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08.01.2008, 23:43
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Globale Weltmacht Rom?
Zweifellos war das Römische Reich in der damals bekannten Welt die unumschränkte Macht. Doch wäre es auch, zumindest theoretisch, in der Lage gewesen zu einer globalen Hegemonialmacht zu werden, wie es die USA heute sind? Gab es zu Roms goldener Zeit einen Staat in der damals unbekannten Welt, z.B. China, der auf einer Stufe mit Rom stand oder sogar noch mächtiger war?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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09.01.2008, 09:15
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 730
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China hätte wohl jede direkte Konfrontation mit dem römischen n Reich überstanden, weils einfach viel größer ist; man denke nur daran, in welchem Maße China die gesamte Region Ost-Asien kulturell beeinflußt hat.
Auch hatte das römische Reich zu den meisten Zeiten außenpolitische Gegner/Konkurrenten/Länder, die noch nciht unterworfen waren; seien das nun Germanen, Parther oder was auch immer.
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09.01.2008, 10:25
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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Ich weiß nicht weshalb sich diese Frage überhaupt stellt.
Eine globale Macht gibt es erst seit der Globalisierung bzw. richtigerweise seitdem die Logistik dies ermöglicht.
Im späten zweiten Jahrhundert lebten geschätzt 1/4 Der Weltbevölkerung unter römischer Herrschaft und es gab wohl auch Kontakte nach China. Rom war im Rahmen der Möglichkeiten eine Großmacht der Antike.
Was du immer auch mit deinem Vergleich USA - Rom erreichen willst....
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.01.2008, 10:34
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 313
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Ich halte einen Vergleich in dieser Form für unmöglich und nicht sinnvoll. Das ist wie Äpfel und Birnen vergleichen. Rom wäre nicht dazu in der Lage gewesen, eine weltumspannende Hegemonie zu errichten. Das wäre aus logistischen Gründen undenkbar gewesen. Für eine Welthegemonie braucht es moderne und schnelle Transportmittel und Informationskanäle. Rom hatte weder das Eine, noch das Andere. Die Römer waren, wie bereits von Wulfnoth erwähnt, zu ihrer Zeit eine Supermacht.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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09.01.2008, 12:18
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 667
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Zitat von Kriegsknecht
Für eine Welthegemonie braucht es moderne und schnelle Transportmittel und Informationskanäle.
Kleine Nachfrage: Warum? Spielt der Faktor Zeit wirklich eine Rolle? Die Schnellebigkeit von heute ist nicht unbedigt ein Fortschritt oder Voraussetzung für Durchsetzung von Macht, meine ich.
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09.01.2008, 12:26
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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Natürlich spielt der Faktor Zeit eine erhebliche Rolle.
Rom hatte einen sehr fortschrittlichen Nachrichtendienst und Ereignisse an der Grenze erreichten ziemlich schnell das Zentrum der Macht aber um das obige Gedankenspiel eines Krieges gegen China fortzusetzen:
Gehen wir davon aus der Zusammenstoß erfolgt in Zentralasien wo auch Persien und China sich mal berührten/bekämpften. Ein Nachricht von dort nach Rom hätte Ewigkeiten gebraucht, auf diese Weise lässt sich keine Weltmacht errichten.
Die Möglichkeit der schnellen Kommunikation und schnellen globalen Truppenbewegung ist für eine weltweite Hegemonialmacht von unabdingbarer Bedeutung.
Rom, China, Persien und das Kalifat sind perfekte Beispiele dafür dass antike und mittelalterliche Reiche eine gewisse Beschränkung in ihrer Größe haben bis der Zerfallsprozess einsetzt.
Selbst mit modernsten Mitteln kontrolliert z.B. Moskau entlegene Teile der Russischen Föderation nur ungenügend.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.01.2008, 15:02
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Zitat von Kriegsknecht
Ich halte einen Vergleich in dieser Form für unmöglich und nicht sinnvoll. Das ist wie Äpfel und Birnen vergleichen. Rom wäre nicht dazu in der Lage gewesen, eine weltumspannende Hegemonie zu errichten. Das wäre aus logistischen Gründen undenkbar gewesen. Für eine Welthegemonie braucht es moderne und schnelle Transportmittel und Informationskanäle. Rom hatte weder das Eine, noch das Andere. Die Römer waren, wie bereits von Wulfnoth erwähnt, zu ihrer Zeit eine Supermacht.
Wenn wir nun aber voraussetzen, dass Rom und seine Konkurrenten über diese Logistik verfügt hätten, hätte Rom dann zu einer globalen Hegemonialmacht werden können?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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09.01.2008, 15:40
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Zitat von Wulfnoth
Natürlich spielt der Faktor Zeit eine erhebliche Rolle.
Genau. Und da war gerade das "Mare Nostrum" von enormer Bedeutung. Transport von Gütern und Soldaten binnen kürzester Zeit in fast alle Gebiete.
Ohne das Mittelmeer wäre es wohl schwer geworden.
Zitat von K. Ropp
Wenn wir nun aber voraussetzen, dass Rom und seine Konkurrenten über diese Logistik verfügt hätten, hätte Rom dann zu einer globalen Hegemonialmacht werden können?
Das ist mal wieder eine Gleichung mit zuviele Unbekannten.
Hätten die Neanderthaler mit einem Leopard II-Panzer den zweiten Weltkrieg gewonnen?
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09.01.2008, 16:10
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 313
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@K.Ropp
Wie gesagt, ich halte diese Vergleiche für wenig sinnvoll. Und zwar einfach deshalb, weil sie viel zu hypothetisch sind. Wie soll man sowas diskutieren können?
Rom war eine Supermacht unter den damals möglichen Voraussetzungen und Bedingungen. Was gewesen wäre, wenn die Römer Funktelefone und Flugzeugträger gehabt hätten, darüber möchte ich mir ehrlich gesagt nicht den Kopf zerbrechen. Aber das ist nur meine Meinung. Ich will niemanden davon abhalten, darüber zu fabulieren.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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09.01.2008, 17:43
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
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Roms außenpolitik hatte ferne Länder nie als Ziel: nur die Nachbarstaaten, die "erreichbaren" wurden direkt oder indirekt dem Reich unterstellt. Alles andere war zu fern, zu kalt oder zu barbarisch. China no way. Hic sunt leones..
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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09.01.2008, 17:55
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Ich stelle mir die Probleme weniger militärisch als mehr organisatorisch vor in damaliger Zeit eine Weltmacht sein zu wollen.
Grund: zu weite Strecken, zu langsame und ineffiziente Nachrichtenübermittelung. Während der Imperator in Rom noch seinem Weltmachtstatur fröhnt, kann eine ferne Provinz in Ostasien schon längst gefallen sein.
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09.01.2008, 18:32
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
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Gut, ich stelle die Frage anders.
War Rom, als es Weltmacht war, wirklich die stärkste Macht auf der Welt oder gab es Staaten, die stärker waren und Rom, zumindest in einem theoretischen Zusammentreffen, vernichtend hätten besiegen können?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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09.01.2008, 21:24
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
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Zitat von K. Ropp
War Rom, als es Weltmacht war, wirklich die stärkste Macht auf der Welt oder gab es Staaten, die stärker waren und Rom, zumindest in einem theoretischen Zusammentreffen, vernichtend hätten besiegen können?
Ropp- Deine Fragen werden mir immer unheimlicher.. Sind wir im Historik-Forum oder im Computer-Simulations-Freaks-Klub?? Also- ich setze auf Rom 4 zu 1 gegen Indien. Und 4 zu 3 gegen China. Ein bisschen europäischen Stolz, bitte! Auch wenn Sie Dich wahrscheinlich in der untersten Bank einer Triere als Triebwerk missbraucht hätten. Und mich als Einheizer für die Thermen.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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09.01.2008, 21:59
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Entfernungen werden heute nicht in Km sondern in Zeit gerechnet. Das ist ein wichtiger Unterschied.
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23.01.2008, 21:57
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Tribun
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Registriert seit: 18.01.2008
Ort: Dülmen, NRW
Beiträge: 68
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Die Entfernungen waren wirklich das Problem im römischen Reich. Hab da ne Grafik unseres Prof., die zeigt wie weit die Entfernungen wirklich waren.
Und das alles mit Ochsenkarren oder anderen Wagen.
Das Mittelmeer nutzten die Römer auch nicht in seinem vollen Umfang. Sie waren, wie die Griechen auch schon, schlechte Seefahrer. Was sie betrieben war eine reine Küstenschifffahrt. Raus aufs offene Meer trauten sie sich nicht, was die Entfernungen noch mehr vergrößerte. Auch hier gibts ein Bild. (Ich hoffe es klappt die hochzuladen!) Die dunklen Stellen zeigen, wo die Römer nicht langschipperten.
Die Kommunikation im Militär war um einiges besser. Alle 500 Meter gab es ein Kastell, die direkt an den Grenzanlagen postiert waren, wie zum Beispiel am Limes oder am Hadrianswall. Von da aus gings ratzfatz an die dahinter liegenden Legionslager. Im Ernstfall ging die Kommunikation zwischen den Grenzen und Rom sehr schnell.
Für den Transport benutzten die Römer in der Regel die vorhandenen, großen Flüsse, wie den Rhein, Donau und die abzweigenden, kleineren Flüsse.
Wenns keine Wasserverbindung gab, dann gings auf den Straßen weiter. Das Mittelmeer nur in Ausnahmefällen.
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"Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!"
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