22.11.2008 - 13:17
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #1  
Alt 13.03.2006, 15:35
mozart
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Der 2. Weltkrieg und seine Motive

Der 2. Weltkrieg
und seine Motive

von Mozart


1. Einleitung
2. Kriegsgründe Deutschlands
3. Kriegsgründe Frankreichs
4. Kriegsgründe Großbritanniens
5. Kriegsgründe Polens
6. Kriegsgründe Russlands
7. Schlusswort

1.

Der 2. Weltkrieg, der am 1. September 1939 mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen begann, fand nur 21 Jahre nach Beendigung der europäischen „Urkatastrophe“, dem
1.Weltkrieg statt. Viele Menschen hatten noch zu gut die Schrecken von Verdun im Hinterkopf und erlebten in den Jahren 1914-1918 die Hölle, nur um 21 Jahren einen Krieg noch größeren Ausmaßes mitzuerleben.
Schon im Ersten Weltkrieg, bekam die Welt einen Ausblick auf den Krieg der Zukunft. Immer weitreichendere Technologien ermöglichten den Menschen ein immer größer werdendes Vernichtungspotential. Woher sollten die Menschen Dresdens 1914 wissen, dass 1945, aus der Luft in einem dreitägigen Bombenhagel, verursacht durch mehr als 1000 Flugzeuge, ihre Stadt dem Erdboden gleichgemacht wird. Ebenso wenig konnten die Menschen Frankreichs 1940 damit rechnen, dass mehrere hundert Panzerverbände ihre Linien durchbrechen und nur 3 Wochen brauchen würden, um Paris zu besiegen, wo es doch 1914-1918 Monate dauerte, um ein paar Meter zu erobern. Kein Konflikt der Vergangenheit oder der Zukunft hat so viele menschliche Opfer gefordert wie der 2. Weltkrieg (ca. 50 Mio. Tote), kein Krieg wird auch in Zukunft noch dermaßen den Menschen in Erinnerung bleiben wie der
2. Weltkrieg. Im folgenden versuche ich nun aufzuarbeiten, wie es zu diesem Krieg kam.

2.

Deutschland beendete den 1. Weltkrieg mit Schulden, doch durch einen ordentlichen Ausgleichsfrieden hätte Weimar stabil bleiben können, linke und rechte Kräfte hätten ihre Argumente nicht vermitteln können. Die den Deutschen im Versailler Vertrag auferlegten Bedingungen, waren für die Deutschen nicht tragbar und es war klar, dass jede Regierung der jungen Republik sich daran messen lassen musste, ob sie es schaffte, die unerträglichen Bedingungen zu beseitigen. Im wesentlichen waren dies die Entlastungen auf wirtschaftlicher Seite, sprich Einstellung von Reparationszahlungen und die Wiedergewinnung der gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker von Deutschland abtrennten Gebieten. Somit hätte Deutschland schon zwei Gründe einen Krieg zu beginnen. Mit der Machtergreifung Hitlers und dem Nationalsozialismus wurden auch ideologische Weltanschauungen immer mehr Kriegsmotiv. Der damalige britische Botschafter dazu:>> Die Nachkriegserfahrung hatte Nazi-Deutschland unglücklicherweise gelehrt, dass man ohne Gewalt oder Androhung von Gewalt nichts erreichen konnte.<<(1)
Ich könnte mir vorstellen, dass damit u.a. die Ruhrbesetzung französischer und belgischer Truppen gemeint ist. Nach dem 1. Weltkrieg hatte 20% seiner Gebiete verloren, 10% seiner Bevölkerung, 1/3 seiner Steinkohle, ¼ seiner Agrarproduktionen, 4/5 seiner Eisenvorkommen, sämtliche Kolonien sowie Reparationen in nicht einlösbaren Dimensionen.(2) Als die Reparationen etwas verspätet gezahlt wurden, marschierten Franzosen und Belgier ins Ruhrgebiet ein, um die Zahlungen zu erpressen. Deutschland musste Unmengen an Krediten aufnehmen und strudelte somit in einen teuflischen Kreislauf.
Zu Richtlinien der deutschen Außenpolitik schrieb Außenminister Stresemann 1925 dazu:>>... Ich strebe zwar keine kriegerische Auseinandersetzung an, schließe aber auch Grenzänderungen im Osten nicht aus, wenn die unmögliche Grenzziehung im Osten einmal Verhältnisse herbeiführen sollte, die dies erforderlich machen.<< Das war 8 Jahre vor Hitlers Herrschaft. Hierbei geht es vor allem um Danzig und den Korridor zwischen dem Reich und Ostpreußen und um die Behandlung der Deutschen in den verlorenen Gebieten, doch dazu mehr unter Punkt 5. Diese Umstände dürfen nicht beiseite geschoben werden, wenn man über deutsche Kriegsmotive diskutiert. Wie bereits erwähnt, nahmen die deutschen Kriegsinteressen mit Hitler immer konkretere Formen an. Für die nationalsozialistischen Machtinteressen und die kommende Weltherrschaft Hitlers war Krieg unumgänglich. Dabei muss unterschieden werden, zwischen dem Vernichtungskrieg gegen die Ostvölker der Welt und dem Unterdrückungsfeldzug gegen den Westen. Mit Hitler nahmen die deutschen Kriegsmotive bis dato unvorstellbare Formen an. Unmittelbar mit dem Unternehmen Barbarossa verbunden ist der Traum der Nationalsozialisten um „Lebensraum im Osten“. Nach dem Sieg über die Slawischen Völker sollten Deutsche gen Osten umgesiedelt werden, um dort die Nahrungsmittelsicherung für das künftige deutsche Weltreich zu übernehmen.(3)
Für Hitler war die Revidierung des Versailler Vertrages „die beste Tarnung um seine Kriegsabsichtet zu verbergen.“(4)

3.

Schon Napoleon träumte davon, die linksrheinischen Gebiete Frankreich anzugliedern. Im Versailler Vertrag scheiterte dies Vorhaben einzig am Veto Großbritanniens und der USA. Jedoch schaffte Frankreich es, Elsaß-Lothringen wieder zu bekommen, sowie vorläufig das Saargebiet. Wenigstens schaffte es Frankreich durch Versailles wieder zu größten Nation des Kontinents zu werden, indem Deutschland auf lange Zeit militärisch sowie wirtschaftlich geschwächt wurde. Mit Hitler jedoch kam ein Mann auf die Weltbühne, mit dem niemand rechnen konnte. Stück für Stück verlor Frankreich ab 1935 mit dem Wiederanschluss des Saargebietes an Deutschland durch eine Volksabstimmung, und 1936 mit der Wiederbesetzung des Rheinlandes durch die Wehrmacht seine Versailler Gewinne. Frankreich glänzte auch sonst nicht. Den Lorcano-Vertrag untermauerte Frankreich mit gegen Deutschland gerichteten Militärverträgen, u.a. mit Russland. Die Genfer Abrüstungskonferenzen blockiert Frankreich bis 1933 erfolgreich und an den Abrüstungsartikel des Versailler Vertrages hält sich Frankreich ebenso wenig. Auch im Vermitteln zwischen Polen und Deutschland, kann von Friedenssicherung keine Rede sein.
Mit Versprechungen an Polen, gemeinsam gegen Deutschland in den Krieg zu ziehen, zeigt sich, wie sehr Frankreich bereit ist Krieg zu führen, um Deutschland auf den Versailler Vertragsstatus zurückzustufen.(5)








4.

Das Britische Empire baute seit Jahren darauf, die „Balance of power“ zu wahren. Das heißt, für ein Gleichgewicht in Europa zu sorgen. Mit der Niederlage Deutschlands 1918 wurde Deutschland als Erste Macht des Kontinents zerschlagen und man behielt die Vormacht auf See. Außerdem bekam man weitere Kolonien zugesprochen. Mit der Erholung der deutschen Wirtschaft und den Erfolgen Hitlers bei der Revidierung des Versailler Vertrages, macht sich in Britannien die Meinung breit, als nächstes würde Deutschland seine Kolonien zurückfordern. Großbritannien hält sich ebenso wenig wie Frankreich an den Abrüstungsartikel und rüstet munter auf. Mit der Zusicherung an Polen hält es sich wie 1914 und Belgien. Großbritannien zieht nicht in den Krieg, um schwächere Völker zu beschützen. Allein das Emire in seiner Größe und Stärke muss erhalten bleiben. Der Unwille in der Danzigfrage zu vermitteln zeigt, wie sehr Großbritannien darauf aus ist, eine deutsche Vormachtstellung auf dem Kontinent zu verhindern. Die Britische Zeitung SUNDAY CORRSPONDENT schrieb am 16. Sept.1989!:>>Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz oder den Kontinent vor dem Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, dass wir die deutsche Vormachtstellung in Europa nicht akzeptieren können.<<

5.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Polen zu einem Vielvölkerstaat mit 11 Mio. Nichtpolen. Der neu geschaffene polnische Staat führte in seinen ersten vier Jahren Kriege gegen fast jeden seiner Nachbarn. Immer ging es dabei um territoriale Gewinne. Schon nach dem Abschluß des Versailler Vertrages sagte der polnische Gesandte, das die Polen zugestandenen Gebiete >>nur eine Anzahlung auf auf ein wirkliches Großpolen sind<<(6). Die regierungsnahe Zeitung MOCARSTWOWIEC schreibt 1930:>>... Wir werden die Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.<< Die Gangart war dabei stets dieselbe. Polen forderte die Anerkennung der eroberten Gebiete, ansonsten würde dies militärische Folgen nach sich ziehen. Ein weiteres elementares Problem stellte die polnische Minderheitenbehandlung dar.
Allein dies wäre für die jeweilige Nation ein Grund, Sanktionen gegen Polen zu beschließen.
Im Frühjahr 1939 fühlte sich Polen durch die Zusicherungen von Frankreich und Großbritannien sicher genug auch weiterhin gegen Deutschland hart aufzutreten und sich jedem Kompromiss in der Danzigfrage zu versperren. Darüber hinaus, erschwerten sie Deutschland den Austausch mit dem abgetrennten Landesteil Ostpreußen. Die Politik Polens ging sogar soweit, dass Polen Frankreich 1933 drängte einen Angriffskrieg gegen Deutschland zu führen.

6.

Das Stalinistische Reich trägt eine erhebliche Mitschuld am Ausbruch des 2. Weltkriegs. Stalin, der statistisch gesehen, mehr Tote auf dem Gewissen hat(ca. 10. Mio.)(7) als Hitler, hatte nur ein Ziel: Die bürgerliche Ordnung Europas durch den Kommunismus zu ersetzen. Stalin hofft, die kapitalistischen Staaten würden sich in einem ausdauernden Krieg selbst vernichten und so kommt es, dass Stalin noch 1939 sowohl mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien verhandelt. Nachdem Verhandlungen mit den Alliierten scheiterten, wendete er sich an Hitler und gab ihm die Garantie für seine Polenpolitik. Er hoffte, Hitler würde den ersten Schritt tun, denn durch die Zusicherungen Frankreichs und Großbritannien an Polen würde dies unweigerlich den zweiten Schritt nach sich ziehen müssen. Doch Stalin ist unzufrieden, der deutsche Krieg gegen Polen geht zu schnell vorbei. Zwar streicht Stalin wie geplant Ostpolen ein, doch der Krieg der kapitalistischen Länder lässt noch auf sich warten.
Außerdem ist er mit seiner Aufrüstung noch längst nicht soweit in den Krieg eintreten zu können. Jedoch hatte Stalin ein unglaubliches Rüstungspotenzial. 1941-42 war die Rote Armee bereit. Der deutsche Überfall 1941 kam einem Angriff der Sowjetunion voraus. Deutsche Karten aus der damaligen Zeit belegen, dass die Rote Armee sich an der Westgrenze gesammelt hat und auf den Angriffsbefehl wartete. Dies erklärt auch, warum die Wehrmacht so schnell so weit vorstoßen konnte. Die Rote Armee war auf einen Angriffskrieg vorbereitet und nicht auf einen Verteidigungskrieg. Mit dem Einmarsch sowjetischer Soldaten in Polen 1939 gehört die Sowjetunion ebenso wie Deutschland zu den Nationen, die den Krieg entfacht haben.

7.

Ohne Hitler und seine wahnsinnigen Rassenvorstellungen hätte es den Kriegsausbruch 1939 wahrscheinlich nicht gegeben. Aber auch ohne die kriegsbefürwortenden Parteien in Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien, insbesondere Winston Churchill und der Politik Polens hätte ein globaler Konflikt 1939 verhindert werden können. Man darf nicht annehmen, dass die anderen europäischen Nationen zur damaligen Zeit einzig auf Frieden aus waren. Wir befinden uns in einer Zeit, in der der Nationalismus weltweit verbreitet ist, in einer Zeit, in der Großbritannien und Frankreich große Teile der Welt untereinander aufteilten und unterdrückten. Doch unbestritten bleibt, die größte Schuld am Krieg trägt Hitler. Hitler redete seinerzeit sooft vom Frieden wie kein anderer. Doch andererseits, machte niemand sonst so sehr einen Hehl aus seinem Hass gegen Deutschland( nicht gegen den Nazismus) wie Churchill:
"Es gibt knapp 70 Millionen bösartige Hunnen, einige von ihnen sind heilbar und andere tötbar (some of whom are curable and others killable)."(8)


Quellen
1 Suworow, Viktor, >>Stalins verhinderter Erstschlag<<,
Selent 2000, S. 158 f.
2 http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/versailles/
3 Giordano, Ralph, >>Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte<<
Köln 2000
4 Freund, Michael, >>Deutsche Geschichte<<
München 1979, S.1223 f.
5 Schultze-Rhonhof, Gerd, >>1939 Der Krieg der viele Väter hatte<<
Olzog 2003, S. 521
6 Masser, Werner, >>Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin<<
München 2004, S.25 ff.
7 http://de.wikipedia.org/wiki/Stalin
8 http://www.mehr-freiheit.de/staat/churchill.html


PS. Dies sind nur Bruchstücke die die Kriegsabsichten der NAtionen beweisen. Es gibt noch viel mehr.
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  #2  
Alt 13.03.2006, 15:42
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Also, das mit Churchill kann ich leider nicht so bestätigen. Bis 1940 war Chamberlain an der Macht, der immer durch das Eingehen auf die Forderungen Hitlers einen Krieg verhindern wollte. Erst nach dem Fall von FRankreich kam Chruchill an die Macht
__________________
Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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  #3  
Alt 13.03.2006, 16:18
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Ich glaube aber das selbst ohne Hitler ein Krieg ausgebrochen wäre die Stimmungen der Nationen in Europa waren dermassen an einen tiefen Punkt angelangt das eine kleinste Provokation einen Krieg ausgelöst hätte egal von Frankreich, England, Polen, Italien, Russland oder Deutschland jede Nation hätte diesen Krieg auslösen können. Hitler hat diesen Krieg nur schneller ausgelöst indem er aggressiv gegen Deutschlandsnachbarn vorging.
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  #4  
Alt 13.03.2006, 16:20
mozart
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Original von Homer
Ich glaube aber das selbst ohne Hitler ein Krieg ausgebrochen wäre die Stimmungen der Nationen in Europa waren dermassen an einen tiefen Punkt angelangt das eine kleinste Provokation einen Krieg ausgelöst hätte egal von Frankreich, England, Polen, Italien, Russland oder Deutschland jede Nation hätte diesen Krieg auslösen können. Hitler hat diesen Krieg nur schneller ausgelöst indem er aggressiv gegen Deutschlandsnachbarn vorging.
Genau das glaube ich auch. Der 1. Weltkrieg war letzendlich das Produkt des Imperialismums. Am Denken der Menschen hat sich dazwischen leider nichts geändert.
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  #5  
Alt 13.03.2006, 16:29
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Original von mozart
Der 1. Weltkrieg war letzendlich das Produkt des Imperialismums.
Der 2 Weltkrieg eigentlich auch. England hat Deutschland nur den Krieg erklärt weil Deutschland eine ernsthafte Bedrohung für deren Kolonien war und nicht wie die Engländer denken für die Freiheit Europas.
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  #6  
Alt 13.03.2006, 16:32
mozart
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Original von Homer
England hat Deutschland nur den Krieg erklärt weil Deutschland eine ernsthafte Bedrohung für deren Kolonien war und nicht wie die Engländer denken für die Freiheit Europas.
Ich glaube es hat noch nie eine Nation Krieg für die Freiheit anderer geführt.
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  #7  
Alt 13.03.2006, 16:36
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Keine Nation hat bisher für eine nur eine einzige gerechte Sache Krieg geführt ganz besonders nicht die USA wie sie in ihren Lobliedern singen.
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  #8  
Alt 13.03.2006, 16:38
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ad 2:

Deutschland beendete den 1. Weltkrieg mit Schulden
Das taten alle anderen europäischen Großmächte auch. Und wie alle anderen europäische Staaten halfen amerikanische Kredite dem Reich wieder auf die Beine...

sprich Einstellung von Reparationszahlungen und die Wiedergewinnung der gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker von Deutschland abtrennten Gebieten... Nach dem 1. Weltkrieg hatte 20% seiner Gebiete verloren, 10% seiner Bevölkerung,
"Gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker" ist im Zusammenhang den genannten Zahlen falsch, zumal Deutschland nicht 20% sondern eher um die 15% seines Gebietes verlor (Kolonien mal ausgenommen). Dir ist bewusst, dass es Minderheiten in Deutschland gab? Von den Gebieten muss man also ohne Zweifel bspw. das französische Elsaß-Lothringen, und die mehrheitlich von Polen besiedelten Teile Westpreußen abziehen, und die ach so schrecklichen Verluste wiegen gar nicht mehr so schwer!
Natürlich waren die Regelungen nicht perfekt, aber über allzu großen Revanchismus konnte sich das Reich nun wirklich nicht beschweren...

Zu Richtlinien der deutschen Außenpolitik schrieb Außenminister Stresemann 1925 dazu:>>... Ich strebe zwar keine kriegerische Auseinandersetzung an, schließe aber auch Grenzänderungen im Osten nicht aus, wenn die unmögliche Grenzziehung im Osten einmal Verhältnisse herbeiführen sollte, die dies erforderlich machen.<< Das war 8 Jahre vor Hitlers Herrschaft. Hierbei geht es vor allem um Danzig und den Korridor zwischen dem Reich und Ostpreußen und um die Behandlung der Deutschen in den verlorenen Gebieten, doch dazu mehr unter Punkt 5. Diese Umstände dürfen nicht beiseite geschoben werden, wenn man über deutsche Kriegsmotive diskutiert.
Da stimme ich dir zu. Während die Grenze im Westen bald akzeptiert wurde, war die unsaubere Lösung der Ostgrenze ohne Zweifel wenn nicht Grund, dann aber Propagandamittel der Nazis, um weite Teile der Deutschen zum Krieg zu bewegen.

Für die nationalsozialistischen Machtinteressen und die kommende Weltherrschaft Hitlers war Krieg unumgänglich
Die wenigsten Historiker gehen davon aus, dass Hitler wirklich die "Weltherrschaft" anstrebte. Der Zweiten Weltkrieg wie ihn Nazi-Deutschland führte, sollte weder als Hegemonial-Krieg noch als letzte Zuckung des deutschen Imperialismus gewertet werden - er war letzten Endes doch ein Weltanschaungskrieg!



ad 3:

Schon Napoleon träumte davon, die linksrheinischen Gebiete Frankreich anzugliedern.
Schon Ludwig XIV. träumte von der Rheingrenze, und vermutlich auch schon französische Herrscher vor ihm...

Auch im Vermitteln zwischen Polen und Deutschland, kann von Friedenssicherung keine Rede sein.
Wer kann das den Franzosen auch verübeln. Das letzte Vermitteln fand in München statt - hatte es genutzt? Auch mit der Unterwerfung Polens hätte sich Nazi-Deutschland nicht zufrieden gegeben, dass war auch den Franzosen klar...

Mit Versprechungen an Polen, gemeinsam gegen Deutschland in den Krieg zu ziehen, zeigt sich, wie sehr Frankreich bereit ist Krieg zu führen, um Deutschland auf den Versailler Vertragsstatus zurückzustufen.(5)
Frankreich konnte seinen selbst mitgeschaffenen Cordon Sanitaire nicht einfach so aufgeben, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren! Die Grande Nation wurde durch den Überfall auf Polen zum Krieg gezwungen, es hat sich keinesfalls freudig in den Kampf gestürzt!



ad 4:

Der Unwille in der Danzigfrage zu vermitteln zeigt, wie sehr Großbritannien darauf aus ist, eine deutsche Vormachtstellung auf dem Kontinent zu verhindern.
Hier sei wieder einmal auf München verwiesen - Appeasement brachte nun einmal nichts gegen die Visionen Hitlers!


ad 5:

Die Gangart war dabei stets dieselbe. Polen forderte die Anerkennung der eroberten Gebiete, ansonsten würde dies militärische Folgen nach sich ziehen.
Polen trat in der Tat gelegentlich sehr aggressiv auf und machte kurzsichtige Politik. Allerdings darf man die ungünstige Lage Polens nicht vergessen. Ich glaube folgende Metapher trifft es ganz gut: "Wenn in Europa geschmiedet wird, dann ist Polen der Amboss!"
Polen musste quasi selbstbewusst auftreten, wollte es gegen seine (über-) mächtigen Nachbarn bestehen...



ad 6:

Außerdem ist er mit seiner Aufrüstung noch längst nicht soweit in den Krieg eintreten zu können. Jedoch hatte Stalin ein unglaubliches Rüstungspotenzial. 1941-42 war die Rote Armee bereit. Der deutsche Überfall 1941 kam einem Angriff der Sowjetunion voraus. Deutsche Karten aus der damaligen Zeit belegen, dass die Rote Armee sich an der Westgrenze gesammelt hat und auf den Angriffsbefehl wartete. Dies erklärt auch, warum die Wehrmacht so schnell so weit vorstoßen konnte. Die Rote Armee war auf einen Angriffskrieg vorbereitet und nicht auf einen Verteidigungskrieg. Mit dem Einmarsch sowjetischer Soldaten in Polen 1939 gehört die Sowjetunion ebenso wie Deutschland zu den Nationen, die den Krieg entfacht haben.
Historiker werten den Überfall auf die Sowjetunion nicht als Präventivschlag. Ohne Zweifel wäre es früher oder später zum Krieg gekommen, aber dass Hitler die Sowjetunion besiegen wollte, war immer schon sein Ziel.



ad 7:

Ohne Hitler und seine wahnsinnigen Rassenvorstellungen hätte es den Kriegsausbruch 1939 wahrscheinlich nicht gegeben.
Du kannst das "wahrscheinlich" ruhig streichen...


Aber auch ohne die kriegsbefürwortenden Parteien in Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien, insbesondere Winston Churchill und der Politik Polens hätte ein globaler Konflikt 1939 verhindert werden können. Man darf nicht annehmen, dass die anderen europäischen Nationen zur damaligen Zeit einzig auf Frieden aus waren. Wir befinden uns in einer Zeit, in der der Nationalismus weltweit verbreitet ist, in einer Zeit, in der Großbritannien und Frankreich große Teile der Welt untereinander aufteilten und unterdrückten. Doch unbestritten bleibt, die größte Schuld am Krieg trägt Hitler.
Du kannst es drehen und wenden wie du willst: Aggressor war im Zweiten Weltkrieg ohne Wenn und Aber das Deutsche Reich! Mag es beim WK I noch Sinn machen, über die Kriegsschuldfrage zu diskutieren und zu relativieren, erübrigt sich dies bei diesem Thema. Abermals sei hier auf München verwiesen - Nazi-Deutschland hatte sich außenpolitisch als unberechenbar erwiesen, es zu beschwichtigen als unmöglich.

Zudem finde ich es immer äußerst köstlich, Churchill als kriegstreibenden Deutschland-Hasser darzustellen, obwohl die Geschichte gezeigt hat, dass er das Nazi-Regime weit besser einschätzte als sein Vorgänger Chamberlain, der nach der Münchener Konferenz jubelte, dass der Frieden Europas gesichert sei...
__________________
Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton

---
Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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  #9  
Alt 13.03.2006, 16:45
mozart
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"Wer die Alleinschuld Deutschlands anzweifelt zerstört die Grundlagen der Nachkriegspolitik"

Ich nehme es dir nicht übel, dass du alles mögliche versuchtst die anderen Nationen zu entlasten. Übrigens entlastet man in keinster weise das Dritte Reich , wenn man auch auf die anderen Nationen zeigt.
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  #10  
Alt 13.03.2006, 16:51
mozart
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Original von KimonDu kannst es drehen und wenden wie du willst: Aggressor war im Zweiten Weltkrieg ohne Wenn und Aber das Deutsche Reich! Mag es beim WK I noch Sinn machen, über die Kriegsschuldfrage zu diskutieren und zu relativieren, erübrigt sich dies bei diesem Thema. Abermals sei hier auf München verwiesen - Nazi-Deutschland hatte sich außenpolitisch als unberechenbar erwiesen, es zu beschwichtigen als unmöglich.

Zudem finde ich es immer äußerst köstlich, Churchill als kriegstreibenden Deutschland-Hasser darzustellen, obwohl die Geschichte gezeigt hat, dass er das Nazi-Regime weit besser einschätzte als sein Vorgänger Chamberlain, der nach der Münchener Konferenz jubelte, dass der Frieden Europas gesichert sei...
Komisch das wir Deutschen die einzigsten sind die das hier nicht wahr haben wollen:

31.3.39: Halifax teilt dem britischen Botschafter in Polen seinen Entschluss mit, sein Versprechen an Polen nicht nur auf unprovozierte Aggression zu beschränken. Er wünsche nicht, dass Grossbritannien neutral bleibe, wenn die Polen Deutschland zum Krieg zwängen (British FP, III, Bd. 4, Nr. 577 und 584).

31.8.39: Kennard versicherte Halifax, Beck werde nichts unternehmen, um eine Verständigung mit den Deutschen zu erzielen. (British FP, III, Bd. 7, Nr. 576).

06.4.39: Halifax sagte dem US-Botschafter Kennedy, die Polen hätten nun ihren Blanko-Scheck, und er gestand dabei, dass weder Hitler noch Mussolini einen Krieg wollten. (FR of the US 1939, I, 113 f).

Ansprache des polnischen Oberbefehlshabers, Marschall Rydz-Smigly, im Juni [39] an polnische Offiziere hervor: „Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte“

Halifax8 sagte: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen“9 [224]

........
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  #11  
Alt 13.03.2006, 16:53
Benutzerbild von Homer
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Original von Kimon
Zudem finde ich es immer äußerst köstlich, Churchill als kriegstreibenden Deutschland-Hasser darzustellen, obwohl die Geschichte gezeigt hat, dass er das Nazi-Regime weit besser einschätzte als sein Vorgänger Chamberlain, der nach der Münchener Konferenz jubelte, dass der Frieden Europas gesichert sei...
Keine Frage das Churchill das Naziregime hasste das sieht man vorallem an seinen Papageien der noch immer heute sagt **** Nazis und **** Hitler falls er nicht an Vogelgrippe gestorben ist ^ ^. Aber Churchill hat einen dermassen übertriebenen Luftkrieg gegen Deutschland geführt das das längst nicht mehr als Militärisch angesehen werden kann. Köln wurde auf bis zu 98% (vielleicht übertrieben bin mir aber immoment nicht ganz sicher) zerbombt andere Deutschegroßstädte wurden natürlich auch ziemlich schwer zerbombt besonders Berlin aber so einen Luftkrieg hätte England sich sparen können.

Ok Deutschland hat England auch nicht gerade verschont aber ich glaube kaum das England so viele Zivilisten verloren hat wie Deutschland alleine durch den Luftkrieg.
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  #12  
Alt 13.03.2006, 16:54
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mozart bitte keine Doppelposts.

Gruß
Wulfnoth
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  #13  
Alt 13.03.2006, 16:55
Benutzerbild von Scipio
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Zudem finde ich es immer äußerst köstlich, Churchill als kriegstreibenden Deutschland-Hasser darzustellen, obwohl die Geschichte gezeigt hat, dass er das Nazi-Regime weit besser einschätzte als sein Vorgänger Chamberlain, der nach der Münchener Konferenz jubelte, dass der Frieden Europas gesichert sei...
Keine Frage das Churchill das Naziregime hasste das sieht man vorallem an seinen Papageien der noch immer heute sagt **** Nazis und **** Hitler falls er nicht an Vogelgrippe gestorben ist ^ ^. Aber Churchill hat einen dermassen übertriebenen Luftkrieg gegen Deutschland geführt das das längst nicht mehr als Militärisch angesehen werden kann. Köln wurde auf bis zu 98% (vielleicht übertrieben bin mir aber immoment nicht ganz sicher) zerbombt andere Deutschegroßstädte wurden natürlich auch ziemlich schwer zerbombt besonders Berlin aber so einen Luftkrieg hätte England sich sparen.
DAs stimmt, diese waren unnötig, auch wenn ich denke, dass die Eher auf das Konto von Bomber harris gehen
__________________
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  #14  
Alt 13.03.2006, 17:01
mozart
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Original von HomerKeine Frage das Churchill das Naziregime hasste...
Nein, er hasste Deutschland

Churchill:„Sie müssen sich darüber im klaren sein, dass dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des Deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt“
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  #15  
Alt 13.03.2006, 17:06
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Original von mozart
Original von HomerKeine Frage das Churchill das Naziregime hasste...
Nein, er hasste Deutschland

Churchill:„Sie müssen sich darüber im klaren sein, dass dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des Deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt“
Wie gesagt er hasste das NS Regime ich hab nicht gesagt das er Deutschland nicht haste.
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