28.08.2008 - 02:39
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #76  
Alt 02.02.2008, 18:56
MacX
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Beiträge: n/a
Zitat von K. Ropp Beitrag anzeigen
Aber man kann den kommunistischen Widerstand nicht unter den Tisch fallen lassen. Und da, wie bereits geschrieben, die Attentäter vom 20. Juli 1944 auch keine demokratischen Ziele verfolgten, dürften wir diesen, streng genommen, auch nicht hochhalten.
Ich würde die Rolle des Offizierswiderstandes auch gar nicht in die Richtung einordnen. Es ist einfach bemerkenswert, dass dieser Widerstand gerade aus der Gruppe kam, die den Krieg im Wesentlichen mitgetragen haben.
Da die Kommunisten ja schon immer gegen die Nazis gekämpft haben, ist es nur verständlich, dass sie das auch später weiterhin taten.
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  #77  
Alt 02.02.2008, 19:45
Benutzerbild von mimir
homo novus
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 129
also ICH kann durchaus gleichzeitig den mut stauffenbergs bewundern und wie er auch für seine ideale eingetreten istr anstatt einfacgh nichts zu tun aber dennoch überzeugter demokrat sein. jeder intelligente mensch sollte sich selbst von allem ein differenziertes bild machen können. die wahrheit ist nie absolut. manchmal reicht für eine frage auch nicht ein schlichtes ja oder nein.
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  #78  
Alt 03.02.2008, 09:15
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
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Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
Kriegsverbrechen

Zitat von Bruckner Beitrag anzeigen
Und die eigenen Kriegsverbrechen, beispielsweise in Afrika, vergisst man eben ganz gern.
Das stimmt. In Äthiopien wurden bei der Eroberung des Negus Reiches Chemikalien über die Dörfer der Einwohner geschüttet.
Die Frage im Thread aber war der Widerstand. Und der war schon um einiges Substantieller wie im dt. Reich. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, daß das Gros der Menschen sehr früh die Sinnlosigkeit des Krieges verstanden hat.
Die Aufarbeitung findet (übrigens auch in Frankreich) in geringerem Maße statt, weil der Widerstand doch eine große Rolle ab 43 gespielt hat.
Die Faschisten haben - nicht nur in territorialem Sinne - immer mehr an Terrain verloren.

Es gibt sehr aufschlussreiche Filme - sogar schon kurz nach der Nachkriegszeit wo in D noch Heimatfilme en vogue waren - die eine gewisse Aufarbeitung des Faschismus stattfinden ließen. Empfehlenswert ist "1900" von Bertolucci.

Der Film wurde 1976 gedreht und gibt einen tiefen Einblick in die Aufarbeitung der Geschehnisse.
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"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."

Geändert von Jason (03.02.2008 um 09:29 Uhr).
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  #79  
Alt 03.02.2008, 10:36
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ort: Bremen
Beiträge: 6.222
Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Die Frage im Thread aber war der Widerstand. Und der war schon um einiges Substantieller wie im dt. Reich. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, daß das Gros der Menschen sehr früh die Sinnlosigkeit des Krieges verstanden hat.
Sie haben Mussolini abgesetzt, viel größer kann Widerstand wohl nicht sein. Trotzdem hätten sie über 20 Jahre aufzuarbeiten gehabt, evt. ohne die Belastungen Holocaust etc. aber 20 Jahre Diktatur gehen auch nicht spurlos vorrüber.

Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Die Aufarbeitung findet (übrigens auch in Frankreich) in geringerem Maße statt, weil der Widerstand doch eine große Rolle ab 43 gespielt hat.
Ja, erst Chirac hat erstmals von Kollaborateuren gesprochen. Das lässt sich wohl aber auch geschichtlich erklären, denn ein de Gaulle hatte sich nicht für die Kollaborateure zu entschuldigen und was der Staat nicht anpackt wird gerne verdrängt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #80  
Alt 03.02.2008, 11:03
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
Hallo zusammen,

da ich in der Suche nichts dazu gefunden hab (ich hoffe, ich hab nichts übersehen), wollte ich mal ein Thema zum deutschen Widerstad im Nationalsozialismus eröffnen.

Dabei könnt Ihr den Eurer Meinung nach wirkungsvollsten und bedeutenden Widerstand gegen das NS-Regime beschreiben. Oder gab es überhaupt einen oppositionellen Akt , der die Bezeichnung `Widerstand´ verdient hat?

Netten Grs
Scholl
@Jason

Das ist die Ausgangsfrage zu diesem Thread und ich gebe dir recht, das ich ein wenig vom Thema abgekommen bin.


Aber das gilt nicht nur für mich. Siehe unten dein eigenen Beitrag.


In Italien ist aus der Partisanenbewegung (vor allem in Norditalien) im großen und ganzen die PCI hervorgegangen (Komm. Partei Italiens) und aus den "Nachkommen" der Republik Salò der MSI (die rechtsextreme die jetzt Alleanza Nazionale heißt). Eigentlich demokratische Parteien...

So ähnlich dürfte es auch in den anderen okkupierten Ländern gewesen sein. Entscheidend für die künftige politische und demokratische Ausrichtung war eher der Faktor ob die "Befreier" Russen oder Allierte waren.
In Italien wurde z. Bsp. von der CIA das Referendum zur Erhaltung/Abschaffung der Monarchie gefälscht.
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  #81  
Alt 03.02.2008, 11:05
Benutzerbild von Wulfnoth
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Ort: Bremen
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Wir sind inzwischen auf der 4. Seite, Diskussionen entwickeln sich nun einmal weiter und ich sehe bisher kein größeres Off Topic.
Der Sprung zum italienischen Widerstand scheint zwar angesicht des Ausgangspost unverständlich, erklärt sich aber im Verlauf der 80 (!) geschriebenen Beiträge.

(Das jetzt bitte nicht als administrativen Persilschein verstehen)
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  #82  
Alt 03.02.2008, 11:28
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Danke Wulfnoth! Es gibt gewisse Parallelen in der historischen Entwicklung beider Länder. Und darauf gekommen bin ich wg. der Diskussion der politischen Richtung des Widerstandes in D. Die Partisanen waren in der Regel eher rot bis stalinistisch. und trotzdem sind eben demokratische Parteien daraus entstanden, die in der Nachkriegszeit bis zur Wende eine Rolle gespielt haben.
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  #83  
Alt 03.02.2008, 15:19
Quaestor
 
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Beiträge: 130
@Jason

Wofür bedankst du dich? Habe ich hier möglicherweise etwas falsch verstanden.


Du hast mich doch mit diesem Post

[Zitat Jason] Die Frage im Thread aber war der Widerstand. Und der war schon um einiges Substantieller wie im dt. Reich. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, daß das Gros der Menschen sehr früh die Sinnlosigkeit des Krieges verstanden hat.
ermahnt, das ich vom Thema abweiche.

Ich habe mir erlaubt darauf aufmerksam zu machen, das du dies in diesem Strang auch schon getan hast, was ich persönlich überhaupt nicht als Problem betrachte, denn wie Wulfnoth schon richtig angmerkt hat, entwickeln sich Diskussionen weiter.
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Geändert von Wulfnoth (03.02.2008 um 16:46 Uhr).
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  #84  
Alt 03.02.2008, 15:32
Benutzerbild von Jason
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Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
Ganz einfach, Bruckner! Für mein Empfinden war Deine Abweichung stärker als meine. Du bist auf die Kriegsverbrechen der Italiener eingegangen - die ich ja mit einem Beispiel bestätigt habe.

Ich sah hier aber keinen Zusammenhang zum Thema "Widerstand".

Will jetzt aber nicht, daß Du meine Anmerkung als Generalangriff gegen Deine Argumentationen siehst. Wir können gerne einen neuen Thread eröffnen, der vielleicht auch interessant wäre:
Kriegsverbrechen ausländischer Armeen im XX. Jahrhundert.
Da kommt bestimmt ´ne Menge raus.

Im übrigen sehe ich das genau so wie Du: Hauptsache es entwickelt sich eine spannende Diskussion!
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Geändert von Jason (03.02.2008 um 15:34 Uhr).
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  #85  
Alt 03.02.2008, 16:27
Quaestor
 
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Aha! Meine Abweichung ist also stärker als deine.
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  #86  
Alt 03.02.2008, 16:47
Benutzerbild von Wulfnoth
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Wir hatten bisher eine so sachliche Diskussion, das wollen wir doch nicht in Streitereien ausarten lassen?!
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