinca...
|
FDP und LDPD
|
Was waren...
Views: 413,
Antworten: 21
|
|
|
Letzte Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|