08.10.2008 - 10:41
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #1  
Alt 11.01.2008, 22:18
farx
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Beiträge: n/a
Warum Bulgarien und Jugoslavien Verbündete Deutschlands

Hallo liebe Leute,

mir ist gerade die Frage gekommen warum Bulgarien und anfangs (vor dem pro-Alliierten Putsch) auch Jugoslawien Verbündete Deutschlands waren.

Natürlich konnten sie Deutschland in seinem Kampf gegen die Alliierten gut unterstützen (wie auch Ungarn und Rumänien), doch diese beiden Länder hatten und haben immer noch ein mehrheitlich slawische Bevölkerung.

Wie haben die Nationalsozialisten das mit ihrer Ideologie in Einklang gebracht?

mfg
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  #2  
Alt 12.01.2008, 00:14
Benutzerbild von TigerMC
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.475
gute frage wobei jugoslawien nicht als ganzes alliierter war ich weiss nichtmal obs überhaupt damals schon jugoslawien gab, die kroaten waren jedenfals verbündete (vielleicht hat man bei denen n auge zugedrückt wegen dem katholischen glauben) aber die serben haben doch bis zum ende partisanenkrieg geführt gegen die deutschen. was die bulgarenbetrifft, tip ich jetzt mal auf strategische wichtigkeit, wegen der gefährdeten griechenlandflanke und vielleicht noch der bonus den man als wk1 verbündeter genos
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  #3  
Alt 12.01.2008, 04:07
farx
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Beiträge: n/a
bulgarien trat der achse im frühjahr 1941 bei und jugoslawien trat ihr anfang des selben jahres bei (das land gab es seit dem ende österreich-ungarns).

jugoslawien tat dies allerdings nur auf den druck deutschlands und auch nur weil der jugoslawische könig nachgab.

kurz darauf kam es aber zum pro-allieten putsch, der könig wurde entmachtet, und jugoslawien verließ die achse wieder.
Als italien einige zeit später in griechenland stecken blieb griff deutschland jugoslawien an um italiens balkanfeldzug zu unterstützen.
nach dem sieg über jugoslawien erschuf deutschland den marionettenstaat kroatien. der rest wurde teil deutschlands, von deutschland und italien besetzt.

aber es stellt sich immer noch die frage:

Warum "slawische staaten" (wenn man sie denn so nennen darf) verbündet mit deutschland?
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  #4  
Alt 12.01.2008, 04:17
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
Zitat von farx Beitrag anzeigen
aber es stellt sich immer noch die frage:

Warum "slawische staaten" (wenn man sie denn so nennen darf) verbündet mit deutschland?
Womöglich dachten sie, dass sie dadurch vor einem Angriff Deutschlands bewahrt würden.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #5  
Alt 12.01.2008, 07:21
Novalis
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Zitat von farx Beitrag anzeigen

Warum "slawische staaten" (wenn man sie denn so nennen darf) verbündet mit deutschland?
Warum sollte das denn ein Problem darstellen?
Daß Hitler sie als minderwertig ansah, mag zutreffen. Aber er hatte doch nie das erklärte Ziel, alle Slawen der Welt auszurotten?
Es gab sogar palästinensische Waffen-SS Teilstreitkräfte, man bemühte sich um den Irak.
Das mögen im Sinne der NS-ideologie minderwertige Menschen gewesen sein das bedeutet aber nicht, daß sie nicht trotzdem wertvolle Verbündete sein können.
Das liegt manchmal allerdings eher an der geostrategischen Lage als an der tatsächlichen Wertigkeit (siehe Italien).
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  #6  
Alt 12.01.2008, 15:55
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
In der kranken NS-Ideologie gab es verschieden abstufungen bei den Menschenrassen. Die Mittelmeervölker waren eine gemischte Rasse mit vielen "nordischen" Elementen. Es gab ja auch Studien über Leonardo (helläugig), die beweisen sollten das er germanischer Herkunft war. Oder Cäsar - der angeblich auch. Die slawischen Völker wurden als "germanisierbar" angesehen- so wurden polnische Kinder an dt. Familien zur Adoption übergeben.
@novalis
Italien war für einen solchen Krieg noch nicht bereit. Die Bemühungen Mussolinis im Balkan galten die Einflusssphäre des übermächtigen Verbündeten zu reduzieren.
En gros war das it Militär auf den Krieg nicht vorbereitet.
Aber es gab spezielle Abteilungen und Divisionen die an Mut und Können nicht zu unterschätzen waren.
Die deutschen Kampfschwimmer haben ihr Handwerk in Italien gelernt.
Und die Fallschirmjäger der Divison Fólgore haben in Afrika bis zum letzten Mann gekämpft.
Die sinnlosigkeit der Weiterführung des Krieges ist den italienischen Soldaten und Offizieren wohl früher bewusst geworden wie den deutschen. Deswegen hing der Duce früher am Haken.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #7  
Alt 12.01.2008, 16:20
MacX
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Ich wundere mich, dass das noch nicht erwähnt wurde:
Vielleicht wollten sie einfach den Sowjetkommunismus besiegen?
Gerade osteuropäische Staaten haben doch vor dem Krieg unter der sowjetischen Besatzung gelitten und die Deutschen vielfach als Befreier gefeiert.

Außerdem behaupte ich, dass die NS Ideologie die Menschen in Osteuropa nicht sonderlich interessiert hat. Zumindest der "antislawische" Aspekt war nicht besonders bekannt. Das "slawische Untermenschentum" wurde in den Wochenschauen durch asiatisch aussehende russische Kriegsgefangenen vermittelt. Vermutlich wussten die Deutschen selbst nicht, was jetzt genau ein Untermensch ist und was nicht.
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  #8  
Alt 12.01.2008, 16:26
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
Zitat von MacX Beitrag anzeigen
Gerade osteuropäische Staaten haben doch vor dem Krieg unter der sowjetischen Besatzung gelitten und die Deutschen vielfach als Befreier gefeiert..
Woher hast du denn den Schwachsinn? Nicht ein einziger osteuropäischer Staat, nicht einmal die Baltikumstaaten haben unter sowjetischer Besatzung gestanden.

Tatsache ist, dass der Faschismus in dieser Zeit ein europäisches Phänomenen war und alle auf eine Konfrontation Faschismus-Kommunismus hinauslief. Da ist es nur logisch, dass sich die faschistischen Regime zusammen schließen.
Den meisten Staaten blieb ja auch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #9  
Alt 12.01.2008, 16:29
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Mir fällt nur Finnland ein, das ein Problem mit Stalin hatte.
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  #10  
Alt 12.01.2008, 16:41
MacX
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Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Woher hast du denn den Schwachsinn? Nicht ein einziger osteuropäischer Staat, nicht einmal die Baltikumstaaten haben unter sowjetischer Besatzung gestanden.
Den Schwachsinn habe ich aus einem Standardwerk über den 2.Weltkrieg.
Konkret waren es der östliche Teil Polens, das Baltikum, die rumänischen Gebiete Bessarabien , die Bukowina, und Karelien, ein Teil Finnlands.
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  #11  
Alt 12.01.2008, 16:57
Benutzerbild von K. Ropp
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Ort: Rheingau
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Zitat von MacX Beitrag anzeigen
Den Schwachsinn habe ich aus einem Standardwerk über den 2.Weltkrieg.
Konkret waren es der östliche Teil Polens, das Baltikum, die rumänischen Gebiete Bessarabien , die Bukowina, und Karelien, ein Teil Finnlands.
Meinem Wissen nach sind diese Gebiete erst im Zweiten Weltkrieg in die UdSSR zwangseingegliedert worden.
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Zitat von Helmut Kohl
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  #12  
Alt 12.01.2008, 17:05
MacX
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Ja, natürlich... sorry, da hab ich mich unklar ausgedrückt.
Ich meinte vor dem deutschen Überfall auf die SU und auch vor der hier angesprochenen Allianz Bulgariens mit Deutschland.
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  #13  
Alt 12.01.2008, 19:05
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Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
Das waren ja nur zwei Jahre.
Rumänien trat zwar nicht ganz freiwillig auf die Seite der Achsenmächte aber die Eiserne Garde unter Antonescu stand ideologisch NS-Deutschland sehr nah.
Die Finnen habe ja noch heute Probleme damit ihr Verhältnis zum Deutschen Reich zu klären, geschichtliche Aufarbeitung ist hier absolut Fehlanzeige.
Bulgarien machte in den 30er Jahren eine sehr ähnliche Entwicklung wie das Deutsche Reich durch. Zu Beginn recht isoliert erreichte man die Besetzung demilitarisierter Gebiete und rüstete massiv auf. Durch den Gegensatz zu Griechenland blieb Bulgarien, das handelspolitisch sowieso stark vom Deutschen Reich abhing, nicht viel anderes übrig als sich auf die Seite der Achsenmächte zu schlagen.

Insgesamt muss man aber sagen, dass nur der Stahlpakt zwischen Italien und dem Deutschen Reich wirklich ein freiwilliges Bündnis war, alle anderen Abkommen wurden von der akuten Bedrohung durch die Wehrmacht nahezu erzwungen.
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  #14  
Alt 12.01.2008, 21:13
farx
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ich habe mich vllt nicht klar genug ausgdrückt.

die frage war doch warum deutschland ein bündnis mit den slawischen staaten wollte und nicht warum diese ein bündnis mit deutschland wollten.

ring frei!!
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  #15  
Alt 12.01.2008, 21:19
Benutzerbild von Wulfnoth
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Nun man stand ganz allgeine gegen die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich, Bündnispartner sind in so einer Situation doch immer willkommen oder nicht?
Ich habe mal gelesen, dass 1943 jeder dritte Soldat an der Ostfront kein Deutscher war, ich denke das sagt einiges.
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