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18.02.2007, 15:13
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Auftreten des Legaten
Ein Legatus legionis griff meistens nicht selbst ins Schlachtgeschehen ein. Ich meine mal gelesen zu haben dass das Eingreifen eines Legaten signalisierte, dass alles verloren war. Keine Ahnung inwieweit das stimmt.
Was mich aber viel mehr interessiert ist die Frage wie der Legat seinen senatorischen Hintern in die Schlacht bewegte. Karl Christ schreibt wenn ich mich recht erinnere, dass Sulla dies außergewöhnlicherweise auf dem Pferd tat. Bedeutet dies, dass Befehlshaber normalerweise zu Fuß auf dem Schlachtfeld unterwegs waren?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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19.02.2007, 11:08
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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AW: Auftreten des Legaten
Nach dem, was ich gelesen habe, sind Legaten eigentlich immer zu Pferd unterwegs gewesen. Was anderes würde mich jetzt sehr stark wundern.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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19.02.2007, 20:59
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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AW: Auftreten des Legaten
würde mich wundern wenn gerade sulla zu fuß daher gekommen wäre, schließlich war doch zu seiner zeit das pferd im militär der ausdruck des ranges. und sulla als aristokratischer snob war wohl nicht so jovial volkstümelnd bei sich eine ausnahme zu machen.
ich muss gestehen dass mir für spätere epochen nur einfällt dass es für das taktische überblicken, koordinieren und präsent seien eigentlich keine bessere lösung gäbe als das pferd. er hat einen erhöhten standpunkt zur besseren übersicht, er kann schnell vor ort sein wenn es darum geht eine kritische situation zu meistern und er ist für die truppen sichtbar was wohl bei den meisten legaten anfeuernd auf die truppen gewirkt hat.
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19.02.2007, 21:31
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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AW: Auftreten des Legaten
Zitat von rasputin753
würde mich wundern wenn gerade sulla zu fuß daher gekommen wäre, schließlich war doch zu seiner zeit das pferd im militär der ausdruck des ranges. und sulla als aristokratischer snob war wohl nicht so jovial volkstümelnd bei sich eine ausnahme zu machen.
Ich weiß nicht woher du dieses (falsche) Bild von Sulla hast. Er mag zwar aus einer alten Patrizierfamilie gestammt haben, aber sein Zweig war völlig verarmt und Sulla ist in sehr bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen und umgab sich gerne mit Schaustellern (Abschaum der Gesellschaft).
Nur weil er für eine Restauration der Senatsherrschaft war muss man ihn noch lange nicht als Snob abstempeln.
Zudem betone ich nochmal, dass Karl Christ meines Wissens nach in seiner Biographie schreibt, Sulla wäre ein außergewöhnlich guter Reiter gewesen. Heißt das eventuell, dass die spätrepublikanische Aristokratie nicht so gut zu Pferd war?
Als kleiner Rückgriff auf Cannae könnte man anführen, dass dort viele Senatoren in der Schlacht gefallen sind und da der Großteil der Kavallerie von Bundesgenossen gestellt wurde ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie im Fußvolk kämpften auch von den Konsuln ist mir nicht bekannt, dass sie mit den Kavallerieeinheiten in Verbindung gebracht werden.
Sicher liegen zwischen Cannae und Sulla mehr als ein Jahrhundert aber die Gesellschaft wandelte sich damals nicht so schnell und Römer waren sehr traditionsbewusst.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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20.02.2007, 00:52
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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AW: Auftreten des Legaten
entschuldige, dass von sulla hab ich nicht gewusst. war mir sicher er wäre ein typischer vertreter der reichen, aristokratischen optimaten gewesen.
wegen cannae, paulus und varro haben beide jeweils einen kavallerieflügel befehligt und erst als diese besiegt wurden haben sie sich der infanterie angeschlossen. bin mir nicht sicher über die zusammensetzung der kavallerie der römischen bürger aber wenn ein konsul mitreitet wird es wohl gesellschaftlich akzepiert gewesen sein sich als aristokrat dieser anzuschließen. doch wie gesagt 100 jahre vorher.
vielleicht bezieht sich christ auf das tatsächlich aktive eingreifen ins schlachtgeschehen und da könnte es ungewöhnlich sein in einer infanteriegeprägten armee und schlacht mit bukephalos daher zu kommen.
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20.02.2007, 10:55
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.479
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AW: Auftreten des Legaten
interessant? Wenn der befehelshaber mitfightete, war alles verloren? 
Ok gut dass die filme heute immer heldenhafte generäle zeigen
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25.05.2007, 13:10
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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ad sulla
es mag ja sein dass er arm aufwuchs, aber er bewahrte sich dieses aristokratsiche, er verrachtete die plebejer genauso wie die samniten.
ad legatus legionis
in der kaisereit war es ja nicht mehr üblich dass generäle mitfechten, also war ihr einsatz ein zeichen dass die schlacht sehr wichitg oder sehr schwer war. wenn es kritisch wurde kämpfte der legat schon mit damit er seinen leuten mut machte.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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02.06.2007, 19:02
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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habe vorhin etwas interessantes zu diesem thema gelesen bzgl. der aussage von christ die wulfnoth oben zitiert hat, daß Sulla ungewöhnlicherweise zu pferd die schlacht gelenkt hat. denn anscheinend hat es zumindest noch zur zeit des 2. punischen krieges ein gesetz gegeben welches es einem diktator verboten hat zu pferd in die schlacht zu ziehen. war ein überbleibsl aus den zeiten der phalanxformation. weshalb der adlatus des diktators auch magister equitus genannt wurde da er die kavallerie angeführt hat. dieses gesetz hat fabius maximus außnahmsweise verletzen dürfen da auch er auf einem pferd an der schlacht teilnahm. vielleicht hat es dieses gesetz zu zeiten sullas immer noch gegeben. doch scheint es keineswegs gesellschaftllich verpönnt gewesen zu sein der kavallerie anzugehören, schließlich war die rechte hand des diktators normalerweise ein hoch angesehner senator.
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03.06.2007, 13:42
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 741
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Möchte in diesem Zusammenhang auf etwas anderes hinweisen, und zwar auf das Prestige, dass mit einer Fortbewegungsart verbunden ist. Die Römer waren in der Antike kein Reitervolk (das änderte sich etwas in Spätantike); das Prestige des Reitens wie z.B. im Mittelalter (welcher Herrscher ritt damals nicht in eine Stadt ein?) oder in den Reiterkulturen des Ostens. Das Nonplusultra im alten Rom war interessanterweise der Wagen (Streitwagen, nicht KArren oder Kutsche), wie man am Triumphzug sieht. Die Attribute des Triumphator übernahmen die Römer von den Etruskern (übrigens beide haben meines Wissens keine Streitwagen eingersetzt, zumindest nicht in historischer Zeit).
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03.06.2007, 14:42
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 800
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Zitat von rasputin753
doch scheint es keineswegs gesellschaftllich verpönnt gewesen zu sein der kavallerie anzugehören
Würde mich auch wundern. Die römische Reiterei wurde immerhin von den Leuten gestellt, die es sich leisten konnten, und den reichen und angesehen Schichten entstammten.
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μηδὲν ἄγαν
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03.06.2007, 14:48
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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ad thersistes
ich bin keineswegs der meinung dass die römer sich in der spätanitke mehr auf die reiterei konzentrierten. das ist ein trugschluss. wieso sollten sie das auch tun?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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03.06.2007, 16:38
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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weil sie neuen armeen, den sassaniden und den hunnen, gegenüberstanden, die es notwendig machten den anteil der reiterei zu erhöhen. z.b. hat die armee des aemilius paulus im 3. makedonischen krieg ein reiter:infanterie verhältnis von 1:16. in der spätantike hat man hingegen schon nahezu ein 1:4 verhältnis gehabt. daraus kann man wohl schließen dass die reiterei an bedeutung gewonnen hat.
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