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03.04.2007, 13:17
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Nun wie du schon aus der Biografie entnehmen kannst war Pompeius ein politischer Versager und wirkte eher verunsichert.
Dagegen war Caesar politisch, ein mit allen Wassern gewaschener "Schweinehund" im positiven Sinne.
Sein Friedensangebot das er gleich nach der Landung an Pompeius, durch den gefangenen Reiterpräfekten Vibullius Rufus übergab verunsicherte Pompeius so sehr, dass dieser erst den Rat der Senatoren einholen wollte. Zeitgewinn für Caesar.
Bis diese abgeklärt war vergingen wertvolle Monate in denen sich Caesars Truppen 1. gut erholen konnte 2. Verteidigungsanlagen erbauen konnte 3. das voraussichtliche Schlachtfeld bestens kennenlernte
Somit waren alle anfänglichen Vorteile auf Seitens Pompeius ausgeglichen. Ein Ansturm auf Caesars Truppen hätte in der Tat so grosse Verluste bedeutet, dass im Anschluß die Sicherung des Reiches nicht gewährleistet wäre, dieses war der springende Punkt der Überlegungen Seitens der Senatoren.
Pompeius wußte jedoch, die Zeit spielt für ihn und gegen Caesar. Ich denke Grund genug abzuwarten.
Meine Grüsse
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03.04.2007, 13:25
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.454
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Ist eine definitionssache. Meiner Meinung nach bezieht sich das "magnus" auf seine militärischen Leistungen für die Republik. Nur weil er als Staatsmann im Gegensatz zu Caesar eine absolute Null war muss man deshalb sein militärisches Können nicht abwerten.
Mal abgesehen davon bin ich kein römischer Patriziersohn, der ausführlich in Taktik und Strategie ausgebildet wurde und deshalb halte ich mich bei Ratschlägen über taktische Fehler zurück, geschweige denn würde ich sagen "ich hätte es anders gemacht".
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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03.04.2007, 13:32
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 630
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da hast du recht, wir können nur kluge sprüche klopfen, was wir wirklich gemacht hätten? aber wir wissen welche entscheidung welches ergebnis gebracht hat, also ob sie gut oder schlecht war
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05.04.2007, 14:25
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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also weil ihr gerade über den magnus titel hier redet.. der titel ist doch ein witz!! erstens haben ihn nicht konservative traditionelle römer vergeben sondern pompeius ihn gefordert und sulla, mit wohl viel ironie dabei, ihn gewährt. also den titel jetzt als einen beweis für seine feldherrenkünste anzuführen ist doch ein schmarn. dann müsste man auch konstantin den großen für den besten kaiser halten denn außer ihm war ja keiner "groß".
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05.04.2007, 18:46
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erstens haben ihn nicht konservative traditionelle römer vergeben sondern pompeius ihn gefordert und sulla, mit wohl viel ironie dabei, ihn gewährt.
Servus rasputin,
naja so ganz unzurecht hat er den Titel aber nicht bekommen...
Immerhin soll der Lex Gabinia im Jahr 67 v. Chr. auf Antrag des Volkstribuns Aulus Gabinius an Pompeius herangetragen worden sein und ihm diesen Namen zusichern.
Von dort an nannte er sich Magnus... und wollte auch so angesprochen werden.
Da der Senat von Anfang an dagegen war, dass Pompeius dieser Auftrag per Gesetz erteilt wurde... die Zipfeklatscher... hatten einfach zu viel Angst, dass seine Macht noch grösser wird und ein 2. Sulla ins Haus steht... wurde Pompeius diese Ehre nicht erbracht.
Und als er dann nach nach 3-4 weiteren erfolgreichen Kriegen nach Rom zurückkam musste er feststellen, dass in der Zwischenzeit eine Mordspropaganda gegen ihn am Laufen war... und er dadurch auch immer mehr, von Seiten des Senats, isolliert wurde... kam es schliesslich 59 v.c. zum Triumvirat.
Wer weiß wie die Geschichte verlaufen wäre, hätte der Senat Pompeius die Ehre zukommen lassen?
Sulla war zu dem Zeitpunkt schon 10 Jahre tot!
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13.04.2007, 17:17
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 630
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Zitat von RedDragon
Wer weiß wie die Geschichte verlaufen wäre, hätte der Senat Pompeius die Ehre zukommen lassen? 
ich glaube eher dass pompeius sich mit ceasar verbündete weil der senat seine veteranen nicht versorgte und weil sie seine neuerungen im osten nicht "legalisierten". diese quasi beleidigung mit dem vorenthaltenen magnus wird wohl nur ein geringerer grund sein. pompeius war immerhin so loyal dass er nach der landung in italien nach dem ostfeldzug seine truppen entließ anstatt die regiuerung zu stürzen (was sich caesar damals dachte?).
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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09.06.2007, 01:49
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Praetor
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Ort: München
Beiträge: 418
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Zitat von Mirko
(was sich caesar damals dachte?).
 ja so ein depp..
so ungefähr das wird er sich wohl gedacht haben. wobei ich mir eigentlich gar nicht sicher bin ob caesar bis zum jahre 53 daran gedacht hat die republik zu stürzen..
naja. wollte eigentlich nur kurz was zu pompeius sagen.. nehme die schwere kritik an ihm, siehe weiter oben, wieder zurück. habe mittlerweile ein bihßchen mehr über ihn gelesen und was der da so im osten zusammenerobert hat ist schon ziemlich respektabel. wobei die frage bleibt ob lucullus das nicht auch hingekriegt hätte mit den mitteln die pompeius zur verfügung standen oder ob zum beispiel sertorius ihm nicht endgültig den garaus gemacht hätte wären die innenpolitischen verhältnisse nach sullas tod nicht so nachteilig für ihn gewesen.
und wieder ein paar minuten vom lernen gedrückt.. sollte ich vielleicht mal ins bett.. aber es gibt ja noch so viele eingeschlafene themen .... muahahaha .. keine sorge, geb jetzt ruhe
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09.06.2007, 18:38
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Propraetor
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Beiträge: 630
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bin der meinung dass caesar schon lange vor gallien verscuhte den senat zu stürzen: catillina, der versuch ägypten einzukassieren, der versuch eines agrargesetztes, hätte alles zu einem sturz der senatsherrschaft führen können.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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10.06.2007, 23:47
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Praetor
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das mag sein.. wie gesagt man kann es nie genau wissen schließlich ist er ja tot. aber ich frage mich ob caesar jemals so weit gedacht hat das kaisertum zu begründen oder ob das allein augustus einfall war. wollte er eher eine diktatur nach sullanischer manier oder hat er sich mehr gewünscht ?
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11.06.2007, 11:57
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Propraetor
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er wollte das königtum wieder aufrichten, wann ihm dieser grandiose einfall kam, weiß ich nicht. jedenfalls wollte er schon früh die macht an sich reißen.
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11.06.2007, 12:40
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Caesar hat sich Zeit seines Lebens gewehrt als "König" tituliert zu werden (kein Wunder bei dem schlechten Ruf des Königtums seit den Etruskern). Ist allerdings nur eine Definitionsfrage, letzten Endes wollte er sicher die Macht eines Königs, ohne als solcher wahrgenommen zu werden. Die Grundzüge des Prinzipats hat sicher nicht Augustus erfunden (bzw. muss man es überhaupt erfinden? Einer Diktatur demokratische/republikanische Züge zu geben ist ja sehr häufig).
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11.06.2007, 15:40
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Propraetor
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nun, ich denke schon dass caesar könig werden wollte. antonius hat ihn ja mehrmals krönen wollen (was der papst gesagt hätte?  ), er hat aber jedes mal "abgelehnt" da das volk gegen war. er war halt kein könig, aber nur der popularität willen. er hat schon wollen, aber er konnte nicht.
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11.06.2007, 16:24
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Praetor
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wo bei man im vergleich zwischen caesars und augustus regierungsweise schon klar unterscheiden muss.. caesar war theoretisch und praktisch diktator, augustus ist nie als solcher aufgetreten sondern immer nur als princeps. weshalb man wohl annehmen kann dass caesars weg nicht zum prinzipat sondern eher einer abgeschwächten form des dominats geführt hätte. caesar war wesentlich kompromißloser und weniger vorsichtig als augustus also wird er vielleicht niemals den königstitel angenommen haben aber nur des namens wegen, doch diktator war er ja.
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11.06.2007, 18:17
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caesar war wesentlich kompromißloser und weniger vorsichtig als augustus also wird er vielleicht niemals den königstitel angenommen haben aber nur des namens wegen, doch diktator war er ja.
Darum geht's mir aber auch. Die Diktatur ist ein Machtinstrument innerhalb der Republik, während dass Annehmen des Königstitels die Abschaffung der Republik voraussetzt (zumindest nach römischen Maßstäben).
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14.06.2007, 18:03
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kurzt gesagt: augustus hat aus caesars fehlern gelernt. vl war caesar ja auch nur zu "ehrlich".
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