Wegen angeblicher Tyohusgefahr riegelten die deutschen Besatzer im Herbst 1940 das jüdische Viertel in Warschau durch hohe Mauern ab. Dann wurden die Juden aus ganz Polen zusammengepfercht, zuletzt bis zu 450 000 Menschen. Ein Drittel der Stadtbevölkerung wohnte gerade mal auf 4% der Stadtfläche. Schnell forderten Hunger und Seuchen Tausende von Opfern.
Ab Juli 1942 wurden im Rahmen der "Endlösung der Judenfrage" die meisten Einwohner ins Vernichtungslager Treblinka deportiert. Die letzten 60 000 sollten ab dem 18./19.4. vertrieben werden. Himmlers SS wollte das Getto zu Führers Geburtstag (20.4.) "judenfrei" präsentieren. Die verbliebenen wussten, was sie erwartet, und wollten in Würde sterben. Bewaffnet mit Steinen, Molotowcocktails und wenigen Schusswaffen überraschten sie die deutsche Übermacht. Mit Guerillataktiken konnten sie sich fast einen Monat behaupten.
Die SS schlug den Aufstand mit Flammenwerfern, Panzern, Artillerie und der Luftwaffe nieder. Über 50 000 Juden starben, der Rest kam in Lagern um. Die Deutschen verloren nur wenige Hundert Mann. Doch fachte der verzweifelte Kampf die jüdische Gegenwehr in den besetzten Gebieten an.
Heute ist der 19.4. Gedenktag in Polen.
Quelle:G/Geschichte
Mein Fazit ist. Ideologie, Borniertheit und Grausamkeit zahlen sich nie im Zusammenleben der Völker aus.