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25.08.2007, 15:26
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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War das Christentum schuld am Untergang Roms?
Was gibt es für Kommentare dafür bzw dagegen? Ich persönlich glaubs ja nicht. Eure Meinungen?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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25.08.2007, 16:06
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Über die Ursachen für den Untergang Roms gibt es ja viele Theorien...
Ich persönlich halte die Wasserleitungen aus Blei für höchst verdächtig.
Die Wahrheit wird wahrscheinlich ein Zusammenspiel vieler Faktoren sein.
Das Christentum, da müsste man wirklich tief einsteigen.
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25.08.2007, 16:29
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Haben wir das nicht schonmal hier irgendwo im Forum angerissen?
Möglichweise war das Christentum in Kombination mit tausend anderen Gründen mitschuld allerdings halte ich andere Probleme für wesentlich wichtiger.
Das wesentlich christlichere Ostrom hat ja auch überstanden.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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25.08.2007, 17:13
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 741
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Erst mal: Etwas so komplexes wie der langsame Untergang eines Weltreiches ist nie monokausal zu erklären.
Konstantin hat das Christentum zur Staatsreligion gemacht, da es dem Reich an einer verbindenden Ideoligie, einer Idee fehlte. Die römischen Götter waren toter als Elvis, der kaiserkult hats auch nicht wirklich gebracht, da musste was neues her.
Insofern würde ich sagen, das Christentum war die Rettung des Roms... Naja, zumindest Ostroms.
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25.08.2007, 17:15
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von Thersites
Konstantin hat das Christentum zur Staatsreligion gemacht,
Stopp!  Theodosius hat es zur Staatsreligion erhoben. Konstantin hat das Christentum nur offiziell toleriert. Er selbst hat sich ja auch erst kurz vor seinem Tod taufen lassen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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25.08.2007, 17:23
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 741
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Gut, Konstantin hat die Vorarbeit geleistet. Er hat mW allerdings mehr getan, als es nur zu tolerieren. Auch wenn er selbst erst auf dem Sterbebett Christ wurde, hat er schon vorher aktiv für dessen Verbreitung gesorgt.
Wiki gibt mir da recht: http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe
Aber vielleicht bringe ich hier auch etwas durcheinander...
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25.08.2007, 18:09
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homo novus
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 129
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Zitat von Novalis
Über die Ursachen für den Untergang Roms gibt es ja viele Theorien...
Ich persönlich halte die Wasserleitungen aus Blei für höchst verdächtig.
Die Wahrheit wird wahrscheinlich ein Zusammenspiel vieler Faktoren sein.
Das Christentum, da müsste man wirklich tief einsteigen.
die theorie mit der bleivergiftung, durch becher aber insb. wassrleitungen ist längst widerlegt. das wasser hat zu kalkablagerungen geführt, was wiederum die bleiversetzung verhinderte.
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25.08.2007, 20:05
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von mimir
die theorie mit der bleivergiftung, durch becher aber insb. wassrleitungen ist längst widerlegt. das wasser hat zu kalkablagerungen geführt, was wiederum die bleiversetzung verhinderte.
Ich glaube das hat Novalis als Schwerz gemeint...
Zitat von Thersites
Gut, Konstantin hat die Vorarbeit geleistet. Er hat mW allerdings mehr getan, als es nur zu tolerieren. Auch wenn er selbst erst auf dem Sterbebett Christ wurde, hat er schon vorher aktiv für dessen Verbreitung gesorgt.
Wiki gibt mir da recht: http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe
Aber vielleicht bringe ich hier auch etwas durcheinander...
Ach Wikipedia, gerade bei solche Themen, die Tagesgeschehen betreffen (siehe Balkanthemen) kommen immer die Fundamentalisten die mehr reininterpretieren als da war.
Konstantin bzw. sein Vater hatte als Tetrarch schlechte Erfahrungen mit der diokletianischen Christenverfolgung gemacht und Konstantin suchte einen Weg des Christentum in das römische System einzubinden. Gleichzeitig versuchte er die Christen auf eine Linie einzuschwören um ein gutes Fundament zu schaffen. Damit hat er sicherlich eine große Vorarbeit für die spätere Rolle des Christentums geschaffen aber letzendlich war Konstantin weit von einem monotheistischen Denken entfernt.
Das Hauptargument der Theoretiker die das Christentum für den Untergang Roms verantwortlich machen ist doch immer wieder die fehlende Toleranz und das ist bei Konstantin keineswegs zu finden. Gerade im Westen war der heidnische Glaube immer noch stark, die Stadt Rom selbst war eine Hochburg des Heidentums und auch die Amee war, wie ich schon an anderer Stelle mal geschrieben habe, keineswegs christianisiert. Denn zu Konstantins Zeit stritten sich die Christen noch ob ein Christ überhaupt Soldat werden kann. Das heißt jetzt nicht dass es keine christlichen Soldaten gab aber sie waren mit Sicherheit nicht die Mehrheit. Im Osten war das evt. ein wenig anders, da das Christentum dort bereits früher Fuß fasste.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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18.01.2008, 10:12
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Quaestor
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Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
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ICh glaube nicht, dass das Christentum eine große Rolle, wenn überhaupt nur eine nebensächliche, gespielt hat. Wie Wulfnoth ja schon oben angemerkt hatte, war der östliche Teil des Reiches ja ebenfalls christlich und hat sich bekanntermaßen bedeutend länger gehalten.
ICh glaube, das die gewaltigen Verschiebungen der diversen Bevölkerungsmassen, bedingt durch das Vordringen der Hunnen, eine gewaltige Ursache war. Als Attila dann von einer mehr oder wenigen friedlichen Kooperation mit den Römern zu militärischen Konfrontation überging, war der Untergang des westliches Reiches besiegelt. Attila wurde doch just zu dem Zeitpunkt militärisch aktiv, als das gemeinsame große Heer, bestehtend aus östlichen und westlichen Legionen, von Sizilien nach Africa übersetzen wollte um dort die Vandalen zu vertreiben. Das Resultat jedenfalls war, das aufgrund Attilas Überschreitung der Donau Konstantinopel seine Truppen sofort zurückgerufen hatte und somit kam der Feldzug gegen die Vandalen nicht zustande. Man hat einen Verständigunsfrieden mit den Vandalen geschlossen, der Rom die reiche und sehr wichtige Provinz Africa gekostet hat. Die Steuerausfälle waren dramatisch, so das auch die Grundbesitzer nun keine Steuerprivilegien mehr zugebilligt bekamen, die Getreideversorgung war durch den Ausfall der Provinz Africa unsicher und ganz wichtig, die Armee musste aufgrund der erheblichen Steuerausfälle deutlich verkleinert werden. Das Ende Roms hat ja dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.
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18.01.2008, 13:31
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.479
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ich hab das in nem anderen thread auch geschrieben, meiner meinung war der hauptgrund im verschwinden der römischen bürgerlegion
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14.04.2008, 11:59
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Plebejer
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Registriert seit: 14.04.2008
Beiträge: 3
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Das (West)römsiche Reich war dekadent und hatte sowohl die straffe Organisation, den Willen und die Kraft verloren, sich selbst zu helfen, das Heer wurde dominiert durch Barbaren, alte Infrastrukturen konnten aufgrund der Größe des Reiches nicht mehr gepflegt werden, alles verfiel. Neue, hungrige Völker des Osten drängten sich um den restlichen Luxus, dies waren imho die Hauptgründe!
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14.04.2008, 16:42
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von Tribun
Das (West)römsiche Reich war dekadent und hatte sowohl die straffe Organisation, den Willen und die Kraft verloren, sich selbst zu helfen, das Heer wurde dominiert durch Barbaren, alte Infrastrukturen konnten aufgrund der Größe des Reiches nicht mehr gepflegt werden, alles verfiel. Neue, hungrige Völker des Osten drängten sich um den restlichen Luxus, dies waren imho die Hauptgründe!
Schön dass du das mit solcher Sicherheit behaupten kannst, dann bist du weiter als die meisten Wissenschaftler. Ansonsten bitte weiter in diesem Thema: http://www.historik-forum.org/forum/...ichs-t867.html
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06.05.2008, 19:58
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Quaestor
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Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 116
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Zitat von Wulfnoth
I....Das Hauptargument der Theoretiker die das Christentum für den Untergang Roms verantwortlich machen ist doch immer wieder die fehlende Toleranz und das ist bei Konstantin keineswegs zu finden. Gerade im Westen war der heidnische Glaube immer noch stark, die Stadt Rom selbst war eine Hochburg des Heidentums und auch die Amee war, wie ich schon an anderer Stelle mal geschrieben habe, keineswegs christianisiert. Denn zu Konstantins Zeit stritten sich die Christen noch ob ein Christ überhaupt Soldat werden kann. Das heißt jetzt nicht dass es keine christlichen Soldaten gab aber sie waren mit Sicherheit nicht die Mehrheit. Im Osten war das evt. ein wenig anders, da das Christentum dort bereits früher Fuß fasste.
...wobei nur noch anzumerken ist, dass gerade das besonders christianisierte Ostreich den Westen um 1000 Jahre überlebte. Was ist dem noch hinzu zu fügen?
@Wulfnoth: Gut gebrüllt
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