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24.04.2005, 16:12
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.343
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Traian
Ich habe vor in nächster Zeit den Text über Traian in die Datenbank zu stellen. Doch vorher möchte ich noch einige Gedanken klären die mir beim lesen der Biographie gekommen sind.
Traian wird gerne als der optimus princeps beschrieben. Auch wenn man heutzutage keine solchen Titel mehr verwendet ist es ja nicht unbedeutend und sollte auf jeden Fall kurz erwähnt werden.
Doch wer war dieser Mann im Endeffekt wirklich? Wir kennen ihn heute meistens noch, weil er die Daker unterworfen hat und das Partherreich beinahe vernichtet hätte. Doch waren das wirklich so großartige Leistungen? Das Dakerreich zu unterwerfen war schon alleine aufgrund der anhaltenden Überfälle nötig, aber lange gehalten werden konnte die Provinz nicht und sie war eine der ersten Provinzen, welche die Römer mehr oder minder freiwillig räumten. Selbstverständlich unter dem Druck der Goten und anderer germanischer Stämme.
Sein gewaltiger Feldzüg im Osten hat das Reich in eine schwere Krise geführt und es im Osten mehr geschwächt als Traian noch zu lebzeiten mitkriegen sollte.
Im Endeffekt würde ich sagen, dass Traian zwar charismatisch und beliebt war, aber die Möglichkeiten des Reiches bei weitem überschätze und die defensive Stellung seiner Nachfolger richtiger war als seine Offensive Eroberungspolitik. Doch bevor ich das in den Text schreibe würde ich gerne eure Meinung dazu wissen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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24.04.2005, 20:28
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Konsul
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dabei war er aber auch ein guter Verwalter:
- einführung der Sozialfürsorge
- Erneurung und Neubau von Häfen
- Erweiterung der Transportkapazitäten
- Neubau und Verbesserung von Straßen
- er brachte viele Städte aus der Finanznot, in dem er für die Finanzen spezielle und erfahren Leute einsetzte
- Veteranenkolonien
Gegen Ende des Parthienfeldzuges brachen im gesamten nahen Osten Aufstände aus, diese waren aus einem Judenaufstand in der Cyrenaica resultiert. Dieser Aufstand breitete sich auf den gesamten Nahen Osten aus.
Dazu kam die Nichteinnahme Hatras.
In Bezug auf die militärische Stärke Roms hatte er sich beim Parthienfeldzug überschätzt. Die Nichterfolge in Parthien waren wohl auch Grund für Hoffnung für die Aufständischen im Nahen Osten.
Trajan hatte dann keine Zeit mehr diese Probleme in die Hand zu nehmen.
Trajans Bestreben lag darin, Diener und Wohltäter der Menschheit und Statthalter der himmlischen Mächte auf Erden zu sein. So regierte er im Gegensatz von dominus et deus (Herr und Gott)von Domitian wieder im augusteischen Vorbild des princeps. Auf vielen seiner Münzen wurde dies seit 103 zum Ausdruck gebracht. Er verknüpfte die Bezeichnung mit optimus (der Beste), was natürlich wieder an Optimus Maximus, den Beinamen Iuppiters erinnern sollte. Manche antike Autoren stellten Trajans Leistungen sogar über die eines Augustus. Im geschichtlichen Kontext ist dies jedoch nicht zu rechtfertigen.
Militärisch hatte er sich beim Parthienfeldzug überschätzt,
aber vielleicht hatte er versucht, die Situation im Reich voranzutreiben,
durch militärische Aktionen. Diese Bestreben könnte man auch in seinen verwalterischen Tätogkeiten erkennen.
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24.04.2005, 21:50
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The Censor
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Er hatte ja nicht nur das Reich beim Partherfeldzug militärisch vollkommen überschätzt, sondern auch die Festigkeit des Reichs an sich.
Die dauernde Eiterbeule der Juden im Römischen Reich hatte er vollkommen unterschätzt und erst der Truppenabzug aus diesen Gebieten hatte die Aufstände ermöglicht.
Generell würde ich in seinem Nachfolger Hadrian einen viel besseren Kaiser sehen. Nur hatte der große Erwartungen zu erfüllen was Traian nicht hatte, da er auf Nerva und Domitian folgte.
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25.04.2005, 11:16
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Konsul
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meinst du nicht "nachfolger hadrian"??
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25.04.2005, 11:56
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The Censor
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Ja natürlich. Habs geändert war ein Flüchtigkeitsfehler von mir.
Hadria hat die Reserven des Reiches nicht überstrapaziert, sondern ist in eine defensive Politik gegangen. Nur das konnte die lange Freidenperiode unter Antonius Pius wirklich herbei führen. Noch mehr Männer wie Traian hätte das Reich nicht verkraftet. Im übrigen spiegelt sich auch in der Ausrüstung der Legionen dieser Wandel wieder. Mit Traian war die Offensive Epoche Roms endgültig beendet!
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26.04.2005, 14:56
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Konsul
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trajan hat im prinzip das gelcieh gemacht wie hadrian.
Nur das Trajan versucht hat das Reich zu vergrößern und sich
bei seinem letzten Feldzug eben verschätzt hat.
Aber im Grunde hat Hadrian die Politik, Verwaltung und Infratrutkutverbesserung seines Vorgängers beibehalten
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26.04.2005, 15:07
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The Censor
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Natürlich, aber Traian hat das Reich schon sehr strapaziert. er hat ja neben Dakien und dem Partherfeldzug auch noch Arabia dem Reich angegliedert. Generell war Hadrian eher ein Mensch der in der Römischen Armee eine Friedensarmee für die Verteidigung des Reiches sah während Traian sie für den Angriff nutzte.
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26.04.2005, 15:10
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Konsul
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vielleicht wollte Trajan dem Zerfall des Reiches und dem Eindringen von Feinden vorwirken, indem er Feldzüge startete. Dem Feind zuvorkommen.
Dies tat auch Friedrich II. von Preußen. Bevor ihn die Österreicher angriefen konnten, griff er sie an und beuget somit einem weitaus schlimmeren Verteidigungskampf auf preußischem Boden vor.
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26.04.2005, 15:44
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The Censor
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Auf Dakien mag dies zutreffen. Allerdings nichts auf Parthien und Arabia.
Parthien war durch einen Bürgerkrieg bis aufs Blut geschwächt und stellte keine gefahr mehr für das Reich dar und Arabia war seit langem ein Klientelkönigtum Roms und war ebenfalls keine Gefahr. Wobei Arabia relativ problemlos annektiert wurde und nicht in die Liste der Feldzüge an denen sich das Reich übernahm gehört.
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26.04.2005, 16:57
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Administrator
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nun wenn ich mir Rome total war angucke, dann dürften die römer auch ihre massiven probleme mit den parthern gehabt haben, allein die schwer gepanzerten kataphrakte...
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26.04.2005, 17:08
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The Censor
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Die Römer hatten massive Probleme mit den Parthern, aber das war eher zu Neros zeiten und davor als zu Traians zeiten. In der Zeit war das Partherreich bereits massiv geschwächt und noch nicht einmal mehr zur Defensive fähig.
Und die Kathaprakte waren nicht mal so das Problem. Die konnte man mit Legionen besiegen. Das Problem waren eher die berittenen Bogenschützen.
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26.04.2005, 17:18
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
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hier sollte allerdings noch angemerkt werden, dass die pather wiederum die berittenen bogenschützen nicht erfunden haben, sondern es einfach den steppenvölkern vorderasiens nachgemacht haben, da die parther selber ja ein mischvolk zwischen iranern(ariern) und turkstämmen sind.
Dh dumm waren die parther nicht, hatten am anfang selber schwierigkeiten gegen die steppenvölker und als sie nach süden gegen die perser vorgegangen sind, haben sie die kampfweise einfach übernommen, mit guten erfolg wie man sah.
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26.04.2005, 17:26
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Konsul
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so viel ich weiß scheiterte der Parthienfeldzug dann endgültig nach der BElagerung von hatra, nachdem dieses nicht eingeommen wurde.
Der Zustand Trajans hatte sichv erschlechtert und es waren überall Revolten losgebrochen, resultiert aus der einen in der Cyrenaica.
Nach Hatra wollte Trajan zurück nach Rom um alles zu ordenen sarb dann aber. Im Endeffekt wurde im ja so auch die Chance genommen, seine Fähigkeiten noch einmal unter Beweis zu stellen.
Aber nach Hatra dürfte das Ende das Partherfeldzuges. War diese Belagerung so schwer oder blutig?
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26.04.2005, 17:40
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The Censor
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Original von TigerMC
hier sollte allerdings noch angemerkt werden, dass die pather wiederum die berittenen bogenschützen nicht erfunden haben, sondern es einfach den steppenvölkern vorderasiens nachgemacht haben, da die parther selber ja ein mischvolk zwischen iranern(ariern) und turkstämmen sind.
Dh dumm waren die parther nicht, hatten am anfang selber schwierigkeiten gegen die steppenvölker und als sie nach süden gegen die perser vorgegangen sind, haben sie die kampfweise einfach übernommen, mit guten erfolg wie man sah.
Woher die Parther wirklich kommen wissen wir ja noch nicht einmal. Benannt sind sie nach der seleukidischen Satrapie in der sie zu erst aufgetaucht sind und kommen tuen sie vermutlich von nördlich des Kaukasus.
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26.04.2005, 17:44
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Konsul
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Registriert seit: 12.03.2005
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War die Prinzessin die Alexander geheiratet hat eine Partherin?
ICh entsinne mich da an die japanische Geschichte. Ein shogun hat da mal, weil innerer Frieden herrschte, glaub es war Tokugawa, alle Samurai anch Korea gesckickt. VOn denen kam nur noch 1/4 zurück. Nicht weil sie schlechte Krieg waren, sondern weil sie nicht abgeholt wurden und der Feind um die 5fach überlegen, wenn nicht so gar mehr war.
Das tat Tokugawa um die kampfsüchtigen Samurai weg aus dem Land zu haben um den inneren Frieden zu wahren. Vielleicht spürte Trajan ja schon so etwas wie die Soldatenkaiser aufkommen, oder eben den "samen" davon und wollte dem vorbeugen.
Aber wiederum glaube ich das dies nicht sein einziger Grund sein konnte.
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