22.11.2008 - 13:46
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #31  
Alt 16.01.2008, 18:33
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Zum Thema Rüstung. Das meiste was die Wehrmacht an motorisierten Einheiten besaß war erbeutet. Soll sich jeder selbst seine Gedanken dazu machen...
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  #32  
Alt 16.01.2008, 19:04
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
Also mein Wissenstand ist eben auch, dass z.B. 1941 die Produktion von Munition gedrosselt wurde weil man sich sicher war, dass der Krieg schon gewonnen sei. Deswegen kann ich mir kaum vorstellen, dass die Produktion zu der Zeit schon das unlösbare Problem war
Die endgültige Entscheidung für Barbarossa war am 31.07.1940 gefallen. Deshalb war für sehr kurze Zeit die Porduktion und auch der Mannschaftsbestand reduziert worden.

Ich bezweifle auch das mit den Baku Ölfeldern in 1941 – zumindest habe ich nie vorher davon gehört, dass dies schon 1941 das Ziel war. Baku ist nun wirklich verdammt weit weg.
Der Feldzug gegen die Sowjetunion sollte während einer Feldzugsaison erfolgreich abgeschlossen sein. Die Eroberung der ölquellen von Baku war einer der Ziele, die Hitler realisiert sehen wollte. Aus dem Operationsentwuf Ost vom 05.August 1940, erstellt von Generalmajor Marcks im Auftrage des Generalstabschefs des Heeres, Franz Halder, geht diese Zielsetzung aber hervor. Dieser Entwurf von Marcks hat ja auch dann entscheidenen Eingang in der Aufmarschanweisung des Heeres gefunden.
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  #33  
Alt 16.01.2008, 19:15
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
Die Sowjetunion war auf Lieferungen der USA angewiesen. Hier sind auch ganz klar die Defizite in der Abriegelung des Nordatlantiks durch U-boote erkennbar. Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Offensiven der Roten Armee und dem durchkommen von Geleitzügen im Nordmeer. Die Reichsmarine hat zu spät auf den Ausbau der U-Boot Flotte bestanden.
Die Ölquellen des Mittleren Ostens wären von den Achsenmächten - die in Djbuti standen - FAST unter Kontrolle gebracht worden... Aber knapp daneben ist auch daneben.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #34  
Alt 16.01.2008, 19:22
mozart
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Beiträge: n/a
Die Reichsmarine erkannte das U-Boot Potenzial durchaus. Es war Hitler der Dönitz, der auf denAusbau der U-Boot-Flotte drängte, nicht die Mittel zur Verfügung stellen wollte.

Hitler glaubte nicht an eine effektive U-Boot-Flotte. Er sollte sich irren - wie so oft.
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  #35  
Alt 16.01.2008, 19:35
Benutzerbild von Ar-Pharazon
Preuße
 
Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 439
Zitat von Bruckner Beitrag anzeigen
Denn das hätte rein gar nichts an der unzureichenden Ausstattung der Wehrmacht geändert. In Deutschland herrschte bereits zu diesem zeitpunkt ein ausgesprochener Mangel an Arbeitskräften, insbesondere Facharbeiter, um die Wehrmacht mit ausreichenden Rüstungsgütern versorgen zu können.
Man muß bedenken, daß die Wirtschaft im Reich niemals so sehr für die Rüstung eingespannt wurde, wie bspw. die der USA oder der Sowjetunion.
Das heißt also, es wäre nicht unmöglich gewesen, die Truppe mit einer angemessenen Menge an Nachschub zu versorgen - doch die Verzettelung der Produktionskapazitäten verhinderte eine effiziente Ausnutzung des enormen Pontenzials, das das Reich hatte, bzw. im Verlauf der Feldzüge in die Hände bekam.
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  #36  
Alt 16.01.2008, 19:37
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
stattdessen wurden ja die großen prestigeträchtigen Schlachtschiffe gebaut. Nicht zeitgemäße Stahlkolosse die Geleitzüge nicht so effektiv abwehren konnten.
Und die Luftwaffe (da kam neulich ein Bericht) hatte auch wenige tolle Flugzeuge die aber noch nicht serienreif waren.
Es waren zu viele ungelöste Probleme um einen solchen Gegner zu schlagen. Napoleon war da sogar näher dran.
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Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #37  
Alt 16.01.2008, 20:00
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.599
also die wirksamkeit von ubooten nach 1943 soll mir einer mal erklären, jeder der nach anfang 43 noch ei uboot in das meerschickte beging glatten bewussten mord an den besatzungen.
Die materialien hätte man lieber in abfangjäger stecken sollen, aber selbst dann hätte man trotzdem verloren, ergo mein fazit deutschland allein vs russland in jedem fall chancenlos
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  #38  
Alt 16.01.2008, 20:07
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
Ganz genau! Ende 1942 haben die Briten nämlich den deutschen Code für die UBoote Enigma geknackt gehabt und von diesem Zeitpunkt hat der Krieg im Atlantik sich zugunsten der Alliierten entwickelt gehabt. Es hätte technischer Weiterentwicklungen bedurft, die kamen auch, aber zu spät, um dem UBootkrieg mit einer halbwegs akzeptablen Perspektive weiterführen zu können. Aber spätesten mit dem Beginn der Invasion am 06.06.44 war durch die schnelle Verluste der wichtigen Stützpunkte Feierabend.
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  #39  
Alt 16.01.2008, 21:20
Benutzerbild von Ar-Pharazon
Preuße
 
Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 439
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
Die materialien hätte man lieber in abfangjäger stecken sollen, aber selbst dann hätte man trotzdem verloren, ergo mein fazit deutschland allein vs russland in jedem fall chancenlos
Man hätte die Kapazitäten, die für Großkampfschiffe aufgewandt wurden, lieber für den Bau von U-Booten verwenden sollen.
Wenn man sich die relativ geringe Stärke der U-Boot-Flotte ansieht und dann die Versenkungszahlen '41/'42 betrachtet, dann liegt der Schluß, daß mit bedeutend mehr U-Booten England in die Knie gezwungen hätte werden könne, nahe.
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  #40  
Alt 16.01.2008, 21:31
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
Luftwaffe und Marine hätten durch eine engere und effektivere Zusammenarbeit auf alle Fälle mehr Erfolg in der Jagd nach Geleitzügen gehabt. Aber es gab -außer dem Problemchen mit den fehlenden Stückzahlen und Materialien- wohl auch ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken zwischen diesen Waffengattungen?
__________________
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Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #41  
Alt 17.01.2008, 08:44
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
wohl auch ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken zwischen diesen Waffengattungen?
Göring hatte dafür Sorge getragen, das die Marine keine eigenen Marinegeschwader bekommen hatte und schließlich hat er auch die Marine mehr oder weniger im Regen stehen lassen.
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  #42  
Alt 17.01.2008, 08:56
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
dann liegt der Schluß, daß mit bedeutend mehr U-Booten England in die Knie gezwungen hätte werden könne, nahe.
Als Hitler sich den unnötigen Luxus geleistet hatte, im Dezember 1941 den USA den Krieg zu erklären, was es mit dieser Möglichkeit vorbei.

Und wie schon oben geschrieben, hatten Ende 1942 die Briten den deutschen Code für die Funkverbindung, Enigma, geknackt gehabt. Damit wussten die Alliierten immer die Positionen der deutschen Boote. Des Weiteren hatten die Briten ein neues Radargerät, Asdic, entwickelt. Damit gelang es den allierten Langstreckenbombern immer häufiger die Boote über größere Distanzen zu orten.

Die deutschen technischen Neuerungen wie der Schnorchel kamen zu spät und waren auch nur bei ruhiger See einsetzbar.

Geändert von Bruckner (17.01.2008 um 10:25 Uhr)
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  #43  
Alt 17.01.2008, 09:06
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Jason Beitrag anzeigen
wohl auch ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken zwischen diesen Waffengattungen?
Ja, in etwa vergleichbar mit den restlichen Parteigrößen. Hitler kam dieses Konkurenzdenken sehr entgegen und er förderte dies auch.
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  #44  
Alt 24.01.2008, 14:50
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
Auch der Faktor Öl war kaum ein Problem. Man besaß genug. Rumänien war nicht zuletzt wegen seiner Ölfelder von Bedeutung.

Aufgrund der Tatsache das der Felzug gegen die Sowjetunion länger andauerte als erwartet, waren die deutschen und rumänischen Reserven im Oktober erschöpft. Die deutsche Botschaft in Bukarest hatte bereits am 19.09.41 gemeldet, das die rumänischen Reserven verbraucht worden waren.


Das hatte zur Folge, das der Bedarf nur noch aus der laufenden Produktion gedeckt werden konnte. Dies reichte aber nicht, so das alle drei Wehrmachtsteile im Oktober Kürzungen hinnehmen mussten. Weitere Kürzungen wurden auch schon in Aussicht gestellt.

Öllieferungen Rumäniens an Deutschland:

September 41 : 375.000 t
Oktober 41 : 253.000 t
November 41 : 223.000 t
Dezember 41 : 123.000 t
Januar 41 : 111.000 t
Februar 42 : 73.000 t

Zahlen nach Hillgruber, König Carol und Antonescu

Ich bezweifle auch das mit den Baku Ölfeldern in 1941 – zumindest habe ich nie vorher davon gehört, dass dies schon 1941 das Ziel war. Baku ist nun wirklich verdammt weit weg.
Deshalb waren die Ölfelder bei Baku so wichtig.

Geändert von Bruckner (24.01.2008 um 15:09 Uhr)
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  #45  
Alt 24.01.2008, 23:43
Novalis
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Zitat von Bruckner Beitrag anzeigen
Aufgrund der Tatsache das der Felzug gegen die Sowjetunion länger andauerte als erwartet, waren die deutschen und rumänischen Reserven im Oktober erschöpft. Die deutsche Botschaft in Bukarest hatte bereits am 19.09.41 gemeldet, das die rumänischen Reserven verbraucht worden waren.


Das hatte zur Folge, das der Bedarf nur noch aus der laufenden Produktion gedeckt werden konnte. Dies reichte aber nicht, so das alle drei Wehrmachtsteile im Oktober Kürzungen hinnehmen mussten. Weitere Kürzungen wurden auch schon in Aussicht gestellt.

Öllieferungen Rumäniens an Deutschland:

September 41 : 375.000 t
Oktober 41 : 253.000 t
November 41 : 223.000 t
Dezember 41 : 123.000 t
Januar 41 : 111.000 t
Februar 42 : 73.000 t

Zahlen nach Hillgruber, König Carol und Antonescu



Deshalb waren die Ölfelder bei Baku so wichtig.
Sehr interessant, Danke :-)
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