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25.01.2008, 19:38
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 391
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Zitat von dieter 4711
Zitat von K. Ropp
Ich bin gespannt, ob dem Ersten Weltkrieg in diesem Jahr wieder mehr Aufmerksamkeit in den Medien geschenkt wird, durch das 90jährige Jubiläum des Kriegsendes.
Lieber Ropp,
das wird sicher geschehen.
Aber ich bezweifle, dass dies ein dauerhaftes Interesse ist.
Der 9. November dieses Jahr ist nicht nur das 90jährige Jubiläum der Ausrufung der deutschen Republik, sondern auch das 85jährige des Hitler-Putschs und das 70jährige der Reichspogromnacht. Die beiden letzteren Ereignisse werden wohl dafür sorgen, dass dem Ersten Weltkrieg auch in diesem Jahr nicht die Aufmerksamkeit zuteil wird, die ich für nötig halte. Und wenn wir im nächsten Jahr dem 70. Jahrestag dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gedenken, wird der Great War wahrscheinlich wieder komplett aus dem deutschen Volksgedächtnis verdrängt worden sein.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
Geändert von K. Ropp (25.01.2008 um 22:12 Uhr).
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25.01.2008, 23:08
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Tribun
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Registriert seit: 18.01.2008
Ort: Dülmen, NRW
Beiträge: 68
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Die Weltkriege eins und zwei sowie die Weimarer Republik dazwischen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang. Klar hätte es ohne WK I keinen zweiten WK gegeben. Hitlers Handeln wäre ja somit ohne jegliche Grundlage gewesen! Das muss jedem begreiflich gemacht werden. Da sind die Schulen und museale Erinnergungskultur gefragt.
Das die Zeitzeugen einer Epoche sterben ist nun leider der Lauf der Zeit. Dasselbe wird mit dem zweiten Weltkrieg passieren!
Dass der zweite WK den ersten überschattet, aber er war auch etwas bisher nie dagewesene.
Beides beweist aber, dass der Geschichtsunterricht in den Schulen, Denkmäler und Museen einen immer größeren Stellenwert bekommen werden.
Erinnern ist alles, um aus den Fehlern zu lernen.
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"Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!"
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26.01.2008, 09:55
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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Lieber Ropp,
natürlich ist der 9.11. der Schicksalstag in der deutschen Geschichte. Mit dem Ende des WKI, den Putsch von Hitler, der Reichsprogromnacht und dem Fall der Mauer.
Liebe Geschwister Scholl,
ich sehe es wie Du. Ohne WKI kein WKII.
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Nichts ist unmöglich
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26.01.2008, 11:08
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
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Beispiel Spanien
Meine Kenntnisse des I WK sind nicht so fest. Aber ist es nicht so, daß Spanien nicht daran teilgenommen hat? Und trotzdem ist ein Mann wie General Franco an die Macht gekommen. Eine solche Entwicklung wäre durchaus auch in Deutschland mit dem stark ausgeprägten Militarismus möglich gewesen. Auch ohne I. WK. Es gab ja auch naturwissenschaftliche und philosophische Strömungen, die in ganz Europa vorherrschten. Dadurch wurde ja auch der Aufstieg eines - wie in Italien emphatisch begrüßt - "Mann des Schicksals" begünstigt. Das Kaiserreich wäre als Reaktionäre und antiquierte Regierungsform so auf Dauer nicht geblieben.
Wahrscheinlich hätten wir eine Summe beider WK´s in einem gehabt...
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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26.01.2008, 14:05
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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Zitat von Jason
Das Kaiserreich wäre als Reaktionäre und antiquierte Regierungsform so auf Dauer nicht geblieben.
Wahrscheinlich hätten wir eine Summe beider WK´s in einem gehabt...
Lieber Jason,
Du hast recht. Vorallem das Dreiklassenwahlrecht wäre in Preußen nicht zu halten gewesen. Wir hatten von 1914 bis 1945 einen Dreißigjährigen Krieg auf der Welt.
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Nichts ist unmöglich
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26.01.2008, 15:06
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Zitat von dieter 4711
Lieber Jason,
Du hast recht. Vorallem das Dreiklassenwahlrecht wäre in Preußen nicht zu halten gewesen. Wir hatten von 1914 bis 1945 einen Dreißigjährigen Krieg auf der Welt.
Wie kommst du auf diese absurde Theorie? Erstens hatten wir in Weimar eine sehr ruhige Zeit und zweitens lassen sich die chaotischen innenpolitischen Verhältnisse längst nicht auf andere Nationen übertragen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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26.01.2008, 16:02
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Quaestor
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Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
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Vorallem das Dreiklassenwahlrecht wäre in Preußen nicht zu halten gewesen.
Selbst unter großen innenpolitischen Druck konnte sich Wilhelm im April 1917 nur dazu aufraffen, direkte und geheime Wahlen ,in der sogenannten Osterbotschaft, zu versprechen. Von "gleichen" Wahlen wurde nichts erwähnt. Tatsächlich realisiert wurde die Abschaffung aber erst im November 1918.
Wir hatten von 1914 bis 1945 einen Dreißigjährigen Krieg auf der Welt.
Unter welcher Bezeichnung firmiert dann nach dieser Theorie die erste deutsche Demokratie von 1918 bis 1933?
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"Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden." [Walter von Siemens]
Geändert von Bruckner (26.01.2008 um 16:06 Uhr).
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26.01.2008, 19:23
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Tribun
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Registriert seit: 18.01.2008
Ort: Dülmen, NRW
Beiträge: 68
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Zitat von Wulfnoth
Wie kommst du auf diese absurde Theorie? Erstens hatten wir in Weimar eine sehr ruhige Zeit und zweitens lassen sich die chaotischen innenpolitischen Verhältnisse längst nicht auf andere Nationen übertragen.
Ich glaub es war Norbert Frei, ein mittlerweile verstorbener Historiker, der unter anderem auch wegen seiner Hitler-Biografie bekannt geworden ist, der einen Artikel so überschrieb.
Ich finde diese These gar nicht so abwegig. Auch wenn es im Mittelabschnitt (1923-1929), was eigentlich auch nur sechs Jahre waren, recht ruhig war, finde ich diese Definition in Ordnung. Frei zieht nämlich auch zwischen dem ersten und zweiten WK eine direkte Verbindung und nennt die Zeit zwischen 1914 und 1945 den zweiten 30-jährigen Krieg.
Grs
Scholl
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"Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!"
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26.01.2008, 22:53
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Dabei bleibt aber Bruckners berechtigte Frage was in den 14 Jahren Weimar und von 33 bis 39 gewesen sein soll.
Bei mir in der Schule wurde diese These auch kurz angerissen aber mein Kenntnisstand aus den Schulbüchern und auch was ich über diese These später gelesen habe sagt dass es sich dabei um eine Minderheitenmeinung handelt, die so undifferenziert nicht gehalten werden kann.
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27.01.2008, 00:34
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
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Der 1. Weltkrieg war ja- um auf das eigentliche zu kommen- eine Prämiere. Die Bauernjungen die sich im Gebirge und in den Feldern Frankreichs in den Schützengräben gegenüberstanden, hatten keine Vorstellung was sie erwartete.
Von Autoritären Vätern erzogen, waren sie den absoluten Gehorsam gewöhnt.
Die Offiziere rechneten bei einem Angriff die möglichen Verluste aus und entschieden dann nach Statistiken, ob sich ein Angriff lohnte.
In dem Film "Wege zum Ruhm" von Stanley Kubrick wird diesem Krieg eindrucksvoll ein Denkmal gesetzt.
Seltsam. In diesem Forum wurde ja viel über Zeitzeugen gewettert. Jetzt ist mal der letzte des I. WKs gestorben - statt sich der Möglichkeit objektiver historischer Bewertung zu erfreuen, werden alle sentimental... tststs
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27.01.2008, 09:34
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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Zitat von Bruckner
Unter welcher Bezeichnung firmiert dann nach dieser Theorie die erste deutsche Demokratie von 1918 bis 1933?
Lieber Bruckner,
das war eine Zwischenzeit, wie es auch in der Geschichte des Peleponesischen Krieges und bei den Kriegen Napoleons Zeiten des Friedens dazwischen gab.
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Nichts ist unmöglich
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27.01.2008, 12:06
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Unsinn. Das Kaiserreich war seinerzeits in vielen teilen der restlichen Welt überlegen. (S. Fischer Fabian, "Herrliche Zeiten - die Deutschen und ihr Kaiserreich)
Der Begriff "Zweiter 30--jähriger Krieg" wurde erstmals von einem britischen Botschafter geäußert. In einer Rede in Deutschland. Lustigerweise soll man im deutschen Protokoll davon aber nichts mehr gelesen haben...
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27.01.2008, 12:20
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.249
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Zitat von dieter 4711
Lieber Bruckner,
das war eine Zwischenzeit, wie es auch in der Geschichte des Peleponesischen Krieges und bei den Kriegen Napoleons Zeiten des Friedens dazwischen gab.
Beide Weltkriege zusammen haben 10 Jahre gedauert, die "Zwischenzeit" doppelt so lange. Ist das nicht etwas unverhältnismäßig?
In der napoleonischen Zeiten waren ie Verhältnisse umgekehrt und außerdem unterteilen Historiker durchaus in die unterschiedlichen Koalitionskriege.
Für die meisten Menschen mag es rückblickend vereinfacht sein von einem 30-Jährigen Krieg oder den Napoleonischen Kriegen (Achtung Plural!) zu sprechen aber das Ziel eines Geschichtsinteressierten sollte doch eigentlich Differenzierung sein, folglich halte ich davon nicht viel weil es eher verfälscht als das es weiter bringt.
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27.01.2008, 12:32
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.249
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Zitat von Jason
Seltsam. In diesem Forum wurde ja viel über Zeitzeugen gewettert. Jetzt ist mal der letzte des I. WKs gestorben - statt sich der Möglichkeit objektiver historischer Bewertung zu erfreuen, werden alle sentimental... tststs
Das siehst du meines Erachtens nach völlig falsch. Hier im Forum wurde kritisch zur Quelle Zeitzeuge Stellung genommen und angemerkt, dass es eben nur eine Quelle unter vielen möglichen ist. Dabei wurde wenn ich mich recht entsinne das exzessive Ausschlachten von Zeitzeugen wie z.B. bei gewissen Dokus im Fernsehen kritisert.
Im Ersten Weltkrieg haben wir ja fast das Gegenteil. Historische Quellen in Schrift- und Bildform dominieren, Zeitzeugen wurden so gut wie kaum befragt und wenn das war es häufig die Tochter von jemanem o.ä. Da hat man etwas verpasst und das wird schrecklich deutlich wenn der letzte stirbt.
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