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07.03.2007, 21:01
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Tribun
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Registriert seit: 07.02.2007
Ort: Ebersbach/Fils
Beiträge: 57
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Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Hallo mich würde es voll interesieren wie Rom so schnell eine Weltmacht werden konnte. Lag es daran das die Griechen zersprengt waren oder wieso konnte Rom so schnell seine Macht ausbreiten
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07.03.2007, 21:42
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.366
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
eine sehr breit gefächerte frage, da es tausend gründe gab meiner meinung nach die wichtigsten hier:
Die armee (bis zu den punischen kriegen richtig stark und vor allem dem osten stark überlegen, nach den kriegen unschlagbar)
Die Planlose expansion (von einem regelrechten plan kann hier nicht die rede sein, man ist halt überall hin wo es was zu holen gab)
Die schwäche der restlichen mächte (karthago ausgeschaltet, uneinigkeit der gallier, uneinigkeit der griechen, griechisch makedonischer krieg, kriege der diadochen)
Und in meinen augen der gröste faktor:
Der ungalubliche kampfeswille (vieleicht auch bedingt durch die schrecklichen erfahrungen der ersten keltenkatastrophe in rom) Es gab in römischen kriegen, zumindest bis zum weltmachtwerden, kein unentschieden, wafenstillstände wurde nur eingehalten solange man nicht stark genug war den gegner sofort zu vernichten. Kriege wurde solange weitergeführt bis man gewonnen hatte. Erinnert ein bisschen von der kampfmoral her an die heutigen islamisten, niederlagen gibts nicht, nur siege (also moralisch gesehen)
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08.03.2007, 12:18
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Was heißt denn "so schnell"?
Sooo schnell gings nun auch wieder nicht...
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08.03.2007, 12:35
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.067
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Zitat von Novalis
Was heißt denn "so schnell"?
Sooo schnell gings nun auch wieder nicht...
Genau das ist mir auch durch den Kopf geschossen.
Von der mythischen Gründung 753 v. Chr. bis zu den punischen Kriegen im 3. Jahrhundert v. Chr. kann man Rom kaum als Regionalmacht bezeichnen. Erst danach beginnt der Aufstieg geschah auch recht langsam - bis Caesar und Pompeius das Reich noch einmal gewaltig ausdehnten.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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08.03.2007, 15:20
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
die römsiche wehrverfassung war sicher einer der gründe (sehr viele soldaten), außerdem die politischen vorbedingungen (zB Wahlrecht, klassenkampf) und wahrscheinlich am wichtigsten: die römer waren kein klasisches volk sondern eher ein politischer verband.
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08.03.2007, 16:17
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Tribun
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Registriert seit: 07.02.2007
Ort: Ebersbach/Fils
Beiträge: 57
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Ja hab mich da etwas falsch ausgedrückt aber man muste schon sagen das die Römer auch glück hatten da die Griechen keine Enheitliche Nation war
und sie hatten die gleiche Baukunst: sie hatten einfach viel von den Griechen geerbt glaubt das war auch ein Grund das die Bevölkerung so drast aufstieg
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08.03.2007, 16:26
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.067
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Eine Nation hat kein Glück, schon garnicht über Jahrhunderte. Die Übernahme von griechischen Elementen setzte im Übrigen erst nach den punischen Kriegen ein.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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08.03.2007, 17:10
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Ädil
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 347
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Was ist mit den Etruskern? Haben sie nicht erst die Latiner von den Bäumen geholt, und ihnen ihr Wissen vermittelt, woraufhin ihnen es möglich war, ihre Nachbarländereien zu unterwerfen?
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"
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12.03.2007, 15:25
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Quaestor
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Registriert seit: 22.06.2005
Ort: Leipzig
Beiträge: 172
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Zitat von Patrice
Was ist mit den Etruskern? Haben sie nicht erst die Latiner von den Bäumen geholt, und ihnen ihr Wissen vermittelt, woraufhin ihnen es möglich war, ihre Nachbarländereien zu unterwerfen?
Das ist etwas übertrieben. Sie haben aus Rom erst eine Stadt gemacht (zwei bereits vorhanden Siedlungen zu einer Stadt vereinigt) und das auch nicht gerade als Nachbarschaftshilfe und purer Nächstenliebe, sondern wegen der strategischen Siedlungen auf den Hügeln oberhalb einer Furt, über welche Salztransporte aus etruskischen Salinen in sabinisches und latinisches Gebiet liefen (Via Salaria).
Aber die Latiner waren auch so schon von den Bäumen runter.
Dass ein großer Wissenstransfer von den Etruskern auf Rom im Speziellen und die Latiner im Allgemeinen stattfand, gilt als sicher (z.B. Vermessungstechnik, Architektur, Anbaumethoden, Weltanschauung, Militärorganisation, -taktik und -ausrüstung). Andererseits stellen die Etrusker in einigen Punkten wiederum "nur" den Vermittler dar, da sie selbst vieles auch erst zum Beispiel von den Griechen übernommen hatten (z.B. Wein, Oliven, Militärorganisation, -taktik und -ausrüstung)
@Mirko: Die römische Wehrverfassung stammt von den Etruskern und galt für viele Städte Italiens. Ebenso gab es in der Zeit, als das Königstum in Rom beendet wurde, die gleichen Tendenzen nicht nur in anderen Städten Italiens sondern in weiten Teilen des Mittelmeerraumes. Jährlich wechelnde Magistrate und Adelsrepubliken entstanden damals Reihenweise (auf der anderen Seite stehen so ziemlich genausoviele Tyrannis).
Ich denke, ein wesentlicher Faktor, dafür, dass Rom sich letztendlich in Italien als dominierende Macht durchsetzte, lag vor allem in der hochgradigen Flexibilität und auch Halsstarrigkeit begründet. Rom saugte alles Wissen auf. Niederlagen führten häufig zu förderlichen Veränderungen. Halsstarrigkeit sorgte im Angesicht der sicheren Vernichtung für den entsprechenden Durchhaltewillen.
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QVOD BONVM FAVSTVM FELIX FORTVNATVMQVE SIT
AMICVS CERTVS IN RE INCERTA CERNITVR
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13.03.2007, 04:58
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 414
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
eine der größten kuriositäten der geschichte, welche wie ich finde mit erklärt weshalb rom sich im laufe der jahrhunderte so prächtig entwickelt hat, ist für mich dass rom sich nachdem sie von hannibal nach allen regeln der kunst gründlichst verdroschen und in kapitulationsverfassung gewatscht worden sind, alle welt ihre aufgabe erwartet hat... und sie sich einfach weigern. fast wie kohls politik des aussitzens, weshal er ja auch die längste amtszeit von allen hatte. da ist viel sturheit, willenskraft und auch ein überlegenheitsgefühl dahinter. wesenzüge die ihre eroberungen begleitet und meistens zu einem erfolg geführt haben.
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13.03.2007, 22:22
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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AW: Wie konnte Rom so schnell eine Weltmacht werden
Also ich bin der Meinung das Rom deshalb relativ früh mächtig wurde weil die Römer sich von anderen Kulturen oder Völkern das beste heraussuchten. Sowohl Militärisch als auch Kulturel. Vorallem von den Griechen haben sie viel übernommen. Diese einzigartige Mischung von allen hatten die Römer sehr schnell zu einer Großmacht werden lassen.
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30.03.2007, 20:20
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@Jim
Hallo Jim,
Darf ich davon ausgehen, dass du mit deiner Frage eine gewisse Zeitspanne meinst?  ...so 100 v.c. << 100 n.c. Dann findet deine Frage in der Tat eine Berechtigung. Und die Antwort darauf wurde dir auch schon gegeben...es waren viele Faktoren erforderlich, die in der Summe den Erfolg sicherten.
Zu den bereits aufgeführten Antworten, möchte ich unbedingt auch besonders die hohe Rhetorik- und Motivationskunst der Römer hervorheben. Es gab das Ziel imperium sine fine – „grenzenloses Reich" in die Tat umzusetzen. Der Glaube an dieses Ziel verleihte Flügel.
Das in dieser Zeit neueingeführte Bonusprinzip, dass diejenigen die letztendlich ihren Mann stehen mussten auch für Verdienste und Einsätze belohnt wurden, mit Urlaub, Alterssitz, höheren Possitionen...usw.
darf man auch nicht ganz ausser acht lassen.
Meine Grüsse 
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30.03.2007, 21:29
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Ädil
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 347
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Zitat von RedDragon
Zu den bereits aufgeführten Antworten, möchte ich unbedingt auch besonders die hohe Rhetorik- und Motivationskunst der Römer hervorheben.
Wobei sie die Rhetorik von den Griechen erlernten  Alles Diebe, diese Römer...
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"
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30.03.2007, 21:32
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Wobei sie die Rhetorik von den Griechen erlernten Alles Diebe, diese Römer...
Nein, auf keinen Fall. Die Römer perfektionierten die Rhetorik in ungekannter Weise, Cicero ist das bekannteste und beste Beispiel.
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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30.03.2007, 21:34
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Ädil
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 347
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Na und, Cicero war ein genialer Redner, und hat sicherlich viel zur Entwicklung der Rhetorik beigetragen, doch ohne die Grundlagen aus Griechenland, wären seine Reden nicht besser als die eines Bauern.
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"
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