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01.04.2007, 15:58
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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aetius - seine strategischen fehler
aetius wird ja oft als der lezte römer bezeichnet, er habe dem weströmischen reich einen kleinen aufschub vor dem untergang gewährt. Frage: hätte er sich nicht lieber gen afrika (geiserich) wenden sollen, statt nach gallien? die seeherschaft war für die römer essentiel.
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01.04.2007, 16:12
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.400
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tja direkt ging in meinen augen eine grössere gefahr von den hunnen aus als von ein paar wilden in karthago. Ok die geschichte hat geziegt dass beide gefährlich waren und die vandlen sogar eher ein auge auf rom selbst geworfen hatten als die hunnen
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01.04.2007, 17:04
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Zitat von Mirko
aetius wird ja oft als der lezte römer bezeichnet, er habe dem weströmischen reich einen kleinen aufschub vor dem untergang gewährt. Frage: hätte er sich nicht lieber gen afrika (geiserich) wenden sollen, statt nach gallien? die seeherschaft war für die römer essentiel.
Aetius wird ja vor allem deshalb als letzter Römer betrachtet weil nach ihm nur noch "Barbaren" Magister Militium waren.
Ich denke die Bedrohung durch die Hunnen war größer und vor allem anders als die durch die Vandalen.
Letzendlich hat die Geschichte aber gezeigt, dass es egal war welchem Brand man sich zuwandte, ein Feuer geriet immer außer Kontrolle.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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01.04.2007, 18:39
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Tja...
1. Kommt es anders..
2. Als man denkt..
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02.04.2007, 19:55
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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ich weiß, ich stelle hohe anforderungen (ich hätte an jedem genral was auszusetzen [außer vieleich aber nur vielleich caesar, hannibal, manstein])
aber aetius hätte wissen müssen das der verlust der seeherschaft rom das genick brechen würde, ging diese erst verloren gab es kein friedliches hinterland mehr, gallien war ja nur "vorfeld", wenn auch ein sehr wichtiges
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02.04.2007, 20:03
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Ich sage es jetzt einfach mal, es brennt mir zu lange auf der Zunge.
Du musst lernen zu aktepzieren dass man hinterher immer schlauer ist. Es ist wichtig, dass du versuchst die damalige Situation und vor allem die Informationslage der beteiligten Personen zu verstehen.
Aetius wusste nicht, dass die Vandalen später Rom plündern würden und Westrom sogar überdauern würden. Für ihn waren sie erstmal ein lokales nordafrikanisches Problem neben vielen anderen Problemen mit Germanen auf Reichsgebiet.
Die Hunnen entgegen waren seit Attila eine wirkliche Gefahr geworden, mit ihnen waren weder kurz- noch mittelfristig Föderatenverträge zu schließen. Selbst das ungleich mächtigere Ostrom hatte Tribut gezahlt.
Außerdem war es die Chance für Aetius die römische Autorität in Gallien gegenüber den anderen Germanenvölkern wiederherzustellen.
Rom hatte damals eine Vielzahl an Problemen, wären die Vandalen besiegt worden, vielleicht wären dann die Hunnen nach Rom marschiert oder hätte es die Katalaunischen Felder nicht gegeben vielleicht wäre Ostrom auch noch gefallen.
Das ist spekulativ aber es zeigt auf was für Probleme es damals gab und das es keine richtige und keine falsche Entscheidung gab sondern es gab nur die getroffene Entscheidung.
Was die Hinterlandgeschickte betrifft. Einige römische Kaiser hatten ihre Hauptstadt nördlich der Alpen gehabt und selbst zu dem Zeitpunkt lag sie noch in Alpennähe. Dies zeigt wo man die wichtigen Problemfelder sah und wo nicht. Rom war schon lange nicht mehr der Nabel der Welt, vor allem nicht der politischen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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03.04.2007, 12:37
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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natürlich ist es mir jetzt leichter ein urteil zu fällen als ihm damals, natürlich beeinflusst das wissen um das geschechene mein denken, aber dennoch: er hat einen fehler gemachet, vielleicht hätte jeder den fehler gemacht, aber er hätte ihn nicht machen dürfen, trotzdem: ich denke aetius hat mehr geleistet als es wer anderer in seiner position geschaft hätte
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03.04.2007, 12:45
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Wenn jeder den Fehler gemacht hätte weil die Konsequenzen nicht absehbar, bzw. nicht änderbar waren dann ist es kein Fehler sondern eine logische Konsequenz aus den damaligen Umständen.
Das hat ungefähr dieselbe Logik wie wenn ich sage dass die neue Außenpolitik von Willy Brand ein absoluter Fehler war weil 1989 die Mauer sowieso gefallen war und die BRD damit 1970 unnötig Positionen geräumt hat. Diese Argumentation ist unlogisch weil es ohne neue Ostpolitik vielleicht nie zur Wende gekommen wäre aber genauso unlogisch ist deine Argumentation denn vielleicht wäre es es ohne Aetius' Feldzug gegen die Hunnen nie zu einem Überfall der Vandalen gekommen, da die Hunnen vorher schon alles vernichtet hätten.
Man kann einfach nicht von hinten nach vorne argumentieren.
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05.04.2007, 13:53
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 414
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vollkommen richtig wulfnoth. er hat in seiner situation das nötige getan, nicht die rsourcen habend alle feinde des reiches gleichzeitig zu bekämpfen hat er sich auf die gefährlichsten konzentriert und das waren mit abstand die hunnen, sie hatten mehr resourcen, die gefährlichere kampfweise und konnten direkt über land einmarschieren. zu sagen er hätte einen fehler gemacht ist unsinn und auch die notwendigkeit der seeerrschaft kapiere ich nicht ganz. sicher es ist besser die see zu beherrschen als dies nicht zu tun aber wozu war es für die römer essentiell? sie hatten keine überseeischen besitzungen mehr und bezüglich des getreides waren sie sowieso auf den guten willen der vandalen beziehungsweise oströmische lieferungen angewiesen. außerdem wird westrom damals wohl nicht mehr die resourcen gehabt haben eine flotte aufzustellen welche die vandalen bekämpfen kann und gleichzeitig ein heer zu unterhalten dass die intergrität des reiches gewährleistet.
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